Braune Kekse zum Ausstechen: Traditionelles Rezept und Schritt-für-Schritt-Anleitung
Braune Kuchen gehören wie Vanillekipferl, Lebkuchen oder Zimtsterne insbesondere in Norddeutschland in jede Weihnachtsbäckerei. Entgegen der Bezeichnung handelt es sich bei Braunen Kuchen jedoch nicht um Kuchen, sondern um Plätzchen. Diese leckeren Kekse bestehen aus einem Rührteig mit Nüssen. Grundlage der Plätzchen ist Mürbeteig. Die Besonderheit der knusprigen Plätzchen ist hier der Dunkle Rüben Sirup als Zutat, der neben Zitronensaft, Margarine und Zucker für das besondere Aroma der Gebäckspezialität sorgt.
Warum Braune Kekse?
Braune Kuchen haben im Norden eine lange Tradition. In früheren Zeiten waren Gewürze wie Zimt, Vanille, Ingwer und Nelken kostbare Schätze - kleine exotische Luxusgüter, die man nur zu ganz besonderen Anlässen verwendete. Diese Kekse sind eine wahre Hamburger Spezialität und in vielen Hamburger Familien seit Generationen ein unverzichtbarer Bestandteil der Adventstafel.
Zutaten (klassische Variante für Ausstecher)
- Den dunklen Rübensirup, Zucker, Butter und Butterschmalz in einem Topf langsam unter Rühren so lange erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist.
- Jetzt den Zucker, das Ei, den Zitronensaft und das Braune Kuchen Gewürz dazugeben.
- Im nächsten Schritt das gesiebte Mehl mit dem Backpulver vermengen und mit einem Mixer mit Knethaken zu einem homogenen Teig verkneten.
- Optional: Die Cashewkerne oder Mandeln sowie die Pistazien (optional) grob hacken.
- Für Varianten: Mit einer Prise Vanille oder alternativ einem halben Teelöffel Zimt können Sie den Plätzchen einen etwas anderen Geschmack verleihen.
Alternative Zutaten & Varianten
Wer abseits vom Traditionsrezept mit dem Rezept experimentieren möchte, der kann gerne auch weitere Zutaten dem Rezept hinzufügen. Beim Bummeln durch meinen Lieblingsdiscounter Aldi Nord haben mich all die weihnachtlichen Zutaten im Sortiment angelacht. In meinem Einkaufswagen landeten schließlich Bio-Orangen, Cashewkerne, Pistazien und eine Auswahl meiner liebsten Gewürze: Zimt, Nelken, Ingwer, Kardamom. Ich war besonders gespannt darauf, wie sich der frische Abrieb der Bio-Orangen auf den Geschmack der Plätzchen auswirken würde. Und was soll ich sagen? Volltreffer! Der Duft allein hat mich begeistert, und der Geschmack ist um Längen feiner und frischer als alles, was Orangeat je leisten könnte.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung (Ausstecher-Variante)
- Zucker und Sirup in einem Topf unter Rühren so lange erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat.
- Dann vom Herd nehmen, Gewürze und Orangenabrieb zugeben und die Butter unterrühren. Die Masse ganz auskühlen lassen.
- Mit dem Mehl und dem angerührtem Hirschhornsalz zur Butter-Zucker-Masse geben. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
- Den fertigen Teig vor der Weiterverarbeitung über Nacht im Kühlschrank kaltstellen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur etwa 1 Stunde ruhen lassen (je nach Rezeptvariante).
- Den gekühlten Teig von Hand gut durchkneten und etwa 3 mm dick ausrollen.
- Mit den Ausstechformen Kekse ausstechen und auf dem Backblech verteilen. Zum Beispiel mit einem Stempel oder einfach mit einem Holzspieß kleine Löcher hineinstechen.
- Die Plätzchen im Ofen etwa 10 Minuten backen. Die Braunen Kuchen sind fertig, sobald sich die Ecken runden und die Kanten etwas dunkler werden.
- Das Blech aus dem Ofen nehmen und die Plätzchen etwa 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen. Die Plätzchen abkühlen lassen.
Tipps zur perfekten Konsistenz und Backzeit
- Teigkälte nutzen: Die Kühlzeit hilft, saubere Konturen beim Ausstechen zu bekommen - besonders bei gezackten Ausstechern lohnt sich das.
- Lass den Teig möglichst lange kühlen. Schneide die Scheiben so dünn wie möglich: Das Geheimnis hinter perfekten Braunen Kuchen ist die Knusprigkeit.
- Ab dem 5. Backminute behalte ich die Plätzchen im Auge. Lass den Backofen nicht aus den Augen: Braune Kuchen können in Sekundenschnelle von köstlich braun zu kohlrabenschwarz wechseln.
- Die Plätzchen ca. 7-10 Minuten backen. Die Zeit hängt von der Dicke der Plätzchen und der Ofenleistung ab.
- Die Braunen Kuchen rasch vom Blech auf eine Arbeitsfläche gleiten und nebeneinander auskühlen lassen.
Backtemperatur und -dauer
Bei 175-190 °C (Ober-/Unterhitze) oder 160-170 °C Umluft backen. Bei 200 bis 220 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 10 Minuten backen, bis die Plätzchen goldbraun werden (für dünn ausgerollte Mürbeteig-Plätzchen). Die Plätzchen ca. 7-10 Minuten backen. Ab etwa der 5. Minute behalte ich die Plätzchen im Auge.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Plätzchen nach dem Backen vollständig abkühlen lassen. Damit sie schön knusprig bleiben, in gut schließenden Blechdosen oder Plastikbehältern aufbewahren, bei mehreren Sorten am besten getrennt. Ab der Abkühlung luftdicht aufbewahren: Gib die Braunen Kuchen nach dem Abkühlen in ein luftdicht schließendes Behältnis. Die Plätzchen sind ca. zwei Wochen haltbar.
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Serviervorschläge
Serviere Braune Sandplätzchen auf dem Plätzchenteller, als Begleitgebäck zu Kaffee oder Tee oder in einer Dose hübsch verpackt als essbares Mitbringsel. Eine bunte Streuselschicht umgibt die kleinen Plätzchen. Orangenschale verleiht ihnen ein leckeres fruchtiges Aroma. Wer mag, kann beim Servieren noch eine Spur mehr Zimt über die Plätzchen geben.
Varianten zum Ausprobieren
- Mit Nüssen: Zu den Grundzutaten noch 50 Gramm gemahlene Nüsse und 2 Tütchen Vanillezucker hinzufügen.
- Honig- und Lebkuchenvariante: 250 Gramm Honig, je 120 Gramm Butter und weißen oder braunen Zucker sowie 2 Esslöffel Lebkuchen-Gewürz unter Rühren erwärmen und den Zucker auflösen.
- Kakaoplätzchen: Mürbeteig mit Kakao anreichern (z. B. 1 EL Dr. Oetker Kakao) und wie gewohnt ausstechen.
- Fruchtig: Frischen Orangenabrieb oder -saft verwenden statt Orangeat für ein feines Aroma.
Praktische Tabelle: Backparameter im Überblick
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Teigdicke | ca. 3 mm für knusprige Kekse |
| Temperatur | Ober-/Unterhitze 175-190 °C, Umluft 160-170 °C |
| Backzeit | 7-10 Minuten (je nach Dicke) |
| Kühlzeit | mind. 12 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank empfohlen |
| Haltbarkeit | ca. 2 Wochen luftdicht aufbewahrt |
Persönliche Anmerkung und Tradition
Dieses Rezept habe ich von meiner Mutter - wie eigentlich fast alle meine Rezepte für Weihnachtsplätzchen. Noch heute backt meine Mutter uns meine oder besser gesagt inzwischen unsere liebsten Plätzchen. Diesen Winter ist die Sehnsucht nach diesen Plätzchen mit dem komischen Namen Yanks brauner Kuchen, bei uns besonders groß. Sie schmecken ganz wunderbar nach Weihnachten und gleichzeitig auch ganz anders als die Plätzchen, die man sonst so an Weihnachten isst.
Das Rezept ist (eigentlich) ganz einfach, wenn man, wie meine Mutter immer sagt „alle Zutaten da hat“. Und das sind hier leider doch einige. Also: Besorgt Euch die Zutaten, gestaltet Euch einen gemütlichen Nachmittag mit Tee bei stimmungsvoller Musik und - legt los!
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