Einfache Dessert-Rezepte ohne Milch und Mehl: Vegane und glutenfreie Ideen für jede Gelegenheit
Wie wäre es mal mit einem rein pflanzlichen Nachtisch? Dieses Vegane Dessert à la Tiramisù ist ein absoluter Höhepunkt für jedes Dinner… oder wenn man mal Bock auf etwas Süßes zwischendurch hat, kann man hier sicher auch ganz ohne triftigen Grund eins dieser Gläschen vernaschen. Ich werde sicher niemanden verraten, der sich das einfach so gönnt.
Warum Desserts ohne Milch und Mehl?
In unseren Breitengraden sind Milchprodukte im Nachtisch eigentlich sehr verbreitet. Sei es die Milch im Pudding, die Sahne auf dem Kuchen, oder eben der Mascarpone im Tiramisù. Schmeckt alles lecker. Man kann allerdings auch darauf verzichten, wenn man das möchte. Wird deshalb nicht komplizierter oder weniger lecker. Oftmals etwas anders… aber das ist ja nichts Schlechtes.
Aufgrund zahlreicher pflanzlicher Ersatzzutaten muss das jedoch nicht mehr sein. Und was noch besser ist: Viele der unten aufgeführten Desserts sind nicht nur vegan und glutenfrei, sondern ebenfalls ölfrei und ohne raffinierten Zucker (oder haben die Option, es zu werden).
Veganes Dessert à la Tiramisù (ohne Eier, ohne Mascarpone, mit veganem Kuchen)
Dieser Nachtisch hier ist eine Art »leckerer Interpretation« von einem klassischen italienischen Tiramisù. Ich nenne es extra nicht »Veganes Tiramisù«, weil es einfach kein Tiramisu ist. Dafür ist dann doch zu viel angepasst worden.
Wie ihr sicher wisst, würde man ein klassisches Tiramisù mit Mascarpone und Löffelbiskuit zubereiten - beide Zutaten sind in »veganer Form« allerdings etwas schwierig. Mascarpone, weil es Mascarpone ist und damit ein Milchprodukt, und die Löffelbiskuits werden i.d.R. mit Eigelb und Eischnee zubereitet, was eben auch wieder ein tierisches Produkt ist. D’oh!
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Klar, man könnte hier mit Aquafaba arbeiten, aber ehrlich gesagt würde ich mir diese Arbeit nie antun. Das Ergebnis kommt nicht an das Original ran. Selbst mit richtigem Ei bekommt man Löffelbiskuit nicht so hin, wie man ihn gerne hat - in einer ganz bestimmten Form und schön trocken und knusprig. Neee, nee… dann gleich lieber was anderes verwenden.
In diesem Fall hier kommt statt Löffelbiskuit ein veganer Kuchen zum Einsatz. Der kann die Kaffee & Amaretto Mischung genauso gut aufsaugen und ist wirklich unkompliziert in der Zubereitung. Einfach alles auf ein Blech klatschen, eine Schicht ausbacken und dann zurechtschneiden für die Serviergläser. Statt Mascarpone hab’ ich hier einen veganen Joghurtersatz auf Basis von Mandeln verwendet und eine pflanzliche Schlagsahne. Ist dann nicht ganz so mächtig, aber trotzdem cremig und luftig. Da kann man wirklich nicht meckern. Aber… eben kein richtiges Tiramisu. Soll es aber auch nicht sein.
Zutaten (für das Dessert à la Tiramisù)
- Mehl (bei Bedarf glutenfreie Mehlmischung)
- Zucker oder Xylit
- Backpulver
- Öl
- Vanille-Extrakt
- Sprudelwasser
- vegane Joghurtalternative (z. B. auf Mandelbasis)
- pflanzliche Schlagsahne
- Espresso
- Amaretto
- Kakao zum Bestäuben
- frisches Obst/Beeren zum Dekorieren
Zubereitung (kurz)
- Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein etwa 28x38cm großes Backblech mit Backpapier auslegen und leicht einfetten.
- Mehl, Zucker (oder Xylit) und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Öl und Vanille Extrakt dazugeben und kurz verrühren, dann den Sprudel dazugeben und alles wirklich nur kurz verrühren. Den Teig auf dem Backblech verstreichen und dann für etwa 18-20 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher testen, ob noch Teig kleben bleibt, und den Kuchen erst herausholen, wenn er sauber herauskommt. Aus dem Ofen holen und die Kuchenschicht samt Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen. Das Backpapier vorsichtig abziehen und den Kuchen komplett abkühlen lassen.
- Für die Creme die Joghurtalternative in eine Schüssel geben. Die pflanzliche Sahne mit dem Puderzucker und Vanille Extrakt steif schlagen, dann in die Schüssel dazugeben und unterheben. Den Espresso frisch aufbrühen und dann mit dem Amaretto vermischen.
- Die Kuchenschicht passend für eure Serviergläser zurechtschneiden - im Idealfall habt ihr 3 Schichten pro Glas. Mit etwas Creme in den Gläsern starten, dann eine Kuchenschicht auflegen und mit etwas von der Espresso-Mischung beträufeln. Den Vorgang mehrmals wiederholen und mit Creme abschließen. Mit Kakao bestäuben und dann für mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren mit frischem Obst/Beeren dekorieren.
Schokopudding ohne Milch: Haselnussdrink als Basis
Da ich nun diese Infos vorweg geschickt habe, möchte ich noch mal klarstellen das ich bei Verwendung des Begriffs Pudding eine Süßspeise meine, die fachlich korrekt eigentlich ein Flammeri ist. Doch wie macht man einen Schokopudding ohne die Verwendung von Milch? Und das soll dann auch noch allen schmecken? Auch jenen die an Milch gewöhnt sind?
Es mag für dich im ersten Moment vielleicht schwer vorstellbar sein, aber die Lösung ist denkbar einfach. Sie heißt: Haselnuss“drink“. Äh - Drink? Milch genießt in der EU einen Bezeichnungsschutz. Es handelt sich per Definition um eine Nährflüssigkeit die in den Drüsen eines tierischen Euters erzeugt werden musste. Deshalb heißen Sojamilch, Haselnussmilch, Reismilch, Mandelmilch & Co. als Milchersatz auch allesamt „drink“, nicht -milch.
Für einen Pudding sind jedoch nicht alle geeignet. Nach dazu unterscheiden sich die Produkte zur Verwendung in Süßspeise je nach Zweck stark. Wenn man nicht gerade gegen die Haselnuss allergisch ist, so bietet sie aus meiner Sicht die ideale Basis für einen Schokopudding. Die Kombination von Schokolade bzw. Kakao und Haselnuss ist quasi schon legendär.
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Rezept: Schokopudding auf Haselnussdrink-Basis (Kurzfassung)
- 1 L Wasser, 50 g Haselnüsse (geröstet). Haselnüsse in einem Glas abwiegen. Mit kochendem Wasser übergießen und mit Folie abdecken. Abkühlen lassen und bis zum nächsten Tag (mind. 12 Stunden) kaltstellen.
- Die Haselnüsse samt Flüssigkeit in einen Hochleistungsmixer geben und bei höchster Stufe ca. 1 Minute lang zu einer feinen Milch mixen. Nach und nach bis zu einem Liter Flüssigkeit mit kaltem Wasser aufgießen. Die Haselnussmilch durch ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen. Gut abtropfen und ausdrücken. Tipp: Das Nussmehl kann zum Backen oder für Porridge weiterverwendet werden!
- Die Haselnussmilch nun in einen Kochtopf geben. Stärke und Zucker hinzufügen und mit einem Schneebesen glattrühren. Kakao und Vanillezucker hinzugeben und ebenfalls glattrühren. Unter ständigen Rühren erhitzen und aufkochen. Ca. 1 Minute köcheln lassen und anschließend vom Herd ziehen. Wer es besonders cremig mag: Nougat oder Haselnussmus einschmelzen!
- In Dessertformen gießen und sofort warm oder kalt servieren. Tipp: Frischhaltefolie auf den Pudding geben um Haut zu verhindern!
No-Bake- und mehlfreie Dessertideen (schnell und vielseitig)
Du hast Lust auf Süßes, aber es ist kein Mehl im Haus? Gar kein Problem, wir haben 7 Dessert- und Kuchen-Rezepte für dich herausgesucht, die du ganz ohne Mehl zubereiten kannst. Damit lässt sich auch Besuch beeindrucken. Versprochen.
Auswahl einfacher Rezepte ohne Mehl
- Milchreis Dessert: Die kleinen Milchreis-Törtchen sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch so. Mehl und Ei brauchst du dabei keines. Der Boden besteht aus Keksen, Kokosöl und Datteln und muss daher auch nicht gebacken werden.
- Vegane Raffaellos: Unser Rezept basiert zu einem großen Teil auf Kokosmus. Durch Kokosöl und Ahornsirup klebt alles schön zusammen, daher brauchst du weder Mehl noch Ei. Die fertige Masse wird mit der Hand gerollt.
- Kokos-Schokotarte im Glas: Um den Teig abzubinden, benötigst du lediglich zwei Esslöffel Speisestärke. Komplett glutenfrei und sehr schokoladig.
- Himbeer-Rohkost-Torte: Die Basis bildet ein Dattel-Walnuss-Mandel-Boden, die Torte muss nicht in den Ofen und kommt ganz ohne Mehl aus.
- Energiebällchen: Mit Haferflocken und Trockenfrüchten als Basis brauchst du kein Mehl und komplett pflanzlich sind sie dabei auch noch.
- No-Bake Schoko Nuss Tarte: Nussboden aus Haselnüssen, Mandeln, Kokosfett und Kokosflocken, belegt mit viel Zartbitterschokolade.
- Raw Carrot Bites: Alternative zum Karottenkuchen, basierend auf Karotten, Nüssen und Datteln, getoppt mit Cashewcreme.
Schnelle, fruchtige und leichte Dessert-Varianten
Das hier ist eines meiner Lieblingsrezepte für eine schnelle Nachspeise. Es ist super einfach herbeigezaubert. Fast schon zu einfach um es als Rezept Beitrag hier zu teilen. Wenn unerwartet Gäste kommen oder einfach nicht genug Zeit ist, um eine Nachspeise zu kreieren, könnte dieses Rezept die Lösung sein. Es ist nicht nur super schnell kreiert sondern auch so wunderschön.
Dieses Rezept ist auch eher als Inspiration gedacht, denn es hat so viele Variationsmöglichkeiten. Während ich Blaubeeren und Bananen verwendet habe, kannst du etliche andere Früchte nehmen. Einfach die Bananen und Blaubeeren cremig mixen. Dann in die Dessertgläser geben und mit Joghurt auffüllen. Nach Wahl garnieren.
Cremige No-Bake-Alternativen: Cashew-Käsekuchen und Schokoladenmousse
Dieser No-Bake Mini-Schokokuchen ist eine köstliche Mischung aus Käsekuchen und Tarte, mit einer reichhaltigen Schokoladenfüllung auf Cashew-Basis, Ganache-Topping und einem knusprigen Boden aus Nüssen oder Kernen. Bonus: Probiere auch gerne diese Schokoladen-Tarte!
Diese cremige vegane Mousse au Chocolat kann auf zwei Arten gemacht werden (mit Seidentofu oder Avocado) und ist in nur 5 Minuten zubereitet. Mehr davon? Dieser Schokopudding könnte dir auch gefallen.
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Tipps für gelingende pflanzliche Desserts
- Bei Verwendung von Nussdrinks: Auf Qualität achten, frische Nüsse verwenden (nicht älter als 6 Monate), sonst können muffige Geschmäcker entstehen.
- Für cremige Konsistenzen: Cashew oder Haselnussmus, Seidentofu oder Kokoscreme einsetzen.
- Wenn eine festere Füllung gewünscht ist: Agar-Agar verwenden.
- Bei No-Bake-Böden: Nussmehle, Datteln, Kokosraspeln oder Haferflocken bieten gute Bindung.
- Tipp gegen Hautbildung bei Pudding: Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen.
- Variationen: Früchte, Beeren, Nusscrunch oder Kakaonibs als Topping geben jedem Dessert eine persönliche Note.
Tabelle: Auswahl an Ersatzzutaten und Einsatzmöglichkeiten
| Zutat (tierisch) | Pflanzlicher Ersatz | Einsatz / Wirkung |
|---|---|---|
| Milch | Haselnuss-/Mandel-/Soja-Drink | Basis für Pudding, Creme, Milchreis |
| Sahne | pflanzliche Schlagsahne (Kokos, Soja) | Aufschlagen für luftige Cremes |
| Mascarpone | veganer Joghurt, Cashew-Creme | cremige Füllungen, Toppings |
| Eier | Apfelmus, Leinsamen-Gel, Aquafaba | Bindung, Lockerung (je nach Rezept) |
| Mehl (Weizen) | Nussmehle, Hafer, Kokosmehl, Speisestärke | bodenfreie Varianten, Glutenfreie Teige, Bindung |
Weitere Anregungen und Inspiration
Wir sind doch alle ein bisschen schokosüchtig, ob wir uns nun vegan ernähren oder nicht. Dieser Lava-Cake ist reichhaltig, sündhaft lecker und perfekt für besondere Anlässe. Dieser Kuchen kann in nur 5 Minuten zubereitet werden - dies ist ein toller veganer Nachtisch, ideal für ein oder zwei Personen! Wenn du auf der Suche nach schnellen veganen Desserts bist - Jackpot!
Wenn du eines dieser leckeren Rezepte ausprobierst, wäre es sehr nett von dir, wenn du mir einen Kommentar und eine Bewertung hinterlassen würdest.
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