Was ist Dextrose für ein Zucker?
Dextrose, auch Glukose oder Traubenzucker genannt, ist für alle Zellen des Körpers lebensnotwendig. Dextrose ist ein anderer Name für Traubenzucker. Dextrose wird auch als Glukose oder Traubenzucker bezeichnet. Glukose ist ein essenzieller Energielieferant für unseren Körper. Sie besteht aus einem Zuckerbaustein, ist also ein Einfachzucker. Dieser gehört zu der Stoffgruppe der Kohlenhydrate und ist ein sogenannter Einfachzucker, also ein einfaches Zuckermolekül und somit kein aus vielen Zuckermolekülen aufgebautes Kohlenhydrat, wie etwa Stärke.
Dextrose ist eine pflanzenbasierte Zutat in Lebensmitteln. Traubenzucker, den es im Handel als Dragees oder Kautabletten gibt, wird aus zuvor gewonnener pflanzlicher Mais- oder Weizenstärke hergestellt. Dextrose wird durch enzymatische Hydrolyse hergestellt, einem Prozess, bei dem unter Zugabe von Wasser Stärkemoleküle in einzelne Glukosebausteine aufgespalten werden. Ähnlich wie beim menschlichen Verdauungsprozess werden dabei die langen Stärkemoleküle mithilfe von Enzymen in ihre Einzelbausteine, die Glukosemoleküle, zerlegt.
Physiologische Bedeutung und Energiestoffwechsel
Für den Energiestoffwechsel ist Glukose das wichtigste Kohlenhydrat. Im Organismus ist Dextrose besonders für das Gehirn und die roten Blutkörperchen wichtig: Das Gehirn deckt seinen Energiebedarf fast zu 100 Prozent mit Glukose und benötigt rund 140 Gramm täglich davon. Wenn Sie eine Mahlzeit zu sich nehmen, strömt die Glukose schnell ins Blut und gelangt von dort zu den unterschiedlichen Geweben, etwa den Muskeln und dem Gehirn, und liefert ihnen schnell Energie. Der Körper kann Traubenzucker zudem selbst herstellen, damit Gehirn und rote Blutkörperchen im Notfall, zum Beispiel bei einer längeren Essenspause, damit versorgt werden können. Das geschieht hauptsächlich in der Leber und in den Muskeln in Form von Glykogen.
Mit unserer Nahrung nehmen wir Glukose meist nicht als Monosaccharid (Einfachzucker) auf, sondern eher in gebundener Form, als Disaccharid (Saccharose, Lactose) oder Stärke. Die Verdauung beginnt schon im Mund: Die im Speichel enthaltene Amylase spaltet einen Teil der verzehrten Kohlenhydrate enzymatisch auf, wobei schon erste Glukose-Moleküle über die Mundschleimhaut ins Blut geschleust werden. Im Dünndarm ist es die Maltase, die Glukose-Ketten weiter abbaut. Vom Dünndarm aus wird Glukose mittels spezieller Glukose-Transporter ins Blut abgegeben. Der Blutzuckerspiegel steigt. Jetzt schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, mit dessen Hilfe Glukose in die Körperzellen gelangt.
Wirkung im Blutkreislauf und Glykämischer Index
Dextrose hat einen hohen glykämischen Index, d. h. Dextrose lässt den Blutzuckerspiegel unmittelbar stark ansteigen. Durch Traubenzucker steigt der Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe. Ist der Zucker in den Zielzellen angekommen, sinkt der Zuckerspiegel im Blut schnell wieder ab und signalisiert dem Gehirn: „Ich habe nichts mehr, ich brauche sofort Nachschub!“ Die Folge ist in der Regel Heißhunger auf Süßes. Traubenzucker gibt zwar einen Energieschub, doch dieser hält nicht lange vor. Der Blutzuckerspiegel sinkt in der Folge stark ab, sodass ein Leistungseinbruch unvermeidlich ist.
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Je langkettiger die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate sind, desto länger dauert deren Aufspaltung. Die Glukose-Bausteine werden nach und nach resorbiert, der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam. Ebenso langsam erfolgt die notwendige Insulinausschüttung. Der allmähliche, zeitlich verzögerte An- und Abstieg des Blutzuckerspiegels trägt zu einem nachhaltigen Sättigungsgefühl bei. Gesünder ist der Verzehr von „langsamen“ Kohlenhydraten, zum Beispiel in Form von Vollkornbrot.
Unterschiede zu Haushaltszucker (Saccharose) und anderen Zuckerarten
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Dextrose und Zucker? Dextrose ist ein anderer Name für Traubenzucker. Sie unterscheidet sich von Zucker (Saccharose) in ihrer Struktur, ihren Eigenschaften und Verwendungszwecken. Traubenzucker ist Glukose und wird als solche umgehend resorbiert. Zwar müssen die Zutaten absteigend nach Gewicht im Zutatenverzeichnis stehen. Dennoch bietet das Zutatenverzeichnis teilweise keine gute Orientierung über den Mengenanteil. Wenn Sie die Gesamtzuckermenge eines Lebensmittels erfahren wollen, bietet die Nährwerttabelle die beste Information.
Trockenglukose mag nicht so geläufig sein, aber sie findet sich in vielen Lebensmittelprodukten. Traubenzucker ist nicht nur eine heiß begehrte Zugabe für Kinder beim Apothekenbesuch, sondern auch ein schneller Energielieferant: Traubenzucker ist Glukose und wird als solche umgehend resorbiert. Übrigens: Obwohl es oft so dargestellt wird, ist Traubenzucker nicht gesünder als normaler Haushaltszucker (Saccharose), der als Disaccharid aus Glukose und Fructose besteht.
Verwendung in der Lebensmittelindustrie
In Lebensmitteln wird Dextrose hauptsächlich aufgrund ihrer geringen Süßkraft und ihres Energiegehalts eingesetzt, z. B. in Backwaren und Desserts. Dextrose hat weniger Süßkraft als Haushaltszucker (Saccharose). Bei einem Blick auf die Zutatenliste findet sich meist der Begriff „Dextrose“. Diese ist häufig in Desserts und Backwaren enthalten. Letztere profitieren durch den Traubenzucker - sofern sie Hefe enthalten - von einer besseren Hefegärung und werden dadurch locker und luftig. Dextrose kommt aber auch als natürliches Konservierungsmittel zum Einsatz. Unter anderem verlängert sie die Haltbarkeit von Früchten, zum Beispiel in Marmeladen und Konfitüren.
Glukosesirup besteht nicht nur aus Glukose, sondern häufig auch aus anderen Zuckern wie Malzzucker (Maltose). Mit dem Sirup lassen sich verschiedene Konsistenzen für Süßwaren erzielen: Je nach Zusammensetzung wird zum Beispiel ein Bonbon eher hart oder weich. Außerdem verhindert Glukosesirup, dass sich bei weichem Karamell oder Eis unerwünschte Kristalle bilden. Die Lebensmittelindustrie verwendet Glukosesirup wegen seiner technologisch erwünschten Eigenschaften nicht nur als Süßungsmittel, sondern auch als Feuchthaltemittel, zur Volumenvergrößerung und um ein weiches Mundgefühl zu erzeugen. Seine Klebrigkeit ist ideal für die Herstellung von Pralinen, Schokoriegeln und süßem Frühstücksmüsli.
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Medizinische Anwendungen
Dextrose wird auch im medizinischen Bereich eingesetzt, in intravenösen Lösungen oder in Gelen und Tabletten, die in der Apotheke freiverkäuflich sind. Da der Körper Dextrose braucht, hat sie einen festen Platz in der Medizin: Als Lutschtabletten, Gels oder auch als Injektionslösung liefert sie bei Bedarf schnelle Energie. Klassisch ist der Einsatz von Glucose bei der Hypoglykämie. Traubenzucker ist Erste-Hilfe-Mittel der Wahl bei milder Hypoglykämie.
Bei einer milden Hypoglykämie kann der Patient selbst agieren: Empfohlen ist die sofortige Einnahme von 20 Gramm Glucose, das entspricht vier Täfelchen Dextro Energy Classic. Alternativ können 200 Milliliter Fruchtsaft getrunken werden. Noch schwerer ist eine Hypoglykämie zu bewerten, wenn der Patient bewusstlos ist. Einem Bewusstlosen darf man keinesfalls Festnahrung oder Getränke geben! Die Leitlinie schreibt vor: Notarzt verständigen, stabile Seitenlage, Glucagon-Gabe.
Glucagon setzt Glucose frei. Glucagon ist ein Peptidhormon, das aus dem Glykogen-Speicher der Leber die benötigte Glucose freisetzt und damit schnell den Blutzuckerspiegel erhöht. Als Notfallmedikament gibt es das Glucagon Hypokit, das in den Oberarm oder Oberschenkel des Notfallpatienten gespritzt werden muss. Noch jung auf dem Markt ist das nasale Glucagon Baqsimi, das zur Behandlung schwerer Hypoglykämien bei Erwachsenen und Kindern ab vier Jahren zugelassen ist.
Dextrose beim Sport und in Notfällen
Viele Sporttreibende fragen sich: Wie lange braucht Traubenzucker, bis er wirkt? Experten und Expertinnen gehen davon aus, dass es etwa fünf Minuten dauert, bis der verzehrte Traubenzucker seine Wirkung entfaltet. Für größere Belastungen speichert der Körper Glukose in Form von Glykogen in den Muskeln und in der Leber. Wie schnell sich dieser Speicher leert, hängt von der Intensität der Belastung und vom Trainingszustand ab. Ist der Speicher leer, zeigt sich das zunächst in einem Leistungsabfall. Wer etwa einen Marathon läuft, sollte daher regelmäßig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Bewährt haben sich unter anderem sogenannte Glukose-Elektrolyt-Lösungen, die aus Traubenzucker und Mineralstoffen bestehen. Aber auch Traubenzucker-Täfelchen, Bananen, oder Energieriegel können helfen.
Menschen mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel (Diabetes mellitus) sollten beim Sport sicherheitshalber immer Dextrose dabeihaben (mindestens 40 Gramm), um eine Unterzuckerung zu vermeiden, denn die Dextrose wird schnell über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die Dextrose kannst du dir schnell und ideal dosiert gönnen, wenn du vor größeren Belastungen stehst oder schon mittendrin bist. Dein Blut transportiert nämlich schnell verfügbare Kohlenhydrate sofort dorthin, wo sie benötigt werden. Ob für Muskeln, Gehirn oder Organe: Brauchst du schnell verfügbare Kohlenhydrate, kriegst du sie von uns.
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Risiken, Empfehlungen und gesunde Alternativen
Ein Zuviel an Traubenzucker kann gesundheitliche Folgen haben. Das gilt aber nicht nur für den Traubenzucker, sondern für sämtliche Zuckerarten, die aus Einfachzuckern wie etwa Traubenzucker (Glukose) oder Fruktose (Fruchtzucker) aufgebaut sind. Solche Einfachzucker werden auch als kurzkettige Kohlenhydrate bezeichnet. Während kurzkettige Zucker den Blutzucker in die Höhe schnellen lassen, müssen die langen Ketten vom Körper erst gespalten werden und erhöhen daher den Spiegel nur langsam.
Wie viel Traubenzucker pro Tag für den Kreislauf gesund und vertretbar ist, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Empfehlung festgelegt: Die täglich aufgenommene Menge an frei verfügbarem Zucker sollte maximal zehn Prozent, besser nur fünf Prozent der aufgenommenen Gesamtenergie ausmachen. Der Ausdruck „freier Zucker“ schließt allen Zucker ein, der Getränken und Speisen zugesetzt ist, also auch Traubenzucker, sowie natürlich vorkommenden Zucker wie etwa in Honig, Obst oder Fruchtsäften. Wer zum Beispiel pro Tag rund 2.000 Kilokalorien Energie benötigt, sollte laut WHO maximal 50 Gramm freien Zucker, idealerweise sogar nur 25 Gramm Zucker verzehren.
Traubenzucker kann Heißhunger auslösen. Wird dieser Teufelskreis durchbrochen, etwa durch den Verzehr von komplexen Kohlenhydraten wie in Vollkornbrot, schnellt der Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe und die Glukose ist über einen längeren Zeitraum verfügbar. Gesünder sind „langsame“ Kohlenhydrate, zum Beispiel in Form von Vollkornbrot. Letztlich geht es auch nicht um „gut“ und „böse“, solange die Menge stimmt. Kohlenhydrate sind nicht automatisch Dickmacher, schließlich braucht der Körper Glukose-Bausteine, um seinen Betrieb aufrechtzuerhalten.
Tabelle: Vergleich Dextrose (Glukose) vs. Saccharose (Haushaltszucker)
| Eigenschaft | Dextrose (Glukose) | Saccharose (Haushaltszucker) |
|---|---|---|
| Chemische Form | Einfachzucker (Monosaccharid) | Zweifachzucker (Disaccharid: Glukose + Fruktose) |
| Süßkraft | Weniger süß | Stärker süßend |
| Glykämischer Effekt | Hoher glykämischer Index, schneller Anstieg | Mittlerer bis hoher Effekt, durch Fructose-Anteil etwas verzögert |
| Verwendung | Backwaren, Desserts, Medizin, Konservierung | Allgemeines Süßen von Speisen und Getränken |
In der Natur kommt Traubenzucker vor allem in Obst und Honig vor. Traubenzucker ist aber auch Bestandteil anderer Kohlenhydrate, zum Beispiel des Haushaltszuckers (Saccharose), der aus Trauben- und Fruchtzucker besteht. Auch stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis oder Mehl enthalten Traubenzucker - als Bestandteil von Vielfachzuckern. Aus diesen und weiteren Kohlenhydraten wird Traubenzucker bei der Verdauung im Körper freigesetzt.
Wie gesund ist die schnelle Energiezufuhr durch Traubenzucker? Glukose - zu Deutsch auch Traubenzucker genannt - geht direkt ins Blut und eignet sich damit zur schnellen Energiezufuhr. Gesünder als andere Zucker ist sie aber nicht. Die Energiezufuhr durch ein Stück Traubenzucker sollte die Ausnahme bleiben. Für Menschen mit Fruktoseintoleranz ist Traubenzucker allerdings ein geeignetes Süßungsmittel; Obst kann besser vertragen werden, wenn man es mit Glukose bestreut, weil Glukose die Fruktoseaufnahme im Dünndarm verbessert. Dennoch sollte Glukose auch bei einer Fruktoseintoleranz nur in Maßen genossen werden.
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