Buss und Sohn Honig – Herkunft, Herstellung und Sortenvielfalt
Honig ist nicht nur ein süßer Genuss, sondern auch ein faszinierendes Lebensmittel mit einer breiten Palette von Einsatzmöglichkeiten, Verwendungszwecken und einer weitreichenden Geschichte. Die Imkerei Buss & Sohn steht für hochwertige Honigspezialitäten, sorgfältige Herstellung und eine traditionsreiche Familiengeschichte, bei der das Wissen über die essenzielle Rolle der Bienen für das Ökosystem bereits seit fünf Generationen weitergegeben wird - von Imkerhand zu Imkerhand.
Die Geschichte des Honigs
Bereits vor Tausenden von Jahren haben Menschen begonnen, Honig zu sammeln und zu nutzen. Höhlenmalereien deuten darauf hin, dass die Jagd und die Ernte des Honigs sich auf mehrere Jahrtausende belegen lassen. Die älteste bekannte Darstellung einer honigsammelnden Person findet sich in den Cuevas de la Araña. Schon in der Steinzeit nutzte der Mensch Honig als Nahrungsmittel, wie es 9000 Jahre alte steinzeitliche Höhlenmalereien mit „Honigjägern“ zeigen.
Im alten Ägypten wurde Honig als Opfergabe für Gottheiten verwendet und hatte eine religiöse Bedeutung. Die Ägypter*innen nutzten Honig auch für medizinische Zwecke, um Wunden zu heilen und Krankheiten zu behandeln. Um 3000 v. Chr. galt im Alten Ägypten Honig als „Speise der Götter“ und als Quelle der Unsterblichkeit: Ein Topf Honig hatte einen Wert vergleichbar dem eines Esels.
Im Mittelalter spielte die Imkerei und die Honigherstellung eine wichtige Rolle, wodurch in der Frühen Neuzeit und der Neueren Geschichte wissenschaftliche Fortschritte der Bienenforschung vorangetrieben und Schritt für Schritt immer mehr Grundsteine der modernen Imkerei gelegt wurden.
Buss & Sohn - Die Imkerei im Überblick
Die Imkerei Buss & Sohn ist ein traditionsreicher Familienbetrieb, der mit Freude, Hingabe und fachlicher Expertise hochwertige Honigspezialitäten herstellt. Seit 2011 haben wir unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht und sind stolzes Mitglied des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes e. V.
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Unsere regionalen Produkte entstehen in liebevoller Handarbeit. Sie stehen für höchste Qualität, unverfälschten Geschmack und eine verantwortungsbewusste Herstellung. Wir verbinden unsere Imkerei mit den Werten Naturverbundenheit, Natürlichkeit und Regionalität. Das bedeutet naturnahe Bienenhaltung, sorgfältig ausgewählte, bienenfreundliche Standorte und eine schonende Honigernte.
Das Wohl unserer Bienen hat für uns oberste Priorität. Wir achten darauf, dass unsere Bienen immer einen ausreichenden Honigvorrat behalten, um stark und vital durch das Jahr zu kommen.
Herstellung von Honig - Vom Nektar zur Delikatesse
Die Entstehung von Honig besteht aus der Honigbereitung und der anschließenden Honigreifung. Wichtigster Ausgangsstoff für die Honigbereitung ist Nektar - ein zuckerhaltiger Saft, den Blütenpflanzen aus ihren Nektarien abscheiden. Als weitere wesentliche Quelle kommt in einigen, hauptsächlich gemäßigten Klimaregionen der Erde Honigtau hinzu, der insbesondere dann in großen Mengen zur Verfügung steht, wenn es zu einer der wiederkehrenden Massenvermehrungen verschiedener Blattläuse und Schildläuse kommt.
Diese Ausgangsstoffe für die Honigbereitung werden von bestimmten Arbeiterbienen gesammelt, welche die Zuckersäfte mit ihrem Rüssel aufnehmen und in der Honigblase (Trophallaxis) zwischenlagern. Schon bei der Aufnahme werden dem Saft spaltende Enzyme aus den Futtersaftdrüsen hinzugesetzt. Die zugesetzten Enzyme sind Glucosidasen und Amylasen, die langkettige Kohlenhydrate in Monosaccharide wie Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose) aufspalten.
Wenn die Sammelbienen wieder im Bienenstock ankommen, geben sie dort den unfertigen Honig aus ihrer Honigblase an Stockbienen weiter, die ihn im Laufe der Zeit mehrfach transportieren, indem sie ihn in ihren Körper aufnehmen und wieder abgeben. Der Wassergehalt wird in zwei Schritten reduziert: Zuerst wird ein Tropfen Nektar über den Rüssel mehrmals herausgelassen und wieder eingesaugt. Danach wird der bearbeitete Nektar über und auch im Brutnest in leeren Wabenzellen ausgebreitet, um eine möglichst große Verdunstungsfläche zu erzeugen.
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Die weitere Verdunstung des Wassers wird durch Fächeln mit den Flügeln beschleunigt. Schließlich wird ein Wassergehalt von unter 20 % erreicht, meist 18 % oder noch geringer. Der jetzt fertige Honig wird in Lagerzellen über dem Brutnest eingelagert, wobei er mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen wird. Imker bezeichnen diesen Vorgang als Verdeckeln - das Zeichen, dass der Honig reif ist und geerntet werden kann.
Bienenwanderung bei Buss & Sohn
Unsere Betriebsweise ist darauf ausgelegt, eine große Vielfalt an Honigsorten zu ernten und unseren Kunden anzubieten. Im Frühling, wenn die Natur erwacht, wandern wir mit den Bienen in die Obstblüte ins Alte Land und in die blühenden Rapsfelder der Krummhörn. Sind die Obstbäume und Rapsfelder verblüht, wird der Honig geerntet und ein Teil der Bienen geht auf Reisen. Die Reise führt nach Brandenburg in die Robinienwälder nahe Potsdam und anschließen in die Getreidefelder eines Bio-Betriebes, die blau sind von den vielen Kornblumen. Mitte Juli holen wir die Bienenvölker zurück und verteilen diese auf verschiedene Standplätze in unserer Umgebung, wo sie bis zum nächsten Frühjahr bleiben.
Honigernte und Verarbeitung
Die verschiedenen Honigsorten werden getrennt geschleudert und verarbeitet. Dabei achten wir auf eine schonende Verarbeitung des Honigs, ohne diesen zu erwärmen. Aus der Wabe wird der Honig in einer speziellen Zentrifuge, einer sogenannten „Honigschleuder“, bei Umgebungstemperatur gewonnen. Wichtiger für die Erhaltung der Inhaltsstoffe im Honig ist unter anderem die kühle Lagerung. Schonend geschleudert, gesiebt, nicht pasteurisiert - Pollen, Enzyme und Aromen bleiben erhalten.
Die erlaubten Verarbeitungsschritte sind Schleudern, Sieben, Klären, behutsames Rühren und ggf. vorsichtiges Erwärmen unterhalb kritischer Temperaturen (max. 40°C). Viele Imkereien verarbeiten ihren Honig seit jeher schonend und hochwertig. Zwischen „Rohhonig“ und gutem deutschen Imkerhonig gibt es im Glas keinen Unterschied.
Sortenvielfalt und Geschmack
Jeder Honig schmeckt anders. Abhängig davon welche Pflanze die Biene auf ihrem Sammelflug ansteuert entstehen andere Honigsorten mit anderen Geschmackssorten. Die Produktvielfalt ist geprägt von einer Vielzahl von Honigsorten, die aus unterschiedlichsten Blüten und Regionen der Welt stammen können.
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| Honigsorte | Geschmack | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Rapshonig | mild, süß, sehr säurearm | besonders magenschonend |
| Sommerwiese | kräftig nach Lindenhonig, oder milder nach Klee und Brombeer | Jeder Jahrgang schmeckt anders |
| Apfelblütenhonig | mild-blumig | wird im Alten Land geerntet |
| Akazienhonig | mild, schwach blumig, wasserhelle bis hellgelbe Farbe | bleibt extrem lange flüssig |
| Kornblumenhonig | volles, malziges Aroma, sehr gehaltvoll | wird bei Biobetrieben geerntet |
| Waldhonig | herb bis würzig | vielfältig, ideal zum Kochen und Backen |
Waldhonig wird beispielsweise überwiegend aus den Ausscheidungen von Baumläusen produziert und ist angenehm herb bis würzig im Geschmack. Robinienhonig (Akazienhonig) bleibt extrem lange flüssig und hat eine wasserhelle bis hellgelbe Farbe. Jeder Jahrgang unseres Honigs schmeckt anders - mal kräftig nach Lindenhonig, dann wieder milder nach Klee und Brombeerhonig.
Honig - Zusammensetzung und Konsistenz
Honig ist eine dickflüssige bis feste, teilweise auch kristallisierte Substanz, die hauptsächlich aus den Zuckerarten Fructose (27 bis 44 %) und Glucose (22 bis 41 %) sowie Wasser (15 bis 21 %, Heidehonig bis 23 %) besteht. Bei manchen Honigsorten weicht die Zusammensetzung jedoch stark ab, beispielsweise ist bei Rapshonig das Verhältnis von Fructose zu Glucose etwa 1,5 : 1.
Daneben enthält Honig in geringen Mengen Saccharose, Maltose, Melezitose und weitere Di- und Oligosaccharide, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Farb- und Aromastoffe und Pollen, die zur Herkunftsbestimmung herangezogen werden können.
Honig und Gesundheit
Honig kann bei Erkältungen und Halsschmerzen beruhigend wirken und zur Linderung von Husten und weiteren Erkältungssymptomen eingesetzt werden. Honig erfreut sich auch als Pflegeprodukt und als Naturkosmetik großer Beliebtheit. Der Honigmarkt bietet eine Fülle von Sorten und Geschmacksrichtungen, die den unterschiedlichsten Geschmäckern und persönlichen Vorlieben gerecht werden.
Weitere Produkte aus dem Bienenvolk
Außer Honig bieten wir auch andere Produkte aus dem Bienenvolk an. Wir stellen selber reine Bienenwachskerzen in großer Vielfalt her. Das Wachs stammt teilweise von unseren eigenen Bienen. Außerdem bieten wir Naturseifen an - Honigseifen sowie verschiedene Kräuter- und Duftseifen. Unsere Honigseifen sind aus natürlichen Produkten hergestellt. Eine besondere Note bekommt unsere Seife durch den natürlichen Bienenwachs und das Pflanzenöl.
Propolis ist ein natürliches Antibiotikum der Bienen, verarbeitet in diversen Heil- oder Pflegeprodukten wie Tinkturen, Creme, Salben und Bonbons. Neben Seifen, die nur auf Basis von Honig bestehen, enthalten manche unserer Seifen auch verschiedene Kräuter und Düfte.
Gelee Royal ist der besondere Futtersaft der Bienenkönigin und zählt zu den faszinierendsten Naturprodukten aus dem Bienenvolk. Bienenbrot ist von den Bienen fermentierter Blütenpollen, den sie mit körpereigenen Enzymen und Milchsäurebakterien veredeln.
Herkunft, Qualität und rechtliche Aspekte
Rund 80% des Honigs in Deutschland werden importiert. Die Honigernte in Deutschland hat im Jahr 2020 29.249 Tonnen betragen, Deutschland hat im Jahr 2020 rund 88.000 Tonnen Honig importiert, der aus 59 Ländern innerhalb und außerhalb der Europäischen Union stammt.
Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) hat darüber hinaus bei sämtlichen Landesministerien angefragt, wie der Begriff rechtlich zu bewerten ist. Die Verwendung der Bezeichnung „Rohhonig“ auf Etiketten oder in der Vermarktung ist nicht zulässig. Heimischer Imkerhonig ist bereits ein schonend behandeltes Naturprodukt. Die Honigverordnung sorgt dafür, dass er das auch bleibt.
Modernste Analyse- und Labormethoden kontrollieren die hohe Qualität des Honigs. Trotz des Fortschritts bleibt die traditionelle Bienenzucht und Imkerei erhalten und wird von Imker*innen auf der ganzen Welt praktiziert. Statt sich von einer Hashtag-Bewegung den Begriff diktieren zu lassen, lohnt es sich, das eigene Handwerk klar zu erklären: regional, schonend behandelt, transparent in der Verarbeitung - das ist kein „Rohhonig“.
Kundenmeinungen und Qualität bei Buss & Sohn
Ich habe selten einen so guten Honig gegessen. Ich werde auf jeden Fall Stammkunde. Diese Imkerei ist sehr zu empfehlen. Sehr hochwertige Qualität! Der Honig schmeckt ausgezeichnet - aromatisch, frisch und natürlich. Die verschiedenen Sorten sind auch sehr gut. Versand geht sehr schnell und der Honig ist gut verpackt. Ich bin ein Fan von diesem Shop.
Es ist reiner, echter Honig mit echten Pollen, echtem Probolis und Bienenbrot. Preis/Leistung sind top! Bei Buss und Sohn habe ich schon viele Honige ausprobiert und bin noch kein einziges Mal enttäuscht worden. Sie sind alle von höchster Qualität und geschmacklich unvergleichlich!
Kulinarische und gesundheitliche Einsatzmöglichkeiten
In der Küche ist Honig ein köstlicher und gesunder Brotaufstrich. Er kann auf Toast, Brötchen oder Pfannkuchen gestrichen werden und verleiht ihnen eine natürliche Süße. Honig ist eine natürliche Alternative zu raffiniertem Zucker oder anderen synthetischen Süßstoffen. Er kann als Süßungsmittel in Getränken wie Tee oder Milch verwendet werden und verleiht ihnen eine süße Note. Honig kann auch zum Süßen von Backwaren wie Kuchen, Keksen und Müsliriegeln verwendet werden.
Zudem eignet sich Honig hervorragend zum Kochen und Marinieren von Fleisch, Geflügel und Gemüse. Sein süßer Geschmack verleiht den Gerichten ein besonderes Genusserlebnis. Eine Kombination aus Honig und Senf ist zum Beispiel eine beliebte Marinade für Grillgerichte.
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