Aldi Schokolade Vollmilch: Hersteller, Qualität und Prüfstand

Aldi-Eigenmarken stehen für gute Qualität zu günstigen Preisen. Oft ähnelt sich schon die Verpackung, auch der Name wirkt immer wie eine Anlehnung an bekanntere Produkte - so kennen Verbraucher die Eigenmarken von Supermärkten und Discountern. Nur beim Preis zeigen sich oft eklatante Unterschiede zum Markenprodukt. Dabei stammen die Eigenmarken nicht selten ebenfalls vom Premiumhersteller.

Wer steckt hinter der Aldi-Vollmilchschokolade?

Die günstige Eigenmarken-Schokolade beim Discounter Aldi hat einen prominenten Hersteller. Die meisten Schokoladenprodukte für die Aldi-Eigenmarke "Choceur" werden von der Wiha GmbH hergestellt, einem Unternehmen unter der Schirmherrschaft der August Storck KG. Die August Storck KG produziert unter anderem "Merci", "Dickmann's" oder "Toffifee".

Eine weitere bekannte Schokoladenmarke, die bei Aldi stark vertreten ist, ist Moser-Roth. Hinter der Moser-Roth GmbH verbirgt sich die August Storck Verwaltungsgesellschaft mbH - also ebenfalls der bekannte Süßwarenhersteller August Storck KG, der Produzent von "Merci", "Toffifee", "Knoppers" & Co. Die "Choceur Alpenmilch 100 Gramm"-Schokolade stammt von der Stollwerck GmbH. Bekannte Marken des Unternehmens sind neben Sarotti auch Alpia und Schwarze Herren sowie die Luxus-Marke Duc d'O.

Daher ist so gut wie sicher: "Choceur"-Produkte stehen den Markenartikeln in nichts nach, schließlich stammt die Schokolade aus demselben Werk. Auch die Zutaten zwischen Billigprodukten und Markenartikeln sind daher oft ähnlich, wenn nicht sogar gleich. Die günstigen Preise erklärt sich indes vor allem mit einem Mengenrabatt. Statt in kleinen Mengen und über Zwischenhändler bestellten die Discounter ihre Eigenmarken direkt beim Hersteller in größeren Mengen. Das macht die Tiefstpreise möglich.

Sensorik, Zusammensetzung und typische Zutaten der Vollmilchschokolade

Auf nicht weniger als knapp neun Kilo beläuft sich der jährliche Pro-Kopf-Konsum von Schokolade hierzulande. Ganz weit vorn auf der Beliebtheitsskala: Vollmilch-Schokolade. Dementsprechend groß ist die Markenvielfalt im Einzelhandel.

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Typische Zutaten einer Vollmilchschokolade lauten beispielsweise: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Milchzucker, Sahnepulver, Butterfett, Haselnussmark, Emulgator (Sojalecithine), Aroma (Vanillin).

Unabhängige Tests: Stiftung Warentest und ÖKO-TEST

Stiftung Warentest hat 22 Milchschokoladentafeln mit einem Kakaogehalt von 30 bis 45 Prozent getestet. Auf dem Prüfstand standen unter anderem die Sensorik und mikrobiologische Qualität sowie die Verpackung der Produkte. Um zu vermeiden, dass Marken-Prägungen direkt auf der Schokolade die Prüfer beeinflussen, wurden die Tafeln vorab geraspelt und bis zum Konsumententest in Plastikbeuteln luftdicht eingeschweißt bei 3°C gelagert. Beim Test selbst wurden den rund 70 Probanden jeweils 10 g Schokolade simultan in weißen 30 ml-Plastik-Bechern präsentiert, nachdem diese mit einem dreistelligen Zufallszahlen codiert und gemäß einer balanciert randomisierten Ordnung aufgestellt wurden. Erhoben wurden sogenannte Akzeptanz-Werte.

Die MOSER ROTH Edel Vollmilchschokolade von ALDI erhielt das Gesamturteil „Gut (2,4)“. Die Schokolade überzeugte vor allem durch ihre kräftige Milchnote und den langsamen, cremigen Schmelz beim Verzehr.

Überraschenderweise wurden die ersten vier Plätze auf der Beliebtheitsskala ausschließlich durch Handelsmarken belegt. So konnte sich Schokolade Fin Carré Alpen-Vollmilch von Lidl klar als Testsieger behaupten. Schokoliebe Alpen Vollmilch vom Netto Marken-Discount sicherte sich Platz zwei im Ranking der Gesamtakzeptanz. Nur knapp dahinter platzierte sich die Marke Moser Roth Edel Vollmilch von Aldi (Nord) auf Platz drei. Erst nach einer weiteren Handelsmarke auf Platz vier - REWE Beste Wahl Vollmilch Schokolade - folgten die „klassischen“ Schokoladen Marken Alpia Alpen-Vollmilchschokolade, Milka Alpenmilch und Ritter Sport Alpenmilch auf den weiteren Plätzen. Schlusslicht und nach dem Urteil der Probanden nur noch „ausreichend“ war die EDEKA Bio Schweizer Vollmilchschokolade.

ÖKO-TEST: Inhaltsstoffe und Nachhaltigkeit

Bewertet hat ÖKO-TEST neben den Inhaltsstoffen und etwaig enthaltenen Pestiziden, Schadstoffen oder Mineralölbestandteile auch die sozialen Bedingungen hinter dem Kakaoprodukt. Hier reichte Aldi den Lieferkettenbericht erst verspätet ein. Weil sonst alles soweit passte, korrigierte ÖKO-TEST die Note für die Moser-Roth-Schokolade nachträglich von „befriedigend“ zu „gut“ nach oben.

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In einem weiteren ÖKO-TEST wurden 18 Lebkuchen und 19 Backpapiere untersucht: Die feinen Nürnberger Oblaten-Lebkuchen der ALDI Eigenmarke WINTERTRAUM in der Sorte Zartbitterschokolade erzielen die Gesamtnote „Gut“. Das Produkt überzeugt vor allem durch seinen geringen Mineralölbestandteil und dem hohen Nussgehalt von 14 Prozent. Beim Backpapier schnitt das Backpapier der Eigenmarke POWERFORCE¹ von ALDI mit der Note „sehr gut“ ab und lässt andere Marken wie Vileda hinter sich.

Preis-Leistungs-Aspekte

Daher schneiden die Produkte oft auch genau so gut in Tests von Verbraucherschützern ab. Der günstigere Preis erklärt sich vor allem mit einem Mengenrabatt und direkten Bestellungen in großen Mengen. ÖKO-TEST hob für Moser Roth hervor, dass das Produkt in mehreren Bewertungspunkten gut abschnitt und die Note nachträglich verbessert wurde.

Preislich schlägt die Fairglobe Bio-Schokolade Bitter von Lidl meinen Favoriten von Aldi knapp, obwohl die Tafel kleiner ist (100g statt 125g). Hier musst du persönlich nach Geschmack gehen und deinen eigenen Preis-Leistungs-Sieger wählen.

Sensorische Eindrücke und Verbrauchermeinungen

Bei den Schokosorten von Moser Roth hast du freie Wahl. Die Schokolade überzeugte vor allem durch ihre kräftige Milchnote und den langsamen, cremigen Schmelz beim Verzehr. "Diese Schokolade von Aldi ist ein Traum. Kann einer Milka locker das Wasser reichen und kostet nur die Hälfte." - so urteilen einige Verbraucher. Andere kritische Stimmen monieren, dass manche Discounter-Schokoladen mehr nach Kokosfett als nach Kakaobohnen schmecken.

Die subjektiven Geschmacksnoten variieren: "Schmelz nach Fett und Butter, aber leider nicht nach Kakao." - "Schmeckt frisch mit leichter Säure, wie Buttermilch." - "Bei uns zu Hause darf nur Choceur von Aldi, oder Original Milka Vollmilch im Regal liegen." Diese Bandbreite zeigt, wie unterschiedlich Erwartungen an Vollmilchschokolade sein können.

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Rechtliches und Wettbewerb

Kein Lindt bei Aldi: Aldi hat also mit seinen Eigenmarken genug gute Schokolade im Angebot. Dennoch dürfte es für den Discounter ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, dass Lindt & Sprüngli kürzlich bekundet hat, Lindt-Schokolade nicht regulär bei Aldi oder Lidl verkaufen zu wollen. Die Luxus-Marke solle nicht durch den Discounter-Preiskampf entwertet werden. Nachahmer duldet der Schweizer Schokoriese dabei auch nicht. Weil Aldi mit der Weihnachtsedition seiner Moser-Roth-Schokokugeln optisch zu sehr an die klassischen Lindor-Kugeln erinnere, erhob Lindt & Sprüngli eine einstweilige Verfügung gegen den Discounter. Die weihnachtlichen Kugeln von Moser Roth mussten wieder aus dem Sortiment verschwinden.

Praktische Hinweise: Verwendung und Rezepte

Ob von Aldi, Lindt oder wem-auch-immer - Bitterschokolade ist unsere Schoki der Wahl, um Pralinen oder Schokofondue selber zu machen. Sie schmilzt nämlich nicht so schnell zwischen den Fingern, sodass du sauber snacken kannst. Außerdem knackt sie beim Reinbeißen schöner als Milchschokolade und kann mit süßen Füllungen kombiniert werden, ohne dass die Nascherei überzuckrig wird. Alternativ kannst du aus der dunklen Schokolade auch ein Schokofondue machen oder einen Schokoladenbrunnen damit befüllen. Weil Bitterschokolade weniger Fett enthält als helle Sorten, gibst du am besten 10 g Kokosöl (auf 100 g Schokolade) hinzu. So läuft die Schokolade geschmeidiger und ist ein köstlicher Dip zu kleingeschnittenem Obst, Plätzchen oder salzigen Crackern.

Verpackung und Tafeln verschiedener Aldi-Schokoladen (Choceur, Moser-Roth)

Tabelle: Hersteller wichtiger Aldi-Schokoladen und typische Produkte

Eigenmarke/Produkt Hersteller Bemerkung
Choceur (Allgemein) Wiha GmbH / August Storck KG Stellt mehrere Choceur-Sorten her
Moser-Roth (Vollmilch, Edel) August Storck Verwaltungsgesellschaft mbH Gute Testergebnisse, kräftige Milchnote
Choceur Alpenmilch 100 g Stollwerck GmbH Stollwerck produziert für mehrere Händler
Kurzer Report: Wie Discounter-Eigenmarken bei großen Herstellern produziert werden

Was bedeutet das für Verbraucher?

  • Ähnlicher Geschmack, ähnliches Rezept: Viele Eigenmarken stammen von denselben Herstellern wie Markenprodukte, sodass der Unterschied oft geringer ist als erwartet.
  • Günstiger Preis: Mengenrabatte und direkte Bestellungen beim Produzenten ermöglichen niedrige Preise.
  • Qualitätskontrolle: Unabhängige Tests (Stiftung Warentest, ÖKO-TEST) bestätigen, dass Aldi-Schokoladen wie Moser Roth in Sensorik und Inhaltsstoffen gut abschneiden können.
  • Nachhaltigkeit und Lieferkette: Bei sozialer Bewertung und Nachhaltigkeitsnachweisen gibt es Unterschiede; hier prüfen Verbraucherorganisationen wie ÖKO-TEST genauer.

Kurznotizen

Die MOSER ROTH Edel Vollmilchschokolade von ALDI erhielt das Gesamturteil „Gut (2,4)“. Die Schokolade überzeugte vor allem durch ihre kräftige Milchnote und den langsamen, cremigen Schmelz beim Verzehr. Die "Nussknacker"-Schokolade der Discountermarke "Choceur" wird von der Firma WiHa GmbH hergestellt. Die "Choceur Alpenmilch 100 Gramm"-Schokolade stammt von der Stollwerck GmbH. Bei Tests belegten Handelsmarken häufig vordere Plätze in der Akzeptanz.

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