dm Balea Milch & Honig: Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung im umfassenden Check
Balea ist die bekannteste Eigenmarke von dm und bietet zahlreiche Produkte für die Körperpflege zu günstigen Preisen an. Ein besonders beliebtes Duschprodukt ist die Balea Dusche & Creme „Milch & Honig“. In diesem Artikel analysieren wir die Inhaltsstoffe, erläutern deren Wirkung, gehen auf die Anwendung ein und beleuchten auch die ökologischen und gesundheitlichen Aspekte. Dabei werden positive wie kritische Punkte der „Milch & Honig“-Variante detailliert dargestellt.
Produktbeschreibung und Anwendungserlebnis
Die Balea-Dusche & Creme „Milch & Honig“ steckt in einer, vorwiegend in Gelb- und Orangetönen, gehaltenen Plastikflasche. Für gerade mal 55 Cent kaufte ich 300 ml Duschprodukt. Der Hersteller sagt, dass das Produkt zum täglichen Duschen geeignet ist. Außerdem soll das Produkt die Haut verwöhnen und pflegen. Sie ist vor dem Austrocknen geschützt.
Die Farbe der Balea-Dusche & Creme „Milch & Honig“ ist hellgelb. Öffne ich den Deckel, rieche ich Honig. Ich finde den Geruch sehr angenehm. Von der Konsistenz her ist diese Duschcreme wie Gel - also nicht zu flüssig. Beim Verteilen der Duschcreme entsteht etwas weißer Schaum auf der Haut. Dieser reicht mir aus. War der Duft der Balea-Dusche & Creme „Milch & Honig“ in der Flasche noch sehr intensiv, so verflüchtigt er sich schnell, wenn man den Körper nach dem Einseifen wieder mit Wasser abgespült hat. Nach dem Abtrocknen ist der Duft fast weg, nach dem Eincremen der Haut nach dem Duschen ist der Duft fast weg. Um den leichten Honigduft ist es schade.
Die Haut fühlt sich nach dem Duschen sehr gut an: es traten bisher weder Juckreiz, noch Spannungen auf der Haut, noch Allergien auf. Die Haut ist glatt und nicht ausgetrocknet und sauber. Die Balea-Dusche & Creme „Milch & Honig“ ist ein Produkt, das meine Haut gut reinigte und sie nicht austrocknete.
Inhaltsstoffe: Bewertung und Erläuterung
Unsere Inhaltsstoffbewertung erfolgt unabhängig vom konkreten Produkt. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produktes. 13 Inhaltsstoffe sind empfehlenswert - zum Beispiel Aqua (das ist Wasser), Cocamidopropyl Betaine, Sodium Chloride und Glycerin. Glycerin etwa spendet Feuchtigkeit, während Cocamidopropyl Betaine die Reinigung unterstützt und für milde Schaumbildung sorgt.
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Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Dazu zählen u.a. Milch und Honig, weshalb es nicht vegan ist. Veganismus ist eine Lebens- und Ernährungsweise. Dabei wird auf den Konsum von Produkten verzichtet, die tierischen Ursprungs sind oder Bestandteile tierischen Ursprungs beinhalten. Dazu zählen Lebensmittel und Kosmetika, die Inhaltsstoffe aus Fleisch, Fisch, Meerestieren, Milch, Ei und Honig enthalten.
Es gibt doch zu viele davon, die eingeschränkt oder gar nicht empfehlenswert sind. 3 Inhaltsstoffe sind bedenklich. Beispielsweise Sodium Laureth Sulfate und Ci 16185. Beim Inhaltsstoff Parfüm ist nur eine Einzelfallbewertung möglich. Die Inhaltsstoffe können mich nicht vollständig überzeugen.
Tabelle: Einschätzung ausgewählter Inhaltsstoffe
| Inhaltsstoff | Funktion | Einschätzung |
|---|---|---|
| Aqua | Lösungsmittel/Grundlage | Unbedenklich |
| Cocamidopropyl Betaine | Schaumbildner, Reinigung | Empfehlenswert |
| Sodium Laureth Sulfate | Tensid, Reinigung | Bedenklich bei empfindlicher Haut |
| Glycerin | Feuchtigkeitsspender | Empfehlenswert |
| STYRENE/ACRYLATES COPOLYMER | Mikroplastik, Filmbildner | Ökologisch problematisch |
| Ci 16185 | Farbstoff | Bedenklich |
Bedenkliche Inhaltsstoffe und Umweltaspekte
Problem Mikroplastik und synthetische Polymere
Weiterhin muss betont werden, dass das Produkt Mikroplastik enthält und zwar in dem Inhaltsstoff STYRENE/ACRYLATES COPOLYMER. Flüssige, gel- oder wachsartige Polymere können über die Abwässer in die Umwelt gelangen, da sie durch Kläranlagen nicht immer vollständig gefiltert werden. Viele synthetische Polymere sind geladen und ziehen im Wasser nicht nur verschiedene Giftstoffe an, sondern werden auch von Wasserlebewesen aufgenommen oder lagern sich an ihre Kiemen. So gelangen sie durch den Verzehr von Meerestieren wieder in unseren Nahrungskreislauf. Als „Mikroplastik“ werden alle festen Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als 5 mm bezeichnet. Sie gehören zu der Gruppe der synthetischen Polymere. Synthetische Polymere aber können vielseitige Formen und Eigenschaften haben. Eine Unterscheidung zwischen festem Mikroplastik bzw. flüssigen/gelösten/gel-oder wachsartigen Polymeren ist sehr wichtig. Denn viele dieser Stoffe sind in der Umwelt ebenso schwer abbaubar, wie feste Plastikpartikel.
Klärschlämme werden teilweise auch auf Felder ausgebracht. Die Einschätzung der Abbaubarkeit basiert u.a. auf Studien wie „Microplastics in wastewater treatment plants: Detection, occurrence and removal“ (Sun et al., 2019) sowie weiteren Forschungsarbeiten zu kosmetischen Produkten (Duis et al., 2021).
Palmöl: Herkunft, Kritik und Nachhaltigkeit
Außerdem muss noch betont werden, dass diese Duschcreme Palmöl enthält. Das ist negativ, denn wegen der Palmölgewinnung müssen viele Wälder sterben. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Regenwälder zerstört und zahllose Lebewesen vom Aussterben bedroht. Besonders der Orang-Utan, der weltweit nur in den Regenwäldern von Sumatra und Borneo vorkommt, ist in akuter Gefahr. Die Zahl der wild lebenden Sumatra Orang-Utans ist seit 1900 um 91% gesunken. Seit 2016 gilt auch der Borneo Orang-Utan als unmittelbar vom Aussterben bedroht. Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China. Für den Anbau von Ölpalmen werden die Torfböden entwässert, wobei Kohlendioxid und Methangas freigesetzt wird. Zusätzlich wird bei der Brandrodung und den damit einhergehenden, alljährlichen Torf- und Buschbränden viel CO2 emittiert. Auch soziale Konflikte treten durch die Ausdehnung der Palmölplantagen immer wieder auf, da die einheimische Bevölkerung häufig ihr Land verliert.
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Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen Palmöl. Der größte Anteil geht in Biodiesel (41 Prozent), dicht gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (40 Prozent) sowie in die industrielle Verwendung etwa für Pharmazie oder Reinigungsmittel (17 Prozent). Palmöl findet sich in rund jedem zweiten Supermarktprodukt von Margarine, Pizzen und Süßwaren bis zu Kosmetika und Waschmitteln. Seit 2016 müssen in der EU Lebensmittel die Palmöl enthalten entsprechend deklariert werden. Für Kosmetika gibt es aber noch keine Deklarationspflicht. In Kosmetika gibt es viele Begriffe, hinter denen sich Bestandteile der Ölpalme verstecken können, wie beispielsweise Sodium palmate oder Elais guineensis. Ausserdem können viele chemischen Rohstoffe wie beispielsweise Fettsäuren, sowohl aus der Ölpalme wie auch aus anderen Pflanzen hergestellt werden. Dies macht es fast unmöglich, den Kauf von Palmprodukten ganz zu vermeiden.
Nachhaltigkeitssiegel und Konsumentenverhalten
Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald- und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Leider ist der Anteil an wirklich nachhaltigem Palmöl auf dem Markt aber noch sehr klein. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Greenpeace kritisiert unter anderem, dass der RSPO in einigen Fällen nachweislich nicht in der Lage war, die nachhaltigen Anbaumethoden der zertifizierten Lieferanten sicherzustellen.
Bio-Suisse zertifiziertes Palmöl* folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten. Darunter fallen auch Urwälder und Primärwälder. Ausgenommen davon sind Flächen, die vor 1994 gerodet worden sind. Je mehr KonsumentInnen wirklich nachhaltiges Palmöl verlangen, welches weder Regenwald- und Torflandzerstörung, Landkonflikte noch einen Verlust von Arten mit sich bringt, desto eher ist der Hersteller bereit, etwas zu unternehmen.
Weitere Inhaltsstoffe und gesundheitliche Bewertungen
Duftstoffe, PEGs und Farbstoffe
Beim Inhaltsstoff Parfüm ist nur eine Einzelfallbewertung möglich. Geringes Allergiepotential. Für Kontaktallergiker ist dieser Duftstoff nicht empfehlenswert. PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen.
Färbt kosmetische Mittel und/oder gibt der Haut und/oder den Hautanhangsgebilden Farbe. Azo-Farbstoffe enthalten gebundene aromatische Amine, von denen sich einige im Tierversuch als krebserregend oder erbgutschädigend erwiesen haben. Daher sind bestimmte aromatische Amine und einige Azo-Farbstoffe in der EU bereits verboten. Ca. Azo-Farbstoffe sind weit verbreitet und finden sich in Lebensmitteln, Textilien und Kosmetik. Da es sich um eine große Stoffgruppe handelt, liegen nur für wenige Einzelsubstanzen umfassende Untersuchungen über Auswirkungen auf den Menschen vor. Auch die Auswirkungen auf die Umwelt sind wenig erforscht: Im offenen Gewässer sind einige wasserlösliche Farbstoff mobil und unter bestimmten Bedingungen biologisch schwer abbaubar. Im Gegensatz zu löslichen Azofarsbstoffen gelten Wasserunlösliche Azopigmente überwiegend als stabil, wenig reaktiv und daher sicherer.
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Kann irritierend im Kontakt mit Augen und Haut wirken.
Preis-Leistungs-Verhältnis und Kaufempfehlung
Unschlagbar ist allerdings der Preis. Bei dm kaufe ich immer wieder ein. Nicht nur Markenprodukte, sondern auch die Eigenmarken. In meinem Einkaufskorb. Gigantisch gut finde und fand ich den Preis. Für gerade mal 55 Cent kaufte ich 300 ml Duschprodukt. Wegen der Inhaltsstoffe ziehe ich zwei Sterne ab. Ich werde nach Duschprodukten mit besseren Inhaltsstoffen suchen.
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