Zuckergehalt der Papaya pro 100 Gramm – Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Die Papaya, auch als Baummelone bezeichnet, ist eine exotische Beerenfrucht, die ursprünglich aus dem südlichen Mittelamerika stammt. Sie hat sich heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen wie Mexiko, Brasilien, Thailand, Australien, Hawaii und Indien als wichtige Anbaupflanze etabliert.

Das Fruchtfleisch der Papaya variiert je nach Sorte in der Farbe von hellgelb über orange bis lachsrot und zeichnet sich durch einen mild-süßen Geschmack aus. Besonders beliebt ist die reife Papaya in Obstsalaten, Smoothies oder als Saft, da sie mit ihrer frisch-süßen Note viele Komponenten harmonisch ergänzt. Die unreife, grüne Papaya hingegen wird häufig als Gemüse in Eintöpfen, Suppen oder Chutneys verwendet, da sie einen eher säuerlichen Geschmack besitzt.

Zuckergehalt der Papaya pro 100 Gramm

Inhaltsstoff Menge pro 100 g Papaya
Kalorien 48 kcal
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 10,2 g
davon Zucker ca. 7 g
Ballaststoffe 1,9 g
Kalium 211 mg
Kalzium 21 mg
Phosphor 16 mg
Magnesium 41 mg
Vitamin A 81 µg
Vitamin C 80 mg

Mit etwa 7 Gramm Zucker pro 100 Gramm zählt die Papaya zu den Obstsorten mit einem vergleichsweise niedrigen Zuckergehalt. Damit ist sie fructosearm und eignet sich auch bei Fructoseintoleranz als bekömmliche Frucht. Zum Vergleich: Bananen oder Weintrauben enthalten mit ca. 14-16 Gramm Zucker deutlich mehr Zucker.

Fruchtfleisch und Kerne der Papaya

Besonderheiten der Papaya - Enzyme und weitere Nährstoffe

Die Papaya verbindet eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe: Neben Beta-Carotin, verschiedenen Carotinoiden und Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Phosphor enthält sie auch wichtige Vitamine wie Vitamin A und C. Besonders hervorzuheben sind die eiweißspaltenden Enzyme Papain und Chymopapain, die vor allem in der unreifen Frucht und in den Samen vorkommen. Sie können die Verdauung unterstützen, indem sie Proteine aus der Nahrung in kleinere Bestandteile zerlegen.

Auch Papaya-Kerne sind gesundheitsförderlich: Sie enthalten bioaktive Pflanzenstoffe mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Darüber hinaus bieten sie ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. Diese Samen enthalten zudem Glucosinolate, Benzylisothiocyanat und Papayaöl, welche das besondere Profil der Kerne ausmachen. Getrocknet und zerstoßen werden die Samen in der Küche gerne als leicht pfeffriges Gewürz verwendet.

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Papaya-Samen und Papain-Enzym

Gesundheitliche Vorteile und empfehlenswerte Verwendung

Die Papaya ist kalorienarm, wasserreich und fettarm, was sie zu einer leichten und bekömmlichen Obstwahl macht. Aufgrund des niedrigen Fruchtzuckergehalts können auch Menschen mit Fructoseintoleranz die Frucht genießen. Die Verdauungsenzyme in Papaya verbessern die Proteinverdauung und machen die Früchte traditionell zu einem beliebten Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden.

In der Küche wird reife Papaya vielseitig verwendet: im Obstsalat, kombiniert mit Mango, Kiwi oder Banane, als Saft, Marmelade oder in Gebäck. Die unreife Papaya ergänzt herzhaft Speisen wie Eintöpfe und Suppen. Auch die Samen können als Gewürz alternativ verwendet werden. Die Frucht hat eine milde Säure und ist wegen ihres sanften Geschmacks sogar für Babys und Kinder geeignet.

Beim Kauf gilt: Eine reife Papaya erkennen Sie an der gelblich gefärbten Schale, die bei leichtem Druck nachgibt. Papayas reifen bei Zimmertemperatur nach, dabei sollte man sie von anderen Früchten trennen, da sie Reifegas (Ethylengas) abgeben. Reife Früchte können im Kühlschrank bis zu einer Woche gelagert werden.

Tabellarischer Vergleich: Zuckergehalt verschiedener Obstsorten pro 100 g

Obst Zuckergehalt (g) Bemerkung
Papaya ca. 7 fructosearm, verträglich bei Fructoseintoleranz
Orange 7,7 Zitronensäurehaltig, viel Vitamin C
Aprikose 7,7 im frischen Zustand kalorienarm
Wassermelone 6-8 wasserreich, kalorienarm
Bananen ca. 15,8 hoher Zuckergehalt, beliebt bei Sportlern
Weintrauben 14-16 sehr zuckerreich
Mango ca. 13 hoher Zuckergehalt

Diese Tabelle verdeutlicht, dass die Papaya im Vergleich zu anderen häufig konsumierten Obstsorten wie Banane, Weintrauben oder Mango deutlich weniger Zucker enthält. Daher eignet sie sich ideal für eine bewusst zuckerarme Ernährung.

Zuckergehalt verschiedener Obstsorten im Vergleich

Tipps für Einkauf und Lagerung von Papaya

  • Papayas sind das ganze Jahr über erhältlich, die Hauptsaison liegt jedoch zwischen Februar und Mai sowie nochmal im November und Dezember.
  • Da Papayas Flugobst sind, sollte ihr Konsum aufgrund des CO₂-Fußabdrucks bewusst und in Maßen erfolgen.
  • Zum Nachreifen bei Zimmertemperatur liegen Papayas am besten einzeln, getrennt von anderen Früchten.
  • Im Kühlschrank halten sich reife Papayas etwa eine Woche.
  • Für die längere Haltbarkeit kann Papayafruchtfleisch püriert, mit Zitronensaft vermischt und eingefroren werden.
  • Papaya-Samen können bei 50 Grad im Ofen getrocknet und luftdicht aufbewahrt werden.

Rezeptidee: Frischer Obstsalat mit Papaya

Ein bunter Obstsalat mit Papaya kombiniert süße und saure Aromen und eignet sich hervorragend als gesunde Erfrischung.

Lesen Sie auch: Tägliche Zuckerempfehlung

  • 300 g reife Papaya, geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Mango, geschält und gewürfelt
  • 300 g Ananas, gewürfelt
  • 1 Kiwi, geschält und geschnitten
  • 1 Banane, erst kurz vor dem Mischen geschnitten
  • 100 g Physalis, aus der Hülle gelöst und halbiert
  • 5 Esslöffel Naturjoghurt
  • 1 Teelöffel Honig oder Ahornsirup (optional)
  • Saft einer halben Limette oder Zitrone (optional für Frische)
  • Frische Minzblättchen zum Garnieren (optional)

Alle Früchte vorsichtig vermengen. Naturjoghurt glatt rühren, mit Honig und Zitronensaft abschmecken und über die Früchte geben. Alles behutsam mischen und vor dem Servieren etwa fünf Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden.

Farbenfroher Obstsalat mit Papaya und anderen Früchten

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