Humor in der Werbung für Schokoriegel: Beispiele und Überlegungen
Werbung ist allgegenwärtig und zielt darauf ab, unser Kaufverhalten zu beeinflussen. Besonders im Bereich der Lebensmittelwerbung, insbesondere bei Schokoriegeln, spielt Humor eine große Rolle. Dieser Artikel untersucht, wie Humor in der Schokoriegelwerbung eingesetzt wird, beleuchtet einige Beispiele und diskutiert die Wirksamkeit dieser Strategie.
Die Rolle des Humors in der Lebensmittelwerbung
Humor ist in der Werbung ein beliebtes Stilmittel, besonders bei Lebensmitteln. Gute Werbetexte nehmen Food-Produkte ernst, aber nicht zu ernst. Geschmack lässt sich optisch schwer darstellen, daher lebt gute Food-Werbung vom Storytelling, was oft zu Humor führt. Da Essen oft mit Unterhaltung verbunden ist, wird eine gewisse Erwartungshaltung erzeugt. Werbespots für Haribo, Tiefkühlpizza, Wurst oder Schokoriegel treten selten bierernst auf.
Beispiele für lustige Schokoriegelwerbung
Ein bekanntes Beispiel für humorvolle Schokoriegelwerbung ist der Snickers-Spot mit der Botschaft: „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist.“ Diese Kampagne, die seit 2014 läuft, zeigt Menschen, die aufgrund von Hunger ihr Verhalten ändern und erst nach dem Verzehr eines Snickers wieder normal werden.
Snickers: "Du bist nicht du, wenn du hungrig bist"
Die Snickers-Kampagne mit dem Slogan „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist“ ist ein Paradebeispiel für humorvolle Werbung. Die Spots zeigen oft bekannte Persönlichkeiten oder Alltagssituationen, in denen Menschen aufgrund von Hunger seltsam oder unpassend reagieren. Erst der Genuss eines Snickers bringt sie wieder zur Vernunft. Diese Kampagne hat einen hohen Wiedererkennungswert und spricht ein breites Publikum an.
Ein Beispiel ist der TV-Spot, der erstmals am 10.08.2014 ausgestrahlt wurde. Er bewirbt den Schokoriegel als schnellen Hungerstiller. Der Spot zeigt eine WG-Situation oder einen Umzug, was besonders jüngere Zielgruppen anspricht. Die typischen Symbole wie bunte Aufkleber auf Notebooks, Kartons mit "CD" und das lockere Outfit der Darsteller spiegeln den zeitgenössischen Alltag wider und suggerieren eine authentische Alltagsnähe.
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Die Werbebotschaft selbst war bereits 2014 Teil einer globalen Leitidee („You’re not you when you’re hungry“). Snickers gelang es, diesen markant pointierten Markenclaim in den deutschen Kulturraum zu übersetzen, wobei der Slogan „Du bist nicht du, wenn du hungrig bist“ zum zentralen Anker wurde. Mit Blick auf Werbewirksamkeit und Wiedererkennbarkeit ist diese Stringenz in der Botschaft wirkungsvoll.
Ein weiterer Spot aus dem Jahr 2016 zeigt Mr. Bean (Rowan Atkinson) in einer ungewöhnlichen Situation. Der Spot adaptiert die bereits etablierte und global erfolgreiche Leitidee von „You’re not you when you’re hungry“. Durch die Einbindung von Mr. Bean als prominenten, internationalen Testimonial wird ein bekannter Comedy-Charakter in ein für westliche Sehgewohnheiten exotisches Setting transferiert.
Weitere Beispiele
Es gibt zahlreiche weitere Beispiele für humorvolle Schokoriegelwerbung. Einige setzen auf Slapstick, andere auf Wortwitz oder skurrile Situationen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Zielgruppe zu verstehen und den Humor entsprechend anzupassen.
Die Vor- und Nachteile von Humor in der Werbung
Humor kann in der Werbung sehr effektiv sein, birgt aber auch Risiken.
Vorteile
- Aufmerksamkeit: Lustige Werbespots erregen die Aufmerksamkeit des Publikums und bleiben im Gedächtnis.
- Positive Emotionen: Humor verbindet positive Emotionen mit dem beworbenen Produkt oder der Marke.
- Markenbekanntheit: Humor kann die Markenbekanntheit steigern und das Image des Unternehmens positiv beeinflussen.
- Virale Verbreitung: Lustige Inhalte werden oft in sozialen Medien geteilt, was die Reichweite der Werbung erhöht.
Nachteile
- Geschmackssache: Humor ist subjektiv, was für den einen lustig ist, kann für den anderen lächerlich oder sogar beleidigend sein.
- Ablenkung: Humor kann von der eigentlichen Werbebotschaft ablenken, sodass die Zuschauer den Bezug zum Produkt verlieren.
- Image-Schaden: Unpassender Humor kann dem Image der Marke schaden und zu negativen Reaktionen führen.
- Seriosität: In einigen Branchen, wie z.B. Versicherungen oder Banken, kann Humor die Seriosität des Unternehmens untergraben.
Tipps für den Einsatz von Humor in der Werbung
Wenn Sie Humor in Ihrer Werbung einsetzen möchten, sollten Sie folgende Tipps beachten:
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- Zielgruppe: Kennen Sie Ihre Zielgruppe und passen Sie den Humor entsprechend an.
- Kernbotschaft: Stellen Sie sicher, dass die Kernbotschaft Ihrer Werbung trotz des Humors klar und verständlich bleibt.
- Dosierung: Übertreiben Sie es nicht mit dem Humor, sonst wirkt die Werbung schnell überladen und unglaubwürdig.
- Qualität: Investieren Sie in eine professionelle Umsetzung, damit der Humor auch richtig zur Geltung kommt.
- Testen: Testen Sie Ihre Werbung vor der Veröffentlichung, um sicherzustellen, dass sie bei Ihrer Zielgruppe gut ankommt.
Kritik an Werbung im Allgemeinen
Es gibt auch Kritik an Werbung im Allgemeinen, insbesondere wenn sie sich an Kinder richtet. Einige argumentieren, dass Werbung eine Form der Massenmanipulation ist und dass Kinder besonders anfällig für ihre Botschaften sind. Es wird kritisiert, dass Werbung unrealistische Erwartungen wecken und zu ungesundem Konsumverhalten führen kann.
Einige Menschen lehnen Werbung aus Prinzip ab und versuchen, sich und ihre Kinder vor ihren Einflüssen zu schützen. Sie erklären ihren Kindern, dass die Produzenten mit den Bildern auf den Verpackungen Geld verdienen wollen und dass dies nicht bedeutet, dass die Produkte gesünder oder besser sind.
Ein weiteres Problem ist die Verwendung von Zuckerersatzstoffen wie Aspartam in Produkten, die als "ohne Zucker extra für Kinder" beworben werden. Viele Menschen sind sich der potenziellen Gesundheitsrisiken dieser Stoffe nicht bewusst.
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