Geschichte und Herstellung der Storck RIESEN Karamellbonbons: Entwicklung, Produktion und Markenwandel
Es geschah im Städtchen Werther anno 1909. Dort schuf der Zuckerbäcker Gustav Nebel auf der Höhe seines Könnens sein bestes Bonbon. Er nahm frische Sahne, gute Butter, weißen Kristallzucker, goldgelben Kandis, eine Prise Salz und viel Zeit. So entstand das erste Rezept für seine beliebten Sahnebonbons. Das Original mit Tradition!
Von der Werther’schen Zuckerwarenfabrik zur August Storck KG
1903 gründete August Storck genannt Oberwelland als Besitzer des Oberwellandhofs in Werther (Westfalen) die Werther’sche Zuckerwarenfabrik. Mit drei Mitarbeitern lieferte die Fabrik Zuckerwaren an Händler in der näheren Umgebung. Bis zum Jahr 1909 wuchs die Belegschaft auf zwölf Mitarbeiter, jedoch wirkte sich der Erste Weltkrieg nachteilig auf die Entwicklung aus. 1921 ging die Leitung des Unternehmens an Hugo Oberwelland, den jüngsten Sohn des mittlerweile erkrankten Gründers.
Nach dem Krieg entstand ein neues Werk im benachbarten Halle (Westf.), das bei seinem Bau als gutes Beispiel für eine „Industrieanlage im Grünen“ galt. Das Werk erhielt einen Gleisanschluss an die Bahnlinie des Haller Willem. Storck kaufte eigene Kesselwagen für den Rohstofftransport und geschlossene Güterwagen für den Transport der Fertigwaren. 1953 begann der Export, anfangs hauptsächlich in die USA, nach Schweden und Hongkong. 1954 begann die Produktion von Schokolade.
Markenentwicklung und Generationenwechsel
Von 1962 an entwickelte die Firma innerhalb von zwei Jahrzehnten viele ihrer bis heute wichtigsten Marken. In rascher Folge entstanden nimm2 (1962), Merci (1965), Campino (1966), Werther’s Original (1969) und Toffifee (1973). Der zweite Generationenwechsel erfolgte 1971, als Klaus Oberwelland die Unternehmensleitung übernahm. Der dritte Generationenwechsel erfolgte im Jahr 2003. Seither ist Axel Oberwelland Vorsitzender der Geschäftsführung der August Storck KG, welche die Muttergesellschaft für die darunter angesiedelten Ländergesellschaften ist.
Die meisten dieser Leckereien gehören zu den Klassikern der deutschen Süßwarenbranche: Merci, Dickmann's, Werther's Original, nimm 2, Storcks Riesen, Toffifee, Knoppers. Damit spielt Storck in der ersten Liga des deutschen Lebensmittelhandels. Die neue Markenstrategie zum 100jährigen Bestehen entwickelte Storck ein neues Firmenlogo und den neuen Slogan „Part of Your World“.
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Die Marke Werther’s / Werther’s Original: Tradition und Innovation
Die Marke Werther’s Echte, später umbenannt in Werther’s Original, wird immer erfolgreicher. Viel hat sich seit der Herstellung der ersten Werther’s Original Sahnebonbons geändert - eines ist aber geblieben: In all unseren Köstlichkeiten stecken die besten Zutaten und sie werden mit der gleichen Liebe und Sorgfalt hergestellt wie einst von Gustav Nebel. In den vergangenen über 100 Jahren ist viel passiert: Menschen in über 100 Ländern der Welt genießen heute Produkte der Marke Werther’s Original, so dass Werther’s Original eine der internationalsten Marken von Storck ist.
Werther’s Original Soft Caramel kombiniert besonders zarten Genuss mit dem einzigartigen Werther’s Geschmack. Auch neu: Werther’s Original Soft Eclair. Eine echte Innovation: Werther's gibt es jetzt mit knusprigem Kern umhüllt von sanft-cremigem Werther's Karamell. Seit August 2018 ist Werther’s Original Caramel Popcorn nun auch in Deutschland verfügbar.
Storck RIESEN: Produktgeschichte und Eigenschaft des Karamellbonbons
Früher bekannt als PFENNIG RIESEN als eines der ersten gewickelten Markenbonbons haben die RIESEN Karamell Riesen bis heute ihren unverwechselbaren Geschmack behalten. Das Karamell Bonbon, das erst bissfest erscheint, wird im Mund weicher und entfaltet seinen vollen, aromatischen Geschmack von feinstem Karamell. Die einzeln gewickelte Nascherei in der kompakten Stange für alle Karamell-Liebhaber eignet sich ideal zum Teilen und Genießen mit Freunden und Familie aber auch zum Mitnehmen für unterwegs - das Bonbon für jede Gelegenheit.
Herstellung: Zutaten, Technik und Qualitätsanspruch
Er nahm frische Sahne, gute Butter, weißen Kristallzucker, goldgelben Kandis, eine Prise Salz und viel Zeit. So entstand das erste Rezept für seine beliebten Sahnebonbons. Bei der Herstellung und Vermarktung seiner Süßwaren legt das familiengeführte Unternehmen ein wertschätzendes Miteinander und Vertrauen zugrunde. Werte, die seit der Gründung im Jahr 1903 fest in der Unternehmenskultur verankert sind.
Es braucht viele Fertigkeiten und Handgriffe, um eine Schokolade herzustellen, aber auch den vielseitigen Einsatz moderner Technik. Die Technikerinnen und Techniker in Berlin übernehmen mit ihrem Know-how aus verschiedenen Fachrichtungen wie Produktionstechnik, Kälte- und Klimatechnik, Elektrotechnik und Versorgungstechnik eine verantwortungsvolle Aufgabe. Automatisierte Produktionsanlagen erfordern mit Mischern, Walzen, Gieß- und Verpackungsmaschinen regelmäßige Wartungen und Optimierungen.
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Im Hinblick auf Storcks Qualitätsanspruch wenden die Fachkräfte moderne Messverfahren an, um schon kleine Nuancen steuern zu können. Das Herzstück der Schokoladenproduktion ist beispielsweise das Conchieren: Bei diesem Herstellschritt wird die Schokoladenmasse durch mechanische Bewegung erwärmt, belüftet und veredelt. Um dabei den passenden Geschmack zu erzielen, müssen Dauer, Temperatur und Belüftung genau aufeinander abgestimmt und eingestellt werden.
Arbeitskräfte, Ausbildung und Standorte
Am Standort Berlin werden Ausbildungsberufe im kaufmännischen und technischen Bereich sowie im Produktionsumfeld angeboten. Viele Nachwuchskräfte, die bei Storck erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen haben, bleiben lange dabei. In Reinickendorf ist das Familienunternehmen zu einem der größten Arbeitgeber im Bezirk gewachsen: Rund 1.300 Beschäftigte engagieren sich dort für die Süßwarenproduktion, um für köstliche Markenprodukte zu sorgen.
Expansion, Export und strategische Entscheidungen
1953 begann der Export, anfangs hauptsächlich in die USA, nach Schweden und Hongkong. 1988 übernahm Storck das Traditionsunternehmen Bendicks of Mayfair aus Winchester in England. 1993 entstand eine neue Produktionsstätte im thüringischen Ohrdruf. 2005 erstand Storck von der Karlsruher Firma Ragolds die Namensrechte an den Marken Rachengold und Atemgold. 2005 betrug der Umsatz der August Storck KG 1,16 Mrd. Euro.
In Westdeutschland trieb Klaus Oberwelland die Zusammenarbeit mit Aldi voran. So liegen in den Regalen des Discount-Riesen bis heute Storck-Produkte, die als solche zu erkennen sind, aber auch Süßwaren, die zwar von Storck produziert, aber unter anderem Namen verkauft werden. Vor allem der Kooperation mit Aldi ist es zu verdanken, daß Storck heute in Deutschland Marktführer mit Bonbons und Schaumküssen ist und die Nummer zwei nach Ferrero mit Schokoladen-Spezialitäten.
Markenstrategie, Diversifikation und Produktvarianten
Mit dem Generationswechsel zu dem neuen Firmenchef Axel Oberwelland veränderte sich die Markenführung bei Storck. Setzte man vorher auf eine reine Einmarkenstrategie (eine Marke mit einem Produkt), waren die letzten Jahre durch eine Politik der Markenkapitalisierung über zahlreiche Produkteinführungen unter einem Markendach gekennzeichnet. Beispiele hierfür sind die neuen Varianten bei Werthers Original mit Eclair, Karamellcreme und Soft oder bei Mamba mit den Varianten Sauer und Cola. Auch im Schokoladenbereich wurden zahlreiche neue Varianten unter merci Petits oder bei der Stammmarke Merci eingeführt.
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Unternehmens- und gesellschaftliche Aspekte
Im Zuge der Fusion verließen zahlreiche Führungskräfte das Unternehmen und wurden vorwiegend durch bei Ferrero abgeworbene Manager ersetzt. Obwohl das Unternehmen zur Zeit gut dasteht, gilt es im Markt als ein möglicher Übernahmekandidat. Die meisten Erfolgsmarken sind veraltet. Die Einführung des Kräuter-Halsbonbons Paroli mißlang. Der Marktauftritt der Schokoladen-Riesen wurde mehrmals verändert. Außerdem fehlt Storck eine echte Weltmarke.
Im Jahr 1961 übernahm Klaus Oberwelland mit 23 Jahren die Bereiche "Markt und Marketing", zehn Jahre später leitete er die Firma. Der passionierte Oldtimer-Sammler gilt als Markenmacher. Bis heute weiß kaum jemand, daß hinter der Erfindung der meisten Marken nicht Klaus Oberwelland steht, sondern der Düsseldorfer Werbefachmann Otto Pahnke, der Jahrzehnte erfolgreich im Hintergrund agierte.
Ökologie, Standortpolitik und soziales Engagement
Durch die Aufforstung in der Umgebung wurden freiwillig Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, wie sie heute in Raumordnungsverfahren und Bauleitplanungen vorgeschrieben sind. Storck investiert viel in Aus- und Weiterbildung, um das Team fit für die Zukunft zu machen. Bei der Herstellung und Vermarktung seiner Süßwaren legt das familiengeführte Unternehmen ein wertschätzendes Miteinander und Vertrauen zugrunde.
Historische Meilensteine in Kürze
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1903 | Gründung Werther’sche Zuckerwarenfabrik durch August Storck |
| 1909 | Gustav Nebel entwickelt das Sahnebonbonrezept |
| 1934 | Markteinführung der „1 Pfennig RIESEN“ |
| 1953 | Beginn des Exports |
| 1969 | Werther’s Original (Werthers Echte) wird eingeführt |
| 1988 | Übernahme Bendicks of Mayfair |
| 1993 | Produktionsstätte in Ohrdruf |
| 2003 | Axel Oberwelland übernimmt Geschäftsführung |
| 2018 | Werther’s Original Caramel Popcorn in Deutschland verfügbar |
Früher bekannt als PFENNIG RIESEN als eines der ersten gewickelten Markenbonbons haben die RIESEN Karamell Riesen bis heute ihren unverwechselbaren Geschmack behalten. Das Karamell Bonbon, das erst bissfest erscheint, wird im Mund weicher und entfaltet seinen vollen, aromatischen Geschmack von feinstem Karamell.
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