Cavalier Nuss Nougat Creme — Inhaltsstoffe und Eigenschaften
Nuss-Nougat-Cremes erfreuen sich sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern großer Beliebtheit. Die Basis von Nuss‑Nougat‑Cremes ist Zucker mit einem Anteil von etwa 50 % (Vorgabe: max. 67 %). Die Zusammensetzung von Nougatcremes ist in den Leitsätzen für Ölsamen und daraus hergestellte Massen und Süßwaren festgelegt. Danach enthält Nuss‑Nougat‑Creme mindestens 10 % Haselnusskerne, höchstens 67 % Zucker, Kakaoerzeugnisse sowie pflanzliche Speisefette und -öle. Palmöl, Haselnüsse und Kakao sind typische Bestandteile einer Nuss‑Nougat‑Creme.
Zusammensetzung der Cavalier Nuss Nougat Creme (Deklaration)
ZUTATEN: pflanzliche Fette (Raps, Palm), Ballaststoffe (Oligofructose, Inulin, Dextrin), Haselnüsse (31 %), fettreduzierter Kakao, Süßungsmittel (Erythrit, Steviolglykoside), Milch Magerpulver, Emulgator: Lecithine (aus Soja), Aroma. Enthält natürlich vorkommenden Zucker.
Nährwertangaben und Energie
Nährwert pro 100g: Brennwert 1706 kJ / 407 kcal. Mit Brennwerten von etwa 560 kcal/100 g zählen Nuss‑Nougat‑Cremes zu den hochkalorischen Lebensmitteln. Der deklarierte Fettgehalt lag in den Proben zwischen 32 und 46 %; in der Cavalier‑Deklaration liegt der Fettgehalt bei 38,5 g pro 100 g.
| Nährwert | pro 100 g (Cavalier) |
|---|---|
| Brennwert | 1706 kJ / 407 kcal |
| Fett | 38,5 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 5,3 g |
| Kohlenhydrate | 14,6 g |
| davon Zucker | 2 g |
| Polyole | 5 g |
| Ballaststoffe | 38 g |
| Protein | 5,3 g |
| Salz | 0,1 g |
Süßungsmittel, Ballaststoffe und Funktion
Die Cavalier‑Creme wird nicht mit Haushaltszucker, sondern mit Stoffen aus Stevia und Erythrit gesüßt: Steviolglycoside (E 960) und Erythrit als Zuckeralkohol (Polyol). Gesüßt wird die Creme nicht mit Zucker, sondern mit Stoffen aus Stevia - Pflanzen aus Südamerika, die ein natürlicher, kalorienfreier Süßstoff ist. Erythrit ist ein Zuckeralkohol, der natürlicherweise in geringen Mengen in einigen Obstsorten vorkommt. Es enthält jedoch bis zu 30% Ballaststoffe, wodurch es das Verdauungssystem unterstützt. Ballaststoffe in der Zutatenliste sind Oligofructose, Inulin und Dextrin.
Steviolglycoside werden aus den Blättern des Stevia‑Krautes (Stevia rebaudiana) gewonnen. Die Blätter der Stevia‑Pflanze enthalten verschiedene Stoffe aus der Gruppe der Glycoside. Für ihre Süßkraft sind vorwiegend Steviosid und Rebaudiosid A bedeutsam. Je nach Verhältnis können sie in der Summe bis zu 30‑300 mal süßer als Haushaltszucker (Saccharose) sein. Steviolglycoside werden vom Körper nicht verstoffwechselt, sondern unverändert ausgeschieden. Sie wirken nicht kariogen. Der Süßstoff hat allerdings einen bitteren, an Lakritze erinnernden Nachgeschmack.
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Erythrit: Größere Verzehrsmengen können zu Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähungen führen. Bei Einsatzmengen von über 10% ist der Warnhinweis „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ vorgeschrieben. Bei Erythrit konnte in einer Studie ein erhöhtes Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen festgestellt werden (nature medicine, 2022). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen an, dass nicht nur Erythrit und Xylit gesundheitlich bedenklich sind, sondern vielleicht alle Zuckeralkohole. Vom häufigen Verzehr ist abzuraten.
Fette, Lecithin und Emulgatoren
Nuss‑Nougat‑Cremes enthalten pflanzliche Fette und/oder Öle wie Rapsöl und Palmöl/-fett. Folgender Inhaltsstoff ist aus Bestandteilen der Ölpalme hergestellt: Palmöl. Lecithin gehört als natürlicher fettähnlicher Stoff zur Gruppe der Phospholipide. Lecithin ermöglicht als Emulgator, dass sich Fett‑ und Wasser‑Phasen eines Lebensmittels nicht trennen. Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen gewonnen. Auch Sonnenblumen, Raps, Erdnüssen, Mais und Eigelb können Rohstoffe sein.
Soziale und ökologische Aspekte von Palmöl
Die Ölpalme gedeiht nur in Äquatornähe, der Löwenanteil des Palmöls kommt aus Indonesien und Malaysia. Die Palmölproduktion führt in Indonesien und Malaysia zur massiven Zerstörung von Regenwäldern und Torfgebieten. Um Platz für Ölpalmplantagen zu schaffen, werden grosse Flächen von Regenwäldern gerodet. Durch die Waldzerstörung wird so viel Kohlendioxid freigesetzt, dass Indonesien zum drittgrössten Treibhausgasemittenten geworden ist - nach den USA und China.
Die Ausdehnung der Palmölplantagen führt immer wieder zu sozialen Konflikten. Die einheimische Bevölkerung verliert ihr Land, welches ihnen als Lebensgrundlage dient, an die Palmölindustrie. Palmöl kann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn seine Produktion nicht zu Regenwald‑ und Torflandzerstörung und/oder zu sozialen Konflikten führt. Der Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) geht zwar mit seinen Kriterien zur Zertifizierung in die richtige Richtung, wird aber leider auch von vielen Firmen als grünes Feigenblatt missbraucht. Bio‑Suisse zertifiziertes Palmöl folgt Richtlinien, welche die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten.
Allergene, Herkunft und Kennzeichnung
Allergene: Haselnüsse, Milch, Soja; Mandeln können vorhanden sein. Dieses Produkt enthält Bestandteile tierischen Ursprungs. Dieses Produkt enthält Laktose. Glutenfreie Angaben: Dieses Produkt ist glutenfrei. Relevant sind nur die Angaben auf der Etikette des Produkts.
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Die Kennzeichnung von Nährwerten und Zutaten ist EU‑weit geregelt. Das LVI BS/H überprüfte sowohl die Fett‑ und Eiweißgehalte als auch die Gehalte an gesättigten Fettsäuren. Allerdings entsprach die Kennzeichnung von vier untersuchten Proben nicht den Vorgaben der VO (EU) 1169/2011. Die Nährwertkennzeichnung von drei Proben war als Fließtext und nicht tabellarisch dargestellt, obwohl auf der Verpackung ausreichend Platz vorhanden war. Eine Probe wies diverse Kennzeichnungsmängel auf, u.a. war die Nährwertkennzeichnung unleserlich und die Angabe des Haselnussanteils fehlte. Wegen der Kennzeichnungsmängel und geringen Mengen an Schadstoffen muss nicht auf Nuss‑Nougat‑Cremes verzichtet werden.
Risikostoffe bei Nuss‑Nougat‑Cremes: Aflatoxine, MCPD und Glycidyl‑Ester
Das Lebensmittel‑ und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover hat Nuss‑Nougat‑Cremes auf Prozesskontaminanten und auf die Belastung mit Schimmelpilzgiften (Aflatoxine) untersucht. In 28 Proben wurden die Gehalte an Aflatoxinen bestimmt. Aflatoxine sind Schimmelpilzgifte, die vor allem während der Lagerung von Lebensmitteln durch den Schimmelpilz Aspergillus flavus als Stoffwechselprodukte gebildet werden. Insbesondere Nüsse und daraus hergestellte Erzeugnisse haben ein hohes Gefährdungspotential. Aflatoxine sind stark krebserregend, wobei Aflatoxin B1 die stärkste krebserregende Wirkung besitzt.
Für Nuss‑Nougat‑Cremes gilt der Grenzwert für Aflatoxine der nationalen Kontaminantenverordnung. In allen untersuchten Proben wurden Aflatoxine nachgewiesen. Die Summe der Aflatoxine B1, B2, G1 und G2 lag in zwei Proben unter der Bestimmungsgrenze (Bestimmungsgrenze 0,12 µg/kg), in den übrigen Proben wurden Gehalte zwischen 0,33 und 1,44 µg/kg ermittelt. In allen Proben wurde der Grenzwert von 4 µg/kg eingehalten.
Weiterhin wurden 28 Proben auf ihre Gehalte an 2‑ und 3‑Monochlorpropandiol‑ (MCPD) und Glycidyl‑Fettsäureestern untersucht. Diese Kontaminanten können während der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln gebildet werden, insbesondere durch die Temperaturbelastung bei der Fettraffination. Während der Verdauung entstehen aus 2‑ und 3‑MCPD‑Fettsäureestern freies 2‑ und 3‑MCPD, aus Glycidyl‑Fettsäureestern wird Glycidol freigesetzt. Von toxikologischer Bedeutung sind Glycidol und 3‑MCPD.
Für 2‑MCPD liegen bislang noch keine toxikologischen Studien vor. Für die Fettsäureester existieren keine Grenzwerte. Ihre Gehalte in Lebensmitteln sollten weitestgehend minimiert werden. In allen untersuchten Nuss‑Nougat‑Cremes wurde mindestens eine dieser Prozesskontaminanten nachgewiesen (Nachweisgrenze 0,1 mg/kg Fett). Zum Vergleich: Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI‑Wert) für 3‑MCPD wurde 2016 von der EFSA auf 0,8 μg/kg Körpergewicht festgelegt.
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Das bedeutet, dass ein 35 kg schweres Kind täglich 28 µg 3‑MCPD zu sich nehmen kann, ohne ein gesundheitliches Risiko befürchten zu müssen. Die Probe mit dem höchsten Gehalt an 3‑MCPD‑Fettsäureester berechnet als freies 3‑MCPD von 1,5 mg/kg Fett enthielt einen Fettgehalt von 32 %. Daraus errechnet sich ein Gehalt an 3‑MCPD von 0,5 mg/kg Nuss‑Nougat‑Creme. Bei einem Verzehr von 10 g Nuss‑Nougat‑Creme würde man mit der Probe 5 µg 3‑MCPD aufnehmen.
Gesundheitliche Bewertung und Verbrauchertipps
Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu Gewichtszunahme und Zahnverfall führen. Wegen der Kennzeichnungsmängel und geringen Mengen an Schadstoffen muss nicht auf Nuss‑Nougat‑Cremes verzichtet werden, jedoch empfiehlt sich ein maßvoller Konsum.
Bei Produkten mit Süßstoffen und Zuckeralkoholen gilt: Auf mögliche Nebenwirkungen wie abführende Wirkung oder Verdauungsbeschwerden achten. Bei Erythrit können größere Verzehrsmengen zu Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähungen führen. Steviolglycoside haben einen bitteren Nachgeschmack und einen ADI‑Wert (4 mg je kg Körpergewicht pro Tag), dieser kann insbesondere von Kindern leicht überschritten werden.
Überprüfen Sie die Verpackungsangaben: Nur die Angaben auf dem Etikett des Produkts sind relevant. Wenn die Angaben nicht mit den Informationen auf der Verpackung übereinstimmen, können Sie sie ergänzen oder korrigieren. Verwenden die Verpackungsangaben keine üblichen Formulierungen zum Glutengehalt oder sind die Angaben unvollständig oder nicht korrekt erfasst worden oder veraltet, so kann die Einschätzung falsch sein.
Lagerung und Herstellerangaben
LAGERUNG: Trocken lagern und kühler Ort. Hersteller: Cavalier Burg. L. Pussemierstraat 46 9900 Eeklo Belgien. Diese Produktseite ist noch nicht vollständig. Sie können dabei helfen, sie zu vervollständigen, indem Sie sie bearbeiten und weitere Daten aus den uns vorliegenden Fotos hinzufügen oder indem Sie mit der mobilen App für Android oder iPhone/iPad weitere Fotos aufnehmen.
Praktische Hinweise für Konsumentinnen und Konsumenten
- Lesen Sie die Zutatenliste und Nährwerttabelle auf dem Etikett - nur diese Angaben sind verbindlich.
- Achten Sie auf Allergene (Haselnüsse, Milch, Soja) und mögliche Spurenangaben.
- Bei Sensibilität gegenüber Zuckeralkoholen oder Stevia‑Extrakten Portionsgrößen reduzieren.
- Fordern Sie als Verbraucherin/Verbraucher nachhaltige Palmölbeschaffung vom Hersteller ein, wenn Ihnen ökologische Aspekte wichtig sind.
- Moderater Genuss hilft, die Aufnahme von potentiellen Prozesskontaminanten niedrig zu halten.
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