Butter Mürbeteig Kekse Rezept einfach
Das Mürbteig süß - Grundrezept ist schnell gemacht und es werden daraus liebevolle Kekse in verschiedenen Varianten gebacken. Diese Butterkekse sind wunderbar variabel, weswegen dieses Grundrezept für Butterkekse keineswegs an die Weihnachtszeit gefesselt ist und das ganze Jahr über gebacken werden kann.
Warum Mürbeteig? Basiswissen und Faustregeln
Mürbeteig (oder auch Hackteig, da die Butter früher auch mit einem großen Messer in den Teig eingearbeitet wurde, damit sie nicht warm wird) ist einer der klassischen Grundteige. Mürbeteig funktioniert nach dem Prinzip 3:2:1 (Mehl:Butter:Zucker), ist supersimpel und rasch herstellbar, die Grundzutaten hat man eigentlich fast immer im Haus und er ist vor allem eines: sehr variabel. Egal ob als süßes Weihnachtplätzchen, schottisches Shortbread oder auch mal herzhaft - er hat einen buttrigen Schmelz beim Naschen und ist wunderbar knusprig-mürbe.
Mit der Faustformel „1-2-3“ bist Du auf der sicheren Seite. Mit anderen Worten 100 g Zucker, 200 g Butter und 300 g Mehl. Man kann es sich einfach so merken: 1-2-3. Man nehme “Zum Feinen Mürbeteig” 1 Teil Zucker, 2 Teile Fett, 3 Teile Mehl. Bei einem süßen Mürbteig gilt immer die 1-2-3 Regel.
Wenn es für diesen Teig überhaupt eine Regel gibt, dann sicher die, dass die Zutaten vor der Verarbeitung gut gekühlt sein sollten. Mürbeteig mag es kühl. Selbst nach schneller Verarbeitung der Zutaten hat sich der Teig etwas erwärmt. Deshalb ist das Kühlstellen für eine Weile ein MUSS.
Zutaten Grundrezept (für klassische Butterkekse)
- 125 g Puderzucker (oder 100 g Zucker je nach Variante)
- 350 g Mehl (alternativ: 300 g Mehl bei 1-2-3 Faustregel)
- 200 g kalte Butter in kleinen Stückchen
- 1 Ei
- Etwas gemahlene Vanille oder Vanillinzucker
- Etwas Mehl und Puderzucker zum Ausrollen
- Eine Prise Salz (optional)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Puderzucker und Mehl in eine große Schüssel sieben und die Butterstücke, das Ei und etwas gemahlene Vanille hinzugeben.
- Mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgeräts die Zutaten für einige Minuten miteinander vermengen.
- Anschließend den bisher recht krümeligen Teig mit der Hand zu einem glatten Mürbeteig verkneten und den Teig in Frischhaltefolie gewickelt für mindestens eine halbe Stunde kühl stellen. Den Mürbeteig in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen ist ebenfalls eine bewährte Variante.
- Zum Ausrollen etwas Mehl 1:1 mit Puderzucker mischen und auf die Unterlage sieben. Verwende nicht zu viel Mehl beim Ausrollen, sonst wird der Teig zu trocken und bröselig.
- Dann die kalte, in Stücke geschnittene Butter darauf geben und rasch einkneten. Die Zutaten rasch zusammenkneten. Zu langes kneten macht den Teig zu warm und er wird dann nach dem Backen hart und nicht mürbe.
- Den Teig danach auf der gut gemehlten Arbeitsfläche ausrollen (das schwarze Ding auf dem Foto ist übrigens mein Teigroller aus Marmor*, den ich nicht mehr hergeben würde, endlich kein lästiges, sperriges Nudelholz mehr) und mit Ausstechern die Plätzchen ausstechen.
- Die ausgestochenen Weihnachtskekse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Damit die Schrift auf den Keksen nicht verläuft, solltet ihr das Backblech mit den Mürbeteig Plätzchen vor dem Backen unbedingt nochmal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
Backen: Temperatur und Dauer
Beim Plätzchen backen sollte der Ofen immer vorgeheizt werden, damit die Plätzchen bei einer konstanten Temperatur in den Ofen kommen. Beim Mürbeteig wird meist folgende Einstellung vorgenommen: Ober-/Unterhitze ca. 180 Grad, Heißluft circa 160-180 Grad. In meinem Rezept sind Eier im Mürbeteig enthalten, deswegen habe ich die Temperatur etwas gedrosselt.
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Die ausgestochenen Plätzchen anschließend im Backofen bei 175° Ober-/Unterhitze je nach Größe 8-12 Minuten backen. Ein „Standardplätzchen“ braucht ca. 10 Minuten. Die Plätzchen bei 180° C Ober-/ Unterhitze für ca. 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis sie goldbraun sind. Bei sehr kleinen Plätzchen verringert sich die Backzeit, größere brauchen eventuell etwas länger!
Worauf beim Backen achten?
- Mehl durchsieben, um Teigklümpchen zu vermeiden.
- Hat man zuviel Mehl verwendet, kann er ebenfalls brüchig werden.
- Zu langes Kneten macht den Teig zu warm - er wird nach dem Backen hart und nicht mürbe.
- Achte darauf die Plätzchen gleichmäßig auszurollen und ähnlich große Plätzchen auf einem Blech zu platzieren, damit sie einheitlich backen.
Variationen und Füllungen - kreative Ideen
Die simplen Butterplätzchen sind sehr geschickt darin, ihr Aussehen und ihren Geschmack durch wenige Handgriffe zu verwandeln. Und fast jede/r von uns wird als Kind seine ersten Plätzchenbackerlebnisse zur Weihnachtszeit mit solch einem Mürbeteig gehabt haben.
Variation 1: Pistazien-Cranberry Herzen
- Zutaten: Gebackene Herzen aus Mürbeteig, weiße Schokolade, getrocknete Cranberrys, gehackte Pistazien.
- Zubereitung: Die getrockneten Cranberrys fein hacken und mit den gehackten Pistazien mischen. Anschließend die weiße Schokolade schmelzen, mit einem Backpinsel auf die Mürbeteig-Herzen auftragen und mit den gehackten Cranberrys und Pistazien bestreuen.
Variation 2: Rudolph the red nose reindeer
- Zutaten: Gebackene große Kreise aus Mürbeteig, etwas dunkle Schokolade, rote Süßigkeiten (Smarties oder Skittles).
- Zubereitung: Die dunkle Schokolade schmelzen, in einen Spritz- oder Gefrierbeutel geben und eine sehr feine Spitze abschneiden. Etwas Schokolade auf eine „Nase“ geben und diese im unteren Drittel des Kekses aufkleben. Zwei kleine Schokoladenpunkte als Augen über die Nase geben und zwei Geweihe über die Augen malen.
Variation 3: Spitzbuben
- Zutaten: Gebackene Kreise und die jeweiligen Gegenstücke mit Loch, rotes Gelee, Puderzucker.
- Zubereitung: Das Gelee glatt rühren und die Unterseiten damit bestreichen. Die jeweils passenden Oberseiten auflegen und sanft andrücken. Anschließend die Kekse mit gesiebtem Puderzucker bestreuen.
Variation 4: Leckerbissen mit Tonkabohne
- Zutaten: Mürbteig (etwa ein halbes Grundrezept), eine halbe gemahlene Tonkabohne, Keksstempel und passender runder Ausstecher.
- Zubereitung: Den Mürbeteig mit der Tonkabohne aromatisieren und etwas dicker als sonst ausrollen. Den Keksstempel in etwas Mehl drücken, sanft abklopfen und anschließend den Teig stempeln. Anschließend die gestempelten Bereiche ausstechen, auf ein Backblech geben und wie gewohnt backen.
Variation 5: Ingwer-Zitronen-Brezeln
- Zutaten: Mürbteig (etwa ein halbes Grundrezept), Schale und Saft einer halben Bio-Zitrone, ein kleines Stück frischer Ingwer, Puderzucker, kandierter Ingwer.
- Zubereitung: Die Zitronenschale und den frischen Ingwer fein reiben und in den Mürbeteig einkneten. Nun aus dem Mürbeteig kleine Brezeln formen und diese etwa 12 Minuten lang backen. Aus dem Zitronensaft und gesiebten Puderzucker einen recht dünnflüssigen Guss herstellen und den kandierten Ingwer fein hacken. Die abgekühlten Brezeln mit dem Zuckerguss bestreichen und mit dem Ingwer bestreuen.
Verzieren: Guss, Schokolade und Farben
Diese ausgestochenen Weihnachtskekse laden natürlich geradezu zum Verzieren ein. Mit Lebensmittelfarbe, Puderzucker, Nougat, Schokolade und Zuckerperlen kriegt man hier wunderschöne Sachen zustande. In einer kleinen Schüssel einige Esslöffel Puderzucker und 1/2 - 1 TL Zitronensaft miteinander verrühren, bis ein dicker Brei entsteht.
Vorsicht bei der Zugabe der Flüssigkeit, Puderzucker fällt ganz leicht zusammen und benötigt nur ganz wenig Flüssigkeit, um zu einer Creme zu werden. Diesen weißen Guss kann man nun noch mit verschiedenen Lebensmittelfarben einfärben und dann mit einem Löffel, Backpinsel oder ganz elegant mit einem Zuckerguss-Stift auftragen.
Wer es nicht so bunt und eher klassischer möchte: mit etwas eingerührtem Zimt kann man eine leckere Zimtglasur zaubern, mit etwas echtem Kakao eine schokoladige Variante. Alternativ kannst du die Plätzchen auch vor dem Backen mit Eigelb bestreichen und direkt mit Zuckerdekor bestreuen. So bekommen die Plätzchen die klassisch goldene Farbe.
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Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit
- Plätzchenteig dieser Art lässt sich übrigens auch hervorragend vorbereiten, im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
- Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und einfrieren - hält bis zu drei Monate.
- Lasst die Mürbeteigplätzchen vollständig abkühlen und lagert sie dann in einer luftdicht verschlossenen Keksdose. So sind eure Mürbeteigplätzchen bis zu acht Wochen haltbar.
- Wie werden Mürbeteig Plätzchen wieder weich? Viele Plätzchen werden nach dem Backen erst einmal hart. Es empfiehlt sich die Kekse in einer schönen Keksdose zu lagern, nach und nach werden sie dann wieder weich. Um den Vorgang zu beschleunigen legst du eine Apfelscheibe dazu.
Tipps für Anfänger und Varianten (vegan, pikant, Shortbread)
Selbst Anfänger:innen können bei Mürbeteigplätzchen nämlich nichts falsch machen: Einfach die Zutaten verkneten und dann nach Lust und Laune die Weihnachtsplätzchen ausstechen und verzieren. Für eine vegane Variante der Mürbeteigplätzchen könnt ihr ganz einfach die Butter im Rezept durch pflanzliche Margarine ersetzen und das Ei entweder weglassen oder gegen einen Esslöffel Apfelmus austauschen. Die veganen Mürbeteigplätzchen schmecken ebenso lecker wie das Original.
Das Grundrezept für den pikanten Mürbeteig gelingt Ihnen mit diesem Rezept garantiert. Das Rezept vom salzigem Mürbeteig passt als Boden für Tarte oder pikante Kuchen. Ein Mürbeteig mit Kakao wird gerne gebacken. Original Scottish Shortbread ist ein süßes Mürbeteiggebäck, das in Schottland traditionell zu Schwarztee serviert wird.
Häufige Fragen kurz beantwortet
- Bei welcher Temperatur werden Mürbeteig Plätzchen gebacken? Bei Ober-/Unterhitze 175-180 °C, bei Heißluft etwa 155-160 °C.
- Wie lange müssen Mürbeteig Plätzchen backen? Als Faustregel gilt: etwa 8-12 Minuten, abhängig von Größe und Dicke.
- Warum werden Mürbeteig Plätzchen hart? Entweder wurde der Teig zu lange geknetet und dabei zu warm, oder die Plätzchen haben zu lange im Ofen gelegen.
- Kann man Mürbeteig einfrieren? Ja, der fertige Teig lässt sich hervorragend einfrieren und hält bis zu drei Monate.
Noch ein paar praktische Tricks
- Die Butter am besten erst kurz vorm Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen und in Stückchen schneiden - sonst müsst ihr den Mürbeteig lange kneten und er wird warm.
- Deswegen empfiehlt es sich auch, den Mürbeteig mit den Teighaken des Handrührgeräts, statt mit den Händen, zu vermengen. Es reicht, wenn er zum Schluss kurz noch einmal mit den Händen geknetet wird.
- Mit dem Keksstempel Rezept kannst Du ganz einfach kleine Botschaften in den Teig prägen. Tipp: Nicht zu leicht in den Teig stechen, der Abdruck sollte auch nach dem Backen noch gut sichtbar sein!
- Frischem Mürbeteig kann ich nicht gut widerstehen. Und so wandert das ein oder andere, kleiner oder größere Stück Teig nicht auf das Backblech sondern direkt in den Mund - herrlich!
So, jetzt aber an die Kekse, fertig, los! Viel Spaß beim Nachmachen und beim Variieren: diese einfachen Ausstech Kekse aus Mürbeteig sind ein wirklich einfaches Grundrezept - die Art von Keksen, die sich gut aufbewahren lassen und die du immer auf Vorrat in der Keksdose haben solltest.
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