Vegane Buchweizen-Waffeln Rezept
Ich bin ein wenig aufgeregt euch dieses Rezept vorzustellen, weil es mein allererstes Waffel-Rezept auf diesem Blog ist. Waffeln sind hierzulande entweder Kindergeburtstags- oder Weihnachtsmarkt-Essen, findet ihr nicht? Dabei schmecken Waffeln eigentlich immer gut, sogar zum Frühstück.
Warum Buchweizenmehl für vegane Waffeln?
Das solltest du unbedingt probieren, denn Buchweizenmehl ist glutenfrei und hat gegenüber vielen anderen Mehlsorten auch gesundheitliche Vorteile. Buchweizen ist nämlich kein Getreide, sondern gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Buchweizen enthält hochwertige Proteine und Ballaststoffe, die zur Regulierung des Blutzuckerspiegels und zur Erhaltung eines gesunden Verdauungssystems beitragen. Darüber hinaus enthält es wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und B-Vitamine. Ein weiterer Vorteil von Buchweizenmehl ist seine Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Im Vergleich zu herkömmlichem Weizenmehl hat es einen niedrigeren glykämischen Index, was bedeutet, dass es den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt und damit zur Prävention von Diabetes beitragen kann. Außerdem hat es einen tollen Geschmack - leicht nussig-mild - und eine gute griffige Textur, so dass man wunderbar mit Buchweizenmehl backen kann.
Was diese Waffeln besonders macht
Diese Waffeln sind nämlich so vollwertig, dass sie wirklich auch ohne Reue zum Frühstück verspeist werden können. Diese Blaubeer-Buchweizen-Waffeln sind selbstverständlich nur aus natürlichen Zutaten gebacken. Wir haben zum einen meinen geliebten Mix aus Hafer- und Buchweizenmehl, was den Teig natürlich glutenfrei macht, ohne dass er staubtrocken wird. Der Mehl-Mix enthält auch eine gute Portion Proteine und Ballaststoffe, die uns lange satt halten und unseren Blutzuckerspiegel regulieren. Anstatt Butter enthalten die Waffeln Mandelbutter, die eine gute Portion gesunde, einfach ungesättigte Fette enthält, welche unser Herz vor Herz-Kreislauf-Störungen schützen. Die Blaubeeren sorgen für eine natürliche Süße in den ansonsten eher weniger gesüßten Waffeln. Zusammen mit der Waldbeer-Chia-Sauce schmecken diese Waffeln einfach himmlisch und ich kann es kaum erwarten, bis ihr diese leckeren Waffeln selber probiert.
Zutaten (für ca. 8 Waffeln)
- Buchweizenmehl
- Hafermehl (Haferflocken zu Mehl gemahlen)
- Tapiokastärke (als Bindemittel bei glutenfreien Mehlen)
- Kokosblütenzucker
- 1 Prise Salz, Zimt und optional Kardamom
- 2 TL Backpulver, 1 TL Natron
- 2 TL Apfelessig (oder Zitronensaft)
- Sojajoghurt (1 EL) oder anderes Pflanzenjoghurt
- 125 g vegane Butter (z.B. Veganblock oder Bio-Alsan) oder Mandelbutter
- 310-320 ml Pflanzendrink (z.B. Soja- oder Haferdrink)
- Mineralwasser (Sprudel) - die geheime Zutat für fluffige Waffeln
- Frische oder gefrorene Blaubeeren (ca. 1 Handvoll)
Zubereitung - Schritt für Schritt
- Die Haferflocken in einem Food Processor oder starken Mixer zu einem Mehl mahlen.
- Buchweizenmehl, Kokosblütenzucker, Tapiokastärke, Salz, Zimt und optional ein wenig Kardamom in einer Schüssel vermischen. Dann Backpulver und Natron dazu geben und den Apfelessig direkt darauf träufeln, bis es beginnt zu schäumen. Das zeigt dir, dass das Natron aktiviert wurde.
- Die Chia-Samen mit den sechs Esslöffeln Wasser in einer kleinen Schüssel vermengen und ca. 10 Minuten zum Andicken zur Seite stellen.
- Sojajoghurt und vegane Butter in kleine Stückchen geschnitten dazu geben und alle Zutaten unter Zugabe von Pflanzendrink mit einem Handrührgerät kräftig und zügig zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.
- Nun die trockenen Zutaten hinzufügen und gut verrühren. Nach und nach das Mineralwasser unterrühren. Ich muss sagen, dass ich ein großer Fan von Mineralwasser in Gebäck wie Crepes, Pancakes oder eben Waffeln bin, da es den Teig so schön leicht und fluffig macht. In der rein pflanzlichen Küche wird es sogar als Eiersatz benutzt, da es den Teig ebenso fluffig macht wie Eier.
- Die Blaubeeren vierteln und zum Teig dazugeben und mit einem Schaber unterheben.
- Lass den Teig jetzt mindestens 30 Minuten ruhen. Du wirst sehen, dass der Waffelteig blitzschnell gemacht ist. Lasse ihn nach dem Anrühren rund 5 Minuten quellen und rühre ihn dann vor dem Befüllen des Waffeleisens noch einmal leicht mit einem Löffel durch.
- Das Waffeleisen erhitzen und mit etwas Kokosöl auf allen Flächen einpinseln. Für die Waffeln ein Waffeleisen mit Kokosöl gut einfetten und pro Waffel ca. 3 gute Esslöffel Teig verwenden.
- Fülle die Formen im Waffeleisen nur zu etwa 2/3. Je nach Gerät nach ca. 5-10 Minuten pro Waffel herausnehmen. Ein verheerender Fehler ist, den Deckel zu früh hochzureißen - hab Geduld, es dauert doch länger als in Erinnerung.
Waldbeer-Chia-Sauce
In der Zwischenzeit die Waldbeer-Chia-Sauce zubereiten: Die frischen oder gefrorenen Beeren zusammen mit dem Ahornsirup in einen mittelgroßen Kochtopf geben und auf mittlerer Stufe unter ständigem Rühren erhitzen. Die Hitze reduzieren und 5 Minuten köcheln lassen und dabei die Beeren grob mit dem Kochlöffel zerdrücken. Die Chia-Samen dazugeben und ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze andicken lassen, dabei ständig umrühren.
Serviervorschläge und Toppings
Die warmen weichen Waffeln habe ich mit ein wenig Ahornsirup beträufelt, mit Kürbiskernen garniert und ich serviere sie mit Heidelbeeren und Himbeeren. Sie schmecken aber mit jedem Obst deiner Wahl - ganz nach Saison - wunderbar. Oder probiere dazu Apfelmus, Rhabarberkompott, Marmelade und/oder Nussmus. Viele lieben es auch, die warmen, weichen Waffeln mit Puderzucker zu bestreuen und für Schoko-Liebhaber empfehle ich Schokosoße oder veganen Schokoaufstrich.
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Variationen
- Abgeriebene Zitronenschale, 1 EL Kakao, 1 TL Zimt oder 1 Pck. Vanillinzucker zum Teig hinzufügen.
- Für herzhafte Waffeln: Buchweizenmehl mit Mandeln, Spinat und Zitrone kombinieren - eine Vitamin Bombe für die ganze Familie.
- Mit Dinkel- oder Weizenmehl zubereiten: Du kannst diese weichen veganen Waffeln auch mit klassischen Mehlsorten zubereiten; dann ist Tapiokastärke nicht notwendig.
Tipps für perfekte Waffeln
- Heize das Waffeleisen richtig vor: Ganz wichtig ist es, den veganen Waffelteig niemals in ein kaltes oder nur lauwarmes Waffeleisen zu füllen.
- Fette das Waffeleisen gut ein: Ich benutze dafür in diesem Rezept einfach ein wenig Kokosöl und einen Silikonpinsel. Wiederhole das Einfetten auch vor jedem neuen Backvorgang.
- Überfülle dein Waffeleisen nicht - fülle nur zu etwa 2/3, der Teig geht noch auf.
- Nicht zu stark rühren: Einer der häufigsten Fehler ist das Übermischen; rühre zügig und nicht zu lange, sonst wird der Teig zäh.
- Wenn Waffeln kleben: Manche Waffeleisen sind problematischer; ein Flip-Waffeleisen lässt oft nichts kleben und sorgt für gleichmäßiges Backen.
- Fertige Waffeln im Ofen bei rund 50 °C warm halten oder nach dem Abkühlen luftdicht aufbewahren und später im Toaster aufbacken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Kann ich statt Buchweizenmehl ein anderes glutenfreies Mehl verwenden?
Ja, du kannst auch Reismehl, Hirsemehl oder eine fertige glutenfreie Mehlmischung verwenden. Achte dann auf die Konsistenz des Teigs und ggf. auf ausreichende Bindemittel wie Tapioka oder Stärkemehl. - Warum ist Tapiokastärke notwendig?
Tapioka wirkt als Bindemittel und sorgt dafür, dass der Teig zusammenhält und sich die Waffeln nicht bröseln. Bei glutenfreien Teigen ist sie oft unverzichtbar, um die Textur zu verbessern. - Wie lange hält sich der Waffelteig?
Der Teig sollte idealerweise sofort verwendet werden. Wenn du Reste hast, kannst du ihn kurz ruhen lassen, aber er sollte nicht zu lange stehen, weil das Backtriebmittel an Wirkung verlieren kann. - Kann ich die Waffeln vorbacken und später erwärmen?
Ja, das geht gut. Backe sie normal, lass sie abkühlen und bewahre sie luftdicht auf. Zum Servieren einfach im Ofen oder Waffeleisen kurz aufwärmen - so werden sie wieder knusprig. - Sind diese Waffeln auch für Kinder geeignet?
Ja, absolut. Sie sind rein pflanzlich, glutenfrei und recht mild gewürzt. Du kannst die Zimtmenge oder optionalen Gewürze je nach Geschmack reduzieren.
Weitere Hinweise
Diese veganen Mandel-Buchweizen Waffeln sind genau das Richtige für einen kuscheligen Sonntag-Nachmittag. Außen knusprig - innen fluffig. Genau so sollten leckere Waffeln sein. Wichtig dafür ist es natürlich, das Waffeleisen vorzuheizen, je nach Beschichtung mit Öl einzufetten und sie zum richtigen Zeitpunkt vorsichtig rauszuholen. Jetzt aber - und hier schließt sich der Kreis zum oben erwähnten Nobelpreis-Bakteriologen - habe ich durch Zufall ein Waffelrezept gefunden und ich könnte meinen Kopf rhythmisch an das 80er-Jahre-Gemäuer hauen, weil es so einfach ist. Tja, den habe ich einfach ins Waffeleisen gegossen - et voilà: super leckere, vegane Buchweizenwaffeln!
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