Butterplätzchen Rezept mit Zucker oder Puderzucker: Ein Klassiker der Weihnachtsbäckerei

Butterplätzchen sind ein fester Bestandteil der Weihnachtsbäckerei. Fast jede Familie hat ihr eigenes Lieblingsrezept. Dieses einfache Gebäck ist nicht nur köstlich, sondern auch vielseitig und eignet sich hervorragend zum Backen mit Kindern. Ob mit Zucker oder Puderzucker zubereitet, Butterplätzchen sind immer ein Genuss.

Die Magie der Butterplätzchen: Eine Kindheitserinnerung

Viele verbinden mit Butterplätzchen schöne Kindheitserinnerungen. Ein großer Umzugskarton voller Plätzchen, der zur Weihnachtszeit bei den Großeltern im Keller stand, gefüllt mit Spritzgebäck, Anisplätzchen, Vanillekipferl und natürlich Butterplätzchen. Besonders die Butterplätzchen mit ihrem buttrig-süßen Geschmack und den bunten Streuseln übten eine magische Anziehungskraft auf die Enkelkinder aus.

Warum Butterplätzchen so beliebt sind

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die einfachsten Rezepte oft die beliebtesten sind. Butterplätzchen sind das beste Beispiel dafür. Sie bestehen aus wenigen, leicht verfügbaren Zutaten wie Butter, Zucker, Mehl und oft etwas Vanille oder Zitrone. Trotzdem sind Butterplätzchen sehr vielfältig, wenn es um ihr Aussehen geht, denn sie können mit Zuckerguss, Schokolade oder bunten Streuseln verziert werden. Oder man verzehrt sie einfach ohne Dekoration.

Das Geheimnis des perfekten Butterplätzchenteigs

Der Teig für Butterplätzchen ist denkbar einfach, aber es gibt ein paar Tricks, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Kalte Zutaten verwenden

Eine Tücke gibt es doch. Wer seinen Teig mit zimmerwarmen Zutaten zubereitet und zu lange knetet, bekommt garantiert zähe Kekse. Aber warum ist es eigentlich so wichtig, kalte Zutaten zu verwenden? Im Mehl ist das Klebereiweiß Gluten enthalten. Was grundsätzlich wichtig für das Teiggerüst wird, kann bei zarten Butterkeksen schnell zu viel werden. Je mehr du knetest, desto knuspriger werden deine Kekse nach dem Backen. In kaltem Zustand verbindet sich die Butter viel schlechter mit dem Mehl. Klingt erst mal blöd. Du willst ja schließlich, dass sich deine Zutaten gut zu einem Teig zusammenfügen lassen. Der Vorteil der kalten Butter ist jedoch, dass sich das Mehl wie ein Mantel um die Butter legt. So entsteht beim Kneten weniger Gluten.

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Puderzucker statt Zucker

In ganz alten Plätzchenrezepten steht als Zutat meist normaler Haushaltszucker. Im Rezept für Vanillekipferl zum Beispiel. Das liegt ganz einfach daran, dass es früher keinen Puderzucker gab. Hier weiche ich also gerne vom Originalrezept ab. Mein Geheimtipp für richtig mürbe Plätzchen stammt von einem Profi: Puderzucker statt Zucker. Viele Hobbybäcker schwören auf Puderzucker, da er zu einem feineren Teig führt. Es gibt aber auch Varianten mit feinem Vollrohrzucker, der einen anderen süßen Geschmack verleiht.

Weniger Kneten

Führe die kalten Zutaten schnell zusammen und verknete den Teig nur mit kalten Händen.

Ruhezeit einhalten

Wer richtig gute Butterplätzchen backen will, sollte dem Teig eine chillige Zeit im Kühlschrank gönnen. Hattest Du auch schon mal das Problem, dass Deine Plätzchen beim Backen aus der Form geraten sind? Die fehlende Ruhezeit ist der Grund! Und wieder ist das Gluten schuld. Es braucht Zeit, sich an die neue Form zu gewöhnen und sich zu entspannen. Mein persönlicher Tipp, damit der Teig schneller durchkühlt? Keine Kugel formen, sondern den Teig etwas flach drücken.

Grundrezept für Butterplätzchen

Hier ist ein einfaches Grundrezept für Butterplätzchen, das sich nach Belieben variieren lässt:

Zutaten:

  • 250 g Butter (kalt)
  • 125 g Puderzucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Msp. Salz
  • 375 g Weizenmehl Type 405
  • wahlweise 1/2 Bio-Zitrone Schale oder 1 Msp Zimt

Zubereitung:

  1. Mehl, Puderzucker, Salz und Vanillezucker auf die Arbeitsfläche häufen.
  2. Die kalte Butter in kleinen Stücken und das Eigelb hinzufügen.
  3. Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verkneten.
  4. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen.
  5. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  6. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  7. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 3 mm dünn ausrollen.
  8. Mit verschiedenen Ausstechförmchen Plätzchen ausstechen und auf das Backblech legen.
  9. Im Backofen 10-12 Minuten goldbraun backen.
  10. Die Plätzchen dann vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und auskühlen lassen.

Varianten und Dekorationen

Butterplätzchen sind vielseitig und können nach Belieben verziert werden.

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Zuckerguss

Puderzucker mit etwas Zitronensaft oder Wasser verrühren, bis eine dickflüssige Glasur entsteht. Die abgekühlten Plätzchen damit bestreichen und mit Zuckerstreuseln, Schokostreuseln, Mandelsplittern, gehackten Nüssen oder Kokosflocken dekorieren.

Schokolade

Kuvertüre schmelzen und die Plätzchen damit überziehen oder eintunken.

Gewürze

Den Teig mit Zimt, Tonkabohne oder dem Mark einer Vanilleschote verfeinern.

Traumstücke: Eine besondere Art von Butterplätzchen

Ein besonders beliebtes Rezept sind die sogenannten "Traumstücke". Dieses zarte Buttergebäck wird nach dem Backen in Puderzucker gewälzt und bekommt dadurch seinen besonderen Charme.

Zutaten für Traumstücke:

  • Kalte Butter in Würfel geschnitten
  • Eigelb
  • Zucker
  • Vanillezucker
  • Mehl
  • Puderzucker zum Wälzen

Zubereitung von Traumstücken:

  1. Eier trennen und das Eigelb mit der gewürfelten Butter, Zucker, Vanillezucker und Mehl in einer Rührschüssel zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  2. Den Teig in 3 Portionen teilen, zu Kugeln formen und in Frischhaltefolie gewickelt für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
  3. Anschließend aus dem Teig ca. 1-2 cm dicke Würste formen.
  4. Diese mit dem Messer in 2-3 cm breite Stücke teilen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  5. Im Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für 12-15 Minuten backen und anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  6. Erst wenn die kleinen Kekse fast abgekühlt sind, diese im Puderzucker rundherum wälzen.

Tipps und Tricks für perfekte Butterplätzchen

  • Teig richtig kühlen: Um den Teig zu kühlen, wickle ich ihn in Frischhaltefolie. Tipp einer Leserin (habe ich selbst noch nicht versucht) “Die gekühlten Teigrollen auf ein Backofengitter legen und mit einem breiten Messer oder Pfannenwender einfach durchdrücken.
  • Lagerung: Bewahre die Traumstücke In einer Keksdose auf, so halten diese sich ca.
  • Mehltype: Verwende für die Butterplätzchen Mehl Type 405.
  • Backzeit: Bei einer Dicke von 5 mm sollten Deine Plätzchen bei 180 Grad etwa 8-10 Minuten backen.
  • Haltbarkeit: Richtig gelagert sind diese Plätzchen sind bis zu 3 Wochen haltbar.
  • Verlaufen der Plätzchen: Fehlende Kühlzeiten und zu warme Zutaten führen dazu, dass Deine Plätzchen verlaufen.
  • Harte Plätzchen: Deine Plätzchen werden hart, wenn Du den Teig zu lange knetest. Führe die kalten Zutaten schnell zusammen und verknete den Teig nur mit kalten Händen.
  • Fertige Plätzchen: Die Butterplätzchen sind fertig, wenn der Rand der Plätzchen goldbraun gebacken ist.

Butterplätzchen und Spitzbuben: Ein Teig, zwei Varianten

Der Teig für Butterplätzchen kann auch für die Herstellung von Spitzbuben verwendet werden. Für die Spitzbuben werden Plätzchen ausgestochen, wobei die Hälfte davon mit einem kleineren Ausstecher in der Mitte eine Öffnung erhält. Nach dem Backen werden die Böden mit Konfitüre bestrichen und die Plätzchen mit der Öffnung als Deckel darauf gesetzt. Vor dem Zusammensetzen werden die Deckel mit Puderzucker bestäubt.

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