Einfuhrbestimmungen für Honig nach England: Was Reisende wissen müssen

Seit dem Brexit gelten für die Einfuhr von Lebensmitteln aus der EU nach Großbritannien (England, Schottland und Wales) deutlich strengere Regeln. Besonders betroffen sind tierische Erzeugnisse wie Fleisch und Milchprodukte, aber auch Honig und andere Bienenprodukte können speziellen Regelungen unterliegen. Im Folgenden haben wir alle relevanten Aussagen aus dem vorliegenden Material zusammengestellt und so angeordnet, dass Sie umfassend informiert sind, welche Voraussetzungen, Beschränkungen und praktischen Hinweise bei der Mitnahme von Honig nach England gelten.

Grundsätzliches: Brexit, Drittlandstatus und warum Regeln verschärft wurden

Seit dem 1. Januar 2021 gilt Großbritannien als sogenanntes Drittland und ist nicht mehr Teil der Europäischen Union. Nach dem Brexit behandelt Großbritannien die EU als Drittland. Die strengen Einfuhrverbote dienen dem Schutz vor Tierseuchen und Pflanzenkrankheiten. Mit dem vom 27. April 2021 ratifizierten Handels- und Kooperationsabkommen vom 24. Dezember 2020 gibt es eine rechtliche Grundlage für künftige Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sowie den Warenverkehr, dennoch gelten seitdem für viele Lebensmittel neue Vorschriften und Kontrollen.

Ist Honig nach England erlaubt?

Honig wird in den bereitgestellten Textpassagen ausdrücklich genannt: Bei Fisch, Geflügelprodukten, Eiern und Honig gibt es keine Beschränkungen. Ebenso heißt es, dass Marmelade oder Honig problemlos mitgebracht werden können. Demnach sind Honig und bestimmte andere Bienenprodukte grundsätzlich erlaubt, sofern sie für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind.

Honiggläser und Einfuhrkontrolle am Flughafen

Wichtige Einschränkungen und Ausnahmen

  • Die Einfuhrregeln unterscheiden sich je nach Produktart und Risikokategorie (TOM risk categories: gering, mittel, hoch).
  • Obwohl Honig in den Textpassagen als erlaubt genannt wird, sind zahlreiche tierische Erzeugnisse (vor allem Fleisch- und Milchprodukte) seit April 2025 verboten, weshalb eine genaue Produktklassifikation wichtig ist: besonders bei zusammengesetzten Erzeugnissen oder Produkten mit tierischen Zusatzstoffen.
  • Für Einfuhren nach Großbritannien müssen seit dem 1. Januar 2022 bestimmte Waren über das Onlineportal IPAFFS vorangemeldet werden; für tierische Erzeugnisse gelten ab 1. Juli 2022 verpflichtende Veterinärbescheinigungen (Export Health Certificates) und physische SPS-Kontrollen an Grenzstellen.
  • Ab Januar 2024 teilt das Border Target Operating Model tierische und pflanzliche Erzeugnisse in Risikokategorien ein. Die Anforderungen für die Einfuhr von Honig hängen davon ab, in welche Risikoklasse Honig laut den britischen Übersichtslisten fällt.

Praktische Regeln bei der Mitnahme von Honig

Aus den vorliegenden Informationen lassen sich folgende konkrete Hinweise ableiten:

  1. Honig für den persönlichen Bedarf ist grundsätzlich erlaubt: Marmelade oder Honig können problemlos mitgebracht werden.
  2. Achten Sie auf die Verpackung: Produkte für den persönlichen Bedarf und in handelsüblicher Verpackung sind unproblematischer.
  3. Bei größeren Mengen (z. B. Kofferraum voller Vorräte) ist eine Erklärung bzw. Voranmeldung möglich erforderlich; bei kommerziellen Mengen gelten Zoll- und Veterinärpflichten.
  4. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln, die Honig enthalten (z. B. bestimmte Fertigprodukte), prüfen Sie die Kategorie: Zusammengesetzte Lebensmittel gehören meist zu den Waren mit geringem Risiko, doch dies kann variieren.
  5. Informieren Sie sich vorab über die Risikokategorie Ihres Produkts: Die zuständigen britischen Behörden stellen Übersichtslisten für Produkte aus der EU zur Verfügung (Übersicht über die Risikokategorien für tierische Erzeugnisse / Übersicht nach Zolltarifnummer).

Voranmeldung, Dokumente und Kontrollen

Wichtig ist: Seit dem 1. Januar 2022 müssen tierische Erzeugnisse, Lebensmittel und Pflanzen über das Onlineportal IPAFFS vorangemeldet werden. Die Anmeldung ist 24 Stunden vor Ankunft der Ware abzugeben. Ab 31. Januar 2024 wird die Vorlage von Veterinärbescheinigungen und Pflanzengesundheitszeugnissen verpflichtend, und ab 30. April 2024 gibt es Kontrollen für bestimmte mittlere Risiken an Grenzkontrollstellen. Ab dem 1. Juli 2022 mussten bereits Gesundheitsbescheinigungen vorliegen und die Einfuhr durfte nur über dafür zugelassene Zollstellen erfolgen.

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Was bedeutet das konkret für Privatpersonen mit Honig im Gepäck?

  • Für einzelne Gläser Honig im Handgepäck oder aufgegebenen Gepäck sind in der Regel keine speziellen Veterinärbescheinigungen erforderlich, sofern es sich um Mengen für den persönlichen Gebrauch handelt und Honig in handelsüblicher, ungeöffneter oder ordnungsgemäß verpackter Form vorliegt.
  • Wenn Sie unsicher sind, prüfen Sie die Risikokategorie und ob Ihr Honig unter besondere Vorschriften fällt (z. B. Honig mit Zusätzen, nicht handelsübliche Verpackungen oder größere Mengen).
  • Bei einer Einfuhr im Rahmen von Handel oder größeren Mengen: Voranmeldung via IPAFFS, mögliche Veterinärbescheinigung und Einfuhr nur über zugelassene Kontrollstellen.
Erklärung: Einfuhr von Lebensmitteln nach Brexit und IPAFFS

Konkrete Verbote, die relevant sein könnten

Seit April 2025 wurden die Einfuhrbestimmungen für bestimmte tierische Produkte weiter verschärft: Milch- und Fleischprodukte sind verboten und unterliegen strengen Kontrollen. Diese Verbote betreffen Sandwiches, Käse und Wurst im Handgepäck. Obwohl Honig nicht unter diese pauschalen Verbote fällt, da in den Texten explizit Honig als erlaubt genannt wird, ist Vorsicht geboten bei Produkten, die tierische Bestandteile mit höherem Risiko enthalten oder deren Klassifikation unklar ist.

Rückreise in die EU: Honig mit nach Hause bringen?

Auf dem Rückweg in die EU gelten strengere Vorschriften: Fleisch, Fisch und Milchprodukte dürfen nicht aus Großbritannien nach Deutschland oder in den Rest der EU mitgenommen werden. Für Honig wird im Material eine Freimenge genannt: bei anderen tierischen Produkten wie beispielsweise Honig, gibt es eine 2 kg Freimenge. Das heißt, beim Rückflug nach Deutschland oder in die EU dürfen Sie typischerweise bis zu 2 kg Honig zollfrei mitbringen. Achten Sie auf die Regelungen: Wer mehr als die erlaubte Menge mitführt und dies nicht deklariert, riskiert Beschlagnahmung und Geldstrafen.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte (Checkliste)

  • Honig ist in der Regel erlaubt und kann als persönlicher Verbrauch mitgebracht werden.
  • Prüfen Sie vorab die Risikokategorie Ihres Honigs (Britische Übersichtslisten nach Produkt/Zolltarifnummer).
  • Bei kommerziellen Mengen oder ungewöhnlichen Produkten: Voranmeldung via IPAFFS, Gesundheitsbescheinigung und Einfuhr über zugelassene Kontrollstellen erforderlich.
  • Auf dem Rückweg in die EU gilt meist eine Freimenge von 2 kg für Honig; größere Mengen müssen deklariert.
  • Vermeiden Sie alle verbotenen Tier- und Milchprodukte bei der Einreise nach Großbritannien (insbesondere seit April 2025: Milch- und Fleischprodukte verboten).
  • Halten Sie Belege und Nachweise bei größeren oder gekauften Waren bereit; bei Zweifel kontaktieren Sie die Veterinärbehörden oder die Zollstelle.

Tabelle: Relevante Daten und Fristen (Auswahl)

Datum Maßnahme / Regel
1. Jan 2021 GB gilt nicht mehr als EU-Mitglied; Drittlandsregeln gelten
1. Jan 2022 Voranmeldung von SPS-Waren über IPAFFS verpflichtend
1. Juli 2022 Veterinärbescheinigungen / Pflanzengesundheitszeugnisse bei Einfuhr vorgeschrieben; SPS-Kontrollen an Grenzstellen
31. Jan 2024 Vorlage von Veterinärbescheinigungen und Pflanzengesundheitszeugnissen verpflichtend
30. Apr 2024 Kontrollen für mittlere Risiken an Grenzkontrollstellen eingeführt
2. Apr 2025 Einführung der elektronischen Reisegenehmigung (ETA) für Einreise
Ab Apr 2025 Einfuhr von Milch- und Fleischprodukten aus der EU nach GB weitgehend verboten

Praktische Tipps vor der Reise

  • Planen Sie strukturiert: Checkliste für Handgepäck (verbotene Gegenstände prüfen) und Reisedokumente (gültiger Reisepass und ggf. ETA).
  • Speichern Sie digitale Kopien aller Dokumente und bewahren Sie Kaufbelege für Honig auf, wenn Sie größere Mengen mitführen.
  • Wenn Sie Honig in größerer Menge mitnehmen möchten (z. B. als Geschenk oder Verkauf), prüfen Sie rechtzeitig die Anforderungen: IPAFFS-Voranmeldung, Veterinärbescheinigung und Einfuhr über zugelassene Zollstellen.
  • Bei Unsicherheit kontaktieren Sie vor der Reise die zuständigen Veterinärbehörden oder die britische Zollbehörde; Vorsorgliche Information vermeidet Beschlagnahmung und Strafen.

Wo Sie weitergehende, offizielle Informationen finden

Die zuständigen britischen Behörden stellen Übersichtslisten und weiterführende Hinweise bereit (z. B. Übersichten über Risikokategorien nach Produkt und Zolltarifnummer). Für Voranmeldungen nutzen Importeure das Portal IPAFFS (import of products, animals, food and feed system). Bei speziellen Fragen zur Einfuhr von Honig oder zur Risikokategorisierung sollten Sie die offiziellen Seiten der britischen Regierung (gov.uk) oder die Veterinärbehörden konsultieren.

Wir weisen darauf hin, dass sich Vorschriften kurzfristig ändern können. Die hier zusammengetragenen Inhalte basieren auf den verfügbaren Textpassagen und ersetzen keine individuelle rechtliche oder veterinärtechnische Beratung.

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