Tartufo Bianco Pralinen selber machen — ausführliches Rezept und Hintergrund

Diese weißen Tartufo-Pralinen (Tartufo Dolce Bianco) sind feine italienische Pralinen aus dem Piemont. Sie wirken edel, sind angenehm cremig und zergehen zart auf der Zunge. Die Tartufo Dolce Bianco Trüffelpralinen passen wunderbar zu Espresso, Cappuccino, Caffè Crema oder Tee.

Was ist Tartufo und woher kommt der Name?

Der Name Schokoladentrüffel leitet sich vom italienischen Wort Tartufo ab, was Trüffel bedeutet. Auch wenn es Rezepte mit Trüffel gibt, liegt der Ursprung der Praline nicht in dieser Zutat. Erfunden worden sein soll der Schokoladentrüffel im Piemont, wo das erste Rezept mit Haselnüssen und dunkler Schokolade entstand. Die Form der Pralinen sollte an den berühmten tartufo nero, den schwarzen Wintertrüffel, erinnern. Vor allem Turin, die Hauptstadt des Piemonts, ist heute berühmt für die Herstellung der kleinen Schokotrüffel.

Charakteristik und typische Aromen

Die Tartufo Dolce Bianco Trüffelpralinen schmecken cremig, fein süß und angenehm nussig. Das Besondere an Tartufi dolci ist ihr zarter, feiner Haselnussgeschmack, der sich zusammen mit unverfälschten Schokolade- und Kakaoaromen zu einer einzigartigen Geschmackskomposition verbindet. Geröstete Haselnüsse geben den hellen Trüffelpralinen mehr Tiefe und einen angenehmen Biss. Das Piemont ist bekannt für seine hochwertigen Haselnüsse. Für die Tartufi dolci werden nur Nüsse der Sorte „Tonda Gentile delle Langhe“ aus dem Piemont verwendet, die für ihre aussergewöhnliche Aromatik und Süsse weltweit geschätzt und bekannt ist.

Tartufo Dolce Bianco auf einer Servierschale

Zutatenübersicht - klassische weiße Tartufo-Pralinen (ca. 25-30 Stück)

Die Tartufo Dolce Bianco Pralinen 1 kg sind feine italienische Pralinen aus dem Piemont mit weißer Schokolade, Kakaobutter und gerösteten Haselnüssen.

Zutat Menge / Hinweis
Weiße Kuvertüre / weiße Schokolade ca. 200-300 g (je nach Rezeptvariante; hochwertige Marken wie Callebaut, Valrhona empfohlen)
Geröstete Haselnüsse (geschält) 150 g (idealerweise Tonda Gentile delle Langhe)
Sahne 125-200 ml (je nach Rezept)
Butter 50-80 g (oder Margarine für vegane Variante)
Puderzucker / Staubzucker 80 g (oder nach Geschmack)
Optional: Aroma / Likör Orangenabrieb, Orangenlikör, Salz, Vanille oder ein Hauch Rum
Zum Wälzen Puderzucker, Kakaopulver, pulverisierte Pistazien oder fein gehackte geröstete Nüsse

Warum wenige Zutaten ausreichen

Das Schöne an den Pralinen ist, dass sie nicht nur sehr gut schmecken, sondern auch wahnsinnig einfach selbst gemacht sind. So braucht es nur wenige Zutaten für die Herstellung von Trüffel. Das Geheimnis perfekter Tartufi dolci liegt jedoch darin, dass die drei Zutaten - Haselnüsse, Zucker und Schokolade - zum exakt richtigen Zeitpunkt miteinander zu einer Tartufi-Masse eingebunden werden.

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Schritt-für-Schritt-Rezept (weiße Tartufo-Variante)

Folgende Zubereitung basiert auf den im Material beschriebenen Techniken und lässt sich je nach Vorliebe anpassen.

  1. Haselnüsse rösten: Das Backrohr auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Haselnüsse auf einem Backblech verteilen. Anschließend etwa 15 Minuten rösten, so dass die Farbe der Haselnüsse etwas dunkler wird.
  2. Optional schälen: Wenn du ungeschälte Haselnüsse verwendest, die Haselnüsse auf ein Geschirrtuch geben, das Tuch zusammenfalten und die Tuch-Enden in einer Hand zusammenfassen. Dann die Nüsse aneinander reiben und dadurch die Schale ablösen. Diesen Schritt kannst du dir sparen, wenn du bereits geschälte Haselnüsse verwendest. Anschließend die gerösteten Nüsse grob hacken.
  3. Schokolade vorbereiten: Die weiße Schokolade fein hacken und in eine hitzefeste Schüssel geben. Bei einer Mischung aus weißer und zarter Vollmilch- oder Zartbitterschokolade diese ebenfalls fein hacken und mischen.
  4. Sahne erhitzen: Sahne, Butter (oder Margarine für vegan) und Salz in einem Topf erhitzen, bis die Sahne beginnt zu köcheln. Sobald die Sahne heiß ist, Butter und Puderzucker zugeben und gut verrühren. Sofort über die gehackte Schokolade gießen und etwa 2-3 Minuten stehen lassen.
  5. Ganache herstellen: Die Schokolade gut verrühren, bis alles geschmolzen ist und eine homogene Schokoladenmasse (Ganache) entstanden ist. Abschließend noch die gehackten Haselnüsse zugeben und gut verrühren.
  6. Kühlen und formen: Die Tartufomasse in eine flache, kleine Form (z. B. ca. 15 x 20 cm) geben, welche vorher mit Frischhaltefolie ausgekleidet wurde, und zugedeckt 6-8 Stunden kalt stellen (oder über Nacht). Nach dem Kühlen die Masse auf ein Schneidebrett stürzen, die Folie abziehen und in Würfel mit ca. 1-2 cm Seitenlänge schneiden.
  7. Wälzen: Die Würfel sorgfältig in Kakaopulver, Puderzucker, pulverisierten Pistazien oder fein gehackten Nüssen wenden. Bis zum Servieren kühl lagern.

Für eine Variante mit Orangenabrieb: Die Schokolade mit Abrieb von ½ Bio-Orange mischen und optional 1-2 EL Orangenlikör zur Ganache geben. Nach dem Festwerden in fein gehackten Pistazien wälzen.

Schritt-für-Schritt: Pralinen formen und in Pistazien wälzen

Vegane und allergikerfreundliche Varianten

Diese Trüffel können ganz einfach vegan gemacht werden. Dafür pflanzliche Sahne statt Sahne, Margarine statt Butter und Kochschokolade statt Milchschokolade verwenden! Solltest du eine Haselnussallergie haben, funktioniert dieses Rezept auch mit (geschälten) Mandeln!

Tipps für beste Qualität

  • Verwende Schokolade von guter Qualität (z. B. Callebaut, Valrhona oder Felchlin Opus Blanc) - die Qualität der Schokolade bestimmt maßgeblich das Ergebnis.
  • Die Haselnüsse behutsam bei mittlerer Stärke sehr schonend rösten, damit das Nussöl nicht zu stark austritt und die Aromen optimal zur Entfaltung kommen.
  • Alle Zutaten sollten von hervorragender Qualität sein; das macht gerade bei wenigen Zutaten den Unterschied.
  • Beim Temperieren der Kuvertüre (falls du Hohlkörper oder Überzüge machst) die typischen Temperaturen beachten (z. B. weiße Kuvertüre erst auf ~42°C erwärmen, dann auf ~27°C abkühlen und wieder auf ~29°C erhitzen).
  • Die Ganache in einer flachen Form kalt stellen, damit das Abkühlen gleichmäßig erfolgt und sich später leichter portionieren lässt.

Serviervorschläge und Kombinationen

Die Tartufo Dolce Bianco Trüffelpralinen passen sehr gut zu Espresso, Cappuccino, Caffè Crema oder Tee. Sie wirken edel als kleine Begleitung zum Dessert oder als Geschenk in einer hübschen Schachtel. Zu unseren mit Pistazien ummantelten Trüffeln harmoniert ein Gläschen sizilianischen Süßweins besonders gut; unsere Pralinen haben wir mit einem Gläschen Ben Ryé von Donnafugata genascht. Der Süßwein hat ein umfangreiches Bouquet, das durch angenehme Noten von frischer Aprikose in Kombination mit kandierter Zitrusschale geprägt wird - ideal in Kombination mit Tartufo.

Herstellung von Tartufo Dolce Bianco: Schritte und Tricks

Varianten und Ideen zum Experimentieren

  • Grundrezept (300 g Schokolade: halb Vollmilch, halb Zartbitter, 50 g Butter, 125 ml Sahne, 1 Prise Salz) als Ausgangspunkt und dann variieren.
  • Orangenabrieb oder Zitronenabrieb für frische Zitrusnoten.
  • Gewürze wie Kardamom, Zimt oder Lebkuchengewürz sparsam einsetzen.
  • Liköre (z. B. 1-2 EL Orangenlikör oder Rum) ergänzen die Ganache; bei Flüssigkeitszugabe die Sahnemenge entsprechend anpassen.
  • Nach dem Formen in Kakaopulver, Krokant, Puderzucker, zerbröselten Keksen oder gehackten Nüssen wälzen.
  • Für eine Pistazien-Variante weiße Kuvertüre mit Pistazienmus (100% Pistazien) und knusprigen Pistazienstückchen mischen; evtl. hauchdünn mit Puderzucker bestäuben.

Praktische Hinweise

Die Qualität der Tartufi dolci steht und fällt mit dem handwerklichen Können und der zeitlich präzisen Herstellung. Alleine das Abkühlen der hergestellten Trüffelmasse nimmt einige Stunden in Anspruch. Tartufi wiegen normalerweise 14 g, es gibt auch kleinere Tartufini mit 7 g. Die 1 kg Packung industriell hergestellter Pralinen eignet sich ideal für Vorrat oder zum stilvollen Bewirten von Gästen.

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Wenn du dieses Rezept ausprobierst: Unbedingt ausprobieren! Ganz besonders gut schmecken die Pralinen zu einer Tasse Kaffee, einem Glas Rotwein oder einem Schluck Rum. Wie mir gesagt wurde, schmecken sie sogar Leuten, die sonst keine Schokolade mögen.

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