Abgelaufene Schokolade schmelzen und sinnvoll verwenden

Schokolade wird im klassischen Sinne nicht schlecht. Dennoch kann Schokolade nach einer gewissen Zeit nicht mehr lecker schmecken. Wer also alte Schokolade herumliegen hat, sie aber pur nicht mehr schmeckt, kann diese praktischerweise anderweitig verwerten - ohne etwas zu verschwenden und wegzuwerfen.

Wie erkennt man abgelaufene Schokolade?

Fragst du dich, woran man abgelaufene Schokolade erkennt? Findet sich in deiner Süßigkeitenschublade noch alte Schokolade, weißt du vielleicht nicht so recht, ob du sie noch essen kannst. Schokolade ist wesentlich länger haltbar, als das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist bei Schokolade viel früher angesetzt, als sie eigentlich müsste: Beispielsweise ist die Mindesthaltbarkeit von Ritter-Sport-Schokolade auf ein halbes Jahr festgelegt. Das Gleiche berichtet auch die Seite Mindesthaltbarkeitsdatum.de: Abgelaufene Schokolade sei noch lange nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar.

Je weniger Hitze die abgelaufene Schokolade ausgesetzt wird, desto länger bleibt sie genießbar. Tipp: Bewahre die Schokolade an einem dunklen und kühlen Ort bei Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad auf. Am besten verschließt du schon geöffnete Schokolade luftdicht.

Abgelaufene Schokolade erkennst du an deutlichen Hinweisen. Doch woran erkennst du, dass du eine abgelaufene Tafel Schokolade lieber nicht mehr essen solltest? Dafür gibt es unterschiedliche Merkmale. Beachte: Vielleicht kennst du das Phänomen, dass bei abgelaufener Schokolade ein weißer Film auf der Oberfläche liegt. Diese Verfärbung ist unbedenklich und du kannst sie mitessen.

Weiße Fett- oder Zuckerblüte auf Schokolade

Woran liegt der weiße Belag und wie wirkt er sich aus?

Wenn diese zum Beispiel zu hohen Temperaturen ausgesetzt war, geschmolzen und wieder fest geworden ist, bildet sich oft ein weißer Belag. Dabei handelt es sich um Reif - Fett oder Zucker tritt aus der Schokolade aus und kristallisiert. Es ist gesundheitlich unbedenklich, führt jedoch häufig zu einem krümeligen Geschmack anstelle von cremiger Schmelze. Der Grauschleier entsteht durch Kakaobutter, die sich an der Oberfläche abgesetzt hat. Färbt sich Schokolade weißlich, ist sie also nicht schimmelig, sondern lediglich „falsch“ kristallisiert. Dass die weiß angelaufene Schokolade nicht mehr so gut schmeckt, liegt an dem erhöhten Schmelzpunkt - anders als temperierte Schokolade zergeht sie nicht mehr so herrlich auf der Zunge.

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Schokolade schmelzen: Wozu es gut ist

Die Lösung? Schmelzen Sie die Schokolade einfach ein. Dann gelangt sie ihre Cremigkeit zurück. Shapeshifting ist die geheime Superkraft von Schoki - sie kann jede x-beliebige Form annehmen, man muss vorher einfach die Schokolade schmelzen. Perfekt, um alte Schokoreste zu verwerten! So wird aus dem tauben Schokohasen oder dem kopflosen Schokonikolaus ganz schnell eine leckere Schokoglasur für Kuchen, Pralinen, Plätzchen oder Obst.

Welche Schokolade eignet sich zum Schmelzen?

Obwohl sie gleich aussehen und sehr ähnlich schmecken, gibt es große Unterschiede zwischen Schokoladenkuvertüre und Schokolade im eigentlichen Sinn. Kuvertüre zeichnet sich durch einen deutlich höheren Kakaobuttergehalt aus - mindestens 31 Prozent. Der hohe Fettanteil macht Kuvertüre geschmeidiger und sorgt für einen perfekten Schmelz. Deshalb ist Kuvertüre prädestiniert für glänzende Glasuren auf Kuchen, Torten, Cake Pops oder Pralinen. Geht es eher um die „inneren Werte“ wie süße Füllungen oder Schokoteige, ist Schokolade gefragt.

Schokolade: Der Begriff „Schokolade“ bezieht sich laut deutscher Kakaoverordnung auf Zartbitterschokolade. Ihr vergleichsweise hoher Kakao-Anteil in der Trockenmasse (i. Tr., mind. 14 %) ist für die dunkle Farbe und den vollmundigen, leicht herben Geschmack verantwortlich. Bitterschokolade hat den geringsten Fettgehalt (mind. 18 %) von allen Schokoladensorten. Sie ist besonders hart und braucht am längsten zum Schmelzen.

Milchschokolade: Wie der Name verrät, enthält Vollmilchschokolade immer einen Teil Milch (mind. 14 %) und deutlich weniger Kakao i. Tr. (mind. 2,5 %) als Bitterschokolade, was die hellere Farbe und den milderen Geschmack erklärt. Insgesamt bringt es Milchschokolade auf einen Fettgehalt von mindestens 25 Prozent. Dadurch ist sie weicher und schmilzt rascher.

Weiße Schokolade: Außer Kakaobutter steckt keinerlei Kakao in weißer Schokolade - von der Butter dafür reichlich (mind. 20 %). Dazu kommen mindestens 14 Prozent Milchpulver und 3,5 Prozent Milchfett, was weiße Schoki extra hell und soft macht. Sie lässt sich bereits bei 40 Grad verflüssigen. Durch den niedrigen Schmelzpunkt ist die Gefahr, die Schokolade zu verbrennen, höher.

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Unterschiede Kuvertüre vs Schokolade

Methoden: Schokolade schmelzen - Vor- und Nachteile

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen du Schokolade schmelzen kannst: im Topf über einem Wasserbad, in der Mikrowelle, im Thermomix oder im Backofen. Ganz wichtig: Zerkleinere die Schokolade vor dem Schmelzen in grobe Stückchen. So schmilzt sie schneller und gleichmäßiger.

Wasserbad (schonend, kontrollierbar)

Schokolade über einem heißen Wasserbad zu schmelzen, ist die schonendste Methode. Dabei wird die Schokolade bzw. Kuvertüre schonend mithilfe von heißem Wasserdampf verflüssigt. Die Temperatur behaltet ihr jederzeit mit einem Küchenthermometer im Blick. So geht’s: Füll einen Topf mit etwas Wasser und erhitze dieses. Stell eine Schüssel auf den Topf, achte darauf, dass der Boden das Wasser nicht berührt. Füll die gehackte Schokolade in die Schüssel und lass sie unter Rühren schmelzen. Achte darauf, dass kein Wasser zur geschmolzenen Schokolade in die Schüssel gelangt. Durch Zugabe von Wasser wird die Konsistenz bröckelig. Gut zu wissen: Direkt im Topf auf der Herdplatte solltest du Schokolade nicht schmelzen. Die Temperatur wird hier schnell zu heiß und die Schoki schmilzt dann nicht cremig.

Mikrowelle (schnell, weniger Temperaturkontrolle)

Wenn es schnell gehen muss, ist es am einfachsten, die Schokolade in der Mikrowelle zu schmelzen. Es dauert gerade mal eine Minute, bis die Schokolade flüssig ist. Der Nachteil: Ihr könnt nicht so leicht die Temperatur kontrollieren. Gib die zerkleinerte Schokolade in eine mikrowellengeeignete Schüssel. Stell die Mikrowelle auf 500-600 Watt und 15-30 Sekunden ein. Rühr die Schokolade um und wiederhol das kurze Zeit-Intervall, bis die Schokolade geschmolzen ist.

Thermomix und Backofen

Natürlich kannst du Schokolade auch im Thermomix schmelzen. Dafür Schokolade grob hacken oder im Mixtopf grob hacken lassen. Etwas Öl zugeben und dann 3 Minuten bei 50 °C auf Stufe 2 schmelzen. Wer den Backofen sowieso an hat, kann Schokolade auch in diesem schmelzen. Ideal sind Temperaturen um 50 °C. Dafür die Schokostückchen in eine backofengeeignete Form geben und einige Minuten in den Ofen stellen. Zwischendurch umrühren.

Schritt-für-Schritt: Vorbereiten und schmelzen

  1. Schritt 1: Schokolade oder Kuvertüre mit einem großen Messer (oder einer Küchenmaschine) in grobe Stücke hacken. Je feiner ihr die Schokolade raspelt, umso schneller schmilzt sie. Tipp: Kleine Schokodrops verwenden, damit spart ihr euch das Raspeln.
  2. Schritt 2: Wähle die passende Methode (Wasserbad für Glasuren, Mikrowelle für schnelle Anwendungen).
  3. Schritt 3: Schokolade langsam und gleichmäßig schmelzen, dabei rühren und Temperatur kontrollieren.
Schokolade raspeln und vorbereiten

Temperieren: Für knackigen Glanz und festen Biss

Wollt ihr die geschmolzene Schokolade bzw. Kuvertüre für Pralinen, Guss oder eine gepimpte Schokoladentafel verwenden, solltet ihr im nächsten Schritt die flüssige Schokolade temperieren. Nur so wird die Schokolade schön knackig und bekommt einen seidigen Glanz ohne weiße Schlieren - die sogenannte „Fettblüte“.

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Beim Temperieren wird die geschmolzene warme Schokolade zunächst einmal abgekühlt und anschließend noch einmal leicht erwärmt. Durch dieses zweimalige Schmelzen nimmt die Kakaobutter die perfekte Kristallstruktur an. Es kommt dabei auf die richtige Temperatur an. Um diese zu erreichen, gibt es drei verschiedene Methoden:

  • Methode 1: Schokolade impfen - Bei der Impf-Methode schmilzt man zwei Drittel der Schokolade und fügt anschließend das restliche Drittel hinzu, sodass die geschmolzene Schokolade abkühlt.
  • Methode 2: Kaltes Wasserbad - Stellt die flüssige Schokolade mitsamt der Metallschüssel in eine große Schale mit kaltem Wasser und lasst sie unter Rühren mit einem Teigschaber auf die Wunschtemperatur von 25-28 Grad abkühlen. Im Anschluss wechselt die Schokolade zum finalen Aufwärmen vom kalten ins warme Wasserbad.
  • Methode 3: Tablieren - Die Hälfte der geschmolzenen Schokolade wird auf eine ebene Arbeitsfläche gegossen und mithilfe von zwei Teigschabern so lange hin und her gerollt, bis sie eindickt. Anschließend vermischt man die tablierte Schokolade mit dem warmen Rest.

Schokolade mit Milch, Sahne oder Fett schmelzen

Das Grad-genaue Temperieren entfällt, wenn ihr nur die Schokolade verflüssigen wollt - etwa für Trinkschokolade. Dafür wird die Schokolade in Milch, Sahne oder einer anderen fetthaltigen Flüssigkeit geschmolzen. Schokolade in Wasser aufzulösen, klappt dagegen nicht, weil sich das Fett der Kakaobutter absetzt und sich die Zutaten nicht richtig verbinden. Wichtig ist außerdem, die Flüssigkeit vorher zu erwärmen - 80 Grad genügen, die Milch oder Sahne sollte nicht kochen, da die Schokolade bzw. Kuvertüre sonst verklumpt.

Neben Milch und Sahne gibt es noch weitere Möglichkeiten, Schokolade fließen zu lassen: (Kakao-)Butter, Kokosfett oder Pflanzenöl. Das Extra-Fett macht die Schokolade geschmeidiger und verhindert, dass sie so schnell aushärtet und fest wird. Wichtig ist das zum Beispiel bei einem Schokobrunnen, der bloß nicht ins Stocken geraten soll. Um die Schokolade zu verdünnen, gebt ihr einfach Butter oder anderes Fett ins Wasserbad dazu - auf 500 g Schokolade kommen ca. 50 g Fett.

Anleitung: Schokolade schmelzen im Wasserbad

Rezepte und Verwendungsideen für geschmolzene abgelaufene Schokolade

Was ist eigentlich noch besser, als Kakao? Na, eine echte heiße Schokolade! Aus Schokoresten können Sie tatsächlich eine köstliche Trinkschokolade zaubern. Kochen Sie dafür Milch auf und geben ein paar Schokoladenstücke hinein. Rühren Sie so lange, bis sich diese aufgelöst haben.

Du hast abgelaufene Schokolade? Mach schnelle Schoko-Crossies daraus! Ist deine Schokolade abgelaufen? Vielleicht ist sie sogar weiß und sieht nicht mehr appetitlich aus? Am besten lässt du die abgelaufene Schokolade schmelzen. Du kannst sie dann als Schokofondue essen - oder du bereitest Schokofrüchte daraus zu.

So gehts: Bringe die Fairtrade-Schokolade in einem Wasserbad zum Schmelzen. Vermenge dann die Bio-Cornflakes mit der Schokolade. Gib nun mit zwei Löffeln kleine, runde Portionen auf ein Blech. Stelle das Blech für etwa zwei Stunden kalt.

Let it flow: Geschmolzene Schokolade bildet die Basis für viele süße Leckereien - nicht nur als dekorativer Überzug. Unsere Top 5 Schoko-Rezepte: Hot Chocolate, Ganache, Mousse au Chocolat, Schokosauce, Schokofondue. Und was macht man nun mit der schönen Schokolade? Zur Inspiration haben wir euch unsere besten Rezepte mit Schokoguss herausgesucht. Von Schokoladenglasuren für Kuchen oder Kekse über Schokofrüchte bis zu feinen Schokopralinen ist hier jede süße Sünde dabei!

Schokocrossies und Schokofrüchte

Tipps zum Kauf und nachhaltigem Umgang

Achte beim Kauf auf Fairtrade-Schokolade. Sie gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Wenn du Schokolade kaufst, bevorzuge nachhaltige Schokoladenprodukte mit Bio-Siegel und Fairtrade-Siegel. Die Schokoladenbohnen, die in Schokolade mit Bio-Siegel verarbeitet werden, kommen nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Verbindung. Mit Fairtrade-Schokolade kannst du den ausbeuterischen Wettbewerbsdruck für die Kakaobäuer:innen verbessern, weil ihnen der Mindestpreis gezahlt wird.

Praktische Kleinigkeiten: Raspeln, Fondue, Glasur

Die Tafel ist nicht mehr zartschmelzend? Dann ran ans Raspeln! Mit einem scharfen Messer oder einer Reibe können Sie größere Schokostücke einfach in kleine Raspeln verwandeln. Wenn die Schokolade von Fett- oder Zuckerreif überzogen ist, sieht sie im Stück nicht mehr sonderlich appetitlich aus. Die Lösung? Schmelzen Sie die Schokolade einfach ein. Dann gelangt sie ihre Cremigkeit zurück.

Es ist kinderleicht, feste Schokolade flüssig zu machen. Hitze ist der Schlüssel. Aber wer schon mal Schokolade geschmolzen hat, weiß, dass es da einige Tücken gibt: Die Schokolade wird nicht richtig fest, hat einen unschönen Grauschleier oder Klumpen. Wie ihr diese Fehler beim Schokolade-Schmelzen vermeidet, lest ihr hier.

Verwendung Empfohlene Methode Hinweis
Glasuren, Pralinen Wasserbad + Temperieren (impfen/tabulieren) Kuvertüre bevorzugen für Glanz
Heiße Schokolade, Saucen Schmelzen in Milch oder Sahne Flüssigkeit auf ~80 °C erhitzen
Schnelle Schmelze Mikrowelle Kurze Intervalle, 500-600 W

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