Zucker zu Puderzucker mahlen – Anleitung, Tipps und Tricks
Puderzucker entsteht, indem weißer Kristallzucker etwa 30 Sekunden in einer Küchenmaschine, einem Mixer oder einer Kaffeemühle pulverisiert wird. Puderzucker wird in manchen Regionen auch Staubzucker genannt und entsteht durch das Mahlen von weißem Zucker. Namensgebend entsteht so eine puder- oder staubartige Konsistenz. Seinen Namen verdankt der Puderzucker seiner staub- und puderähnlichen Konsistenz, die sich besonders gut zum Backen und Dekorieren eignet.
Was Sie brauchen
- Weißen Kristallzucker (Haushaltszucker)
- Wahlweise Speisestärke (für längere Haltbarkeit)
- Ein Gerät zum Mahlen: Küchenmaschine, Hochleistungsmixer, Standmixer, Pürierstab, elektrische Kaffeemühle, Thermomix® oder Mörser für kleine Mengen
- Feines Sieb (optional)
- Sauberes Schraubglas zur Aufbewahrung
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gib den Zucker in den Mixer und mahlt ihn so lange, bis er ganz fein und pudrig ist. Je nach Gerät dauert das etwa 30 bis 60 Sekunden.
- Pulverisieren Sie den Kristallzucker für etwa 30 Sekunden in der Maschine oder wahlweise in einem Mixer.
- Wer mag, kann den selbst gemachten Puderzucker zusätzlich durch ein feines Sieb geben, um letzte Kristalle zu entfernen.
- Anschließend könnt ihr den Puderzucker direkt verwenden oder in ein sauberes Schraubglas füllen und trocken lagern.
- Wird Puderzucker für den Vorrat hergestellt, siebe ein wenig Speisestärke unter den Puderzucker. In der Regel werden 3% Stärke hinzugegeben.
Alternativen zum Mixer
Puderzucker im Mixer selber machen ist nur eine Option neben der Küchenmaschine. Haben Sie weder Mixer noch Küchenmaschine, können Sie genauso gut einen Pürierstab, eine Kaffeemühle oder - für kleine Mengen - einen Mörser verwenden. Auch die Kaffeemühle könnt ihr für die Herstellung von Puderzucker zweckentfremden. Achtet in diesem Falle aber unbedingt drauf, die Mühle anschließend gut zu reinigen, damit sie nicht verklebt. Die Pulverisieren mit dem Mörser ist jedoch recht kraft- und zeitaufwendig. Eine weitere Möglichkeit ist der Thermomix®: in nur 10 Sekunden zauberst du perfekten, pudrigen Staubzucker, der optimal ist zum Bestäuben von Plätzchen, für Glasuren oder feine Desserts.
Pürierstab, Mörser und Kaffeemühle - praktische Hinweise
- Pürierstab: Gebt dafür den Zucker in ein hohes, stabiles Gefäß und püriert ihn in kurzen Intervallen, bis er fein und pudrig wird. Achtet darauf, dass das Gefäß gut verschlossen oder teilweise abgedeckt ist, da feiner Zuckerstaub schnell aufwirbelt.
- Mörser: Gebt den Zucker in den Mörser und zerreibt ihn so lange, bis er möglichst fein ist. Das dauert zwar etwas länger, funktioniert aber sehr gut in kleinen Mengen. Anschließend siebt ihr den Zucker durch ein feines Sieb, um grobe Kristalle zu entfernen.
- Kaffeemühle: Am feinsten bekomme ich ihn tatsächlich mit der Kaffeemühle. Achtet darauf, die Mühle nach Gebrauch zu reinigen, damit sie nicht verklebt.
Spezielle Tipps für gutes Ergebnis
- Wenn das Behältnis beim Zucker pulverisieren offen ist, legen Sie am besten ein Küchentuch über die Öffnung. So wirbelt der süße Staub nicht hoch.
- Je stärker das Gerät, desto pudriger das Ergebnis. Der Puderzucker wird perfekt, wenn du nicht mehr als 200 g auf einmal pulverisierst.
- Wer mag, kann den selbst gemachten Puderzucker zusätzlich durch ein feines Sieb geben, um letzte Kristalle zu entfernen.
- Kommt Puderzucker mit Feuchtigkeit (zum Beispiel aus der Luft) in Berührung, können sich schnell Klümpchen bilden. Bitte schützen Sie das Produkt vor Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit - Sie vermeiden so die Klumpenbildung.
- Bei sofortiger Weiterverarbeitung des Puderzuckers ist die Zugabe von Stärke nicht nötig. Wird Puderzucker für den Vorrat hergestellt, siebe etwa drei Prozent Speisestärke darunter, um Klumpen zu verhindern.
Haltbarkeit und Lagerung
Forever and ever! - Zumindest wenn die Lagerung stimmt, hat Puderzucker (& Zucker) tatsächlich kein Ablaufdatum. Dafür ist es jedoch essenziell, dass der Puderzucker trocken und vor Licht geschützt gelagert wird. Wegen seiner langen Haltbarkeit eignet sich Zucker bspw. auch zum Einkochen und Konservierung von Obst besonders gut.
Was tun bei verklumptem Puderzucker?
Nun ist es passiert - der Puderzucker ist nicht mehr so wie er sein soll: pudrig, staubig, fluffig! Schuld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass ihr den Puderzucker nicht gut verschlossen gelagert habt und er durch die Luftfeuchtigkeit Klumpen gebildet hat. Wenn die Klumpen noch recht klein sind, könnt ihr den Puderzucker einfach durch ein feines Sieb vor der Verwendung geben, in dem ihr die Klumpen mit einem Löffel einfach zerdrücken könnt. Sind aus den Klumpen allerdings schon richtige Klöße geworden, hilft oftmals nur noch rohe Gewalt: Füllt den verklumpten Puderzucker in einen gut verschließbaren Gefrierbeutel und bearbeitet die eingetüteten Klumpen anschließend mit einem Nudelholz.
Varianten und Ersatzstoffe
Auch aus braunem Zucker oder Rohrzucker kannst du Puderzucker herstellen. Vielleicht möchtest du aus braunem Zucker Puderzucker herstellen. An sich ist es möglich, auch Rohrzucker fein zu vermahlen. Individuelle Zuckersorten: Wenn ihr euren Puderzucker selber macht, könnt ihr nicht nur weißen Zucker verwenden, sondern auch Rohrzucker, Kokosblütenzucker oder Xylit zu feinem Pulver mahlen. So entsteht passender Puderzucker für jedes Rezept. Beim Kochen und Backen ist die Wahl zwischen Umluft und Ober-/Unterhitze wichtig. Eier sind im Kuchen vor allem ein Bindemittel, dienen aber auch als Geschmacksträger.
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Wofür eignet sich selbstgemachter Puderzucker?
Puderzucker kommt bei unglaublich vielen Rezepten zum Einsatz. Vor allem beim Backen, aber auch für Desserts und viele andere Süßigkeiten. Er eignet sich perfekt zum Bestäuben (z.B. Hausgemachte Waffeln schmecken mit Puderzucker ganz wunderbar!), für Glasuren oder feine Desserts. Ohne Puderzucker kein Zuckerguss! Zum Verzieren und Dekorieren ist Zuckerguss nach wie vor die Nummer Eins! Mit Puderzucker und etwas Flüssigkeit entsteht ein süßer Überzug für Muffins oder Kuchen. In der Weihnachtsbäckerei Zuckerguss für den Bau eines Lebkuchenhauses unverzichtbar. Andere typische Backrezepte, für die du Puderzucker selber machen kannst, sind vielfältige Keks-Rezepte wie Vanillekipferl. Auch Fettgebäck wie Berliner und viele Rührkuchen schmecken mit der süßen Vollendung noch besser.
Praktische Tabelle: Geräte im Vergleich
| Gerät | Zeit | Geeignet für | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Hochleistungsmixer / Standmixer | 30-60 Sek. | 200 g und mehr | Je stärker das Gerät, desto pudriger das Ergebnis |
| Thermomix® | 10-20 Sek. | Kleine bis mittlere Mengen | Perfekt, sehr fein |
| Kaffeemühle | kurze Intervalle | Kleine bis mittlere Mengen | Sehr fein, danach gut reinigen |
| Pürierstab | ~1 Min. | Kleine Mengen | In hohem Gefäß, abdecken wegen Staub |
| Mörser | länger | Sehr kleine Mengen | Kraftaufwendig, aber möglich |
Noch ein paar praktische Hinweise
- Selbst gemacht schmeckt Puderzucker zwar nicht besser, erspart dir aber den unnötigen Gang zum Supermarkt.
- Puderzucker kannst du ganz einfach selber machen, indem du gewöhnlichen Haushaltszucker fein mahlst.
- Gib den Zucker in den Mixtopf und 20 Sek. (Thermomix®) reichen oft aus; der Puderzucker wird perfekt, wenn du nicht mehr als 200 g auf einmal pulverisierst.
- Wenn ihr euren Puderzucker selber macht, könnt ihr nicht nur weißen Zucker verwenden, sondern auch Alternativen wie Rohrzucker oder Xylit.
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