Rezept: Schoko-Bananen-Haferflocken-Muffins
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass mit dem Muttersein die Banane einen wahnsinnig großen Stellenwert in meinem Leben eingenommen hat? Wenn man dann so ein kleines süßes Wesen vor sich hat, dann kommt man halt an der Banane nicht vorbei. Nicht nur weil sie wahnsinnig gesund und gut für die Entwicklung ist. Nein, sondern auch, weil es so unglaublich entzückend anzusehen ist, wenn ein Baby oder ein Kleinkind eine Banane mampft.
Die perfekte Bananen-Resteverwertung: So passiert es, dass die an sich so beliebte Banane auf einmal unbeliebt wird und keines Blickes mehr gewürdigt wird. Deshalb gibt es eine kleine Handvoll Notfall-Rezepte die ich in petto habe, wenn nichts anderes mehr bleibt als die Weiterverarbeitung in eine andere Leckerei. Bananen machen glücklich und Bananen-Schoko-Muffins auch! Meine Bananen-Schoko-Muffins sind so eine Notfall-Variante und eine leckere noch dazu.
Warum Banane und Haferflocken so gut zusammenpassen
Banane und Haferflocken sind eine Kombination, die man in vielen Rezepten findet und das aus gutem Grund. Reife Bananen bringen natürliche Süße und Feuchtigkeit in den Teig. Dadurch bleiben Muffins weich und aromatisch, ohne dass man besonders viel Zucker braucht. Haferflocken sorgen gleichzeitig für etwas mehr Struktur. Im Gegensatz zu reinem Weizenmehl geben sie den Muffins einen leicht kernigen Biss und machen sie etwas sättigender.
Zutaten (für 12 Muffins, Basis Schoko-Bananen-Variante)
- 4 Bananen, reif bis sehr reif - meint, braune bis schwarze Flecken wäre prima
- 2 Eier (Größe M)
- 190 g Mehl (Type 405 oder 550) oder 100 g Weizenmehl + andere Varianten siehe unten
- 130 g Zucker (bei zuckerfreier Variante alternativ Agavendicksaft oder weglassen)
- 100 g Schokotröpfchen (alternativ gehackte Schokolade)
- 80-100 ml Pflanzenöl, neutral (z. B. Rapsöl, Sonnenblumenöl)
- 1,5 TL Backpulver (ca. 6 g)
- Optional: ein paar Haferflocken zum Bestreuen
Alternative Haferflocken-Bananen-Grundmischung (gesund, weniger Zucker)
- 3 sehr reife Bananen (ca. 450 g)
- 160-180 g zarte Haferflocken (fein gemahlen)
- 80 g Weizenmehl (Type 405) oder Dinkelmehl Type 630
- 2 Eier
- 80 ml neutrales Pflanzenöl
- 120 ml Milch oder Pflanzendrink
- 1 Pck Backpulver, 1 Prise Salz, 1 TL Zimt (optional)
Benötigtes Zubehör
- 12er Muffinblech
- 12 Muffin-Papierbackförmchen
- Eisportionierer oder zwei Esslöffel zum Teigportionieren
Schritt-für-Schritt Zubereitung (Schoko-Bananen-Variante)
- Als erstes heizt Du Deinen Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze auf.
- Das 12er-Muffinblech mit den Papierbackförmchen auslegen.
- Auf einem Teller zerdrückst Du die Bananen mit einer Gabel.
- In einer Schüssel verquirlst Du mit den Quirlen des Handrührers zuerst die 2 Eier und rührst im Anschluss 130 g Zucker und 80 ml Pflanzenöl ca. 1 Minute unter.
- Danach rührst Du die zerdrückten Bananen kurz unter.
- Jetzt vermengst Du in einer Schüssel 190 g Mehl, 1 1/2 TL (6 g) Backpulver und 100 g Schokotröpfchen.
- Im Anschluss das Mehlgemisch nur ganz kurz unter die Eier-Bananen-Mischung rühren, so dass es gerade eben vermengt ist. Langes Rühren hat nämlich zur Folge, dass das Gluten im Mehl aktiviert wird und der Teig zäh und nicht fluffig wird.
- Den Teig darin mit zwei Esslöffeln oder noch praktischer einem Eisportionierer verteilen. TIPP: Wenn Du bis ca. 0,5 cm zum oberen Rand einfüllst, kommst Du gleichmäßig und prima mit der Teigmasse hin.
- Die Muffins im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene für 20-25 Minuten backen.
Schritt-für-Schritt Zubereitung (Haferflocken-Bananen-Variante, ohne/mit weniger Zucker)
- Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 Grad) vorheizen.
- Bananen schälen und mit einer Gabel sehr fein zermusen, bis sie fast cremig sind.
- Haferflocken in einem Mixer oder Multizerkleinerer fein mahlen und mit Mehl, Salz, Zimt und Backpulver mischen.
- Öl, Pflanzendrink und Eier in eine Schüssel geben und gut miteinander verrühren.
- Bananenmus einrühren, dann den Hafer-Mehl-Mix zugeben und alles zügig zu einem Teig verrühren.
- Den Teig mit Hilfe von zwei Esslöffeln gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. Die Muffins nach Belieben mit ein paar Haferflocken bestreuen.
- Im vorgeheizten Ofen für ca. 22-25 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
Tipps für das Gelingen
- Verwende am besten wirklich reife Bananen. Die Schale darf ruhig schon braune Flecken haben. Je reifer die Bananen, desto süßer und saftiger werden die Muffins.
- Nicht wundern, je reifer die Bananen sind die Du verwendest, umso flüssiger wird Dein Teig. Das Ergebnis wird dennoch lecker (sogar saftiger), auch wenn es etwas mehr Geschick beim Befüllen der Muffinförmchen abverlangt.
- Je reifer die Bananen und je flüssiger der Teig, umso dichter/feuchter die Masse. Die Muffins können also von der Konsistenz mehr kompakt sein.
- Teig nur kurz rühren. Sobald die trockenen Zutaten untergemischt sind, höre ich auf zu rühren. So bleiben die Muffins locker.
- Muffinförmchen gut füllen. Ich fülle sie meist recht voll, damit die Muffins schön aufgehen.
- Stäbchenprobe machen. Gerade durch die Banane können Muffins innen länger feucht wirken.
- Kurz abkühlen lassen. Ich nehme sie nach dem Backen aus der Form, damit sie unten nicht weich werden.
- Die Muffins nach dem Backen gut auskühlen lassen und am besten noch einige Zeit warten, damit sich die Papierförmchen auch wirklich gut lösen lassen.
Varianten und Ernährungs-Anpassungen
- Vegan: Die Muffins lassen sich auch wunderbar vegan zubereiten. In dem Fall könnt ihr das Ei einfach weglassen, pflanzliche Milch verwenden und die Butter durch Kokosfett ersetzen. Für die Variante ohne Ei: Nimm dafür 20 ml mehr Speiseöl (insgesamt 120 ml) und 20 ml mehr Pflanzenmilch (insgesamt 100 ml).
- Glutenfrei: Um die Muffins glutenfrei zu machen, kannst du statt dem Mehl gemahlene Mandeln oder ein glutenfreies Mehl verwenden. Bei glutenfreien Mehlen musst du auf die Bindung achten; gegebenenfalls etwas mehr Banane oder Haferflocken zufügen.
- Zuckerfrei / Gesünder: Das besondere an Backen mit Bananen ist, dass die Süße der reifen Bananen einen Großteil des Zuckers ersetzen kann. Die Muffins können ganz ohne zusätzlichen Zucker gebacken werden; wer sie süßer mag, fügt z. B. 50 g Agavendicksaft hinzu oder nutzt eine zuckerfreie Schokodrop-Variante.
- Nüsse & Toppings: Gehackte Walnüsse, Mandeln oder zusätzliche Schokodrops passen gut. Optional ein paar Haferflocken zum Bestreuen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Meine Bananen-Schoko-Muffins lassen sich in einer Frischhaltedose gut und gerne zwei bis drei Tage aufbewahren. Die Haferflocken-Bananen-Muffins halten sich luftdicht verpackt bei Raumtemperatur für mindestens 3 Tage. Am nächsten Tag werden sie deutlich "feuchter". Du kannst die gesunden Muffins auch bequem einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Häufige Fragen (FAQ)
- Kann ich Dinkelmehl ersetzen? Du könntest es einfach mit Weizenmehl 405 ersetzen. Bei glutenfreien Mehlen musst du oft die Flüssigkeitsmenge und Bindung anpassen.
- Was tun, wenn der Teig zu flüssig ist? Nicht wundern, je reifer die Bananen desto flüssiger wird der Teig. Das Ergebnis wird dennoch saftig; beim Befüllen etwas vorsichtiger sein und ggf. mehr Haferflocken oder Mehl zugeben.
- Warum nicht zu lange rühren? Langes Rühren aktiviert das Gluten im Mehl und macht den Teig zäh statt fluffig.
Kurzanleitung (Quick-Recipe)
- Backofen auf 180 °C vorheizen, Muffinblech mit Förmchen auslegen.
- Bananen zerdrücken, Eier, Zucker und Öl verrühren, Banane untermischen.
- Mehl + Backpulver + Schokotröpfchen mischen, kurz unterheben.
- Teig in Förmchen füllen (bis ca. 0,5 cm unter Rand) und 20-25 Minuten backen.
| Variante | Zucker | Bindung | Backzeit |
|---|---|---|---|
| Schoko-Bananen (Basis) | mit Zucker (130 g) | Eier + Mehl | 20-25 Min. |
| Haferflocken-Bananen (gesund) | weniger/kein Zucker | Banane + Hafer | 22-25 Min. |
| Vegan / Ei-frei | optional | mehr Öl/Milch | ca. 22-25 Min. |
Hast Du das Rezept einmal ausprobiert? Wie findest Du es? Ich freue mich immer über Lob, freundliche Kritik oder Deine Tipps und Erfahrungen. Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, wie dir das Rezept geschmeckt hat. Ich freue mich immer sehr über Feedback.
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