Rezepte für Plätzchen zum Ausstechen: Tradition, Vielfalt und Tipps für perfekte Ausstechplätzchen
Plätzchen zum Ausstechen gehören zur Advents- und Weihnachtszeit einfach dazu. Ob mit Kindern, Freunden oder der Familie - das gemeinsame Ausrollen, Ausstechen und Verzieren von Plätzchen bietet nicht nur Genuss, sondern auch ein Erlebnis voller Spaß und Kreativität. Mit wenigen Zutaten und einigen praktischen Tipps gelingen diese Klassiker garantiert.
Grundrezept: Der perfekte Plätzchenteig zum Ausstechen
Mit unserem einfachen Rezept gelingt dir Plätzchenteig, der nicht klebt und sich wunderbar verarbeiten und sogar einfrieren lässt. Dann steht Omas Butter- oder Ausstechplätzchen für Weihnachten nichts mehr im Weg. Der Teig ist die perfekte Grundlage zum Ausstechplätzchen-Backen mit Kindern - weswegen ihr ihn auch in „Backen macht glücklich - Das Familienbackbuch“ findet.
Für ein einfaches Grundrezept Zucker, Butter und Mehl im Verhältnis 1-2-3 verkneten, also 100 Gramm Zucker, 200 Gramm Butter und 300 Gramm Mehl.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Mehl | 250g |
| Backpulver | 1 Msp. |
| Zucker | 60g |
| Salz | 1 Prise |
| Vanillezucker | 1 Pck. |
| Butter (kalt) | 125g |
| Ei (Gr. M) | 1 |
Zubereitung Schritt für Schritt
- Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und Vanillezucker in einer Schüssel mischen.
- Kalte Butter in kleinen Würfeln und Ei dazugeben.
- Alles kurz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
- Die Hälfte des Plätzchenteiges aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3 mm dick ausrollen und Plätzchen ausstechen.
- Einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Teigreste kurz zusammenkneten, ausrollen und weitere Plätzchen ausstechen. Mit dem übrigen Teig ebenso verfahren.
- Plätzchen im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C) 8-10 Minuten backen. Auskühlen lassen und nach Belieben verzieren.
Tipps für einen gelingsicheren Plätzchenteig
- Damit dir der Plätzchenteig für Ausstechplätzchen garantiert gelingt und schön geschmeidig wird, empfehle ich, zunächst alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zu vermengen und erst danach kalte, gewürfelte Butter und Ei hinzuzugeben.
- Wer mit den Händen knetet, hat es mit weicher Butter definitiv leichter. Kalte Butter lässt sich schwerer verkneten, sorgt dafür aber von Anfang an für eine gute Konsistenz.
- Was allerdings nicht gut funktioniert: geschmolzene Butter. Damit werden die Butterplätzchen eher hart.
- Weniger ist mehr - zumindest beim Mehl: Verwende zum Ausrollen nur sehr wenig Mehl, sonst werden deine Plätzchen schnell trocken. Oft reicht es sogar, nur die Ausstechformen kurz in Mehl zu tauchen.
- Du kannst den Plätzchenteig auch einfach zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen.
- Den Ofen unbedingt vorheizen, damit die Plätzchen nicht zerlaufen!
- Außerdem solltest du deine Backwerke immer nur auf ein kaltes Blech legen, deshalb solltest du zum Backen immer mehrere Bleche nutzen.
- Die exakte Backzeit hängt immer von deinem Ofen und von der Größe und Dicke deiner Plätzchen ab. Behalte deine Plätzchen also immer gut im Auge, nachdem du sie an den Ofen übergeben hast.
Gemeinsames Backen mit Kindern: Kreativität und Spaß
Du möchtest gemeinsam mit deinen Kindern, Freunden oder Familie Plätzchen ausstechen? Dann ist dies das richtige Rezept für dich. Der Teig für Plätzchen zum Ausstechen ist perfekt als Grundlage. Denn mit ein par Zutaten, ein wenig Geduld und ganz viel Spaß, hast du in kurzer Zeit wunderschöne und leckere Plätzchen.
Durch die vielen verschiedensten Ausstechformen, können sich die Kinder kreativ ausleben. Das Rezept, Teig für Plätzchen zum Ausstechen, ist mit Kindern super geeignet. Sie können beim Kneten und Ausstechen helfen und sie lieben es, das Ganze am Ende bunt zu verzieren.
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Beim Ausstechen sollte nur darauf geachtet werden, dass der Teig vorsichtig aus der Form geholt wird. Am besten immer nur die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben. Um den Teig für Plätzchen zum Ausstechen gut ausstechen zu können, sollte dieser nicht zu weich sein. Daher muss der Teig nach dem Zubereiten für circa eine Stunde in den Kühlschrank, so hat er dann die perfekte Konsistenz zum Ausstechen.
Vielfalt aus einem Grundteig: 1 Teig, viele Plätzchen
Das Motto für mein Rezept: 1 Teig, 10 Plätzchen (wobei man auch sagen könnte: unzählige Sorten, denn deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt). Die Möglichkeiten mit diesem Plätzchenteig sind endlos, genau wie deine Kreativität. Ob klassisch ausgestochen, in Zimtzucker gewälzt oder in Schokolade getaucht: Mach, was du magst.
10 Ideen für Plätzchen aus dem Grundteig
- Einfache Butterplätzchen: Klassischer Teig, ausrollen, ausstechen und nach dem Backen mit Zuckerguss und Streuseln verzieren.
- Wellenschneider-Tannenbäume: Dreiecke ausstechen, nach dem Backen mit Zuckerguss und Schokolinsen dekorieren.
- Mandelbärchen und Himmelsboten: Bärchen oder Sterne ausstechen, eine Mandel oder Schokolinse mittig platzieren, Hände einklappen und nach dem Backen mit Zuckerschrift verzieren.
- Rentier-Plätzchen: Lebkuchenmännchen ausstechen und umdrehen, rote Schokolinse als Nase, nach dem Backen mit Zuckerschrift Geweih und Augen malen.
- Falsche Zimtsterne: Sterne ausstechen, in Zucker-Zimt-Mischung wenden, Preiselbeere in der Mitte platzieren und backen.
- Zuckerstangen: Teig halbieren, eine Hälfte einfärben, Schlangen formen und verzwirbeln.
- Spitzbuben: Mandeln unterkneten, runde Kekse ausstechen, Hälfte davon mit Loch, nach dem Backen mit Marmelade und Puderzucker zusammensetzen.
- Walnussplätzchen: Walnüsse unterkneten, ausstechen, nach dem Backen mit Schokolade verzieren und Walnuss obenauf setzen.
- Schwarz-Weiß-Gebäck: Teig halbieren, eine Hälfte mit Kakao einfärben, marmorieren oder übereinanderlegen und ausstechen.
- Schokoplätzchen: 2 EL Mehl durch 2 EL Kakao ersetzen und ausstechen.
Verziertipps und verschiedene Dekorationen
- Zuckerguss: Puderzucker und Zitronensaft verrühren, auf die Plätzchen verteilen und mit Zuckerdekor verzieren.
- Royal Icing: Eiweiß, Zitronensaft und Puderzucker aufschlagen, für festere und edlere Dekorationen.
- Schokoglasur: Kuvertüre über Wasserbad schmelzen, Plätzchen eintauchen und mit Streuseln oder Nüssen bestreuen.
- Eigelb-Glanz: Rohe Plätzchen vor dem Backen mit verquirltem Eigelb bestreichen für goldene Farbe und Glanz.
- Gebäckschmuck: Eine riesige Auswahl an Streuseln, Zuckerperlen und Spezialformen gibt es im Backregal - zur Weihnachtszeit besonders beliebt!
Mit Lebensmittelfarbe kannst du den Guss bunt einfärben. Und wenn du aus meinem Plätzchenteig etwas ganz anderes gemacht hast, lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Ich habe einen ganzen Artikel zum Thema Plätzchen verzieren geschrieben. Lies ihn dir gerne durch und hol dir Inspiration.
Häufige Probleme und praktische Tipps
- Der Plätzchenteig wird nicht glatt, sondern krümelig: Meist hilft es, einfach noch weiter zu kneten. Falls der Teig insgesamt zu trocken wirkt, kann man einen Teelöffel Eiswasser zugeben.
- Der Plätzchenteig bröselt beim Ausrollen: Direkt nach der Kühlzeit ist die Teigkugel noch sehr hart. Erst kurz Zimmertemperatur annehmen lassen und dann nochmal mit der Hand durchkneten.
- Ist der Teig beim Ausrollen bröselig, war evtl. zu wenig Fett im Teig oder zu viel Mehl auf der Arbeitsplatte.
- Besser eine Backmatte aus Silikon verwenden oder den Teig zwischen zwei Lagen Folie oder Backpapier ausrollen.
- Der Plätzchenteig ist zu weich: Lasst ihn nochmal länger im Kühlschrank und/oder gebt etwas zusätzliches Mehl esslöffelweise dazu.
- Gerade Teigreste sollten immer wieder kühlgestellt werden.
Plätzchenteig aufbewahren und einfrieren
In Frischhaltefolie gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt, hält er sich bis zu 24 Stunden. Du kannst den Teig super am Abend vorbereiten und am nächsten Tag backen. Plätzchenteig einfrieren ist überhaupt kein Problem. Forme den Teig zu einer Kugel, verpacke ihn luftdicht in einem Gefrierbeutel oder einer gefriergeeigneten Dose und dann ab damit ins Gefrierfach.
Beim Auftauen gibt es etwas Wichtiges zu beachten: Weil er Eier und Butter enthält, darf der Plätzchenteig niemals mit Hitze aufgetaut werden. Lass ihn unbedingt im Kühlschrank auftauen.
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Ab in die Keksdose: Lass die Plätzchen nach dem Backen vollständig auskühlen, bevor du sie in luftdicht verschließbare Keksdosen packst. In einer Blechdose bei Zimmertemperatur halten sich die Knusperteilchen etwa 4 Wochen. Wenn du aus dem Plätzchenteig verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen machst, bewahre diese am besten getrennt voneinander auf, damit sich die Aromen nicht vermischen.
Sondervarianten und Klassiker
Mürbeteig und Butterplätzchen
Butterplätzchen und Vanillekipferl sind Klassiker aus Mürbeteig, doch wie stellt man Teig für Lebkuchen, Makronen oder Zimtsternen her? Mürbeteig ist ideal zum Backen von Plätzchen oder Keksen, weil er knusprig und zugleich zart ist.
Für ein einfaches Grundrezept Zucker, Butter und Mehl im Verhältnis 1-2-3 verkneten, also 100 Gramm Zucker, 200 Gramm Butter und 300 Gramm Mehl.
Der feine Mürbeteig eignet sich auch für Vanillekipferl. Zu den Grundzutaten noch 50 Gramm gemahlene Nüsse und 2 Tütchen Vanillezucker hinzufügen - wer mag, gibt noch 1 Ei und 1 Prise Salz dazu. Zügig verarbeiten und ebenfalls im Kühlschrank ruhen lassen.
Lebkuchen zum Ausstechen
250 Gramm Honig, je 120 Gramm Butter und weißen oder braunen Zucker sowie 2 Esslöffel Lebkuchen-Gewürz unter Rühren erwärmen und den Zucker auflösen. Abkühlen lassen und 1 Ei unterrühren. 1 Teelöffel Backnatron oder Pottasche hinzufügen - sie machen den Teig schön locker. 500 Gramm Roggen- oder Weizenmehl unter die Honigmasse geben und zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend den Teig 0,5 Zentimeter dick ausrollen, Kreise oder Figuren ausstechen und auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 10 Minuten backen.
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Zimtsterne und Makronen
1 Eiweiß steif schlagen und 100 Gramm Puderzucker nach und nach dazugeben, dabei weiter schlagen. 350 Gramm gemahlene Mandeln sowie 1 bis 2 Esslöffel Zimt unterheben und vermengen. Anschließend ausrollen, Sterne ausstechen und auf ein Backblech legen. Für Makronen: 4 Eiweiß steif schlagen, 150 Gramm Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker dazugeben. Mit 300 Gramm gemahlene Mandeln, Hasel- oder Walnüsse oder Kokosraspeln vermengen und Häufchen auf Backpapier setzen. Plätzchen nach dem Backen vollständig abkühlen lassen und in gut schließenden Blechdosen aufbewahren.
Häufige Fragen: Problembehandlung und Variationen
- Kann ich die Plätzchen mit Umluft backen? Ja, sie lassen sich problemlos mit Umluft backen. Reduziere die Temperatur dann aber um 20°C.
- Warum zerlaufen meine Plätzchen? Ofen nicht vorgeheizt oder Backblech zu heiß - immer auf kaltem Blech und im vorgeheizten Ofen backen.
- Kann ich den Plätzchenteig ohne Zucker zubereiten? Ja, das geht! Ich ersetze den Zucker dann lieber durch Erythrit oder Kokosblütenzucker.
- Kann ich rohen Plätzchenteig naschen? Da Eier enthalten sind, sollten Kinder unter 3 Jahren und Schwangere nicht vom rohen Teig naschen.
- Was ist besser, Butter oder Margarine? Für klassische Plätzchen ist Butter die bessere Wahl, denn sie sorgt für einen authentischen Geschmack und eine knusprige Textur. Margarine ist eine geeignete Alternative, wenn du vegane Butterplätzchen backen möchtest.
- Wie lange hält sich Plätzchenteig im Kühlschrank? Frisch zubereiteten Keksteig kannst du 2-4 Tage im Kühlschrank lagern. Für längere Haltbarkeit kannst du ihn einfrieren.
Verschiedene Varianten für Plätzchen zum Ausstechen
Mit einer Sorte Plätzchen ist definitiv noch ganz viel Platz auf deinem Plätzchenteller. Daher solltest du unbedingt die traditionsreichen Bethmännchen, unsere beliebten Traumstücke, die leckeren Feenküsschen mit Toffifee, die süßen Zimtschnecken Plätzchen, die schwedischen Zimtkekse und die klassischen Heidesand Kekse probieren. Die klassischen Zimtsterne, Kokosmakronen oder die besten Nougatstangen aller Zeiten solltest du ebenfalls nicht verpassen.
Ob Zimt-Mandel-Plätzchen, Marzipan-Ausstecherle oder bunte Kekse mit Schokofüllung, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viele meiner Ausstechplätzchen Rezepte lassen sich wunderbar vorbereiten und nach Lust und Laune verzieren.
Plätzchen aufbewahren wie Oma: Tipps für lange Frische
Plätzchen nach dem Backen vollständig abkühlen lassen. Damit sie schön knusprig bleiben, in gut schließenden Blechdosen oder Plastikbehältern aufbewahren, bei mehreren Sorten am besten getrennt. Nur ähnliche Plätzchen, etwa aus Mürbeteig, zusammen aufbewahren. Die Plätzchen können bei Raumtemperatur bis zu 4 Wochen haltbar sein. Wenn sie gut ausgekühlt in einer verschließbaren Blechdose und an einem trockenen Ort gelagert werden, etwa 4 Wochen. Mit Glasur etwas kürzer.
Plätzchenteig einfrieren - so praktisch! Wenn Teig übrig bleibt oder du Plätzchenteig für Weihnachten vorbereiten möchtest, kannst du ihn problemlos für 2-3 Monate einfrieren. Den fertig gekneteten Teig dafür portionsweise in Frischhaltefolie wickeln oder in einen geeigneten Gefrierbehälter geben. Für die Weiterverarbeitung gefrorenen Plätzchenteig über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und umgehend nach Rezept weiterverarbeiten.
Erfahrungen, Erinnerungen und Empfehlungen
Früher hat mein Papa mit mir Plätzchen gebacken. Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind auf einem Hocker stand, damit ich groß genug war, um den Teig auf der Küchenzeile auszurollen. Und ich erinnere mich auch daran, wie Papa mir zeigte, wie man daraus mit den Förmchen am besten Plätzchen aussticht, damit nichts reißt. Trotzdem gab es jedes Mal einen zerquetschten Tannenbaum oder einen Stern mit einer schiefen Zacke. Um von solchen kleinen Patzern abzulenken, habe ich damals besonders viele Streusel darauf verteilt.
So machen wir es auch heute noch, wenn ich mit meinen Kindern aus dem Plätzchenteig kleine Knusper-Kunstwerke zubereite. Denn am Ende ist es doch egal, ob die Plätzchen krumm und schief werden. Was zählt, ist der Spaß (den haben wir) und der Geschmack. So schnell, wie die Keksdosen immer leer sind, scheinen die buttrigen Plätzchen allen in meiner Familie zu schmecken. Teilen macht Freu(n)de - teile dein neues Lieblingsrezept mit deiner Familie, Freunden und Kollegen.
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