Türkische Bebe Kekse Rezept — Un Kurabiyesi und Tuzlu Kurabiye

Un Kurabiyesi, auch bekannt als türkische Mehlplätzchen, sind klassische Türkische Kekse. Diese Plätzchen überzeugen durch ihre unvergleichlich zarte Konsistenz, die förmlich auf der Zunge zergeht und ihrem milden, buttrigen Geschmack.

Was sind Un Kurabiyesi?

Un Kurabiyesi (was übersetzt Mehlkekse oder -plätzchen heißt) sind einfache Kekse aus wenigen Zutaten, die schnell gemacht sind und einfach lecker schmecken. Die Mehlplätzchen haben ihren Ursprung in der osmanischen Küche. In der Türkei wird das Rezept seit Generationen weitergegeben, wobei jede Familie ihre eigene, leicht abgewandelte Variante haben kann. Dort werden die Kekse übrigens das ganze Jahr über gemacht.

Un Kurabiyesi auf einem Teller

Zutaten für klassische Un Kurabiyesi (türkische Mehl-Plätzchen)

  • 100 ml natives Olivenöl oder Sonnenblumenöl (eine kleine türkische Teetasse voll)
  • 3 EL Puderzucker
  • Bis zu 250 g Mehl (2 große Tassen à 200 ml), im Rezept wurden nur 180 g benötigt
  • 3 EL Puderzucker zum Bestäuben

Diese Plätzchen überzeugen durch ihre unvergleichlich zarte Konsistenz, die förmlich auf der Zunge zergeht und ihrem milden, buttrigen Geschmack.

Nährwerte (berechnet mit Olivenöl und 180 g Mehl)

PortionKalorienFettKohlenhydrateProtein
1 Plätzchen81 kcal4,6 g8,9 g0,9 g

Zubereitung Un Kurabiyesi

  1. Alle Zutaten zu einen geschmeidigen Teig kneten, zu einer Kugel formen und diesen in 4 Teile teilen.
  2. Jedes Teigteil zu einer 2-3 cm dicken Rolle rollen. Leicht andrücken und mit einer Gabel der Länge nach ein Muster ziehen, so dass die Rillen sichtbar sind.
  3. Mit einem Messer oder einer Teigkarte schräg kleine Stücke abschneiden (etwa 3-4 cm) und diese auf das vorbereitete Backblech geben.
  4. Für 15-20 Minuten backen, bis die Kekse minimal braun werden.

Die Zubereitung könnte nicht einfacher sein. Ganz einfachen Zutaten, die man meist zuhause hat. Kein Mixer, keine Ausstechförmchen usw.

Un Kurabiyesi Zubereitung Schritt für Schritt

Alternative Variante mit Butter (mürbe Plätzchen aus dem Blog)

250 g Butter (weich), 150 g Puderzucker, 1 Pr. Salz, 500 g Mehl, 3 TL Backpulver, 2 Eigelb, 4 EL Wasser.

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  1. Verknete alle Zutaten in einer großen Rührschüssel zu einem glatten Teig.
  2. Portioniere den Teig mit dem kleinen Eisportionierer in gleich große Kugeln. Forme aus den Kugeln kleine Kekse, drücke sie dazu mit einem Keksstempel oder einer Gabel etwas flach. Du kannst sie alternativ auch direkt mit dem Eisportionierer aufs Blech setzen.
  3. Backe mehrere Bleche im vorgeheizten Ofen für etwa 20 Minuten.
  4. Lasse die Kekse vollständig abkühlen und verpacke sie luftdicht, so sind sie 3-4 Wochen haltbar.

In null-komma-nix waren die Plätzchen fertig! Der Teig war schon anders, aber man konnte ihn ohne Probleme verarbeiten und vor allem schmecken diese Plätzchen einfach zum Niederknien gut!

Buttrige mürbe Plätzchen auf Backblech

Tuzlu Kurabiye - salzige türkische Kekse (optional)

Wie ich dazu kam, salzige türkische Kekse in Massen zu verzehren? Vor ein paar Monaten war ich mit meinem Mann in einem türkischen Supermarkt in München. Ein Gebäck allerdings löste bei mir Suchtfaktor aus, türkische „Tuzlu Kurabiye“.

Zutaten und Vorbereitung (Aus dem verwendeten Rezept)

  • 80 ml Tafelessig
  • 1 Eigelb (zum Bestreichen) und evtl. Milch zum Verdünnen
  • Mehl, Backpulver, Salz, Eiweiß, Zucker (je nach Variante)
  • Sesam zum Bestreuen (optional)
  1. Ihr gebt die weiche Butter mit dem Öl in eine Rührschüssel und verrührt beides mithilfe eines Rührgeräts. Fügt nun den Essig hinzu und rührt weiter.
  2. Als nächstes kommt das Backpulver, das Salz, Eiweiß und Zucker mit hinein. Nun nochmals alles gut verrühren.
  3. Erst zum Schluss kommt das Mehl hinzu, hier am besten löffelweise (Esslöffel) und parallel immer weiter rühren, so bekommt ihr einen schönen weichen Teig.
  4. Es gibt nun zwei Methoden die Kringel zu formen. Entweder ihr macht kleine Kugeln, drückt ein Loch in die Mitte und zieht den Ring dann langsam auseinander. Alternativ könnt ihr auch kleine Schlangen formen und dann einfach die Enden ineinander wickeln.
  5. Nun legt ihr die kleinen Kringel nebeneinander, sie gehen nicht mehr sehr stark hoch, somit müsst ihr nicht viel Platz lassen.
  6. Bestreicht sie nun mit der Mischung aus Eigelb und Milch. Ich mische meist beides, da so das Eigelb etwas ergiebiger ist.
  7. Gebacken werden diese Tuzlu Kurabiye ca. 15 Minuten, auf 200° C (Umluft). Lasst sie anschließend kurz abkühlen, bevor ihr sie in eine Dose o.ä. legt. In einer Keksdose halten sie sich theoretisch gut zwei und mehr Wochen, so lange haben sie bei mir allerdings nie überlebt.
Tuzlu Kurabiye mit Sesam bestreut

Tipps, Variationen und Hintergründe

  • Traditionell sind Un Kurabiyesi schlichte helle Kekse, aber es gibt auch einige moderne Variationen, die mit Schokolade, Nüssen, Zimt oder Kardamom gemacht werden.
  • Was die Un Kurabiyesi so besonders macht, ist die zarte, sehr mürbe und fast sandige Konsistenz. Das liegt daran, dass der Teig ohne Eier auskommt.
  • Die Türkischen Mehlplätzchen können aber auch unterschiedlich geformt sein. Ich habe mich für die klassische Variante entschieden. Dabei wird der Teig zu Strängen gerollt und anschließend mit einer Gabel Rillen in die Oberfläche gezogen.
  • Bei Plätzchen habe ich dann doch zu (rein pflanzlicher) Margarine wie Alsan BIO oder vorher auch noch Deli Reform gegriffen, weil feste Fette den Plätzchenteig erst gut formbar macht. Ab jetzt möchte ich gucken, wie weit ich beim Plätzchenbacken tatsächlich ohne Margarine komme.
  • Ich bin mir nicht sicher, ob sich Plätzchenteige aus Öl ausrollen und ausstechen lassen. Meine Vermutung ist, dass es nicht gut gehen wird. Aber so what? Mir persönlich ist die Form eines Keks jetzt nicht so wichtig, dass ich dafür verheerenden Schäden an Mensch, Tier und Umwelt in Kauf nehmen möchte ;).

Diese Plätzchen zergehen förmlich auf der Zunge, und natürlich hab ich sie direkt nach dem Rezept angeschnorrt, hehe. Ich war direkt erstaunt, weil sie kein festes Fett wie Margarine oder Butter dafür verwendet hatte, sondern einfach nur Olivenöl.

Praktische Hinweise

  • Heize den Ofen auf 170°C Heißluft vor und belege mehrere Lochbleche mit Dauerbackfolie oder Backpapier.
  • Backe mehrere Bleche im vorgeheizten Ofen für etwa 20 Minuten (je nach Rezept 15-20 Minuten bis minimal braun).
  • Lasse die Kekse vollständig abkühlen und verpacke sie luftdicht, so sind sie 3-4 Wochen haltbar.
Backblech mit frisch gebackenen Plätzchen

Weitere Hinweise zur Zutatenwahl

Palmöl ist das weltweit am meisten angebaute Pflanzenöl und auch das auf dem Weltmarkt billigste. Es ist zwar durch den hohen Anteil an gestättigten Fettsäuren kein gesundes Fett, aber da es sehr hitze- und oxidationsstabil ist und wohl tolle Schmelzeigenschaften aufweist, lässt es sich sehr gut verarbeiten und in vielen Bereichen einsetzen. Ist doch toll, dass Palmöl ein so vielfältiges Pflanzenfett ist. Schließlich ist das doch ein nachwachsender Rohstoff, oder? Nein, im Gegenteil, der Anbau von Palmöl zieht verheerende ökologische und menschenrechtliche Probleme nach sich.

Denn die Ölpalmen brauchen Regenwaldklima, um gut zu wachsen. Was wird also gemacht? Es wird dafür Regenwald abgeholzt. Dabei wird nicht nur viel CO2, das durch den Regenwald gespeichert wird, freigesetzt, sondern bedroht auch massiv die Artenvielfalt - der Orang-Utang steht dabei nur symbolisch für tausende von bedrohten Tierarten. Kleinbauern und Ureinwohner werden vertrieben und ihre Lebensgrundlage wird ihnen entzogen.

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Generell gilt: Je mehr man auf Unverarbeitetes zurückgreift, desto weniger Gedanken muss man sich machen, dass Palmöl (und andere komischen Inhaltsstoffe) darin enthalten ist. Also statt eines Fertiggerichts lieber was einfaches kochen.

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