Schokolade und Cholesterin senken: Was sagen wissenschaftliche Studien?
Schon die Maya und Azteken haben Kakao zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Verantwortlich dafür sind Inhaltsstoffe der Kakaobohne. Viele halten die sogenannten Flavonoide dafür verantwortlich, spezielle Inhaltsstoffe aus der Kakaobohne. Eine 100-Gramm-Tafel hat zwischen 400 und 600 kcal.
Aber kann Schokolade tatsächlich helfen? Eine Analyse von Langzeitstudien, in denen der Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht wurde, deutet auf ein deutlich reduziertes Risiko hin. Einen sicheren Beweis, dass der Schokoladegenuss für diese Risikoverminderung verantwortlich ist, erlauben die analysierten Studien aber keineswegs [1]. Obwohl das wissenschaftliche Team versuchte, andere Ursachen weitgehend auszuschließen, ist es möglich, dass hinter den beobachteten Effekten auch andere Ursachen stecken.
Aktuelle Evidenz aus Meta-Analysen
Eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse von 31 randomisierten klinischen Studien mit insgesamt 1.986 Teilnehmern wurde durchgeführt, um die Wirkung des Kakaokonsums (Kakaoextrakt oder Schokolade mit mind. 70% Kakao) über mindestens vier Wochen auf kardiometabolische Risikomarker zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass der Kakaokonsum keine signifikanten Effekte auf Körpergewicht, BMI, Taillenumfang, Triglyceride, HDL-Cholesterin und HbA1c hat. Allerdings wurde eine Reduzierung des Gesamtcholesterins um -8.35 mg/dL, LDL-C um -9.47 mg/dL, des Nüchternglukosespiegels um -4.91 mg/dL, des systolischen Blutdrucks um -2.52 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um -1.58 mmHg beobachtet. Arisi TOP, da Silva DS, Stein E, Weschenfelder C, de Oliveira PC, Marcadenti A, Lehnen AM, Waclawovsky G. Effects of Cocoa Consumption on Cardiometabolic Risk Markers: Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Nutrients. 2024 Jun 18;16(12):1919. doi: 10.3390/nu16121919.
Eine Übersichtsarbeit, die bisherige Ergebnisse von Einzelstudien zusammenfasst, zeigte einen positiven Einfluss Flavonoid-reicher Schokoladen- und Kakaoprodukte auf den Blutdruck von Studienteilnehmern und -teilnehmerinnen. Fraglich ist allerdings, ob eine derart geringe Absenkung tatsächlich auch für die Gesundheit relevant ist [3]. Kurzzeitstudien über wenige Wochen, die nur die Wirkung von Schokolade untersuchten, liefern Hinweise darauf, dass Schokolade zu hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte zumindest vorübergehend etwas senken könnte, wenn auch nur in sehr geringem Ausmaß. Die Qualität der Studien war aber nur mittelmäßig, die Ergebnisse sind daher in ihrer Aussagekraft eingeschränkt.
Frühere Metaanalyse zu Lipiden
Den positiven Effekt auf die Blutfette hat eine Bewertung von zehn klinischen Untersuchungen mit insgesamt 320 Patienten bestätigt. Teilnehmer, die zwischen zwei und zwölf Wochen lang 20-100 Gramm dunkle Schokolade aßen oder Kakao tranken, hatten einen signifikant niedrigeren Spiegel an Gesamtcholesterin und dem weniger erwünschten LDL-Cholesterin. Auch das HDL-Cholesterin und die Triglyceridwerte sanken leicht, allerdings nicht signifikant. Die Wirkungen auf die Blutfette zeigten sich stärker bei Patienten mit einem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem erwies sich die Aufnahme von fester Schokolade effektiver als die von Kakaogetränken. Die Forscher machen die in Kakaobohnen enthaltenen Procyanidine für die positive Wirkung verantwortlich. Welche Menge an Flavonoiden ideal ist, konnten die Forscher aus den Studien nicht genau ableiten. Hohe Konzentrationen scheinen jedenfalls keine Vorteile zu bringen. Tokede OA et al. Effects of cocoa products/dark chocolate on serum lipids: a meta-analysis. Quelle: UGB-FORUM 5/11, S.
Lesen Sie auch: Hype, Inhaltsstoffe und Qualität: Dubai-Schokolade im Vergleich
Mechanismen: Warum könnte dunkle Schokolade wirken?
Weit über 500 sind bereits bekannt. Einige der in der Bohne enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole sind die Flavonoide. Sie wirken stark antioxidativ, so dass sie den Körper vor der zerstörerischen Wirkung der freien Radikale schützen können. Das Ergebnis: Die Gruppe derer, die die dunkle Schoki verzehrt hatten, wiesen signifikant höhere HDL-Werte und gleichzeitig geringere LDL-Werte als die Teilnehmer der Kontrollgruppe auf. Dies ist besonders wichtig, da die Oxidation von LDL höchstwahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Arterienverhärtung spielt.
Eine Studie von 2019 zeigte zudem, dass Flavanole (bestimmte in Kakao enthaltene Antioxidantien) die Gefäßfunktion verbessern, indem sie den Druck in den Arterien senken und die Gefäßentspannung fördern (5). Sie verarbeiten die Inhaltsstoffe zu Stoffwechselprodukten weiter, die Entzündungsprozesse im Körper stoppen.
LDL, HDL, non-HDL: Einordnung der Blutfette
Erhöhte Cholesterinwerte sind ein großer Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit (KHK). Doch Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Das Transportprotein LDL (low density lipoprotein) ist beispielweise für den Transport von der Leber, dem Produktionsort von Cholesterin, zum Gewebe zuständig. Da sich das Cholesterin bei erhöhtem Vorkommen in den Gefäßwänden ablagern kann und somit zur Bildung von Plaques, dem typischen Krankheitsbild der KHK, beiträgt, wird das LDL-Cholesterin auch als „schlechtes“ Cholesterin deklariert. HDL ist ein Transportprotein, das für den Rücktransport des Cholesterins aus dem Gewebe verantwortlich ist. Somit wird das HDL-Cholesterin auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet. Die Bestimmung des non-HDL-Cholesterins gewinnt in der Klinik immer mehr an Bedeutung. Die Konzentration wird ermittelt, indem die HDL-Cholesterin-Konzentration von dem Gesamtcholesterinspiegel abgezogen wird. Ist dieser Wert erhöht, steigt mit ihm auch das KHK-Risiko.
Was sagen kontrollierte Ernährungsstudien mit Schokolade, Kakao und Mandeln?
Wer übergewichtig ist und einen erhöhten Cholesterinspiegel hat, kann durch den täglichen Verzehr von Mandeln, dunkler Schokolade und Kakao seine Cholesterinwerte senken. 4 Phasen, streng kontrolliertLee und ihre Kollegen legten den Fokus ihrer Untersuchung deshalb auf Kombinationen der 3 Nahrungsmittel im Hinblick auf die Herzgesundheit übergewichtiger und adipöser Probanden. Randomisiert wurden 48 Personen im Alter von 30 bis 70 Jahren mit einem BMI zwischen 25 und 40. Sie durften nicht rauchen und keinen erhöhten Blutdruck haben. Auch Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes-, Leber-, Nieren-, Schilddrüsen- oder entzündliche Darmerkrankungen in der Anamnese waren Ausschlusskriterien. Insgesamt 31 Teilnehmer schlossen die Studie ab. Sie aßen nacheinander für jeweils 4 Wochen keines der 3 untersuchten Nahrungsmittel (Kontrollphase mit amerikanischer Durchschnittsernährung), 42,5 g Mandeln am Tag (Mandel-Phase), 18 g Kakaopulver und 43 g dunkle Schokolade am Tag (Schoko-Phase) und alle 3 Nahrungsmittel (Mandel-Schoko-Phase). Die Studienernährung war streng kontrolliert, alle Mahlzeiten und Snacks wurden den Teilnehmern fertig zubereitet zu Verfügung gestellt. Der Kaloriengehalt entsprach dem für den Erhalt des individuellen Gewichtes notwendigen Wert. Bis auf die An- oder Abwesenheit der 3 untersuchten Nahrungsmittel waren die Diäten in den verschiedenen Studienphasen vergleichbar.
Nach jeder Ernährungsperiode wurde die Wirkung der Nahrungsmittel auf die Blutfette untersucht, indem die verschiedenen Blutfette eines jeden Teilnehmers bestimmt wurden. Darunter zählten der Gesamtcholesterin-Spiegel, der LDL-Cholesterin-Spiegel und der non-HDL-Cholesterin-Spiegel. Im Vergleich zu der normalen Ernährung, bei der keine der 3 Nahrungsmittel zu sich genommen wurden, führte der tägliche Verzehr der Mandeln zu einer Reduktion der untersuchten Blutfettwerte. Der Gesamtcholesterin-Spiegel ist um 4 %, der LDL-Cholesterin-Spiegel um 7 % und der non-HDL-Cholesterin-Spiegel um 5 % gesunken. Der Genuss von dunkler Schokolade und Kakaopulver reduzierte diese Blutfettwerte nicht. Die Kombination von dunkler Schokolade, Kakaopulver und Mandeln konnte jedoch wieder einen positiven Effekt auf die schlechten Blutfette erzielen. Das Gesamtcholesterin sank bei dem kombinierten Verzehr um 2 %, das LDL-Cholesterin um 5 % und das non-HDL-Cholesterin um 2 %. Ein Vorteil der Kombination aus dunkler Schokolade, Kakaopulver und Mandeln war, dass mit dieser die Konzentration des Apolipoproteins B am stärksten reduziert werden konnte, nämlich um 5 %.
Lesen Sie auch: Schnelle Schokoladenhärtung
Die Studie zeigt, dass es einen positiven Effekt auf die Lipidkonzentrationen im Plasma hat, wenn man gesättigtes Fett aus Butter und Käse durch ungesättigtes Fett aus Mandeln ersetzt. Anders als bei den Mandeln bestätigt die Studie frühere Ergebnisse zu dunkler Schokolade und Kakao nicht. „Die Frage nach dem Effekt des Kakaos war eigentlich die interessantere“, bedauert König im Gespräch mit Medscape. So zeigen die Ergebnisse der Studie eigentlich nur, dass Mandeln den Cholesterinspiegel senken - was man schon wusste - und dass Kakao dies möglicherweise ein wenig unterstützt. Die Botschaft unserer Studie ist nicht, dass die Leute nun große Mengen Schokolade und Mandeln essen sollten … Prof. Dr.
Zusammenfassung der Ernährungsstudie (Tabelle)
| Phase | Intervention | Effekt auf Blutfette |
|---|---|---|
| Kontrolle | Keine der 3 Nahrungsmittel | Referenz |
| Mandeln | 42,5 g/Tag | Gesamtcholesterin -4 %, LDL -7 %, non-HDL -5 % |
| Schoko/Kakao | 43 g dunkle Schokolade + 18 g Kakaopulver/Tag | Keine Reduktion der Blutfettwerte |
| Kombination | Mandeln + Schokolade + Kakaopulver | Gesamtcholesterin -2 %, LDL -5 %, non-HDL -2 %, ApoB -5 % |
Blutdruck, Glukose und Metabolisches Syndrom
Ein hoher LDL-Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren für die Entstehung von Herzproblemen oder Schlaganfällen. Kommen dann noch erhöhte Blutzuckerwerte dazu, spricht die Medizin von einem „Metabolischen Syndrom“ - einer Vorstufe zu Diabetes. Eine Übersichtsarbeit, die bisherige Ergebnisse von Einzelstudien zusammenfasst, zeigte einen positiven Einfluss Flavonoid-reicher Schokoladen- und Kakaoprodukte auf den Blutdruck von Studienteilnehmern und -teilnehmerinnen. Es wurden zudem nur gesunde Personen mit normalem Blutdruck untersucht. Über Menschen mit Bluthochdruck, für die eine blutdrucksenkende Wirkung interessant wäre, erlaubt die Übersichtsarbeit also gar keine Aussage.
Was die mögliche Schutzwirkung vor Diabetes angeht, sind die Studienergebnisse mit noch größeren Unsicherheiten behaftet. Nur eine einzige der zuvor erwähnten analysierten Langzeitstudien [1] zeigt bei regelmäßigem Schokoladeverzehr eine deutliche Verringerung des Diabetesrisikos. In der zweiten Übersichtsarbeit [2] zeigt sich eine geringfügige Verbesserung der Insulinwerte - die in dem kurzen Beobachtungszeitraum allerdings unbedeutend klein ausfiel.
Praktische Ernährungstipps und Risiken
Schokolade enthält hohe Mengen Zucker und Fett. Deshalb empfiehlt die Herzstiftung auch nicht, Schokolade als gezielte Maßnahme zum Schutz für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einzusetzen. Im Gegenteil: Die bisherigen Studienhinweise sollten nicht als Aufruf verstanden werden, regelmäßig größere Mengen an Schokolade zu sich zu nehmen, denn es ist ja auch immer eine mehr oder minder große Menge Zucker mit im Spiel. Selbst wenn sie tatsächlich das Herzinfarkt-Risiko senken könnte, löst sie bei übermäßigem Konsum dafür ein anderes Herzinfarkt-Risiko aus - das Übergewicht. Gegen den Verzehr von kleineren Mengen spricht in der Regel nichts.
Man könnte also vorsichtig behaupten, dass Bitterschokolade eher eine gesunde Schokolade ist - und Milch- und weiße Schokolade eher die ungesunde Variante darstellen. Der Anteil dieser Flavanole ist in Milchschokolade deutlich geringer und in weißer Schokolade nicht mehr nennenswert. Schokolade soll ebenfalls helfen, das LDL-Cholesterin zu senken. Dabei sollten Sie jedoch zu Zartbitterschokolade mit einem Kakao-Anteil von mindestens 85 Prozent greifen. Nun isst man aber natürlich keine 100 Gramm Kakaopulver pro Tag. Doch ist klar, dass naturbelassener Kakao oder Schokolade mit sehr hohem Kakaoanteil auch schon in kleinen Mengen einen wichtigen Beitrag zur Deckung unseres Magnesiumbedarfes leisten können.
Lesen Sie auch: Alles über Camondas Dubai Schokolade
Herz-Kreislauf-Risiko und Bevölkerungsrelevanz
In Österreich wurde im Jahr 2010 bei rund 300.000 Spitalsaufenthalten eine Diagnose im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass der Verzehr bestimmter Schokoladensorten möglicherweise mit einem geringeren Herzinfarkt-Risiko einhergeht. Welche Inhaltsstoffe den erhofften Nutzen bringen, lässt sich zurzeit allerdings nur vermuten. So gibt es Hinweise, dass z.B. bestimmte Flavanole dafür in Frage kommen, die vor allem in Bitterschokolade mit einem hohen Kakao-Anteil (z.B. 70 Prozent) stecken. Wenn es also Hinweise darauf gibt, dass Flavanole gesund sind, stellt sich die Frage: Sollten wir für die Gesundheit regelmäßig Schokolade essen? Das wäre schließlich eine angenehme Gesundheitsvorsorge!
Empfehlungen, zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermehrt zu Schokolade zu greifen, sollten daher mit Vorsicht betrachtet werden. Die Reduktion der Blutwerte in dem kurzen Zeitraum war zwar messbar, aber zu gering, um auf andere Maßnahmen wie Sport, Gewichtsabnahme oder Medikamente verzichten zu können [2].
Herstellung und Sorten: Bedeutung des Kakaoanteils
Die Kakaomasse ist der Grundbestandteil einer jeden Schokolade. Die einzige Ausnahme bildem weiße Sorten. Gemischt wird die Kakaomasse dann mit Zucker, Milch- oder Sahnepulver und dem Emulgator Lezithin (meist aus Soja). Anschließend wird die Schokoladenmasse gewalzt, damit ihre Konsistenz feiner wird. Die sehr dunklen und etwas bitteren Sorten enthalten nicht immer Milchpulver, sondern häufig nur die Kakaotrockenmasse, die Kakaobutter und etwas Zucker. Je höher der reine Kakao-Anteil (also der Anteil der Kakaotrockenmasse), umso dunkler, bitterer und weniger süß wird die Schoki.
Kontext: Weitere cholesterinsenkende Lebensmittel
Herzgesundheit Elf Cholesterinsenkende LebensmittelQuelle: fcafotodigital/getty-images-bilderCholesterinsenkendes Lebensmittel 1: Vollkornprodukte enthalten viele Ballaststoffe, die das "schlechte" LDL-Cholesterin senken und das "gute" HDL-Cholesterin erhöhen können. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 2: Anstelle von süßen Softgetränken und Säften sollten Sie lieber zu grünem Tee greifen. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 3: In Birnen steckt die unlösliche Pflanzenfaser Lignin - ein Ballaststoff, der beim Abbau von Cholesterin im Darm hilft. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 4: Auch Äpfel enthalten jede Menge gesunder Ballaststoffe. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 5: Schokolade soll ebenfalls helfen, das LDL-Cholesterin zu senken. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 6: Leinsamen sowie -öle enthalten wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 7: Auch Fische wie Lachs oder Makrele eignen sich, um den Cholesterinspiegel zu senken. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 8: Die in Ingwer enthaltenen Gingerole wandeln Cholesterin zu Gallensäuren. Cholsterinsenkendes Lebensmittel 9: Tofu und andere Sojaprodukte enthalten Sterine - Pflanzenstoffe, die den Cholesterinwert natürlich senken sollen. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 10: Walnüsse enthalten ungesättigte Fette, die einen positiven Effekt auf den Fettstoffwechsel haben. Cholesterinsenkendes Lebensmittel 11: Reich an ätherischen Ölen, Zink und Vitaminen sind rohe Zwiebeln, Lauch und Knoblauch Wundermittel gegen erhöhte Cholesterinwerte.
Sicherheitsaspekte und Portionen
Auch wenn die Vorstellung, dass Schokolade unserer Gesundheit guttut, wirklich verführerisch ist, sollte man vorsichtig sein. Ein Beispiel: Essen wir zusätzlich zu unseren gewohnten Mahlzeiten eine 100-Gramm-Tafel, nehmen wir jede Woche ungefähr ein halbes Kilogramm zu. Rein rechnerisch führt selbst ein einziges tägliches Stück Schokolade mit rund 40 Kalorien in einem Jahr bereits zu einer Gewichtszunahme von etwa 1,5 Kilogramm - in zehn Jahren sind es entsprechend 15 Kilogramm. Ein übermäßiger Schokoladenkonsum kann außerdem eine weitere Gefahr bergen: die Zahnfleischentzündung (Paradontitis). Gegen den Verzehr von kleineren Mengen spricht in der Regel nichts.
Ausblick der Forschung
Verlässlichere Ergebnisse zu den gesundheitlichen Vorteilen von Flavanolen aus Kakao wird voraussichtlich eine riesige Studie mit 18.000 Teilnehmern liefern, die derzeit am Brigham and Women’s Hospital in Boston, USA, läuft. Welche Inhaltsstoffe den erhofften Nutzen bringen, lässt sich zurzeit allerdings nur vermuten. So gibt es Hinweise, dass z.B. bestimmte Flavanole dafür in Frage kommen, die vor allem in Bitterschokolade mit einem hohen Kakao-Anteil (z.B. 70 Prozent) stecken.
Kernergebnisse für die Praxis (Kurzüberblick)
- Teilnehmer, die zwischen zwei und zwölf Wochen lang 20-100 Gramm dunkle Schokolade aßen oder Kakao tranken, hatten einen signifikant niedrigeren Spiegel an Gesamtcholesterin und dem weniger erwünschten LDL-Cholesterin.
- Die Ergebnisse zeigten, dass der Kakaokonsum keine signifikanten Effekte auf Körpergewicht, BMI, Taillenumfang, Triglyceride, HDL-Cholesterin und HbA1c hat.
- Allerdings wurde eine Reduzierung des Gesamtcholesterins um -8.35 mg/dL und LDL-C um -9.47 mg/dL beobachtet.
- Der Genuss von dunkler Schokolade und Kakaopulver reduzierte diese Blutfettwerte nicht.
- Die Kombination aus Mandeln, dunkler Schokolade und Kakao reduzierte ebenfalls die Cholesterinwerte und zudem Apolipoprotein B um 5%.
- Fraglich ist allerdings, ob eine derart geringe Absenkung tatsächlich auch für die Gesundheit relevant ist.
tags: #schokolade #cholesterin #senken #wissenschaftliche #studien


