Zuckergehalt im Eistee: Vergleich, Risiken und Alternativen

Eistee ist ein beliebtes Erfrischungsgetränk, doch die Inhaltsstoffe industrieller Produkte variieren stark. Viele fertige Eistees enthalten reichlich Zucker, fast immer Aromastoffe und oft auch Koffein - Informationen, die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer leicht erkennen können.

Zuckergehalt: Wie viel Zucker steckt im Glas?

Kein Wunder, ist der Zucker doch absolut schädlich, gleichzeitig können wir davon aber auch nicht genug bekommen. Klar ist auch, sowohl Eistee als auch Cola haben viel zu viel davon in sich. Fast alle (95 Prozent) der getesteten Eistees enthielten Zucker - allerdings in sehr unterschiedlichen Mengen. Der Zuckergehalt reichte von 0 Gramm bis 8,8 Gramm pro 100 Milliliter. Der durchschnittliche Zuckergehalt lag bei 5,77 Gramm pro 100 Milliliter.

In den vier süßesten Produkten der Untersuchung steckten pro Glas mehr als sieben Würfelzucker. Bei Coca Cola sind es auf 100 ml stolze 10,6 Gramm Zucker, bei Eistee zwar weniger, im Schnitt aber immer noch rund 5,4 Gramm pro 100 ml. Die vermeintlichen Durstlöscher liefern viele Kalorien, sättigen jedoch nur wenig.

Die WHO rät Erwachsenen, täglich maximal 50 Gramm zugesetzten Zucker zu verzehren, das entspricht fast 17 Würfeln. Die 14 weiteren Eis­tees im Check liegen mit ihren Zucker­gehalten im Mittelfeld. Manche Produkte entpuppten sich als echte Zuckerfallen: Der „Schwarzer Tee Pfirsich“ von Fuze Tea schneidet mit 6 Stück Zucker fast ebenso schlecht ab. Ein Glas von 250 Milliliter kann bis zu 22 Gramm Zucker liefern.

Gesundheitliche Folgen des Zuckerkonsums

Ein regelmäßiger Konsum von zuckerhaltigen Getränken wird mit einem höheren Risiko für Übergewicht und Diabetes mellitus Typ II in Verbindung gebracht. Zu viel Zucker fördert Krankheiten wie Diabetes und Karies. Auch die Zähne leiden: Zucker und Säure im Eistee können den Zahnschmelz angreifen und die Entstehung von Karies begünstigen.

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Koffein im Eistee: häufig, aber oft unklar gekennzeichnet

Das auffälligste Ergebnis der Untersuchung: Alle 54 geprüften Eistees enthalten Koffein. Ein Hinweis auf das enthaltene Koffein fand sich nur auf weniger als einem Drittel der Flaschen oder Tetrapacks. „Der Hinweis auf Koffein ist nicht verpflichtend, wenn das Getränk auf Kaffee oder Tee basiert“, erklärt Ökotrophologin Kristina Rerich von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Der Wachmacher wirkt sich auf das zentrale Nervensystem aus und kann in zu großen Mengen Herzrasen, Übelkeit und Kreislaufstörungen auslösen. Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich mehr Information und können oft nicht erkennen, ob und wie viel Koffein enthalten ist. „Vor allem zum Schutz der Kinder wäre ein verpflichtender Hinweis auf Koffein beim Eistee wünschenswert“, so Rerich.

Je nach Teesorte variiert der Koffeingehalt, als Daumenregel kann man aber sagen, dass schwarze Teesorten einen etwas höheren durchschnittlichen Koffeingehalt haben als grüne Teesorten. Für den Vergleich wurden nur Eistees auf Schwarzteebasis herangezogen und hier lag der Wert bei durchschnittlich 5,6 mg Koffein pro 100 ml. Bei Cola hingegen liegt der Wert bei 10 mg Koffein pro 100 ml.

Zusatzstoffe, Aromen und Fruchtgehalt

Fruchtsaft ist in fertigen Eistees kaum enthalten. „Der fruchtige Geschmack nach Pfirsich und Zitrone kommt von zugesetzten Aromen. Nur zwei der geprüften Eistees enthalten keine Aromastoffe“, schildert Rerich. Die beworbenen Früchte sind aber - wenn überhaupt - nur in Minimengen enthalten. Für den Geschmack sorgt stattdessen künstliches oder natürliches Aroma.

Knapp 40 Prozent enthielten „natürliche Aromen“. Diese können aus verschiedenen natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. Beispielsweise muss ein „natürliches Aroma“ in „Eistee Zitrone“ nicht unbedingt aus der Zitrone stammen, selbst wenn das Getränk nach Zitrone schmeckt. Nur in vier Produkten steckte „Natürliches Zitronenaroma“.

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Ein Drittel der Produkte hat einen Fruchtgehalt von drei Prozent oder mehr. Nur vier der 54 Produkte sind frei von Zusatzstoffen. Eistee enthält häufig künstliche Aromen, teilweise viel Zucker und fast immer das Säuerungsmittel Citronensäure.

Light-Varianten und Süßstoffe

In den letzten Jahren sind zunehmend Eistees auf den Markt gekommen, die statt Zucker Süßstoffe wie Sucralose, Acesulfam-K, Steviolglycoside und Aspartam enthalten. Da diese Stoffe kaum oder keine Kalorien liefern, werden sie häufig als kalorienärmere und vermeintlich gesündere Alternative zu zuckerhaltigen Getränken wahrgenommen.

Süßstoffe sind in der Europäischen Union zugelassen und gelten innerhalb der empfohlenen Aufnahmemengen als sicher. Dennoch werden ihre möglichen langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit weiterhin wissenschaftlich untersucht. Ein Viertel der Getränke (17 Produkte) enthielt zusätzlich oder ausschließlich Süßstoffe. In 3 von 66 untersuchten Getränken wurden ausschließlich Süßstoffe eingesetzt.

Eistee vs. Cola: Zucker, Koffein, Kalorien

Im Kampf der Erfrischungsgetränkegiganten stellt sich der kühlende Eistee gegen die klassische Cola. Für die Angabe von Cola haben wir die Angaben von einer normalen Coca-Cola Classic als Vergleichsmaßstab herangezogen. Bei Coca Cola sind es auf 100 ml stolze 10,6 Gramm Zucker, bei Eistee zwar weniger, im Schnitt aber immer noch rund 5,4 Gramm pro 100 ml. Dennoch am Ende ganz klar einen Punkt für den Eistee, der gerade einmal rund die Hälfte an Zucker in sich hat.

Für den Vergleich wurden jeweils Mittelwerte von Eistees (auf Schwarzteebasis) verschiedener Marken ermittelt. Bei Koffein lag der Eistee auf Schwarzteebasis bei durchschnittlich 5,6 mg Koffein pro 100 ml, bei Cola hingegen bei 10 mg Koffein pro 100 ml. Das wäre damit ein weiterer Punkt für den Eistee.

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Geschuldet dem vielen Zucker kommt Coca Cola auf 42 kcal pro 100 ml, während es bei Eistee nur 24 kcal pro 100 ml sind. Im Vergleich Eistee vs. Cola schlägt der Eistee die Cola in den Kategorien Zucker, Koffein und Kalorien klar mit 3:0. Viel gesünder als Cola ist der Eistee damit aber keinesfalls. In ihm steckt ebenfalls viel zu viel Zucker, der nicht nur die Zähne angreift, sondern sich auch schlecht auf die Gesundheit auswirkt.

Selber machen: Die bessere Lösung

Eistee zu Hause selbst herzustellen ist einfach. Selbstgemachter Eistee bietet die Möglichkeit, Zuckergehalt und Zutaten zu steuern. Wenn als Grundlage reiner Früchtetee ohne Aromen oder Bestandteile von Schwarztee verwendet wird, eignet sich das Getränk ideal für Kinder. Für einen fruchtigen Geschmack sorgt ein Schuss Saft.

Mixen Sie dafür einfach einen Liter Tee mit 1 EL Zitronensaft. Wem das zu herb ist, kann noch einen TL Zucker hinzufügen - fertig! Cold Brew Methode: Lege die Teebeutel in kaltes Wasser und lasse es über Nacht im Kühlschrank ziehen. Diese DIY-Methoden ermöglichen es, den Zuckergehalt und die Aromen nach meinem Geschmack anzupassen.

Selbstgemachter Eistee mit Zitronenscheiben und Minze

Rezepte und Variationen

  • Beeren-Minz-Eistee: Bereiten Sie einen starken Schwarztee zu und fügen Sie frische Beeren sowie Minzblätter hinzu.
  • Zitrus-Grüntee: Mischen Sie kalten Grüntee mit frisch gepresstem Orangensaft und Limettensaft.
  • Ingwer-Hibiskus-Eistee: Kombinieren Sie Hibiskustee mit frischem Ingwer und Honig.

Markt, Testsieger und Empfehlungen

Es gibt zahlreiche Hersteller, die Eistee in verschiedenen Geschmacksrichtungen anbieten. Die Auswahl an Eistee-Marken ist vielfältig. Lipton bietet mit seinem Pfirsich-Eistee eine erfrischende Option, die gut balanciert zwischen Süße und Fruchtigkeit bietet. Teekanne’s Zitrone ist eine großartige Wahl für Zitrusliebhaber. Fuze Tea punktet mit einem exotischen Geschmackserlebnis, während Pfanner mit einer großen Flasche Himbeere aufwartet.

In einem Vergleichstest präsentierten sich verschiedene Produkte als empfehlenswert: Best Body Nutrition Vital Drink ZEROP, Milford Eistee ohne Zucker, More Nutrition Lemon Iced Tea, Fuze Tea Schwarzer Tee Pfirsich Hibiskus, Pfanner Eistee Lemon, Oishi Grüner Tee Honig Zitrone, Lipton Ice Tea Sparkling Lemon Zero und Teekanne fresh Eistee Pfirsich.

ModellZuckergehalt pro 100 mlBrennwert pro 100 ml
Best Body Nutrition Vital Drink ZEROPunter 0,5 g2,5 kcal
Milford Eistee ohne Zucker0 g0 kcal
Fuze Tea (Mittelwert)ca. 5,4 g23 kcal
Pfanner Eistee (Beispiel)12 g48 kcal

Tipps für den Einkauf und die Lagerung

  • Beim Einkauf lohnt der Blick in die Zutatenliste und die Nährwerttabelle, denn es gibt große Unterschiede bei der Zusammensetzung von Eistee.
  • Ungeöffnete Flaschen Eistee sollten an einem kühlen und trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung gelagert werden.
  • Für Kinder eignen sich Teegetränke ohne Schwarztee-Anteile oder mit sehr geringem Koffeingehalt; alternativ sind fruchtbasierte oder selbstgemachte Varianten besser.
Richtiges Zubereiten von selbstgemachtem Eistee (Anleitung)

Fazit zum Vergleich: Bewusste Wahl statt Verzicht

Die Eistee-Branche entwickelt sich ständig weiter; neue Trends wie „Bio-Eistee“ und „kaltes Brühverfahren“ nehmen zu. Bio-Eistee verwendet Zutaten aus kontrolliertem Anbau und vermeidet Chemikalien. Kaltes Brühverfahren bietet einen sanften und aromatischen Geschmack.

Wer Eistee mag, sollte informierte Entscheidungen treffen: Eistee kann eine erfrischende Wahl sein, ist aber häufig eine Zuckerquelle. Selbstgemachter Eistee ist deutlich einfacher herzustellen als oft angenommen und erlaubt volle Kontrolle über Zucker, Süßstoffe und Aromen.

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