Christstollen: Mehr als nur ein Weihnachtsgebäck – Bedeutung und Tradition

Der Duft von Gewürzen, besinnliche Musik und ein mit Mehl bestreuter Tisch - das adventliche Backen ist für viele Deutsche eine liebgewonnene Tradition. Doch hinter dem Weihnachtsgebäck verbirgt sich oft mehr als nur ein kulinarischer Genuss: eine reiche Geschichte und religiöse Symbolik.

Die theologische Bedeutung von Weihnachtsgebäck

Eine "Theologie des Weihnachtsgebäcks" kann eine christliche Bedeutung sogar bei Backwerk erkennen, von dem es niemand erwartet hätte. Viele traditionelle Gebäcke haben eine tiefere Bedeutung, die auf christlichen Werten und Bräuchen basiert.

Der Weckmann: Ein Bischof im Teig

Dieses süße Brot in Form eines Männchens, in Norddeutschland oft Stutenkerl, im Süden meist Weckmann genannt, stellt den Bischof Nikolaus dar und wird traditionell am 6. Dezember verzehrt. Im Mittelalter trug der Weckmann einen Bischofsstab, nach der Reformation eine Pfeife. So wurde der Oberhirte zu einem normalen Hefemann mit einer kleinen Tonpfeife. In einigen Regionen Deutschlands wird der Weckmann übrigens am Gedenktag eines anderen heiligen Bischofs verschenkt: Am 11.

Spekulatius: Gebäckgewordene Pädagogik

Der Spekulatius ist nicht nur in Deutschland beliebt, auch in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ist dieses vorweihnachtliche Bildgebäck ein Renner. Er verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem lateinischen Wort speculator, was Aufseher oder auch Bischof bedeutet. Klassischerweise stellen die Szenen auf dem Gebäck die Legenden des heiligen Nikolaus dar. Anhand von Spekulatius konnten die Esser so das Leben des heiligen Bischofs kennenlernen. Es handelt sich bei diesen Keksen also um gebäckgewordene Pädagogik.

Christstollen: Das gewickelte Christkind

An Weihnachten feiern die Christen, dass Gott Mensch wird. Nicht als starker Mann, sondern als schutzbedürftiges Kind. Das Jesuskind in der Krippe hat seit jeher die Menschen angesprochen und zu Kunstwerken inspiriert. Auch Bäcker und Konditoren haben sich den in weiße Windeln gewickelten Säugling zum Vorbild genommen und ein Gebäck geschaffen: den Christstollen. Mit Puderzucker oder weißem Zucker überzogen stellt das Fruchtgebäck den neugeborenen Jesus dar. Seit mehr als 600 Jahren ist der Christ- oder Weihnachtsstollen in Deutschland bezeugt.

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Dominosteine: Erinnerung an den heiligen Stephanus

Zugegeben: Der Dominostein ist ein Weihnachtsgebäck, das eigentlich ohne christlichen Hintergedanken erschaffen wurde. 1936 erfand der Dresdner Chocolatier Herbert Wendler eine Schichtpraline aus Lebkuchen, Gelee und Marzipan. Sie sollte kostengünstig und damit auch für Menschen mit wenig Einkommen erschwinglich sein. In der Nachkriegszeit wurde sie als Notpraline populär. Heute zählt der Dominostein zu den liebsten Naschereien der Deutschen in der Weihnachtszeit. Man kann in der in Sachsen erfundenen Praline eine christliche Aussage entdecken, wenn man genau hinsieht. Denn am 26. Dezember feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Stephanus. Der erste christliche Märtyrer wurde zu Tode gesteinigt, hat jedoch durch sein Zeugnis für Christus das ewige Leben erlangt. Die Dominosteine können als Erinnerung an die Steine verstanden werden, mit denen Stephanus ermordet wurde. Die Praline hat eine bittere Lebkuchenschicht und eine süße Geleeschicht.

Zimtstern: Gruß der Heiligen Drei Könige

"Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen" (Mt 2,2). Diese Stelle des Matthäusevangeliums erzählt von den Sterndeutern, die sich aufgemacht hatten, um den neugeborenen Jesus zu finden. Ein Stern hat ihnen dabei den Weg gewiesen. Der Zimtstern erinnert an die Heiligen Drei Könige. Er kann daher mit gutem Gewissen am Dreikönigstag (und nicht nur dann) gegessen werden. Wie schon sein Name verrät, besteht das Weihnachtsgebäck zu einem gewissen Anteil aus Zimt. Dieses Gewürz ist seit mehreren Tausend Jahren bekannt. Ihm wird seit jeher eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. So soll es den Blutzuckerwert senken und den Stoffwechsel fördern.

Christstollen: Geschichte, Zutaten und Bedeutung des Puderzuckers

Der Christstollen, auch Weihnachtsstollen genannt, ist ein traditionelles deutsches Weihnachtsgebäck, das vor allem in der Adventszeit genossen wird. Seine Geschichte reicht weit zurück, und seine charakteristische Form und Zutaten haben eine symbolische Bedeutung.

Die lange Reise des Stollens: Von der Fastenspeise zur Delikatesse

Die Geschichte des Stollens reicht weit zurück. Historiker belegen eine erste Erwähnung bis ins Jahr 1400 - damals noch Striezel genannt. Um diese Zeit kümmerte sich die Kirche nicht nur um die Vertretung Gottes. 1427 sollte der Christstollen aus Mehl, Wasser, etwas Öl und Hefe gebacken werden. Einlagen wie Rosinen, Zitronat, Orangeat oder Mandeln gab es noch nicht.

Erst fünf Päpste später erbarmte sich Papst Innozenz VIII., dem Verlangen nachzukommen - aber nicht ohne Buße.

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Die bunte Geschichte des Stollens endet hier nicht. 1730 entschied August der Starke, dass alle Gäste des Zeithainer Lustlagers, einem Fest, Christstollen genießen sollten. Also gab er dem Dresdner Bäckermeister Zacharias einen besonderen Auftrag: Er sollte einen gigantischen Stollen backen. Dieser ließ sich das nicht zweimal sagen und trommelte für eine Woche rund 100 Bäcker zusammen. Das Ergebnis: Ein Christstollen mit dem Gewicht von 1,8 Tonnen. Bis heute ist das Stollenfest in Sachsen Tradition. Jeden Sonntag vor dem 2.

Die Zutaten: Ein Fest für den Gaumen

Die Zutaten des Stollens entscheiden über sein Aroma - das hat die Geschichte gezeigt. Aber was gehört in den Stollen und was nicht?

  • Hefeteig: Schwer soll er sein, der Hefeteig. Heißt: Er enthält eine Menge Butter. Dazu kommen Mehl, Zucker, Eier und Milch.
  • Sultaninen: Sultaninen sind Rosinen - aber sie stammen von einer bestimmten Traube: Der Sultana-Rebe.
  • Zitronat: Kein Christstollen kommt ohne Zitronat aus. Dieses gewinnen wir aus der Schale der Zedratzitrone, welche ursprünglich vor allem in Südostasien wuchs, mittlerweile aber auch im Mittelmeerraum beheimatet ist. Manche der Früchte wiegen bis zu 2 Kilo. Durch das Kandieren der Schale entsteht schließlich aromatisches Zitronat. Bei dem Herstellungsprozess wird dem Zitronat ein Teil seiner Bitterstoffe entzogen: So bekommen Sie einen herben, aber keinen bitteren Genuss.
  • Orangeat: Orangeat wird aus den Schalen der Bitterorange hergestellt - einer Kreuzung zwischen Grapefruit und Mandarine. Frisch schmeckt die Frucht den meisten Menschen nicht. Aber in einer Zuckerlösung gekocht und getrocknet, ist kandiertes Orangeat aus gutem Grund zum Backen und Naschen sehr beliebt.
  • Mandeln: Blanchierte Mandeln verleihen dem Stollen ein mildes, leicht marzipanartiges Aroma. Die häufig zu den Nüssen gezählten Kerne sind im Christstollen so beliebt, dass Sie auch Mandel-Marzipan-Stollen kaufen oder backen können.
  • Rum: Bevor es ans Backen des Stollens geht, werden Mandeln, Rosinen, Zitronat und Orangeat in Rum eingelegt. Am besten lassen Sie die Mischung über Nacht bei Zimmertemperatur ziehen.
  • Butter: Um die Butter im Christstollen wurde lange gestritten. Mittlerweile darf sie zumindest im Dresdner Christstollen nicht mehr fehlen.
  • Kardamom und Zimt: Gewürze machen oft den Unterschied zwischen lecker und hervorragend.

Die Bedeutung des Puderzuckers

An seiner dicken Puderzuckerschicht erkennen Sie den Christstollen schon von Weitem. Aber wussten Sie, dass der Puderzucker auch eine Bedeutung hat? Ein richtiger Stollen muss nach dem Backen ruhen. Mindestens eine Woche, besser zwei bis drei. Sobald er aus dem Ofen kommt, pinseln Sie ihn mit Butter ein und wenden ihn anschließend in viel Puderzucker - Zucker und Fett machen das Gebäck haltbar. Legen Sie den Stollen in ein Holzgefäß und umwickeln Sie dieses mit einem Leintuch. Tipp: Schneiden Sie den Stollen mittig an.

Der Puderzucker symbolisiert das in Windeln gewickelte Christkind.

Der Dresdner Christstollen: Ein Qualitätssiegel mit Tradition

Zur Advents- und Weihnachtszeit gehören neben Plätzchen und Glühwein auch die Christstollen. Der brotähnliche, dick mit Puderzucker bestreute Kuchen soll an das gewickelte Christkind erinnern.

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Eng verbunden mit der Stadt Dresden ist der Christstollen seit dem Jahr 1474: Der „Dresdner Christstollen“ wird erstmals urkundlich erwähnt, allerdings nicht als weihnachtliche Nascherei, sondern als mittelalterliches Fastengebäck. Der Stollen bestand nur aus Mehl, Hefe und Wasser, da die katholische Kirche damals weder Butter noch Milch erlaubte.

Der weltberühmte Dresdner Christstollen unterliegt einer jahrhundertealten Backtradition und darf seit dem Jahr 2010 das EU-Gütezeichen „geschützte geographische Angabe“ tragen. Nur Stollen, die aus einer der rund 120 Bäckereien und Konditoreien aus dem genau definierten Gebiet um Dresden stammen, dürfen die Bezeichnungen „Dresdner Stollen“, „Dresdner Christstollen“ oder „Dresdner Weihnachtsstollen“ tragen.

Diese Bezeichnungen sind eingetragene Marken, die der Schutzverband Dresdner Stollen e. V. nur an die Produkte vergibt, die den strengen Vorgaben an das Qualitätssiegel entsprechen. Neben dem geografisch festgelegten Gebiet in und um Dresden zählen hierzu auch die spezielle Rezeptur und die Vorgabe, dass die Bäckereien keine Formen zum Backen verwenden dürfen.

Zusätzlich zum EU-Gütesiegel vergibt der Schutzverband ein goldenes Stollensiegel, das eine 6-stellige Kontrollnummer enthält. Der Schutzverband überwacht die Qualitätsanforderungen für Dresdner Christstollen und veranstaltet „Stollenprüfungen“, wählt jährlich ein „Stollenmädchen“ und organisiert das traditionell am Samstag vor dem 2.

Die strengen Qualitätsanforderungen des Dresdner Stollens

Neben dem geografisch festgelegten Gebiet in und um Dresden zählen hierzu auch die spezielle Rezeptur und die Vorgabe, dass die Bäckereien keine Formen zum Backen verwenden dürfen. Unter anderem müssen dazu mindestens 50 Kilo Butter, 65 Kilo Sultaninen, 20 Kilo Zitronat oder Orangeat sowie 15 Kilo Mandeln auf 100 Kilo Mehl verwendet werden. Nicht erlaubt sind außerdem Margarine, künstliche Konservierungsstoffe und Aromen. Das Einhalten dieser Qualitätskriterien wird von der „Schutzgemeinschaft Dresdner Stollen“ kontrolliert.

EU-Gütezeichen: Ein Siegel für regionale Produkte

Dieses von der EU vergebene Siegel stellt hohe Anforderungen an ein Produkt mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung der Lebensmittel oder Agrarerzeugnisse erfolgt in einem begrenzten geographischen Gebiet nach einem festgelegten Verfahren. Hier handelt es sich also immer um ein echtes regionales Produkt, bei dem auch die Rohstoffe aus der Region stammen. Das Produkt wird in der betreffenden Region entweder erzeugt und/oder hergestellt und/oder verarbeitet. Das bedeutet aber auch, dass die Rohstoffe für das so gekennzeichnete Erzeugnis nicht zwangsläufig aus dem Gebiet stammen.

Es gibt verschiedene EU-Gütezeichen, die den Schutz und die Förderung traditioneller Lebensmittelerzeugnisse gewährleisten. Traditionell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Zusammensetzung des Erzeugnisses und die Herstellung seit mindestens dreißig Jahren bestehen. Produktionsort und Herkunft der Zutaten spielen keine Rolle. Dieses Siegel hat den geringsten Bezug zur Region und ähnelt optisch dem Siegel geschützte geographische Angabe.

Die Vielfalt der Stollen: Variationen für jeden Geschmack

Die Stollen bestehen aus einem schweren Hefeteig. Dieser süße Teig enthält neben Zucker und Fett Mehl, Hefe, Eier, Flüssigkeit, Trockenfrüchte und Gewürze. Wird das brotförmige Gebäck in der Weihnachtszeit hergestellt, heißt es - trotz in der Regel gleicher Rezeptur - Christ- oder Weihnachtsstollen. Unter einem „Stollen“ versteht man immer einen Rosinenstollen. Daneben sind Vollmilch oder Vollmilchpulver, Kristallzucker, Puderzucker, Butterschmalz, Zitronenschalenpaste, Spirituosen, Stollengewürz und Salz festgeschrieben. Nachdem die aufgegangenen Teiglinge zuerst kurz bei circa 230-240 Grad in den Ofen kommen, backen sie bei 180-190 Grad fertig. Die noch warmen Stollen erhalten eine Butterdusche, werden mit Kristallzucker und nach dem Erkalten nochmals mit Puderzucker bestreut. Das volle Aroma erhält der Stollen erst nach einer Reifezeit von mindestens einer Woche.

Christstollen gibt es in zahlreichen Variationen und sie bieten für jeden Gaumen etwas. Stollen ohne Namenszusätze sind in der Regel Rosinenstollen. Neben diesem klassischen Stollen gibt es zahlreiche andere Varianten wie Mandelstollen, Nussstollen, Mohnstollen, Marzipanstollen, Butterstollen oder Quarkstollen, die mit ihren individuellen Geschmacksnuancen und Texturen begeistern. Jede Region in Deutschland hat ihre ganz eigenen Rezepte und Vorlieben. Mit der Zeit kommen auch immer mal wieder neue Stollen hinzu, wie beispielsweise der Schokostollen, Bratapfelstollen oder Stollen mit Cranberries. Seit ein paar Jahren gibt es nun auch endlich glutenfreie Stollen im Programm - für alle, die bisher auf Grund von Unverträglichkeiten komplett auf Stollen verzichten mussten.

Regionale Besonderheiten und neue Kreationen

Es gibt Regionen, in denen sich besonders üppige Stollen durchgesetzt haben und andere, in denen der Stollen nicht ganz so opulent ist oder weitere als die üblichen Zutaten enthalten sind. In Franken ist beispielsweise auch Schweineschmalz oder Quark im Rezept enthalten, andere Rezepte mengen Kartoffeln in den Stollen und halten ihn so länger saftig. Traditionsgemäß ist der Christstollen ein Butter-Marzipan-Stollen. Inzwischen gibt es die beliebte Weihnachts-Nascherei auch als Mohnstollen, mit verschiedenem Obst und Früchten wie Holunder, Heidelbeeren oder Bratäpfeln, als Kaffeestollen, Diabetiker-Stollen ohne Saccharosezucker, Eierlikörstollen mit weißer Schokolade, Whiskey-oder Rotweinstollen sowie Champagnerstollen mit in Champagner eingelegten Sultaninen.

Lagerung und Haltbarkeit: So bleibt der Stollen lange frisch

Die fettreichen Stollen gewinnen ihr typisches Stollenaroma erst nach längerem Durchziehen und sind monatelang haltbar. Sie sollten jedoch nicht an der Luft gelagert werden, da sie sonst trocken werden und das Fett ranzig werden kann. Neben einer niedrigen Temperatur ist auch eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit förderlich für eine lange Haltbarkeit von Weihnachtsstollen. Früher wurde der Stollen daher in feuchte Tücher eingeschlagen und im ungeheizten Schlafzimmer gelagert. Diesen „Trick“ machen sich heute einige Stollenbäcker zunutze und lassen die Stollen ein paar Wochen im feuchten Bergwerksstollen oder in einer Höhle ausreifen, ähnlich wie man es auch von Käse kennt.

Die Haltbarkeit von Christstollen hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Lagerung und der Zusammensetzung des Stollens. In der Regel bleibt ein gut gelagerter und ordentlich verpackter Christstollen bei Raumtemperatur etwa 2 bis 3 Monate frisch. Wenn der Stollen im Gefrierschrank aufbewahrt wird, kann er bis zu 6 Monate oder sogar länger haltbar sein. Es ist jedoch wichtig, das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung zu beachten, falls vorhanden.

Tipps zur richtigen Lagerung

Die richtige Lagerung von Stollen ist entscheidend, um seine Frische und Qualität zu erhalten.

  • Kühl und trocken: Lagern Sie den Stollen an einem kühlen und trockenen Ort, vorzugsweise bei Raumtemperatur.
  • Luftdicht verschlossen: Bewahren Sie den Stollen in einem luftdichten Behälter oder in luftdichter Verpackung auf.
  • Nicht im Kühlschrank: Stollen sollte nicht im Kühlschrank gelagert werden, da er dort Feuchtigkeit aufnehmen kann, die zu einer veränderten Textur führt.
  • Puderzucker: Wenn der Stollen mit Puderzucker bedeckt ist, kann es vorkommen, dass dieser sich im Laufe der Zeit auflöst oder Feuchtigkeit aufnimmt.
  • Haltbarkeit beachten: Beachten Sie das Haltbarkeitsdatum oder das Verfallsdatum, das auf der Verpackung angegeben ist.
  • Einfrieren: Wenn Sie den Stollen länger aufbewahren möchten, können Sie ihn einfrieren. Der Stollen kann dann für mehrere Monate eingefroren werden.

Christstollen: Mehr als nur ein Gebäck

Christstollen sind mehr als nur Gebäck - sie sind ein Symbol der festlichen Jahreszeit und ein köstlicher Genuss, der Tradition und Handwerkskunst vereint. Traditionell wird der Stollen erst am Heiligen Abend angeschnitten, um den Beginn der festlichen Feierlichkeiten zu markieren. Stollen wird traditionell in dünne Scheiben geschnitten und bei Raumtemperatur genossen.

Die Symbolik des Christstollens

Der Christstollen symbolisiert das in Windeln gewickelte Christkind und verkörpert die Geburt Jesu. Er erinnert uns an die spirituelle Bedeutung der Weihnachtszeit. Mit seinem weißen Überzug aus Puderzucker soll der Christstollen - so die wahrscheinlichste Deutung - ein in Windeln gewickeltes Kind symbolisieren.

Die Preisfrage: Was macht einen guten Stollen teuer?

Der Preis für 1 kg Stollen variiert je nach Hersteller und Qualität. Hochwertige handgefertigte Stollen können etwas teurer sein, während Massenprodukte in der Regel günstiger sind. 1000g Marzipanstollen vom Discounter bekommt man ab ca. 3€, Dresdner Christstollen starten bei etwa 7€. Die Preise für spezielle traditionsreiche Backmischungen gehen dann bis ungefähr 30€.

Mehrere Faktoren tragen zum Preis eines hochwertigen Stollens bei:

  • Hohe Qualität der Zutaten: Christstollen enthalten kostspielige Komponenten wie Mandeln, Rosinen, Zitronat, Orangeat und Gewürze.
  • Aufwändiger Herstellungsprozess: Die Herstellung von Christstollen ist äußerst aufwendig und erfordert handwerkliches Geschick. Dies beginnt mit der sorgfältigen Auswahl und Vorbereitung der Zutaten und setzt sich im Backprozess fort. Um eine perfekte Konsistenz und seinen unverwechselbaren Geschmack zu erreichen muss der Stollen besonders langsam und bei niedriger Temperatur gebacken werden.
  • Lagerung und Reifung: Ein qualitativ hochwertiger Christstollen muss nach dem Backen mehrere Wochen ruhen, um seinen vollen Geschmack zu entwickeln.
  • Regionale Verbindung und Tradition: Wenn ein Stollen aus einer bestimmten Region stammt oder nach einer traditionsreichen Rezeptur hergestellt wird, kann dies den Preis beeinflussen.
  • Gesetzlicher Schutz: Einige Stollen, wie der Dresdner Stollen, sind gesetzlich geschützt.

Als Käufer zahlen Sie beim Weihnachtsstollen also für die herausragende Qualität, die besondere handwerkliche Kunst und die Bewahrung kostbarer Traditionen.

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