Croissant in der Schwangerschaft: Sicherheit und Inhaltsstoffe

Bei der Ernährung in der Schwangerschaft gibt es einiges zu bedenken. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost trägt zu einer optimalen Versorgung der Schwangeren und ihres ungeborenen Kindes bei. Schwangere und Stillende zählen zu den besonders sensiblen Gruppen, die in der Risikobewertung besonders beachtet werden müssen.

Darf ich in der Schwangerschaft Croissant essen?

Ja, du darfst in der Schwangerschaft ein Croissant essen. Da das Croissant im Ofen gebacken wird, besteht keine Gefahr, sich mit Bakterien oder Keimen anzustecken. Salmonellen und Listerien überleben Temperaturen von über 70 Grad nicht. Gefährlich hätten dir bei ungekochtem Ei Salmonellen und Listerien werden können.

Ein weiteres Risiko könnte in einer Infektion mit Toxoplasmose bestehen. Sie kann auftreten, wenn ungewaschene Früchte als Dekoration auf dem Croissant verwendet werden. Verzichte daher lieber auf dekorierte Croissants und bestreiche es selbst mit Marmelade.

Croissant auf Frühstücksteller

Warum Croissants beim Backen unproblematisch sind

Alle Backwaren, die du frisch zubereitest, sollten daher für einige Zeit auf mindestens 70 Grad erhitzt werden. Bei deiner eigenen Herstellung lohnt es sich auf die richtige Backzeit und Temperatur zu achten, damit alle Keime und Bakterien absterben. Verwende zudem pasteurisierte Milch zum Backen. Achte auf eine gute Hygiene bei der Zubereitung, da die meisten Infizierungen nicht über die fertigen Produkte, sondern bei der Zubereitung entstehen. Wasche deine Hände gründlich, wenn du mit roher Milch, rohen Eiern oder Früchten agierst.

Alkohol in Backwaren: Ethanol in Croissants und Brötchen

Ethanol in vorgefertigten Backwaren ist oft ein natürliches Nebenprodukt der Hefegärung, wird aber auch als Konservierungsmittel zugesetzt. Der Alkoholgehalt kommt dem aus reifen Bananen sehr nahe und ist kein Grund zur Sorge. Zudem verschwindet er beim Backen. Weder die frischen noch die aufgebackenen Croissant enthalten so viel Alkohol, dass man sich irgendwelche Sorgen in der Schwangerschaft machen müsste.

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Alkohol sollte schon bei der Planung einer Schwangerschaft nicht mehr getrunken werden - spätestens aber, sobald eine Schwangerschaft bekannt ist. Während der frühen Schwangerschaft können beim Kind Organe geschädigt werden, und im weiteren Verlauf der Schwangerschaft können beim ungeborenen Kind Wachstumsstörungen und Untergewicht auftreten. Dem Ungeborenen fehlen für den Abbau des Alkohols die entsprechenden Enzyme, die sich erst nach der Geburt vollständig ausbilden. Bei ihm wird der Alkohol zwischen den Zellen gespeichert und wirkt dort zellschädigend.

Symbolbild Hefegärung und Alkoholgehalt

Mehrwertige Alkohole (Zuckeralkohole) in Smoothies und Produkten

Sogenannte "mehrwertige Alkohole" in Zutatenlisten sind mit Trinkalkohol (Ethylalkohol) nicht zu vergleichen. Sie haben keinerlei berauschende Wirkung. Es handelt sich bei ihnen um Zuckeralkohole, die als Zuckeraustauschstoffe zum kalorienarmen Süßen verwendet werden. Mehrwertige Alkohole gehören zu den Kohlenhydraten, sind aber kein Zucker. Bekannte Vertreter sind Sorbit, Isomalt, Xylit und Eryhrtit.

Sie stellen für Baby und Kleinkind keine Gefahr dar, können aber abführend wirken und werden sehr unterschiedlich vertragen. Daher empfehle ich ein langsames Austesten.

Praktische Hinweise: Worauf beim Verzehr von Croissants und ähnlichen Produkten achten?

  • Auf Verzierungen mit ungewaschenen Früchten verzichten, um Toxoplasmose-Risiko zu vermeiden.
  • Bei selbst gebackenem Gebäck auf pasteurisierte Milch achten.
  • Backwaren ausreichend erhitzen (über 70 °C), damit mögliche Krankheitserreger abgetötet werden.
  • Auf die Zutatenliste achten: Ethanol aus Hefegärung ist in gebackenen Produkten normalerweise unproblematisch.
  • Mehrwertige Alkohole (Zuckeralkohole) langsam testen, da sie abführend wirken können.

Ernährung im Alltag: Balance zwischen Gelüsten und Nährstoffbedarf

Die erhöhte Vitamin- und Mineralstoffbedarf während der Schwangerschaft muss nicht durch doppelte Essensmengen gedeckt werden. Vielmehr geht es um die Qualität der Nahrung, nicht um die Quantität. Bereits 300 Kilokalorien am Tag nach der 20. Schwangerschaftswoche sind ausreichend, um den erhöhten Verbrauch zu decken (das ist zum Beispiel eine belegte Scheibe Brot und ein Glas Milch).

Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft besteht aus einer Kombination aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Eiweißquellen und gesunden Fetten. Anstelle von drei großen Hauptmahlzeiten sollten werdende Mütter über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen essen.

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Wichtige Nährstoffe und Lebensmittelquellen

Nährstoff Wichtig für Beispiele aus der Ernährung
Folat (Folsäure) Zellteilung, Neuralrohr Nüsse, Spinat, Linsen, Brokkoli
Jod Schilddrüsenhormone Fisch, jodiertes Salz
Omega-3 (DHA) Hirnentwicklung Lachs, Makrele, Leinöl
Vitamin D / Kalzium Knochenaufbau Fettreicher Fisch, Milchprodukte, Sonne
Vitamin B12 / Eisen Blutbildung, Nervenstoffwechsel Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier

Umgang mit Gelüsten und Gewichtszunahme

Wenn du Heißhungerattacken auf Croissants, Schokobrötchen oder süße Früchtequarks hast, gilt: Gönne es dir in Maßen. Die Kilos wirst du auch wieder los. Falls du stillen möchtest, brauchst du die Extrakilos. Die FÄ hatte mir geraten gesund und ungesund im Wechsel zu essen und darauf zu achten, dass ich es nicht übertreibe. Sie meinte, den Gelüsten sollte man ein Stück weit nachkommen, sonst ist man nur gefrustet. Und für das Gewissen dann gesund essen!

Wenn du ein paar Tage all die ungesunden Sachen weglässt, hast du plötzlich kein Verlangen mehr danach. Viele Frauen berichten, dass sich das Verlangen nach Süßem nach einigen Tagen verändert.

Frau mit Croissant und gesundem Salat

Lebensmittel, die Schwangere meiden oder einschränken sollten

  • Alkohol: bereits bei Kinderwunsch und während der Schwangerschaft meiden.
  • Rohe oder nicht ausreichend erhitzte Lebensmittel tierischen Ursprungs (z. B. rohes Fleisch, roher Fisch, rohe Eier).
  • Rohmilchprodukte und bestimmte Weichkäse (Camembert, Brie) aus nicht pasteurisierter Milch.
  • Bestimmte Fische mit hohem Quecksilbergehalt (z. B. Thunfisch, Schwertfisch).
  • Große Mengen Lakritz (wegen Glycyrrhizins).

Hygiene und Infektionsvermeidung

Infektionen während der Schwangerschaft sollten vermieden werden, da sie für die Schwangere und das ungeborene Kind ein erhöhtes Risiko bedeuten. Besonders wichtig zur Vermeidung von Infektionen ist die persönliche Hygiene und die Lebensmittelhygiene. Frisches Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr sorgfältig gewaschen werden. Lebensmittel, die vergleichsweise häufig Krankheitserreger enthalten, sollten gemieden oder vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden.

Fazit zu Croissant, Ethanol und Zuckeralkoholen

Croissants sind in der Schwangerschaft in der Regel unbedenklich, da das Backen bei hohen Temperaturen mögliche Keime abtötet. Ethanol aus Hefegärung in Backwaren ist meist so niedrig, wie er in reifen Bananen vorkommt, und verschwindet beim Backen weitgehend. Mehrwertige Alkohole (Zuckeralkohole) sind keine berauschenden Alkohole, sondern Zuckeraustauschstoffe; sie sind nicht gefährlich, können aber abführend wirken und sollten vorsichtig getestet werden.

Video: Gesundes Frühstück in der Schwangerschaft

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