Verfärbt Schokolade die Zähne?
Haben Sie sich jemals gefragt, warum Ihre Zähne nicht so strahlend weiß sind, wie Sie es gerne hätten? Es liegt möglicherweise an den Lebensmitteln, die Sie regelmäßig konsumieren.
Wie entstehen Zahnverfärbungen?
Eine Zahnverfärbung ist eine gelbe, braune, graue oder schwarze Verfärbung der Zahnoberfläche, die durch bestimmte Pigmente in Lebensmitteln, Getränken und Medikamenten wie Kaffee, Tee, Süßigkeiten usw. entsteht. Bei Zahnverfärbungen unterscheidet man grundsätzlich innere von äußeren Zahnverfärbungen. Der Experte nennt diese dann extrinsische oder intrinsische Zahnverfärbungen. Extrinsische Zahnverfärbungen entstehen an der Zahnoberfläche und haben äußere Ursachen: Farbstoffe aus bestimmten Lebensmitteln, Tabak oder Medikamenten lagern sich dort an. Innere Verfärbungen können durch Farbeinlagerung und Strukturveränderungen entstehen. Dazu können Amalgamfüllungen, Stoffwechselerkrankungen oder bestimmte Medikamente führen. Auch mangelnde Mundhygiene kann eine Ursache sein: Wird der Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt, so mineralisiert er. Es entsteht gelblicher Zahnstein, der durch die häusliche Zahnpflege nicht mehr beseitigt werden kann.
Welche Rolle spielt Schokolade?
Schokolade beinhaltet eine Menge Zucker. Maximal 55% Gewichtanteil Zucker ist in einer Tafel enthalten. Etwa 14% Milchpulver und 25 % Fett liefern weitere Kalorien: 100g Schokolade haben einen physiologischen Brennwert von 500-600kcal. Der Anteil an Kakaomasse ist je nach Schokolade unterschiedlich, liegt aber bei mindestens 20%. Schokolade kann auch Nährstoffe und Mineralien liefern: Dunkle Schokolade hat einen Proteingehalt von 6g/100g und einen Ballaststoffgehalt von 9g/100g. Der bedenklichste Inhaltsstoff der Schokolade ist unbestritten der Zucker. Zucker wird von den Bakterien im Mund zu Säure verstoffwechselt. Warum ist aber Schokolade schädlicher? Je schneller der Zucker im Mund den Bakterien zur Verfügung steht, desto häufiger wird er von Bakterien zu Säure verstoffwechselt. Das heißt, dass Süßigkeiten, die leicht zugängliche Zucker enthalten, schlechter für die Zähne sind. Dazu kommt, dass Schokolade klebrig ist. Schokolade ist also nicht per se schlecht für die Zähne. Allerdings können bestimmte Arten von Süßigkeiten wie Gummibärchen, Karamell und Bonbons dazu führen, dass sich auf den Zähnen eine klebrige Schicht bildet. Diese kann dann wiederum zu Verfärbungen führen.
Welche Lebensmittel verfärben die Zähne stärker als Schokolade?
Der Hauptverursacher von Zahnverfärbungen ist Kaffee. Wenn Sie regelmäßig Kaffee trinken, kann dies zu hartnäckigen gelblichen Flecken auf Ihren Zähnen führen. Tee ist ein weiterer Übeltäter, der Zähne verfärben kann, insbesondere schwarzer Tee. Rotwein und dunkle Beeren wie Blaubeeren und Granatäpfel enthalten stark färbende Substanzen, die sich auf den Zähnen ablagern und zu Verfärbungen führen können. Zuckerhaltige und säurehaltige Getränke wie Limonaden und Energydrinks können auch dazu führen, dass sich Ihre Zähne verfärben. Die meisten dieser Getränke sind aber enorm sauer und schaden somit der Zahnsubstanz. Durch den hohen Zucker- und Farbstoffanteil führen Sie zu gelblichen Zahnverfärbungen und schaden Ihren Zähnen. Und auch Eistee führt zu Verfärbungen - allerdings nicht zu gelblichen, sondern bräunlichen. Er wird aus schwarzem Tee hergestellt und die schwarzen Farbpigmente bleiben leicht an unseren Zähnen haften. Gewürze wie Curry, Safran oder Kurkuma hinterlassen durch die hohe Zahl an Pigmenten einen Farbfilm auf unseren Zähnen. Balsamico-Essig: Die dunklen Farbstoffe können zu fleckigen Verfärbungen führen, während der säurehaltige Essig außerdem unseren Zahnschmelz angreift und bei häufigem Verzehr zu Zahnerosionen führt. Rauchen führt zu gelblichen Verfärbungen und Ablagerungen auf Ihren Zähnen, da dauerhaft Farbstoffe hinterlassen werden. Chemisches Chlorwasser kann ebenfalls ungewollte gelbe Verfärbungen und Zahnschäden verursachen.
Warum färben manche Lebensmittel stärker?
Die Fähigkeit eines Lebensmittels, Zähne zu verfärben, hängt von zwei Schlüsselfaktoren ab: seinem pH-Wert und dem Vorhandensein von Chromophoren. Saure Lebensmittel mit einem niedrigeren pH-Wert können den Zahnschmelz angreifen und eine Oberfläche hinterlassen, die anfälliger für Verfärbungen ist. Chromophore hingegen sind Verbindungen, die Licht absorbieren und reflektieren können, wodurch sie ihre Pigmente im Zahnschmelz hinterlassen können. Die Säure des Rotweins beispielsweise greift den Zahnschmelz an, bekämpft aber gleichzeitig die Plaque-bildenden Bakterien im Mund. Balsamico-Essig ist einer der säurehaltigsten (pH 2,5 bis 3,5). Kurkuma enthält ein sehr konzentriertes Pigment namens Curcumin.
Lesen Sie auch: Hype, Inhaltsstoffe und Qualität: Dubai-Schokolade im Vergleich
Kann man Verfärbungen behandeln oder rückgängig machen?
Verfärbte Zähne sind heute mit moderner Technik gut behandelbar. Äußere Verfärbungen können durch eine professionelle Zahnreinigung ganz leicht und schnell gelöst werden. Die Prophylaxehelferin entfernt dabei mit dem Ultraschall Zahnstein und mit bestimmten Polierpasten und -bürstchen dunkle Flecken. Professionelle Zahnreinigungen entfernen nicht nur Zahnstein und Verfärbungen, sondern beugen auch neuen Belägen vor. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Leistung in der Regel nicht. Innere Verfärbungen sind schwieriger zu behandeln als äußere: Richtiges Zähneputzen oder eine gründliche Zahnreinigung bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt sind dann machtlos. In manchen Fällen kann ein Bleaching helfen, das allerdings professionell durchgeführt werden sollte. Sehr hartnäckige Flecken können nur durch Kunststofffüllungen oder keramische Verblendschalen, auch Veneers genannt, abgedeckt werden.
Vorbeugung: Wie vermindere ich das Risiko von Verfärbungen?
Eine gute Mundhygiene ist hierbei besonders wichtig. Regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide können dabei helfen, oberflächliche Verfärbungen zu entfernen. Zudem gibt es auch spezielle Zahnpasten und Mundspülungen, die dabei helfen können, Verfärbungen zu reduzieren. Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich und verwenden Sie Zahnseide. Denken Sie auch daran, alle sechs Monate Ihren Zahnarzt für eine professionelle Zahnreinigung aufzusuchen. Neutralisieren Sie Ihren Mund nach dem Essen stets mit Wasser oder Kaugummi. Kaugummi-Kauen ist kein vollständiger Ersatz fürs Zähneputzen. Regelmässiges Kauen kann die Mundhygiene jedoch ergänzen. Denn die verstärkte Speichelproduktion verhindert, dass sich schädliche Bakterien vermehren. Wenn Sie färbende Lebensmittel oder Getränke genießen, spülen Sie Ihren Mund danach gründlich aus oder putzen Sie Ihre Zähne. Zähneputzen sollte jedoch möglichst erst eine halbe Stunde nach dem Verzehr erfolgen, da bestimmte Lebensmittel durch ihre Säure den Zahnschmelz vorübergehend erweichen und somit anfälliger für Abrieb machen. Am besten verwenden Sie dazu Wasser oder, noch besser, eine Mundspülung mit Fluorid, um den Zahnschutz zu verbessern. Wer jetzt aufgrund der weniger intensiven Farbe auf Weißwein zurückgreifen will, begeht einen Fehler: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Weißwein sogar deutlich mehr Verfärbungen verursacht als Rotwein. Getränkekonsum in Maßen und zügiges Trinken statt Nippen reduzieren die Einwirkzeit farbiger Substanzen auf den Zähnen. Verwenden Sie bei dunklen Getränken einen Strohhalm, um den Kontakt mit den Zähnen zu minimieren.
Ernährungstipps: Was hilft dem Zahnschmelz?
Milchprodukte wie Käse und Joghurt eignen sich hervorragend, da ihr Kalzium- und Proteingehalt den Zahnschmelz stärkt. Äpfel und Karotten wirken zudem als natürliche Peelings, entfernen Speisereste und beugen so der Bildung von Plaque vor. Wassertrinken über den Tag verteilt hält nicht nur unseren Körper hydriert, sondern hilft auch, Speisereste aus dem Mund zu entfernen und so das Risiko von Verfärbungen zu verringern. Nach dem Verzehr stark gewürzter Speisen kann ein Glas Mineralwasser helfen, Farbpigmente von der Zahnoberfläche zu spülen. So lassen sich unschöne Verfärbungen durch Curry, Safran oder Kurkuma ganz einfach reduzieren. Kombinieren Sie Spinat mit Milch, Joghurt oder anderen kalziumhaltigen Lebensmitteln, um der Wirkung von Oxalsäure entgegenzuwirken.
Praktische Ratschläge im Alltag
Wenn Sie regelmäßig Kaffee trinken, kann dies zu hartnäckigen gelblichen Flecken auf Ihren Zähnen führen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihren Kaffeekonsum reduzieren oder nach dem Trinken von Kaffee sofort den Mund ausspülen, um die Verfärbungen zu minimieren. Tee ist ein weiterer Übeltäter, der Zähne verfärben kann, insbesondere schwarzer Tee. Auch hier ist es ratsam, entweder den Konsum einzuschränken oder den Mund nach dem Trinken gründlich auszuspülen. Bei Wein - egal ob rot oder weiss - 30 Minuten mit Zähneputzen warten. Putzen Sie die Zähne unmittelbar nach dem Verzehr von Süssigkeiten, sofern diese nicht säurehaltig sind. Nach dem Genuss kann der Mund gründlich ausgespült werden, um die Säuren zu neutralisieren. Auch Zahnpflegekaugummis (zuckerfrei!) können hilfreich sein, weil sie den Speichelfluss erhöhen. Wer direkt nach dem Essen putzt, trägt also mehr Zahnschmelz ab als nötig und vorgesehen ist, weshalb man sich eine Pause zwischen Essen und Putzen einrichten sollte.
FAQ - Kurzantworten
- Verfärbt Kaffee die Zähne? Ja.
- Verfärbt Tee die Zähne? Ja, besonders schwarzer Tee.
- Verfärbt Schokolade die Zähne? Indirekt: vor allem durch Zucker und Klebrigkeit; sie fördert Säurebildung und kann so Erosion und Verfärbungen begünstigen.
- Kann man Verfärbungen rückgängig machen? Viele äußere Verfärbungen lassen sich durch professionelle Zahnreinigung und Bleaching mindern oder entfernen.
- Wie oft zur Prophylaxe? In der Regel alle sechs Monate zum Zahnarzt für eine professionelle Reinigung.
| Lebensmittel / Ursache | Wirkung auf Zähne | Praxis-Tipp |
|---|---|---|
| Kaffee, Tee | Färbt (gelblich/braun), rauht Schmelz auf | Weniger trinken, Mund ausspülen, Strohhalm verwenden |
| Rot-/Weißwein | Färbt durch Pigmente; Säure erweicht Schmelz | 30 Min. warten mit Putzen, Mund ausspülen |
| Schokolade & Süßigkeiten | Zucker → Säurebildung, klebrige Rückstände | Nachher ausspülen, zuckerfreier Kaugummi |
| Beeren, Curry, Balsamico | Starke Pigmente → Oberflächenfilm | Wasser trinken, Mineralwasser nach Gewürzen |
| Softdrinks, Energy | Säure + Farbstoffe → Erosion, Verfärbung | Nur in Maßen, schnell trinken, ausspülen |
Ein gepflegtes Lächeln ist für eine gute Mundgesundheit und damit für ein gutes Selbstwertgefühl unerlässlich. Die Vermeidung von Zahnverfärbungen kann eine Herausforderung sein. Mit den richtigen Ernährungsgewohnheiten und -gewohnheiten können Sie jedoch ein strahlendes Lächeln bewahren. Denken Sie daran: Zahngesundheit ist eine Kombination aus guten Gewohnheiten, einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßigen Zahnarztbesuchen.
Lesen Sie auch: Schnelle Schokoladenhärtung
Lesen Sie auch: Alles über Camondas Dubai Schokolade
tags: #verfärbt #schokolade #die #zähne


