Biskuitboden DDR Rezept — Grundrezept und Tipps für einen luftigen Kuchenboden

Ein Biskuit ist ein sehr luftiger Teig, der mit vielen Eiern, Mehl, Zucker und Salz gemacht wird. Meist wird dafür kein Fett verwendet, mit Ausnahme beim Wiener Boden. Der Teig ist also sehr locker und fluffig und eignet sich somit perfekt für leichte, sommerliche Kuchen und Torten. Am besten füllt man ihn mit Obst und Quark- oder Sahnecremes.

Kurzbeschreibung des Grundrezepts

Mit diesem Rezept gelingt dir der perfekte Biskuitboden. Die Zubereitung ist super einfach und benötigt nur etwa 20 Minuten. Des Weiteren werden für diesen Kuchenboden nur 3 Zutaten gebraucht: Eier, Zucker und Mehl im Verhältnis 4,2,2.

Zutaten (Grundrezept, klassische DDR-Variante)

  • 4 Ei(er)
  • 4 EL Zucker (bzw. 100 g Zucker im alternativen Rezept)
  • 4 EL Mehl (oder 100 g Mehl bei 4 Eiern)
  • 4 EL Öl, neutrales (bei einigen Varianten optional)
  • 1 TL, gestr. Weinsteinbackpulver (optional)
  • Fett für die Form / etwas Butter zum Einfetten
  • 1 Prise Salz
  • Optional: Vanillezucker oder Vanilleextrakt, Zitronen- oder Orangenschale

Vorbereitung

Alle Zutaten 30 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen und sich gut miteinander verbinden können. Stelle einen auf 20 cm Durchmesser eingestellten Backring auf ein mit Dauerbackfolie belegtes Lochblech. Heize den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160°C) vor.

Grundlegende Zubereitungsschritte

  1. Die Eier mit dem Mixer schaumig schlagen, dabei nach und nach den Zucker, das Öl und das mit dem Backpulver gemischte Mehl hinzufügen. Eier mit Zucker 5 Min. schaumig schlagen. Dadurch sollte sich das Volumen gut verdoppeln. Die Masse wird mit der Zeit schön dickflüssig.
  2. Das Mehl mit einer Prise Salz und gegebenenfalls Backpulver vermischen und zur Eiermasse sieben, damit keine Klümpchen entstehen. Mehl mit Salz und Backpulver vermischen und zur Eiermasse sieben.
  3. Nach und nach vorsichtig unterheben, damit nicht zu viel Luft entweicht. Achte darauf, dass du nur langsam und sehr vorsichtig von außen nach innen unterhebst. Sonst wird zu viel Luft aus dem Teig wieder rausgerührt und der Kuchen wird nicht so schön locker.
  4. Den Teig in eine gefettete Tortenboden- oder Springform (Ø 26 cm) füllen. Springformboden (Ø 26 cm) einfetten. Teig einfüllen und im vorgeheizten Ofen ca. 20-30 Min. backen (siehe Varianten unten).
  5. Den Biskuitteig in die vorbereitete Form bzw. auf das Backblech füllen und sofort backen, damit er nicht zusammenfällt. Im Ofen (2. Schiene von unten) 25-30 Minuten backen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für Springform; Backblech: im Ofen (2. Schiene von unten) ca. 8-10 Minuten backen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze.
Biskuitboden auf Springform

Wichtige Tipps für luftigen Biskuit

  • Die Eier sollten Zimmertemperatur haben. Tipp: Die Eier sollten Zimmertemperatur haben.
  • Die Eier sorgfältig trennen und darauf achten, dass kein Eigelb in das Eiweiß gelangt, da sich das Eiweiß sonst nicht mehr steif schlagen lässt. Ganz wichtig ist es, dass alle Gegenstände die mit dem Eiweiß in Berührung kommen, absolut fettfrei sind. Achten Sie auch darauf, dass die Rührschüssel für das Eiweiß vollkommen fettfrei ist.
  • Das Eiweiß mit einer Prise Salz zu einem steifen, aber nicht schnittfesten Schnee schlagen. Das Eiweiß nun mit einer Prise Salz zu einem steifen, aber nicht schnittfesten Schnee schlagen.
  • Eigelb und Zucker zu einer hell-schaumigen, cremigen Eier-Zucker-Masse schlagen. Nun das Eigelb mit dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker ca. 5 Minuten schaumig schlagen. Die Masse sollte sehr voluminös werden - so wird der Biskuit später super luftig locker.
  • Die Masse nicht zu lange schlagen, da sonst die feinen Luftbläschen im Biskuit zerstört werden und der Teig an Luftigkeit verliert. Nach und nach vorsichtig unterheben, damit nicht zu viel Luft entweicht.
  • Bitte kein Rührgerät zum Unterheben verwenden. Den geschlagenen Eischaum mit einem großen Löffel ganz vorsichtig in die Eimasse unterheben. Dabei benötigt Ihr viel Geduld.
  • Tipp: Fette den Rand nicht ein. Der Teig muss am Springformrand nach oben „klettern“ können.

Backzeiten und Kontrolle

Springform: Im Ofen (2. Schiene von unten) 25-30 Minuten backen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze. Backblech: Im Ofen (2. Schiene von unten) ca. 8-10 Minuten backen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze. Stechen Sie vorsichtig mit einem Holzstäbchen in den gebackenen Biskuit. Es sollten beim Rausziehen keine Teigreste am Holzstäbchen kleben. Ein Biskuit ist dann fertig gebacken, wenn die Oberfläche des Biskuit relativ trocken ist und ein Fingerabdruck keine dauerhafte Vertiefung hinterlässt.

Wie bekomme ich den Biskuit heil aus der Form bzw. vom Backblech?

Ist der Biskuit fertig, bestreuen Sie ein Küchenhandtuch mit 2 EL Zucker. Stürzen Sie den Biskuit mit dem Backpapier (das Backpapier zeigt nach oben) sofort auf das Küchenhandtuch. Bestreichen Sie das Backpapier mit kaltem Wasser und ziehen Sie das Backpapier vorsichtig ab. Rollen Sie die Teigplatte mit Hilfe des Küchentuchs von der Längsseite auf und lassen Sie den Teig mit dem Tuch abkühlen.

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Biskuit wenden und abkühlen lassen mit Küchenhandtuch

Varianten und zusätzliche Hinweise

  • Fluffig und hoch wird unser Biskuitboden ganz ohne Backpulver oder Ähnlichem. Das glaubst du nicht? Das wichtigste am Teig ist hierbei das lange Rühren der Eier-Zucker-Masse. Der Zucker kann auch gut durch Birkenzucker, braunen Zucker oder auch Kokosblütenzucker ausgetauscht werden.
  • Für die Schoko-Version kann einfach etwas Mehl durch Kakaopulver ausgetauscht werden.
  • Gib den Abrieb einer Zitronen- oder Orangenschale zu deinem Teig. Zusätzlich können dann noch Aromen oder andere Zutaten wie Zitronenschale, Tonka Wonka oder auch Vanilleextrakt eingerührt werden.
  • Nachdem Sie die Eier mit dem Zucker zu einer dicken Eier-Zucker-Masse geschlagen haben und das Mehl und die anderen Zutaten vorsichtig untergehoben haben, geben Sie zum Schluss die flüssige Butter dazu (bei Varianten mit Fett).

Aufbewahrung und Vorbereitung für die Weiterverarbeitung

Biskuitboden an sich ist kühl gelagert, gut 3 Tage haltbar. Da Torten mit Biskuit-Tortenboden allerdings meistens mit Sahne oder Pudding zubereitet werden, solltest du solche Torten schnell verzehren. Biskuitboden einfrieren ist gar kein Problem und so ist er gut 6 Monate haltbar. Zum Auftauen aus der Folie nehmen und in den Kühlschrank legen. Das dauert mindestens 5 Stunden. Am besten lässt du ihn über Nacht auftauen.

Tipps zum Schneiden und Schichten

Du willst wissen, wie man Tortenboden richtig durchschneidet? Das Wichtigste dabei ist, dass der Biskuitboden bereits komplett durchgekühlt ist. Zum Teilen verwendest du am besten einen Tortenbodenschneider, damit deine Tortenböden gleichmäßig hoch werden. Mit diesem fluffigen und hohen Biskuitboden lassen sich tolle Torten kreieren.

Aufgeschnittener mehrlagiger Biskuitboden

Rezeptvarianten, Mengenanpassung und häufige Fragen

  • Die Teigmenge des Obstbodens entspricht einer 28er Form. Beispielrezept für 28er Form: 3 Eier, 3 EL Wasser, 1 Prise Salz, 150 g Zucker, 2 Pck. Vanillezucker, 150 g Mehl, 1 TL Backpulver, Butter oder Margarine zum Einfetten.
  • Wenn du den Teig färben willst, ist zu beachten: Flüssigfarbe oder Pulver? (Frage im Originaltext gestellt) Falls flüssige Farbe, kann man sie vorsichtig beim Mischen der Eigelbe oder beim Einrühren der flüssigen Butter hinzufügen - bitte sparsam arbeiten, damit die Masse nicht an Struktur verliert.
  • Backpulver? Wurde das Backpulver hier bewusst weggelassen (oder etwa vergessen aufzuführen?) und wenn ja, welche Vorteile ergeben sich durch das Weglassen oder Hinzufügen von Backpulver beim Biskuit? - Fluffigkeit beim Biskuit entsteht primär durch die Luft in den Eiern; Backpulver kann helfen, ist aber nicht zwingend.
  • Bei größeren Formaten (z. B. quadratisch 35 x 25 cm) kann die Backzeit deutlich länger sein; in einem Erfahrungsbericht wurde bei einer großen Form ca. 45 Min. benötigt.
  • Zum Herstellen mehrerer Böden: Entweder den Teig aufteilen und zweimal backen oder komplett backen und dann schneiden - beides ist praktikabel; oft ist das Aufteilen einfacher zu kontrollieren.

Praxis-Meinungen und Erfahrungswerte

Mein absoluter Favorit. Es gibt eine Unmenge an Rezepten für Biskuitteig. Speziell für den Obstboden muss die Menge stimmen und die Konsistenz. Ich mag keine Biskuitteige, die zu trocken sind und ich am Ende das Gefühl habe ich beiße auf Pappe. Dieser Biskuitboden ist genial. Zumindest denke ich dies. Mein Umfeld, das bedingt durch den Blog jetzt dauerhaft mit Essen und Kuchen zwangsbewirtet wird, liebt diesen Biskuitboden auch.

Anleitung: Biskuitboden Grundrezept Schritt für Schritt

Kurze praktische Anleitung (kompakt)

  1. Eier (Zimmertemperatur) mit Zucker und ggf. Vanille 10-15 Minuten sehr schaumig schlagen.
  2. Mehl mit Salz und Backpulver sieben und vorsichtig unterheben.
  3. Teig in gefettete Springform geben, bei 180°C ca. 25-30 Minuten backen.
  4. Auf Zucker-bestreutem Tuch stürzen, Backpapier mit kaltem Wasser befeuchten, abziehen und eventuell aufrollen zum Abkühlen.
Form Temperatur Backzeit (ca.)
Springform Ø 20-26 cm 180°C O/U 20-30 Min.
Backblech (Plattenbiskuit) 200°C O/U 8-10 Min.
Große Formen (z. B. 35×25 cm) 180°C O/U ca. 45 Min. (variabel)

Viel Spaß beim Nachbacken! Mit diesem fluffigen und hohen Biskuitboden lassen sich tolle Torten kreieren.

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