Rezept für Käsekuchen: Klassisch mit Mürbeteig und samtiger Quarkcreme

Lust auf ein Stückchen vom besten Käsekuchen der Welt? Dieser einfache Käsekuchen mit Boden aus Mürbeteig und samtiger Quarkcreme kommt komplett ohne Einfallen, Krater und unschöne Risse aus. Das Rezept habe ich in vielen Versuchen perfektioniert. Kein Wunder, dass es bei euch, unseren Lesern, seit vielen Jahren extrem gut ankommt!

Warum dieses Rezept?

Auf der Suche nach dem besten Käsekuchen habe ich viel recherchiert, Umfragen erstellt, massenweise gebacken, Backbücher gewälzt und natürlich auch Oma gefragt. Was das beste Käsekuchenrezept ist, ist letztlich natürlich wie so oft Geschmackssache. Uns schmeckt die traditionelle Variante mit buttrigem Mürbeteig und cremiger Quarkfüllung besonders gut. Wir mögen den Käsekuchen einfach und klassisch. Ohne viel Tamtam.

Zutaten für den Mürbeteig (für Ø 26-28 cm Springform)

  • 200-300 g Weizenmehl
  • 75-100 g Zucker
  • 150-150 g kalte Butter (oder Margarine)
  • 1 Ei + 1 Eigelb (je nach Variante)
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL abgeriebene Zitronenschale (optional)
  • 2-3 EL kaltes Wasser (falls nötig)

Zutaten für die Quarkfüllung (klassisch, cremig)

  • 500-750 g Quark (Magerquark oder 20% Fett)
  • 3-6 Eier (je nach Rezeptvariante)
  • 175-250 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanille-Puddingpulver oder 50 g Mehl + 50 g Speisestärke
  • 100-400 ml Sahne oder Milch/Öl (je nach Rezept)
  • Vanille (Mark oder Vanillezucker)
  • Zitronenabrieb und optional Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Vorbereitung des Mürbeteigs

Für den Teig Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz und Zucker in eine Schüssel geben. Die Eier und die kalte Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Knethaken sowie am Schluss mit den Händen zu einem homogenen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, plattdrücken, in Frischhaltefolie wickeln und rund 30 Minuten kühlstellen.

Die Springform (26-28 cm) fetten und mit Mehl bestäuben; alternativ nur den Rand fetten und den Boden mit Backpapier bespannen. Den Mürbeteig mit einem Nudelholz ausrollen. Den Boden der Springform mit Teig auslegen und einen Rand hochziehen. Mürbeteigboden mehrfach mit einer Gabel einstechen und die Form inkl. Teig kühlstellen, während ihr die Creme vorbereitet.

Zubereitung der Quarkmasse

Für die Käsekuchenmasse zunächst den Quark abtropfen lassen bzw. eventuell entstandene Flüssigkeit abgießen. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Quark unterrühren. Erst Zitronenschale und Vanillepuddingpulver, dann Öl und Milch ebenfalls gut unterrühren, sodass keine Stücken mehr zu sehen sind. Die Masse ist recht flüssig.

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Alternativ: Die Eier trennen. Das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz in einer fettfreien Schüssel zu Schnee aufschlagen und beiseite stellen. Die Eigelbe mit der zerlassenen Butter in einer Schüssel gut verrühren und anschließend den Zucker, das Mark der Vanilleschote, den Abrieb und den Saft einer Biozitrone dazugeben und alles gut verrühren. Nun das Mehl, die Stärke und das Backpulver dazugeben und untermischen. Den Quark unter die Eigelb-Zucker-Mehlmischung rühren, bis es eine glatte Masse ist. Nun vorsichtig den Eischnee unterheben.

Backen - Temperatur, Dauer und Tricks gegen Risse

Den Ofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Käsekuchenmasse auf den Teigboden in die Form gießen. Die Creme sollte fast mit dem Mürbeteigrand abschließen. Kuchen etwa eine Stunde backen. Die Stunde Backzeit ist zur groben Orientierung. In der Mitte darf der Kuchen noch leicht weich sein, denn die Quarkcreme wird beim Abkühlen ohnehin fester.

Wie verhindere ich, dass der Käsekuchen zusammenfällt? Backt den Kuchen nicht am Stück, sondern in mehreren Etappen. Während des Backens wird er ringsum mit einem großen Messer vom Rand gelöst, sodass die Luft entweichen kann, die für Risse und Wölbungen und damit Einfallen sorgt. Wenn die Backzeit zuende ist, bleibt der Kuchen noch im Ofen stehen. Die Tür ist dabei einen Spalt breit geöffnet, etwa mit einem Holzkochlöffel.

Käsekuchen ohne Risse: Damit die Käsemasse nach dem Backen nicht einfällt, hat sich meiner Erfahrung nach folgendes Vorgehen bewährt: Nach 25 Minuten Backzeit den Kuchen aus dem Ofen holen und den Mürbeteigrand mit einem scharfen Messer vorsichtig vom Springformrand lösen. Außerdem mit dem Messer leicht zwischen die noch weiche Käsekuchenfüllung und den Teigrand ritzen. Kuchen wieder in den Ofen stellen und weitere ca. 35 Minuten backen.

Der Kuchen wird während dem Backen hoch gehen wie ein Atompilz, nach dem Backen aber wieder absinken. Sollte sich die Oberfläche zu dunkel färben, deckt die Form mit Alufolie oder Backpapier locker ab. Allgemein solltet ihr eine eher niedrige Temperatur wählen. Um Risse komplett zu vermeiden, könntet ihr den Kuchen bei geringerer Temperatur (160 °C Ober-/Unterhitze) langsamer und länger backen.

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Abkühlen und Aufbewahren

Abkühlen lassen: Wenn der Kuchen fertig ist, sollte man ihn noch im ausgeschalteten Ofen ca. 30 Minuten stehen lassen. Dabei die Ofentür einen Spalt breit öffnen, indem man z.B. einen Holzkochlöffel einklemmt. Anschließend den Kuchen herausnehmen, auf ein Kuchengitter stellen und vollständig auskühlen lassen. Vor dem Anschneiden komplett abkühlen lassen.

Wie sollte man Käsekuchen aufbewahren? Entweder gut abgedeckt im Kühlschrank, wo er gut 3 Tage stehen bleiben kann. Oder ihr friert ihn in einzelnen Stückchen ein. Der Kuchen hält sich abgedeckt im Kühlschrank 3-4 Tage. Eingefroren (in Folie gewickelt) 2-3 Monate. Auftauen über Nacht im Kühlschrank.

Tipps für die perfekte Konsistenz und Varianten

  • Verwendet für euren Käsekuchen einen Magerquark, wenn ihr eine kompaktere Textur möchtet; für besonders cremiges Ergebnis kann Frischkäse oder Ricotta ergänzt werden.
  • Hebt alle Zutaten vorsichtig unter den Teig und verrührt die Käsekuchenmasse nicht zu stark.
  • Taucht euer Messer vor dem Anschneiden in heißes Wasser und trocknet es ab. So gleitet das heiße Messer einfach durch die Quarkmasse und den Boden.
  • Für mehr Aroma das Mark aus einer Vanilleschote kratzen und zur Quarkmasse geben. Für mehr Frische Zitronen- oder Orangenabrieb unter die Quarkmasse rühren.
  • Mit Rosinen: Wenn ihr Rosinen liebt, dann streut einfach 50 g davon auf den Mürbeteigboden, bevor ihr die Quarkfüllung darauf gebt.
  • Streusel-Topping: Wenn ihr auf knusprige Streusel steht, ist ein Crumble-Topping die perfekte Wahl.
  • Topping-Ideen: Puderzucker, dünne Schicht Aprikosengelee, Erdbeeren oder Blaubeeren.
Mürbeteig mit Quarkfüllung auf Springform

Varianten

Der Boden des Käsekuchens besteht klassisch aus Mürbeteig. Der Käsekuchen schmeckt aber auch ohne Boden ganz wunderbar. Für einen Käsekuchen ohne Boden gebt ihr die Quarkmasse einfach direkt in die Springform. Um ihm die nötige Festigkeit zu geben, kommt etwas Mehl in die Masse oder ihr gebt Weichweizengrieß dazu, der für ausreichend Bindung sorgt.

Käsekuchen vom Blech: Wenn ihr für viele backt, dann probiert unbedingt mal die Käsekuchen vom Blech. Die sind schön groß, einfach gemacht und immer ein Hit. Beim Teig für den Boden habt ihr, je nach Rezept, die Wahl zwischen Mürbeteig, Streuselteig oder Rührteig.

Mit Früchten: Mit frischem, TK- oder Dosenobst wird Käsekuchen extra saftig und schön fruchtig. Je nach Rezept kommen Früchte direkt in die Quarkmasse oder als Belag oben drauf.

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Käsekuchen mit Beeren-Topping

Arbeitszeit, Backzeit und Servierhinweis

Nach nur 30 Minuten Arbeitszeit bereit für den Backofen! Die Backzeit beträgt je nach Rezept zwischen 50 und 75 Minuten. Die Stunde Backzeit ist zur groben Orientierung. In der Mitte darf der Kuchen noch leicht weich sein. Vor dem Servieren noch ca. 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen damit er sich besser schneiden lässt (mit einem feuchten Messer schneiden!).

Praktische Hinweise

  • Form: Du benötigst eine Springform mit 26 cm Durchmesser.
  • Temperatur: 160-180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft etwa -20 °C).
  • Position: Zweite Schiene von unten, nicht zu nah an den Heizelementen.
  • Riss-Profi-Trick: Nach 20-25 Minuten Backzeit den Rand mit einem scharfen Messer lösen.
Schritt-für-Schritt: Käsekuchen backen und richtig abkühlen

Das Besondere an diesem Rezept

Dieser Käsekuchen ist ein schneller Klassiker aus knusprigem Mürbeteig und cremiger Quarkmasse mit mildem Vanillegeschmack. Saure und süße Sahne sorgen für die perfekte Konsistenz. Außerdem gibt es Hinweise zur optimalen Ruhe- und Abkühlzeit. Das Ergebnis der Tests kann sich meiner Meinung nach sehen und schmecken lassen!

Hilfreiche Tricks auf einen Blick

  1. Teig nicht zu lange kneten - er soll mürbe bleiben.
  2. Quark eventuell abtropfen lassen.
  3. Eischnee aufschlagen und vorsichtig unterheben für mehr Luftigkeit.
  4. Nach 20-25 Minuten Backzeit Mürbeteigrand vom Formrand lösen, um Risse zu vermeiden.
  5. Im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür auskühlen lassen.
  6. Im Kühlschrank mindestens 1-2 Stunden kaltstellen vor dem Servieren; besser über Nacht auskühlen lassen.

Weitere Inspiration

Wenn ihr Abwechslung mögt, schaut euch unbedingt auch unsere große Übersicht der besten Käsekuchen-Rezepte an. Darin sollte für jeden etwas dabei sein. Neben dem klassischen Käsekuchen gibt es noch zahlreiche Varianten, wie z.B. den Käsekuchen mit Mandarinen, Käsekuchen am Stiel, Schoko Käsekuchen oder Käsekuchen mit Streusel.

Verschiedene Käsekuchen-Varianten (bodenlos, mit Streuseln, vom Blech)

Viel Spaß beim Nachmachen und vor allem beim Genießen!

tags: #Rezept #für #Käsekuchen

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