Aida Konditorei: Sortiment und Geschichte einer Wiener Traditionsmarke
Wien - Seit 110 Jahren verwöhnt die Wiener Traditions-Café-Konditorei AÏDA ihre Gäste mit süßen Versuchungen. Im Jahr 1913 verkaufte Josef Prousek seine handgefertigten Torten erstmals. Bis heute werden Tag für Tag Torten, Kuchen, Strudel und vieles andere mehr von Hand bei AÏDA gefertigt und in mehr als 30 Standorten in Wien, Graz, Innsbruck und am Flughafen Wien zum Verkauf angeboten.
Historischer Überblick: Von der Gründung bis zur Gegenwart
Der Gründer von AIDA, Josef Prousek, wurde am 25. Januar 1883 in Drzkov, einer kleinen Stadt in Nordböhmen, geboren. Nach dem Abitur absolvierte er von 1896 bis 1899 eine Ausbildung zum Konditor. Nach seiner Ausbildung zum Konditor, oder wie es damals liebevoll genannt wurde, zum "Zuckerbäcker", zog er nach Wien, um sein Wissen im Süßwarengeschäft "Bonsaing & Sons" zu erweitern. 1912 heiratete er Rosa Nerad aus Bruck an der Leitha und hatte später zwei Kinder, Hilde und Felix. 1913 zusammen mit ihr die Konditorei "Bonsaing & Söhne" zu kaufen und zu leiten war der Beginn der AÏDA-Geschichte.
1921 starteten sie die Produktion in Wien IX, in der Porzellangasse. Aus dem einst kleinen Süßwarenladen wurde die "Chocolaterie & Grosskonditorei AÏDA". Die Produktion sollte 53 Jahre lang - bis ins Jahr 1974 - dort beheimatet bleiben. So mancher Anrainer erinnerte sich noch Jahre später an den feinen Duft von frischen Strudeln und Golatschen am frühen Morgen in der Porzellangasse.
1931 Die hohe Qualität und der wunderbare Geschmack der besten Backwaren von AÏDA verzauberten die Wiener. In den folgenden Jahren wurden Niederlassungen in der ganzen Stadt eröffnet. 1931 in der Mariahilfer Straße, 1932 in der Bognergasse. Bis zum Jahr 1939 eröffneten 11 AÏDA Filialen in Wien.
Der Sohn von Josef und Rosa Prousek, Felix beginnt langsam in die großen Fussstapfen seines Vaters zu treten. 1939 Felix Prousek sagte einst - und lebte dies über Jahrzehnte: „Es ist leichter Konditor zu lernen, als es zu bleiben.“ In diesen Worten manifestiert sich der gelebte Anspruch AÏDAs an Qualität, Service und Kundenzufriedenheit.
Lesen Sie auch: Hommage an die Cubabombe: Aida Kuchen
1943 Josef und Felix Prousek schrieben all ihre Rezepte nieder, um sie der Nachwelt zu erhalten. So stammt das älteste Rezept der berühmten AÏDA Cremeschnitten aus dem Jahr 1943. 1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen Vater und Sohn wieder an die Arbeit und bauten Filiale für Filiale wieder auf. In der Nachkriegszeit wurden in der wiedererrichteten Produktion in der Wiener Porzellangasse für die US-amerikanischen Soldaten Donuts und Eis-Creme gefertigt. Der Fortbestand AÏDAs war gesichert.
1946 Bereits 1946 konnten weitere Filialen durch Felix Prousek eröffnet werden. Er war es auch, der die in Italien gesehen Idee des „schnellen Kaffees mit Torte“ nach Wien brachte. So wurde die erste Espresso-Maschine Österreichs 1946 in der AÏDA Filiale in der Wollzeile in Wien I. in Betreib genommen. Seither spricht man AÏDA als „Café-Konditorei“. Eine wahre Innovation, die zu großer Begeisterung bei der Wiener Bevölkerung führte.
1950 - 1970 Die kommenden Jahrzehnte prägte Felix Prousek durch Eröffnungen von AÏDA Filialen in ganz Wien. So wurde die Produktion in der Wiener Porzellangasse zu klein, um der großen Nachfrage weiter nachkommen zu können. 1974 wurde eine Produktionsstätte in der Schönthalergasse in Wien XXI. eröffnet. Bis heute werden hier Tag für Tag bis zu drei Tonnen feinster Wiener Konditorwaren großteils von Hand erzeugt.
1956 - 2018 Von 1956 bis ins Jahr 2018, eröffnen 29 Aida-Filialen in Wien. 1982 Bereits 1982 trat die dritte Generation mit Sohn Michael Prousek in das Wiener Traditionsunternehmen ein. Gemeinsam mit seinem Vater Felix wurde weiter erfolgreich an dem Ausbau des Filialnetzes gearbeitet, neue Produkte eingeführt und der Urgedanke des Gründers Josef Prousek „jedem Gast täglich ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“ hochgehalten.
2005 Michael Prousek erweiterte das Produktportfolio AIDAs um einige der besten Produkte. So erfand er 2005 die so sehr beliebte Mozart-Torte. 2006 Im Jahr 2006 wurde nach 60 Jahren Kaffeesieden bei AÏDA der Kaffee mit der „Goldenen Kaffeebohne“ von Gault-Millau ausgezeichnet. 2007 Seit 2007 führt Michael Prousek gemeinsam mit seiner Frau Sonja die Geschäfte der AÏDA. Mit Sonja Prousek kamen weitere Neuerungen in den Familienbetrieb und AÏDA erhielt einen weiteren „Touch pink“.
Lesen Sie auch: Unvergessliche AIDA Torte selber machen
2015 Nach Absolvierung des Wirtschaftsstudiums trat 2015 mit Dominik Prousek die vierte Generation in das Familienunternehmen ein. Dominik Prousek innovierte weitere Produkte und forciert die stete Expansion in Wien und ganz Österreich. Nun wird durch die vierte Generation der AÏDA-Eigentümerfamilie, Dominik Prousek, ein weiterer und wichtiger Schritt in der Unternehmensgeschichte gesetzt: erstmals werden Produkte von AÏDA im Einzelhandel angeboten.
Sortiment: Klassiker, Backwaren zum Selberaufbacken und Kaffee
Das Sortiment reicht von herzhaften Topfengolatschen über gezogenen Apfelstrudel und anderen Wiener Plunderprodukten zum Selbstaufbacken über himmlische Creme- und Kardinalschnitten bis hin zu ganzen Torten. All dies gibt es ab sofort in ausgewählten REWE-Filialen, wie BILLA, BILLA Plus und BILLA Corso. Den passenden AÏDA-Kaffee gibt es natürlich auch dazu.
Das Sortiment wird auch in Regionen angeboten, die bisher keine AÏDA-Filialen in unmittelbarer Nähe haben; z.B. Baden bei Wien oder Klosterneuburg. Genuss wie frisch aus dem Backofen.
Handwerkliche Fertigung und Schockfriertechnik
Seit 1953 beherrscht AÏDA die Kunst des Schockfrierens. Ein Verfahren, das in kürzester Zeit Produkte weit unter dem Gefrierpunkt frieren lässt. Dies ist die einzige Art der natürlichen Konservierung ohne künstliche Zusatzstoffe. Somit besteht beim Auftauen keinerlei Beeinträchtigung der Produktqualität, der Frische oder des Geschmacks. Dies ermöglicht AÏDA handgefertigte Konditorei-Produkte von höchstem Genuss nun auch im Einzelhandel ohne jedwede Minderung anbieten zu dürfen.
Webshop- und Konditorei-Highlights
Im Webshop sind zahlreiche Spezialitäten erhältlich: Sachertorte 19cm, Original Mozart-Torte 19cm, Punschkrapferl, Gustostück Sachertorte in 4er-Pack, Striezel, Marmorgugelhupf, Apfelstrudel Gezogen, Cremeschnitte, Taste of Vienna, Golatsche und viele weitere Klassiker. Diese Produkte sind in Kategorien wie Bestseller, Weltweiter Versand, Konditorei, Torten oder Plunder geführt und teilweise für weltweiten Versand verfügbar.
Lesen Sie auch: Mannheimer Konditorei
Kaffee: Herkunft, Röstung und Besonderheiten
Der Kaffee hat in Wien eine jahrhundertealte Tradition und wird in mannigfaltigen Variationen angeboten. AÏDA siedete bis 1946 lediglich für eine Handvoll Stammgäste die eine oder andere Tasse Kaffee im Hinterzimmer, denn dieser stand bis dahin gar nicht zum Verkauf. Man machte es einfach auf Wunsch, um den Gästen den Genuss Ihrer Süßspeisen abzurunden. Dies änderte sich im Jahr 1946, als AÏDA die erste Espresso-Maschine Österreichs in der AÏDA Filiale Wollzeile in Wien I. in Betreib nahm.
Da der Kaffeekonsum immer mehr zunahm und AÏDA in allen Filialen Espresso-Maschinen aufstellte, importiert AÏDA seit 1958 selbst Kaffeebohnen aus den besten Anbaugebieten Brasiliens, Guatemalas, Costa Ricas und Nicaraguas. Zwei- bis dreimal pro Woche werden in Wien bis zu fünf hochwertige Arabica-Kaffeesorten in einem geheim gehaltenen Mischverhältnis mild geröstet. Dies macht den Kaffee AÏDAs nicht nur geschmacklich hervorragend zu Süßem passend, sondern auch besonders verträglich und magenfreundlich.
Je nach Zubereitung (einfacher, doppelter oder verlängerter Kaffee) besticht der AÏDA-Kaffee durch das vielschichtige Aroma und die feinen Säure-Nuancen, welche für die naturmilden Arabica Bohnen typisch sind. Der kräftig aromatische Körper und die fruchtige Säure in Verbindung mit dem berühmten “Schlagobers-Häubchen” machen den AÏDA-Kaffee zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis. Die Spitzenqualität der Rohbohnen und die milde Röstung machen den AÏDA-Kaffee aber auch für den Genuss zu Hause ideal.
Produktion, Filialnetz und manuelle Fertigung
Bis heute werden Tag für Tag Torten, Kuchen, Strudel und vieles andere mehr von Hand bei AÏDA gefertigt. Bis heute werden hier Tag für Tag bis zu drei Tonnen feinster Wiener Konditorwaren großteils von Hand erzeugt. Von 1956 bis ins Jahr 2018, eröffnen 29 Aida-Filialen in Wien. Bis heute können dort süße Köstlichkeiten genossen werden.
| Jahr / Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
| 1883 | Geburt von Josef Prousek in Nordböhmen |
| 1913 | Erste handgefertigte Tortenverkauf durch Josef Prousek |
| 1921 | Produktion in Porzellangasse, Gründung AÏDA |
| 1946 | Erste Espresso-Maschine Österreichs in AÏDA-Filiale |
| 1953 | Beherrschung der Schockfriertechnik |
| 1974 | Produktionsstätte Schönthalergasse eröffnet |
| 2005-2015 | Produktinnovationen und Einfluss der 3. und 4. Generation |
Familientradition und Unternehmensphilosophie
Der Grundstein für eine bis heute währende Familientradition war gelegt. Das Unternehmen wuchs über Generationen: Felix, Michael und nun Dominik Prousek setzten die Familientradition fort. „Mit dem AÏDA-Angebot im Einzelhandel tragen wir eine 110 Jahre alte Tradition behutsam in die Moderen und dürfen noch mehr Menschen den einfach Zugang zu unseren Torten, Kuchen, Strudel etc. eröffnen", freut sich Dominik Prousek, vierte Generation der AÏDA-Eigentümerfamilie.
So stammt das älteste Rezept der berühmten AÏDA Cremeschnitten aus dem Jahr 1943. Josef und Felix Prousek schrieben all ihre Rezepte nieder, um sie der Nachwelt zu erhalten. Dieser Respekt vor Rezepten und Handwerk zeigt sich bis heute in der täglichen Produktion und dem Anspruch, jedem Gast täglich ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Verfügbarkeit und Erreichbarkeit
All dies gibt es ab sofort in ausgewählten REWE-Filialen, wie BILLA, BILLA Plus und BILLA Corso. Das Sortiment wird auch in Regionen angeboten, die bisher keine AÏDA-Filialen in unmittelbarer Nähe haben; z.B. Baden bei Wien oder Klosterneuburg. Den passenden AÏDA-Kaffee gibt es natürlich auch dazu.
tags: #Aida #Konditorei #Torten #Sortiment #und #Geschichte


