Rezept: Schoko‑Karamell‑Cookies mit weichem Kern

Alles mit Schokolade ist gut. Alles mit Karamell auch. Was liegt da näher, als beides in himmlischen Schoko‑Karamell‑Cookies zu vereinen? Mein heutiges Rezept ist perfekt für jeden, der schön weiche Kekse mag. Die Cookies mit Karamell‑Bonbons sind extrem schnell zubereitet.

Warum dieses Rezept besonders ist

Die Schokoladencookies mit weichem Karamell‑Kern müssen früh genug aus dem Backofen. Und sie schmecken ganz frisch gebacken am allerbesten. Der Teig der Kekse mit Karamell und Schokolade erinnert wirklich an mein klassisches Brownie‑Rezept. Zumindest, wenn ihr ihn nicht zu lange im Ofen lasst.

Schoko‑Karamell‑Cookies auf einem Teller

Zutaten (für ca. 18-24 Cookies, je nach Größe)

  • 325 g Mehl
  • 1 TL Natron
  • 1/2 TL Salz
  • 225 g weiche Butter (bitte nicht in der Mikrowelle schmelzen lassen sondern rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen)
  • 100 g brauner Zucker
  • 125 g weißer Zucker
  • 1 Ei (Gr. L), raumtemperiert
  • 100 g dunkle Schokolade, in sehr großen Stücken oder aber backstabile Schokotropfen
  • optional: 1 Handvoll Caramel Fudge Stücke oder 150 g weiche Karamellbonbons (z. B. Werther's Soft Caramel) fein gewürfelt
  • optional: Meersalzflocken zum Bestreuen

Vorbereitung

Vorweg sei erwähnt: Der Cookie‑Teig muss mindestens 3 Stunden, besser noch über Nacht im Kühlschrank verweilen, bevor er in den Backofen darf. Also unbedingt rechtzeitig beginnen, bevor der Kekshunger anklopft.

Teigbasis mischen

Mehl, Natron und Salz vermengen, kurz zur Seite stellen. Jetzt die weiche Butter mitsamt beider Zuckersorten mit den Quirlen des Handmixers mehrere Minuten lang (!) hell und cremig aufschlagen. Sodann das Ei dazu geben und nur rasch einrühren.

Nun die Mehlmischung aus Schritt 1 darüber geben und nur noch kurz auf niedrigster Mixerstufe einmengen, bis ein einheitlicher Teig entstanden ist. Wer hier zu dolle und lange rührt, bekommt fade/unluftige Kekse.

Lesen Sie auch: Ein einfaches Rezept für Erdnussbutter-Schoko-Cookies

Zuletzt Schokostücke sowie Karamellstücke auch nur noch ganz flotti kurz einrühren. Die Schokolade bitte nicht fein hacken, sondern eher grob.

Teig portionieren und kühlen

Aus dem Teig nun mithilfe eines Eisportionierers, den man für jeden Keks in etwa einmal randhoch aber nicht gequetscht mit Teig füllt, Portionen formen und auf einem mit Backpapier belegten Blech oder Teller platzieren. Wer möchte, kann direkt nach dem Backen etwas Meersalz über die Cookies streuen.

Weil es schwierig wäre, einen so kalten, festen Teig zu Kugeln zu formen, forme ich den Teig vor der Kühlung mithilfe eines Eisportionierers lose zu Teigkugeln, die dann im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten dürfen. Dabei müssen die Kugeln nicht perfekt rund sein, ich fülle den Portionierer einfach bündig (und wie gesagt: nur lose, nicht gepresst) mit Teig, klicker ein paar mal darauf und gebe die so entstandenen Portionen auf ein mit Backpapier belegtes, kleines Blech. So kühlen sie dann bis zum nächsten Tag.

Jene Teigkugeln mindestens 3 Stunden lang, besser noch über Nacht im Kühlschrank lagern. Hier entfalten die Kekse ihren Geschmack und zudem verlaufen sie nicht zu riesigen Fladen - was passieren würde, kämen sie direkt in den heißen Ofen.

Teigkugeln auf Backblech, bereit zum Kühlen

Backen: Temperatur, Zeiten und der Pan‑Banging‑Trick

Den Backofen nach der Kühlzeit auf 170°C Umluft oder 190°C Ober‑ und Unterhitze vorheizen. Ich habe beide Wärmearten probiert, die Kekse werden in etwa gleich, ich bevorzuge jedoch die Ober‑ und Unterhitzevariante, die Kekse werden hier an den Rändern etwas knuspriger und bekommen eine schönere Farbe.

Lesen Sie auch: Das beste Rezept für Mürbeteig Schoko Cookies

Ein Backblech mit Backpapier versehen. Pro Backfuhre immer nur 5 oder 6 Keksteigkugeln aus dem Kühlschrank holen und mit Abstand zueinander auf dem Backblech anordnen. Ca. 10 Minuten lang backen.

Jetzt kommt der Clou: Die Cookies backen zunächst 10 Minuten lang, dann holt man das Blech aus dem Ofen und lässt jenes Blech ein paar Male auf dem Küchentisch auftippen. Man könnte auch sagen aufschlagen, denn es darf ruhig etwas scheppern (aber zerstört euren Tisch nicht, zur Not geht auch der Fußboden), jedoch nicht aufspringen. Denn sonst würden euch die Kekse durch die Gegend hüpfen und könnten in dem noch soften Zustand auseinander fallen. Die Methode schimpft sich übrigens Pan Banging Cookies und erlangte dank der Rezeptautorin Sarah Kieffer Internetberühmtheit.

Das Blech mit Ofenhandschuhen aus dem Ofen holen und 3‑4 Mal auf dem Tisch aufschlagen lassen. Dann zurück in den Ofen geben und noch mal 2 Minuten lang backen. Erneut 3‑4 Mal auf dem Tisch auftippsen und noch mal 1‑2 Minuten lang backen. Zuletzt gerne noch mal auftippen lassen. Tadaaaa.

Die Kekse werden so in der Mitte schön saftig (denn die etwas erhöhten Keksmitten fallen in sich zusammen), während die Ränder etwas knuspriger werden. Ja, die Schokolade wird schmelzen und eventuell über die Wupper laufen. Das macht aber nichts, sie wird wieder fest beim Abkühlen.

Pan Banging Methode: Cookies aufklopfen und nachbacken

Aus dem Ofen und abkühlen

Die Kekse nun kurz etwas auf dem Blech abkühlen lassen, dann sachte mit einem Pfannenwender auf ein Kuchenabkühlgitter oder einen Teller hieven, denn sie könnten noch etwas zerbrechlich sein, was sich nach vollständigem Abkühlen jedoch verflüchtigen wird. Ist das Blech wieder abgekühlt, darf die zweite Fuhre Kekse in den Ofen usw.

Lesen Sie auch: Bewusst genießen: Gesunde Schoko Cookies

Wer möchte, kann die Kekse nach dem letzten Backdurchgang noch mit ein paar Meersalzflocken bestreuen. Wer möchte, gibt noch ein wenig flüssigen Karamell als Deko über die Kekse.

Varianten und Tipps

  • Für einen intensiveren Karamellgeschmack unbedingt braunen Zucker verwenden; ob normaler gefärbter, Rohrohrzucker oder Kokoszucker ist allerdings egal.
  • Für ein sanfteres Karamellaroma eignen sich auch Karamellcreme oder Dulce de Leche; diese sollten zimmerwarm verarbeitet werden.
  • Wer sehr weiche Karamellbonbons verwendet (z. B. Sahnekaramell Toffees), erzielt einen besonders klebrigen Kern; harte Toffees funktionieren weniger gut.
  • Wenn das Karamell zu sehr am Rand zerlaufen ist, könnt ihr nach dem Backen zu verlaufene Stücke einfach abschneiden oder beim Formen versuchen, die Karamellstücke mittig zu platzieren.
  • Die Teigkugeln nicht zu stark pressen, sonst verlaufen die Cookies flacher.
  • Luftdicht verpackt halten sich die Cookies 3-5 Tage frisch, sie lassen sich auch gut einfrieren.

Alternative Schnellversion (ohne lange Kühlzeit)

Die Mischung für den Teig rührt ihr schnell zusammen. Das Karamell wird flugs geschnippelt und kommt mit der Schokolade dazu. Eine Wartezeit für den Kühlschrank brauchen wir nicht. Und schon kommen die Cookies aufs Blech und können ganz bald gefuttert werden. Zugegebenermaßen wiesen die Cookies ein paar „Schönheitsmakel“ auf, wenn das Karamell am Rand eher zerlaufen war. Option drei: Wir geben uns mit unperfekten, aber oberleckeren Cookies zufrieden.

Kurze Zutaten‑Übersicht als Tabelle

ZutatMenge
Mehl325 g
Natron1 TL
Salz1/2 TL
Butter (weich)225 g
Brauner Zucker100 g
Weißer Zucker125 g
Ei (Gr. L)1
Dunkle Schokolade100 g (grob gehackt)
Karamellbonbons (weich)optional, Handvoll / 150 g
Karamellstücke und grobe Schokostücke nebeneinander

Was sind denn eure liebsten Geschmacksrichtungen für Cookies? Karamell? Schokolade? Nüsse? Oder lieber was Erfrischendes mit Beeren und Co? Probiert gern verschiedene Toffees und Schokosorten, um eure perfekte Kombination zu finden.

tags: #Rezept #Cookies #mit #Karamellbonbons

Populäre Artikel: