Trüffel Pralinen Herstellung Anleitung
Ob zum selber Vernaschen oder zum Verschenken: Schoko Pralinen passen zu jeder Gelegenheit. Edle Pralinen selber zu machen ist gar nicht schwer. Wie wäre es zum Beispiel mit schokoladigen Trüffelpralinen, die zart schmelzend auf der Zunge zergehen? Schokoladentrüffel sind klassische runde Pralinen mit einer Füllung aus einer cremigen Schokoladen-Ganache.
Woher kommt der Name „Trüffelpraline“?
Weißt du eigentlich, wie die Trüffelpralinen zu ihrem Namen kommen? Tartufo und Schokoladentrüffel - woher kommt der Name? Der Name Schokoladentrüffel leitet sich vom italienischen Wort Tartufo ab, was Trüffel bedeutet. Die Form der Pralinen sollte an den berühmten tartufo nero, den schwarzen Wintertrüffel, erinnern. Darüber hinaus gelten sowohl Pralinen als auch Trüffelpilze als besonders rar und wertvoll.
Grundprinzipien und Zutaten
Das Schöne an den Pralinen ist, dass sie nicht nur sehr gut schmecken, sondern auch wahnsinnig einfach selbst gemacht sind. Diese unkomplizierten Schokoladentrüffel erfordern lediglich drei bis vier Grundzutaten und sind im Nu zubereitet.
- 300 g Schokolade (von guter Qualität), halb Vollmilch, halb Zartbitter oder Varianten mit 200-400 g je nach Rezept
- 125-200 ml Sahne (Schlagobers/Schlagsahne)
- 50-40 g Butter für Zartheit und Glanz (optional)
- 1 Prise Salz
- Optional: Likör oder Spirituose (Rum, Whiskey, Amaretto), Aromen (Zitrusschale, Vanille, Gewürze)
Beispiele aus Rezepten: 200 g Zartbitterschokolade + 50 g Butter + 140 g Sahne + 2 EL Amaretto; oder 250 g Schokolade + 125 ml Sahne + 100 ml Rum für ca. 40 Stück.
Schritt-für-Schritt-Grundrezept für klassische Trüffelpralinen (Ganache-Methode)
- Schokolade zerkleinern: Hacke die Schokolade mit einem Messer in feine Stücke, damit sie gleichmäßig schmilzt. Die Schokolade sehr klein hacken; je kleiner, desto besser.
- Erhitzen: Erhitze Sahne und Butter in einem Topf. Kurz bevor es beginnt zu kochen, den Topf sofort vom Herd nehmen. Sahne in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen.
- Ganache anrühren: Übergieße mit der heißen Sahne die gehackte Schokolade. Lasse die Mischung ca. 1-2 Minuten ruhen und rühre dann vorsichtig um, bis eine glatte, glänzende Creme (Ganache) entsteht. Den Topf vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade sowie die Butter in der Sahne schmelzen lassen. Ab und zu umrühren bis eine homogene Masse entsteht.
- Aromatisieren: Den Amaretto hinzufügen, gut verrühren (oder Rum/Whiskey/Orangenlikör). Bei Flüssigkeiten wie Espresso die Menge einfach von der Sahnemenge abziehen.
- Kühlen: Die Mischung abdecken und kühlen. Am besten mindestens 3 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen, bis die Masse fest ist.
- Formen: Sobald die Schoko-Masse etwa die Konsistenz von Marzipan hat, mit einem Löffel ca. gleichgroße Portionen abteilen und in den Händen zu kleinen Kugeln rollen. Bei sehr fester Masse kurz bei Zimmertemperatur stehen lassen. Die Masse in der Hand rollen; wenn die Masse beim Formen zu weich wird, kurz in das Gefrierfach stellen.
- Wälzen/Finish: Jede Kugel anschließend in Backkakao (ungesüßt), gehackten Nüssen, Kokosraspeln, Puderzucker, zerbröselten Keksen oder gefriergetrockneten Früchten wälzen. Für glatte Kuvertüre-Überzüge: Kugeln eiskalt in geschmolzene Kuvertüre tauchen und abtropfen lassen, dann in gewünschter Deko wenden.
- Lagerung: Lagere deine Trüffelpralinen im Kühlschrank und nimm sie 5-10 Minuten vor dem Genießen heraus, damit sie perfekt auf der Zunge zergehen. Im Kühlschrank halten die Pralinen je nach Rezept oft ca. 10 Tage.
Detailliertes Rezeptbeispiel: Zartbitter-Trüffel (ca. 20-30 Stück)
Zutaten (20 bis 30 Stück): 200 g dunkle Schokolade (mind. 80% Kakaoanteil), 150 ml Schlagobers, 25 g Butter (optional), Kakaopulver zum Wälzen.
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- Hacke die Schokolade fein und gib sie in eine Rührschüssel.
- Koche die Sahne zusammen mit der Butter kurz in einem kleinen Topf auf. Gieße die Mischung dann über die Schokolade und verrühre alles gut, bis alles aufgelöst ist.
- Stelle die Mischung 2-3 Stunden kalt, sodass sie formbar wird.
- Steche gleich große Portionen ab und rolle sie mit den Händen zu Kugeln. Wälze diese in Kakaopulver. Weitere 30 Minuten kaltstellen, dann luftdicht aufbewahren.
Variationen und Aromen
- Liköre & Spirituosen: Amaretto, Rum, Whiskey, Baileys oder Orangenlikör geben Tiefe. Für Alkoholfreie Varianten Bittermandel- oder Rumaroma verwenden.
- Gewürze & Zitrus: Zitronen- oder Orangenabrieb, Zimt, Kardamom oder Lebkuchengewürz.
- Nüsse & Früchte: Gehackte Mandeln, Haselnüsse, Pistazien oder gefriergetrocknete Himbeeren.
- Überzüge & Toppings: entöltes Kakaopulver, Kokosflocken, Puderzucker, Krokant, zerbröselte Kekse (Spekulatius), Zuckerstangen, Goldstaub zur Dekoration.
- Spezial: Weiße Schokolade-Ganache mit Limettenschale, dann mit Bourbon Vanille-Glasur überziehen und mit Pistazien bestreuen.
Alternative Anleitung: „Easy Peasy“ Trüffel (schnell und ohne Temperieren)
Diese easy peasy Schokotrüffel bestehen aus nur ganz wenigen Zutaten und werden nach einer kurzen Pause im Kühlschrank nur noch in Kakao, Kokos, grob gemahlenen Nüssen oder gecrushten Zuckerstangen gewälzt. Hacke die Schokolade fein, koche Sahne mit Butter auf, gieße darüber, rühre und kühle. Nach der Kühlzeit Portionen abstechen und wälzen. Ohne viel Aufwand und ohne Abpassen der perfekten Schokoladentemperatur geht das nämlich bei diesem Rezept auch.
Professioneller Überzug: Temperieren und Hohlkörper-Füllung
Wer Kuvertüre überzieht oder Hohlkörper füllt, sollte die richtige Temperierung beachten. Zwei Drittel der Schokolade sehr langsam im Wasserbad schmelzen, Schüssel vom Herd nehmen und Restschokolade zugeben. Auf 40-45 °C schmelzen, dann auf 25-29 °C abkühlen. Mit Pralinengabeln können Trüffel in die Glasur getaucht und auf Pralinensieben geigelt werden, um eine raue Oberfläche zu erzeugen.
Praktische Tipps aus der Praxis
- Die Schokolade so klein wie möglich hacken (wichtig!).
- Wenn die Masse zu fest ist, ein paar Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen; ist sie zu weich, kurz ins Gefrierfach.
- Bei Kuvertüre-Arbeit: Hände kalt abspülen, ggf. Küchenhandschuhe tragen, um Schokoladenfinger zu vermeiden.
- Verwende mehrere breite, flache Schalen für die verschiedenen Dekorationen.
- Pralinenbesteck (Pralinengabeln, Pralinensiebe) erleichtert das Tunken und Platzieren.
- Restdekorationen wie Kakao in Dosen aufbewahren und Reste für andere Backprojekte nutzen.
Aufbewahrung, Haltbarkeit und Verschenken
Die Pralinen im Kühlschrank lagern und ca. 10 Minuten vor dem Genießen herausnehmen. Am besten bewahrst Du die Trüffel bis zum Verzehr oder Verschenken im Kühlschrank auf. Fertige Pralinen in Papierförmchen setzen und in luftdichte Behälter füllen; so sind sie in der Regel bis zu 10 Tage haltbar, je nach Zutaten auch länger.
Beliebte Rezepte und Mengenübersicht (Auswahl)
| Variante | Hauptzutaten | Menge (ca.) |
|---|---|---|
| Zartbitter-Grundtrüffel | Schokolade, Sahne, Butter, Kakaopulver | 200-300 g Schokolade, 125-200 ml Sahne |
| Rum-/Whiskeytrüffel | Schokolade, Sahne, Rum/Whiskey, Nüsse | 250 g Schokolade, 125 ml Sahne, 100 ml Rum |
| Weiße Schoko-Limette | Weiße Schokolade, Sahne, Limettenschale, Glasur | 200 g weiße Schokolade, 100 g Sahne |
| Orangen-Pistazien | Milch+Zartbitter, Orange, Pistazien | 300 g Schokolade, 125 ml Sahne, Abrieb ½ Orange |
Fehler, die passieren und wie man sie löst
- Grauschleier auf Schokolade: Oft durch falsches Temperieren; bei Pralinen mit Deko meist nicht sichtbar.
- Zu weiche Masse beim Formen: Kurz kühlen oder in Gefrierfach geben.
- Zu feste Masse: Einige Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann formen.
- Kuvertüre härtet schlecht: Vorsichtig auf dem Wasserbad erwärmen und erneut temperieren.
Warum Trüffelpralinen selber machen?
Wohl kaum ein Geschenk aus der Küche kann so großen Eindruck schinden, wie selbstgemachte Pralinen. Die kleinen Leckerbissen sind ein Genuss auf allen Ebenen. Geschenke aus der Küche erfreuen sich insbesondere in der Adventszeit großer Beliebtheit. Eine hübsche Verpackung verleiht dem Geschenk eine persönliche Note. Die Pralinen kannst Du nach Lust, Laune oder ganz einfach nach dem, was Dein Vorrat so hergibt, herstellen und dekorieren.
Viel Freude beim Nachmachen und Genießen - Cheers!
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