Die Herstellung von Zartbitter-Schoko-Nikoläusen: Ein Einblick in die Welt der weihnachtlichen Süßwaren

Der Nikolaustag am 6. Dezember ist traditionell ein Tag des Schenkens, besonders für Kinder. Neben Mandarinen, Nüssen und kleinen Spielsachen darf eines nicht fehlen: der Schokoladennikolaus. Dieser Artikel beleuchtet die Herstellung von Zartbitter-Schoko-Nikoläusen, von den historischen Wurzeln bis zur modernen Produktion und gibt Einblicke in die deutsche Süßwarenindustrie.

Der Tag des Schokoladennikolaus

Seit 2021 wird in Deutschland am 6. Dezember der bundesweite Tag des Schokoladennikolaus gefeiert. Dieser kuriose Feiertag wurde von Sven Giese, dem Betreiber des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt", ins Leben gerufen. Er reiht sich ein in eine Reihe vorweihnachtlicher Aktionstage, wie der Tag des Adventskalenders (1. Dezember), der Tag der Spekulatius (2. Dezember), der Tag der Dominosteine (3. Dezember), der Tag der Weihnachtskrippe (7. Dezember) und der Tag des Baumkuchens (12. Dezember).

Der 6. Dezember wurde als Datum gewählt, da an diesem Tag traditionell des heiligen Nikolaus von Myra gedacht wird. Das Verschenken eines Schokoladennikolaus bzw. Schokoladenweihnachtsmanns gehört zu den Bräuchen anlässlich dieses Gedenktags.

Ursprünge und Geschichte des Schokoladennikolaus

Der heilige Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert als Bischof in der Region Lykien (heutige Türkei) wirkte, gilt als Vorbild für den Schokoladennikolaus. Er ist eine der bekanntesten Heiligenfiguren und wird in allen christlichen Konfessionen verehrt.

Die ersten Nikolausfiguren aus massiver Schokolade entstanden um 1820 in Deutschland. Sie zeigten den Nikolaus im typischen Bischofsornat mit Mitra und Stab. Um 1840 folgten dann die heute bekannten Nikolause in Form von Schokoladenhohlkörpern. Diese wurden zunächst in Handarbeit von lokalen Konditoreien und Manufakturen hergestellt.

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Erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann die maschinelle Produktion von Schokoladen-Weihnachtsmännern in Deutschland, wodurch diese Süßigkeiten zu einem Massenprodukt wurden. Im Laufe der Zeit passte sich das Aussehen der Figur eher dem US-amerikanischen Santa Claus anstatt des Bischofs an.

Die Herstellung von Schokoladennikoläusen

Die Herstellung von Schokoladennikoläusen erfolgt heute meist industriell. Dabei wird flüssige Schokolade zwischen die Hälften einer Form gegeben, die im Schleudergussverfahren die Schokolade gleichmäßig verteilt. Nach dem Abkühlen wird der fertige Schokoladenhohlkörper aus der Form genommen und verpackt. Der gesamte Prozess kann bis zu 24 Stunden dauern.

Zartbitterschokolade als Grundlage

Für die Herstellung von Zartbitter-Schoko-Nikoläusen wird Zartbitterschokolade verwendet. Diese zeichnet sich durch einen höheren Kakaoanteil und einen geringeren Zuckeranteil aus als Vollmilchschokolade. Zartbitterschokolade enthält in der Regel keine Milchprodukte und ist daher auch für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.

Die Rolle von Edelmond

Ein Beispiel für eine Manufaktur, die hochwertige Schokoladennikoläuse herstellt, ist Edelmond in Luckau. Das Unternehmen legt Wert auf traditionelles Handwerk und verwendet Bio-Zutaten. Bei Edelmond wird die Schokolade "Bean-to-bar" hergestellt, also von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel. Die Kakaobohnen werden selbst geröstet und vermahlen, wobei auf künstliche Aromen und Emulgatoren verzichtet wird.

Produktionszahlen und Marktsituation

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland ca. 151 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner hergestellt. Etwa zwei Drittel dieser Produktion werden in Deutschland verkauft, der Rest wird weltweit exportiert. Die Produktion beginnt bei den großen Herstellern in der Regel bereits Anfang Mai, um die Nachfrage rechtzeitig bedienen zu können.

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Das Gerücht um die Wiederverwertung

Seit Jahren hält sich das Gerücht, dass nicht verkaufte Schokoladen-Nikoläuse eingeschmolzen und zu Schokoladenosterhasen umgewandelt werden. Obwohl dies bei kleineren Konditoreien durchaus vorkommen kann, ist es für die Massenproduktion unwirtschaftlich. Die Hersteller argumentieren, dass die Abholung, das Auspacken, das Einschmelzen und die Neuproduktion zu aufwendig wären. Zudem könnten Hygienevorschriften ein Problem darstellen.

Stattdessen werden nicht verkaufte Weihnachtssüßigkeiten oft für Sonderangebote genutzt oder an gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

Alternativen zum Schokoladennikolaus

Wer keine Schokolade mag, hat am 6. Dezember einige Alternativen. In den USA wird der Tag der Mikrowelle (National Microwave Day) und der Zieh-Deine-eigenen-Schuhe-an-Tag (Put on Your Own Shoes Day) gefeiert. In Deutschland wird seit 2022 auch der bundesweite Tag des Weckmanns begangen.

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