Brauerei Hönig Tiefenellern: Geschichte und Biervielfalt einer Familienbrauerei
Die Brauerei Hönig, gelegen in Tiefenellern in der Gemeinde Litzendorf im traditionsreichen Oberfranken, zählt zu den ältesten Familienbrauereien Frankens. Ihr historisches Braurecht wurde im Jahr 1478 erstmals urkundlich belegt. Seitdem hat die Brauerei eine beeindruckende, über 500-jährige Geschichte und eine Familienführung, die seit 1748 ununterbrochen besteht. Als anerkanntes Sinnbild fränkischer Bierkultur verkörpert die Brauerei Hönig die Verbindung von klassischem Brauhandwerk, regionaler Verbundenheit und gastronomischer Gastfreundschaft.
Die bewegte Geschichte der Brauerei: Von der Poststation zum Familienbetrieb
Die heutige Brauerei geht auf das erstmals 1478 beurkundete Braurecht zurück. Mehrere Jahrhunderte erlebten Brauerei und Gasthof eine lange, geschichtsträchtige Reise und wechselten oft den Besitzer. Ein Wendepunkt war das Jahr 1748, als Matthäus Thomas Hönig den Betrieb übernahm und damit den Grundstein für eine bis heute bestehende Familiengeschichte legte. Über 270 Jahre bleibt die Brauerei ununterbrochen im Familienbesitz, geführt aktuell von der 7. und 11. Generation. Auch schon die nächste Generation wächst aktiv in der Braumeistertradition heran - die Nachfolge ist gesichert.
Bis 1911 befand sich an der Stelle der Brauerei die Poststation Tiefenellern, in früheren Jahrhunderten mit Pferdestall und Umsattlerei. Tiefenellern war im Mittelalter ein Knotenpunkt für die umliegenden Gemeinden. Was heute die Lastwagen sind, waren vor 500 Jahren die Kutschen. Die meisten Räume der Brauerei dienten als Pferdeställe, und auf der Tour von Bamberg nach Hollfeld machte die Postkutsche Halt beim Gasthof „Zur Post“. Der erschöpfte Kutscher konnte so im Gasthaus eintauchen, ein Seidla Bier genießen und bei fränkischer Kost zu Kräften kommen. Die Pferde wurden im Stall gegen erholte Tiere getauscht, denn am nächsten Morgen wartete die verschlungene Strecke hoch zum Tiefenellerner Berg. Mit der Einführung der Motorpost im Jahr 1914 änderten sich die Zeiten: Der Fahrer des Postbusses stärkete sich weiterhin bei den Hönigs und übernachtete im Gasthof „Zur Post“.
Der Gasthof "Zur Post" war auch in den 1960er Jahren ein Brennpunkt regionaler Auto- und Motorradrennen. Der Keller diente noch bis zum Zweiten Weltkrieg zur Bierlagerung, und ein mechanischer Treppenlift für Bierkästen ersparte den Brauern die steinernen Stufen. 2004 zerstörte ein Großbrand aufgrund eines technischen Defekts sämtliche landwirtschaftlichen Gebäude; ein Jahr später begann bereits der Wiederaufbau mit einem neuen Lager- und Getränkehalle sowie Backofen und Backstube.
Chronologie wichtiger Ereignisse und Erweiterungen
| Jahr | Bedeutende Ereignisse |
|---|---|
| 1478 | Urkundliche Belegung des Braurechts |
| 1748 | Übernahme durch die Familie Hönig |
| 1911 | Ende der Poststation, Beginn Motorpost |
| 1970 | Brauereineubau im alten Pferdestall und Teil der Scheune |
| 1978 | Erweiterung Lagerkeller und Flaschenfüllerei |
| 1981/82 | Bau neues Kühlhaus, zweiter Gärkeller mit modernen Gärtanks |
| 1985 | Errichtung Fasshalle und Filterkeller, Vergrößerung Lagerkeller |
| 1987 | Umbau Gästeräume wegen gesteigerten Nachfrage |
| 1994 | Automatische Flaschenwaschanlage, Malzsilo |
| 1996 | Konrad und Peter Hönig übernehmen Familienbetrieb |
| 1998 | 500-jähriges Bestehen und 250 Jahre Familienbetrieb |
| 2000/2001 | Erweiterung Gärkeller, Einführung Weizenbiergärung |
| 2004 | Großbrand und anschließender Wiederaufbau |
Brauerei Hönig - Handwerk, Qualität und Tradition
Die Hönigs brauen seit jeher mit Leidenschaft, Liebe zum Bier und Perfektion authentische fränkische Biere, die die regionale Lebensart verkörpern. Im Sortiment finden sich charakteristische Biersorten wie Rauchbier und Bockbier, gebraut nach handwerklicher Tradition mit Rezepturen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Signifikant ist der Fokus auf die besten Zutaten: Hopfen aus Spalt und Hallertau, Braugerste von Landwirten aus der Region, Wasser aus einer nahegelegenen Quelle und Hefe aus eigener Reinzucht. All diese Rohstoffe verarbeitet die Hönig-Brauerei schonend und streng nach bayerischem Reinheitsgebot.
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So entstehen fränkische Biere, die aromatisch und unverfälscht sind und geschmacklich perfekt abgerundet werden. Im Sortiment trifft man auf Festbier, Maibock, Pils und Zwickl - klassische und Saisonbiere zu einem fairen Preis. Das ungespundete Lager und das rauchige „Posthörnla“ stehen für die einzigartigen Brauoriginale, ebenso gehört das süffige „Postillion Weiße“ dazu.
Biersorten und Online-Bestellung
- Hönig Festbier: Süffig, charaktervoll, Preis 2,10 €
- Hönig Maibock: Kräftig, saisonalem Geschmack, Preis 2,10 €
- Hönig Pils: Feinherb, frisch, Preis 1,90 €
- Hönig Zwickl: Ungespundet, urig, Preis 1,90 €
Das Bier kann direkt im Hofverkauf der Brauerei erworben werden. Zusätzlich ermöglichen Online-Versandunternehmen wie meibier.de die Bestellung aus einer Auswahl regionaler Bierspezialitäten.
Der Brauereigasthof „Zur Post“ - Herzstück fränkischer Gastfreundschaft
Zu jeder fränkischen Brauerei gehört auch ein Brauereigasthof: Bei Hönig treffen Biergenuss und traditionelle regionale Küche aufeinander. Seit dem Mittelalter diente der Gasthof als Anlaufstelle für Postkutscher, Reisende und Einheimische. Heute zaubert die Familie Hönig regionale und nachhaltige Speisen, weitgehend aus eigener Herstellung. Schnitzel, Eisbein, Bratwürste und Wurst kommen direkt aus eigener Schlachtung; das Brot wird im Holzofen und nach alter Tradition selbst gebacken und genießt in der ganzen Region Kultstatus.
Im Sommer lädt der Biergarten der „Post“, mitten im Grünen gelegen, dazu ein, die fränkische Toskana zu genießen und bei einem Seidla die Seele baumeln zu lassen. Auf den Speisekarten fehlen kaum Gerichte, bei denen das selbstgebackene Holzofenbrot nicht serviert wird.
Feste, Veranstaltungen und Öffnungszeiten
- Kirchweih: 2. Wochenende im August
- Bockbieranstich: 3. Montag-Freitag, 15:00-22:00 Uhr
- Biergarten: Saisonale Öffnungszeiten im Sommer
- Gasthof/Hofverkauf: Mo.-Fr.: 15:00-22:00 Uhr (Donnerstag Ruhetag), Sa./So. geöffnet
Der Brauereigasthof verbindet die reiche fränkische Biertradition mit familiärer Gastlichkeit und einer authentischen Atmosphäre.
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Brauerei Hönig in der fränkischen Bierregion Oberfranken
Die Brauerei Hönig wird liebevoll als „Bier aus der fränkischen Toskana“ bezeichnet, ein Name, der die Schönheit der Region und die Qualität ihrer Biere widerspiegelt. Heute bietet das Haus nur noch sensationelles, handwerklich gebrautes Bier nach über 250 Jahre alten Rezepten. Windräder drehen sich gemächlich vor dem blauen Himmel, junge Schwalben jagen mit waghalsigen Flugmanövern nach Mücken - Tiefenellern bietet eine Postkartenkulisse für Genießer und Bierliebhaber.
Brauerei Hönig GbR, Ellernbergstr. 15, 96123 Litzendorf - mitten in Oberfranken und der fränkischen Toskana gelegen.
Der Betrieb bleibt ebenso ein Ort lebendiger Traditionen und moderner Entwicklung: Nach Großbrand, Aufbau und modernster Technik wie vollautomatischer Flaschenabfüllanlagen, Wasseraufbereitungsanlagen und Brotzeitküche im Biergarten, macht die Brauerei jedes Jahr ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte auf.
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