Bio Schokolade Hersteller: Eine umfassende Liste und Einblick in nachhaltige Praktiken

Schokolade erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und wird gerne zu besonderen Anlässen verschenkt oder einfach als Genussmittel konsumiert. Doch hinter dem süßen Geschmack verbirgt sich oft eine bittere Realität: Kakaoanbau geht häufig mit Ausbeutung von Mensch und Umwelt einher. Bio- und Fairtrade-Schokolade stellt eine ethischere Alternative dar, die bessere Bedingungen für Mensch und Natur in der Lieferkette fördert. Dieser Artikel bietet eine umfassende Liste von Bio-Schokoladenherstellern und beleuchtet wichtige Aspekte wie Nachhaltigkeit, fairen Handel und Zertifizierungen.

Die Problematik des konventionellen Kakaoanbaus

Der konventionelle Kakaoanbau ist mit einer Reihe von Problemen verbunden:

  • Ausbeutung von Kakaobauern: Viele Kakaobauern leben unterhalb des Existenzminimums und erhalten nur einen geringen Bruchteil des Gewinns aus dem Schokoladenverkauf.
  • Kinderarbeit: In Westafrika, insbesondere in Ghana und der Elfenbeinküste, arbeiten schätzungsweise über 1,5 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen.
  • Umweltzerstörung: Der Kakaoanbau trägt zur Entwaldung bei, insbesondere in Regionen wie dem Amazonasgebiet. Der Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln schädigt die Umwelt und gefährdet die Gesundheit der Menschen.

Was macht Bio-Schokolade aus?

Bio-Schokolade unterscheidet sich von konventioneller Schokolade durch folgende Merkmale:

  • Nachhaltiger Anbau: Beim Anbau von Bio-Kakao werden keine synthetischen Pestizide und Düngemittel eingesetzt. Dies schont die Umwelt und die Gesundheit der Kakaobauern.
  • Faire Arbeitsbedingungen: Bio-Schokoladenhersteller setzen sich für faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung der Kakaobauern ein.
  • Zertifizierungen: Bio-Schokolade ist in der Regel durch unabhängige Organisationen zertifiziert, die die Einhaltung der Bio-Standards überprüfen. Zu den wichtigsten Zertifizierungen gehören das EU-Bio-Siegel, USDA Organic und Fairtrade.

Liste von Bio-Schokoladenherstellern

Die folgende Liste bietet eine Auswahl von Herstellern, die Bio-Schokolade anbieten. Sie ist nicht erschöpfend, sondern soll einen Überblick über die Vielfalt des Angebots geben:

  • Alnatura: Bietet eine Auswahl an verschiedenen Vollmilch-Schokoladen.
  • Vivani: Das Sortiment umfasst diverse Vollmilch-Schokoladen.
  • Rosengarten: Bekannt für ihre Vollmilch-Haselnuss Bruchschokolade.
  • Rapunzel: Führt Vollmilch-Schokoladen im Sortiment.
  • Original Food: Spezialisiert auf Waldschokolade.
  • denree: Bietet Vollmilch-Schokoladen an.
  • Original Beans: Bekannt für Esmeraldas Milchschokolade.
  • GEPA: Das Handelshaus GEPA setzt strenge Sozialstandards und bietet ein breites Sortiment an Bio-Fairtrade-Schokoladen an. Die GEPA-Schokoladen sind seit Ende 2023 zu 100 Prozent biozertifiziert.
  • Zotter: Die österreichische Manufaktur Zotter stellt Schokoladen von der Bohne zur Tafel selbst her (Bean-to-Bar) und bietet eine große Vielfalt an Geschmacksrichtungen, darunter auch vegane Optionen.
  • Tony's Chocolonely: Das niederländische Unternehmen setzt sich für sklavenfreie Schokolade ein und bietet fair gehandelte Schokolade in auffälligen Verpackungen an.
  • Paccari: Paccari hält die gesamte Wertschöpfungskette im Ursprungsland Ecuador und bietet vegane Bio-Schokoladen in Demeter-Qualität an.
  • Fairafric: Fairafric produziert Schokolade komplett in einer biozertifizierten Kooperative in Ghana und schafft so neue Arbeitsplätze vor Ort.
  • Claudio Corallo: Handverlesene, geröstete Forastero-Kakaobohnen aus São Tomé & Príncipe. Unconchierte Schokolade mit 73,5% Forastero- Kakao. Unconchierte 100%ige Forastero-Schokolade.
  • TAZA: Unconchierte dunkle Bio- Schokolade nach mexikanischer Art.
  • Willie's Cacao: Weiße Schokolade mit üppigen 36% Kakaobutter und ohne Vanille. Dunkle, 100%ige Schokolade aus der Region Sur del Lago mit nussigen Noten.
  • Domori: Schokolierte Trinitario-Kakaobohnen umhüllt von dunkler Schokolade (60%). Dunkle Schokolade (70%) aus Nacional-Kakao aus Ecuador.
  • Menakao: Dunkle Schokolade aus 63% Trinitario-Kakao aus Madagaskar, veredelt mit Combava (Kaffernlimette) und würzigem, rosa Pfeffer. Vollmilch-Schokolade (45%) mit echter madagassischer Vanille.
  • Pralus: Dunkle Schokolade aus 100% Criollo-Kakao aus Madagaskar. Dunkle Schokolade (80%) aus Criollo-, Forastero- und Trinitario- Kakao. Dunkle Schokolade (75%) aus Trinitario-Kakao aus Kuba. Dunkle Schokolade (75%) aus Criollo-Kakao aus Indonesien. Dunkle Schokolade (75%) aus Trinitario-Kakao aus Trinidad.
  • Berger: Weiße Schokolade mit fruchtigen Erdbeerstückchen. Feinste Bio-Vollmilchschokolade gefüllt mit einer herrlich-sahnigen Eierlikör-Ganache.
  • Blanxart: Spanische Katzenzungen aus weißer Schokolade.
  • Summerdown: Dunkle Minz-Schoko-Plättchen aus reichhaltiger, köstlicher dunkler Schokolade mit herrlich-frischem Black Mitcham Minzöl aromatisiert. Dunkle Schokoladenplättchen mit erfrischendem Black Mitcham Pfefferminzöl und knusprigen Zuckerkristallen veredelt.
  • Clement: Dunkle, kräftige Schokolade mit 60% Kakaoanteil und einem fruchtig-sahnigen Kern aus Mango- Mascarpone-Ganache. Eine exklusive Ganache aus 10- jährigem Single Malt Whisky, umhüllt von feinster Grand Cru Maracaibo Schokolade (66%). Vollmilch-Schokolade mit 49% Kakao, gefüllt mit einer aromatischen- Jamaica Rum Trüffelcreme- Ganache mit 43% echtem Rum. Vollmilch-Schokolade mit 43% Kakao, gefüllt mit einer himmlisch- sahnigen Erdbeer-Mascarpone- Ganache aus natürlichen Zutaten.
  • Cluizel: Dunkle Schokolade (71%) von der Plantage Mangaro in Madagaskar. Dunkle Schokolade (70%) veredelt mit fein gemahlenen Kaffeebohnen. Dunkle Bio-Schokolade (75%) von der Plantage Mokaya in Mexiko. Vollmilch-Schokolade (51%) von der Plantage Riachuelo in Brasilien. Dunkle Schokolade mit 72% Kakao, veredelt mit aromatischen, kandierten Orangenschalen. Unendlich dunkle Schokolade aus 99% Kakao.
  • Friis-Holm: Die Kakaobohnen stammen aus Madagaskar, Guatemala und Nicaragua, wo Mikkel Friis-Holm selbst die Fermentation und Trocknung begleitet.
  • FU WAN Chocolate: Fu Wan verarbeitet taiwanesische Kakaobohnen direkt von lokalen Plantagen und kombiniert sie mit edlen Bohnen aus aller Welt.
  • Georgia Ramon: In jeder Schokolade steckt Bernardinis Expertise: beste Kakaosorten, ausgewogene Röstung und klare, unverfälschte Aromen.
  • Kilian & Close: Die Schokoladen werden aus feinsten Kakaobohnen hergestellt und nur mit erlesenen Zutaten verfeinert.
  • PERÚ PURO: Der gesamten Kakao wird direkt von den Kakaobauern gekauft. Dadurch wird sichergestellt, dass der Bauer einen fairen Preis erhält und sie fantastische Rohstoffe bekommt. Alle Phasen der Produktion erfolgen im Kakaoanbauland Peru.

Zertifizierungen und Labels

Beim Kauf von Bio-Schokolade spielen Zertifizierungen und Labels eine wichtige Rolle. Sie geben Auskunft über die Einhaltung bestimmter Standards und helfen Konsumenten, informierte Entscheidungen zu treffen. Zu den wichtigsten Zertifizierungen und Labels gehören:

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  • EU-Bio-Siegel: Das EU-Bio-Siegel ist das offizielle Bio-Siegel der Europäischen Union. Es garantiert, dass die Produkte den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen.
  • USDA Organic: Das USDA Organic-Siegel ist das Bio-Siegel des US-Landwirtschaftsministeriums. Es kennzeichnet Produkte, die nach den Richtlinien des National Organic Program (NOP) hergestellt wurden.
  • Fairtrade: Das Fairtrade-Siegel steht für fairen Handel und bessere Lebensbedingungen für die Kakaobauern. Es verbietet ausbeuterische Kinderarbeit und den Einsatz bestimmter Chemikalien und sichert Mindestpreise und Prämien zur Förderung von Gemeinschaftsprojekten.
  • Naturland Fair: Das Naturland Fair-Siegel kennzeichnet Produkte, die sowohl ökologische als auch soziale Kriterien erfüllen. Es berücksichtigt faire Zutaten auch jenseits von Kakao.
  • Rainforest Alliance: Das Rainforest Alliance-Siegel steht für nachhaltige Landwirtschaft und den Schutz der Umwelt. Es schult Kakaobauern in nachhaltigen Anbautechniken und fördert den Schutz der Wälder.
  • Gepa: Gepa legt die Messlatte höher, da es nicht nur Produkte zertifiziert, sondern das gesamte Unternehmen nach den Richtlinien der World Fair Trade Organization (WFTO).

Alternativen zum konventionellen Kakaoanbau

Neben Bio- und Fairtrade-Schokolade gibt es weitere Ansätze, um den Kakaoanbau nachhaltiger und fairer zu gestalten:

  • Agroforstsysteme: In Agroforstsystemen werden Kakaobäume gemeinsam mit anderen Bäumen und Nutzpflanzen angebaut. Dies fördert die Artenvielfalt, verbessert die Bodenqualität und macht die Kakaopflanzen widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten.
  • Direkthandel: Beim Direkthandel kaufen Schokoladenhersteller den Kakao direkt von den Kakaobauern, ohne Zwischenhändler. Dies ermöglicht eine faire Bezahlung und eine enge Zusammenarbeit mit den Bauern.
  • Fairchain: Der Fairchain-Ansatz sieht vor, den gesamten Produktionsprozess im Herkunftsland der Rohstoffe zu belassen. Dies stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze vor Ort.

Die Schokoladen-Scorecard

Um Verbrauchern bei ihrer Kaufentscheidung zu helfen, bewertet die Schokoladen-Scorecard jährlich die größten Schokoladenhersteller unter Gesichtspunkten der Umweltfreundlichkeit und fairen Produktion. Die Kriterien umfassen Transparenz, Einkommen, Kinderarbeit, Entwaldung, Pestizideinsatz und Anbau im Agroforstsystem.

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