Schweizer Apfelkuchen mit Mürbeteig Rezept

Die Kombination aus knusprigem Mürbeteig, säuerlich-süßen Äpfeln und sahnig-cremigem Guss macht diesen Schweizer Apfelkuchen (auch Apfeltarte oder Wähe genannt) zu einem der beliebtesten Herbstkuchen. Im Folgenden finden Sie mehrere Varianten, ausführliche Zubereitungsschritte, Tipps zur Teig- und Füllungswahl sowie Hinweise zum Backen und Servieren.

Zutaten - Basisrezept für eine Springform Ø 24-26 cm

  • Für den Mürbeteig: Mehl, 1 Prise Salz, kalte Butter, Zucker und 2-3 EL kaltes Wasser oder alternativ Quark für einen geschmeidigen Quark-Mürbeteig.
  • Für den Belag: 4-8 Äpfel (säuerlich, z. B. Boskop oder Elstar), Zitronensaft, gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (4-5 EL), Butter, Zimt, Zucker.
  • Für den Guss: Sahne, Eier, 1 Eigelb, Zucker, Vanillezucker oder Vanillemark, Speisestärke (oder Vanillepuddingpulver).
  • Zum Bestreuen: Puderzucker oder brauner Zucker zum Karamellisieren.

Grund-Technik: Mürbeteig herstellen

Für den Mürbeteig Mehl mit 1 Prise Salz, der kalten kleingeschnittenen Butter, dem Zucker und 2 EL Wasser zu einem glatten Teig verkneten. In Folie wickeln und ungefähr 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Alternativ lässt sich ein Quark-Mürbeteig herstellen: Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit 1 Prise Salz vermischen. Butter in kleine Stücke schneiden und hinzufügen, ebenso den Quark. Alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Min. im Kühlschrank kalt legen.

Form vorbereiten und Teig auslegen

Eine Springform (24-26 cm Ø) mit Butter einfetten, den Backofen auf 175-180 °C vorheizen. Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche ausrollen, in die Springform legen und andrücken. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Auf den Teigboden die gemahlenen Mandeln oder Haselnüsse geben; sie verhindern, dass der Boden durchweicht und sorgen für zusätzlichen Geschmack.

Schweizer Apfeltarte aufgeschnitten

Äpfel vorbereiten

Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Apfelschnitze sofort mit Zitronensaft vermengen und gleichmäßig auf dem Kuchenboden verteilen. Jedes Apfelviertel an der gewölbten Oberfläche leicht einschneiden, dann dicht an dicht in der Form fächerartig auslegen.

Lesen Sie auch: Schweizer Schokolade Milka

Vorgebacken: erster Backschritt

Die Apfelspalten mit der geschmolzenen Butter bestreichen und mit Zimt und Zucker bestreuen. Den Kuchen für 15-25 Minuten vorbacken (je nach Rezept zwischen 15 und 25 Minuten genannt), bis die Äpfel leicht angezogen sind.

Guss zubereiten

Für den Guss Eier, Eigelb, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. In einer Pfanne die Butter zerlassen und darin die Speisestärke anschwitzen. Alles mit Sahne ablöschen, ohne dass sie aufkocht. Nach und nach zum Eier-Zucker-Gemisch geben. In einer anderen Variante: Eier, Zucker und Speisestärke glattrühren. Vanillemark und flüssige Sahne zur Eier-Zucker-Mischung geben und mit einem Schneebesen verrühren.

Fertigbacken und Karamellisieren

Die Sahnecreme über den vorgebackenen Kuchen gießen und für weitere 15-35 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. Wenn der Kuchen zu stark bräunt, mit Alufolie abdecken. Nach Ende der Backzeit den Kuchen mit etwas geschmolzener Butter bestreichen und mit 1-2 EL Zucker bestreuen. Bei starker Oberhitze etwas karamellisieren lassen oder für 2-3 Minuten unter den Grill geben, dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Nachbearbeitung und Serviervorschläge

Mit Puderzucker bestreuen und servieren. Ihr könnt die Wähe nach dem Backen mit etwas flüssigem Quittengelee bestreichen oder einen ordentlichen Klecks frisch geschlagene Sahne dazu reichen. Vor dem Anschneiden sollte der Kuchen vollständig abkühlen, damit er nicht auseinanderfällt.

Apfelspalten fächerförmig auf Mürbeteig

Varianten im Überblick

  • Schweizer Apfeltarte mit Sahneguss: Mürbeteigboden, gemahlene Mandeln, Apfelspalten, Guss aus Sahne, Eiern, Speisestärke und Zucker; nach dem Backen mit Butter bestreichen und braunen Zucker karamellisieren.
  • Apfelwähe mit Haselnüssen: Gemahlene Haselnüsse unter den Äpfeln auf dem Mürbeteig-Boden verteilen - sie fangen den austretenden Saft auf und sorgen für Nussaroma.
  • Mit Streuseln: Boden aus Mürbeteig, Füllung aus angedickter Apfelmasse, Streusel aus Mehl, Zucker und geschmolzener Butter als Topping.
  • Quark-Mürbeteig-Variante: Milderer, geschmeidigerer Boden durch Quarkanteil und weniger Butter.

Tipps zur Auswahl von Äpfeln und Zutaten

  • Wählt süß-säuerliche, festfleischige Äpfel (z. B. Boskop, Elstar) - mehlige Äpfel zerfallen beim Backen und liefern keine gute Standfestigkeit.
  • Bio-Äpfel sind empfehlenswert, insbesondere wenn die Schale dran bleibt.
  • Gemahlene Haselnüsse oder Mandeln verhindern Durchweichen des Bodens und geben Geschmack.
  • Wer es würziger mag, fügt dem Guss eine Prise Zimt, Ingwerpulver oder gemahlenen Kardamom hinzu.

Zubereitungszeiten - Beispielangaben

Arbeitsschritt Zeit
Teig zubereiten und kühlen 30-60 Minuten (je nach Rezept)
Vorbereitung Äpfel und Form 15-25 Minuten
Backen (2 Schritte) 40-60 Minuten insgesamt
Abkühlen mind. 30-120 Minuten (empfohlen)
Zubereitung Schweizer Apfeltarte Schritt-für-Schritt

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

  • Teig zu warm: Mürbeteig immer mit kalter Butter zubereiten und ausreichend kühlen, sonst wird er zäh.
  • Durchweichen des Bodens: Gemahlene Nüsse oder Mandeln unter die Äpfel geben, damit der Saft aufgefangen wird.
  • Guss nicht angedickt: Die Speisestärke richtig anschwitzen und die Sahne nicht aufkochen lassen, bevor sie zum Eiergemisch gegeben wird.
  • Zuviel Bräune: Kuchen mit Alufolie abdecken oder Temperatur leicht reduzieren.

Servierempfehlung und Haltbarkeit

Der Schweizer Apfelkuchen schmeckt frisch gebacken am besten, kann aber bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Tag halten. Länger (ein bis zwei Tage) aufbewahren empfiehlt sich im Kühlschrank. Vor dem Servieren ggf. mit Puderzucker bestäuben und mit geschlagener Sahne oder Vanilleeis servieren.

Lesen Sie auch: Genussreise: Schweizer Schokolade in Freiburg

Warum diese Wähe/Apfeltarte besonders ist

Der Clou bei dieser Wähe sind die gemahlenen Haselnüsse oder Mandeln auf dem Mürbeteig-Boden: Sie fangen den beim Backen austretenden Saft der Äpfel auf und verhindern so, dass der Teig zu weich wird. Außerdem sorgen sie für zusätzlichen Geschmack. Die Kombination von Mürbeteig, säuerlichen Äpfeln und sahnig-schmelzendem Guss ist einfach köstlich, getoppt von einer knackigen Schicht karamellisierten Zuckers.

Stück Schweizer Apfelkuchen mit Puderzucker

Lesen Sie auch: Tradition und Wandel in Aarberg

tags: #schweizer #apfelkuchen #mit #mürbeteig #rezept

Populäre Artikel: