Wieviel Päckchen Vanillezucker entspricht einer Vanilleschote?

Vanille ist eines der teuersten Gewürze und wird wegen seines einzigartigen Aromas beim Backen, Kochen, für Desserts und Getränke weltweit geschätzt. Besonders interessant für viele Hobby- und Profibäcker ist die Frage: Wie viele Päckchen Vanillezucker entsprechen dem Aroma einer Vanilleschote? In diesem Artikel gehen wir dieser Frage detailliert auf den Grund und zeigen ebenso Alternativen zum klassischen Vanillezucker auf.

Was ist Vanillezucker und wie wird er hergestellt?

Vanillezucker ist eine beliebte Backzutat, die aus Vanillepulver und Zucker hergestellt wird. Er ist in der Regel in Pulverform erhältlich und wird daher manchmal auch als Vanillepulver bezeichnet. Vanillezucker gibt es fertig zu kaufen - meist in 8 Gramm Päckchen, was etwa 2 bis 2,5 Teelöffeln entspricht.

Selbstgemachter Vanillezucker kann auf ganz einfache Weise hergestellt werden: Du brauchst nur Haushaltszucker und eine Vanilleschote. Dazu wird die Schote der Länge nach aufgeschnitten, das Mark ausgekratzt und mit Zucker vermischt. Stecke die ausgeschabte Vanilleschote in den Zucker, gib sie am besten in ein luftdicht verschließbares Glas mit ca. 200 Gramm Zucker und schüttle das Glas, damit der Zucker die Schote umschließt.

Vanillezucker und Vanilleschote auf einem Schneidebrett

Der Zucker sollte etwa zwei bis drei Wochen durchziehen, um sein volles Aroma zu entfalten. Danach kann man ihn ganz normal wie gekauften Vanillezucker verwenden. Der selbstgemachte Vanillezucker schmeckt dabei oft aromatischer und intensiver als fertiger Vanillezucker aus dem Supermarkt.

Verhältnis: Vanillezucker zu Vanilleschote

Die Frage vieler Backfreunde: „Wie viel Päckchen Vanillezucker ersetzt eine echte Vanilleschote?“ Für ein Standardrezept gilt:

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  • Eine Packung Vanillezucker (ca. 8 g oder etwa 2 TL) entspricht geschmacklich etwa einer halben bis ganzen Vanilleschote.
  • 1 TL Vanillezucker entspricht dem Aroma einer halben Vanilleschote.

Das Aroma von echter Vanille ist allerdings meist intensiver und nuancenreicher als das von Vanillezucker aus Päckchen und mit künstlichem Vanillin. Mark aus den Vanilleschoten kann man pur verwenden, zum Beispiel in Cremes oder Eis und muss dann natürlich individuell dosieren. Gerade in der Eisherstellung wäre es undenkbar, es nicht pur zu verarbeiten.

Infografik: Mengenverhältnis Vanillezucker zu Vanilleschote

Wenn dir beispielsweise im Rezept ein Päckchen Vanillezucker vorgeschrieben wird, ersetzt du dieses am besten entweder durch eine halbe echte Vanilleschote (nur das Mark), einige empfehlen dafür sogar eine ganze Schote, dann wird das Gebäck aber sehr intensiv vanillig und es kann schnell zu viel werden. Man kann einfach eine Messerspitze Mark herauskratzen und in die Teigmasse geben.

Vanillezucker selber machen - So geht’s

  1. Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark vorsichtig herauskratzen.
  2. Das Mark und die Schote in ein Glas mit 200 g Zucker geben.
  3. Gut schließen und mindestens 2-3 Wochen ziehen lassen.
  4. Gelegentlich schütteln, damit sich das Aroma gleichmäßig verteilt.

Der selbstgemachte Vanillezucker ist nach 2-3 Wochen voll aromatisiert und hält mindestens ein Jahr, meistens noch deutlich länger.

Anleitung: Vanillezucker selbst herstellen

Die ausgeschabte Schote gibt auch nach dem Herauskratzen noch viel Aroma an den Zucker ab und ist viel zu schade zum Wegwerfen. Du kannst neben Zucker auch alternative Träger wie Honig oder gar Salz verwenden, um interessante Gewürzmischungen herzustellen.

Vanilleextrakt & Vanillepulver als Alternativen

Neben Vanillezucker gibt es auch Vanilleextrakt und Vanillepulver als Aromaquellen beim Backen oder für Desserts.

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Vanilleextrakt wird aus nur zwei Zutaten gemacht: Vanilleschoten und Vodka. Punkt. Hierzu werden etwa 20 Vanilleschoten auf eine große Flasche gegeben und mit Vodka aufgefüllt. Nach mehreren Wochen hat man ein hochkonzentriertes Vanillearoma, das sich vor allem für Buttercremes und Glasuren eignet, da keine Zuckerkristalle stören.

Herstellung von Vanilleextrakt

Der Vanilleextrakt ist unendlich erneuerbar - einfach mit Vodka und Schoten nach Bedarf auffüllen. Die ausgekochten Vanilleschoten können später ebenfalls getrocknet und für Vanillezucker verwendet werden. Alternativ kann man Vanillepulver kaufen, das ähnlich intensiv wie das Extrakt ist.

Bourbon Vanillezucker - Besonderheiten

Bourbon Vanillezucker ist ein Vanillezucker, der aus echten Bourbon Vanilleschoten hergestellt wird. Bourbon Vanille stammt ursprünglich von der Insel Réunion und zählt zu den aromatischsten Sorten. Er gibt Kuchen, Torten und anderen Backwaren ein besonders feines Aroma. Die meisten Fertigpäckchen enthalten allerdings nur sehr kleine Anteile echter Vanille und stattdessen oft Vanillin.

Verschiedene Vanille-Produkte nebeneinander

Vanilleschote, Vanillezucker und Vanilleextrakt - Tabelle zum Vergleich

Produkt Menge Entspricht Besonderheiten
Echte Vanilleschote (nur das Mark) 1 Stück ca. 1-2 Päckchen Vanillezucker (=2-4 TL) Intensiv, viele Aromanuancen, teuer
Vanillezucker (Päckchen) 1 Päckchen (8g) 1/2-1 Schote Vanille (je nach Rezept) Praktisch dosierbar, meistens schwächeres Aroma
Vanilleextrakt 1 TL 1 Päckchen Vanillezucker Sehr intensiv, keine Zuckerkristalle
Vanillepulver 1 Messerspitze 1 Päckchen Vanillezucker Sehr konzentriert, sparsam dosieren

Nachhaltigkeit & Einkaufstipps

Da Vanille nicht in Europa angebaut wird, hat sie weite Transportwege hinter sich, die mit hohen CO₂-Emissionen einhergehen. Entsprechend bewusst und achtsam solltest du mit der teuren Zutat umgehen. Beim Kauf der Vanille unbedingt auf ein Fairtrade-Siegel achten, um gerechte Arbeitsbedingungen in den Anbauländern zu unterstützen. Bei Schoten mit Bio-Siegel kannst du dir außerdem sicher sein, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide im Anbau verwendet wurden.

Fairtrade und Bio Vanille im Regal

Vanilleschoten sind mittlerweile exorbitant teuer geworden - im Supermarkt kostet eine zwischen 4 und 5 €. Es ist daher preiswerter, sich seinen Vanillezucker (oder auch Vanillesalz) selbst herzustellen und die Schoten wirklich mehrfach zu nutzen.

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Haltbarkeit und Aufbewahrung

Grundsätzlich ist selbstgemachter Vanillezucker so lange haltbar wie gekaufter Vanillezucker. Vanilleschoten sind in der Regel zwei Jahre lang haltbar. Die Haltbarkeit von selbstgemachtem Vanillezucker kann aber etwas kürzer sein, je nach Feuchtigkeit der Schote. Als Faustregel gilt: Mindestens ein Jahr hält sich Vanillezucker auf jeden Fall, wenn er selbst hergestellt wurde.

Alternativen zu Vanillezucker

  1. Kokosblütenzucker hat einen niedrigeren glykämischen Index als Vanillezucker und ist damit eine gesündere Alternative.
  2. Honig ist eine natürliche Süße, die ebenfalls einen niedrigen glykämischen Index hat.
  3. Vanille-Extrakt ist eine gute Alternative, da es die Vanille-Aromen konzentrierter enthält - Menge anpassen!
  4. Vanillepulver ist, ähnlich wie das Extrakt, sehr aromatisch und sparsam zu dosieren.
  5. Orangenschale für ein zitrusartiges Aroma statt Vanille.

Fazit: Wert der Vanilleschote - Aroma und Nachhaltigkeit

Im Aroma steckt mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Viele Schoten können mehrfach genutzt werden, statt sie nach dem Auskratzen wegzuwerfen. Wenn eine Vanilleschote schon 500g Zucker aromatisiert und man davon immer nur einen Esslöffel braucht, wirkt sie sogar ergiebiger und nachhaltiger als zahlreiche Päckchen Vanillezucker aus dem Supermarkt.

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