Rezept: Rotweinkuchen mit Nüssen und Schokolade
Seit einer Woche will ich nun diesen Kuchen backen, komme aber einfach nicht dazu. Neben der Hochzeitstorte war ich mit einem neuen eBook rund um Knabberkekse und dem neuen Kalender für 2013 beschäftigt. Also hier der absolut leckere Rotweinkuchen mit Haselnüssen und einer Prise Zimt. Herrlich lecker und gar nicht zu süß.
Warum dieser Kuchen gelingt
Rotweinkuchen ist einer meiner liebsten Kuchen in der Weihnachtszeit. Er ist saftig, herrlich aromatisch und natürlich mit reichlich Schokolade. Am besten schmeckt der Rotweinkuchen eigentlich am zweiten Tag, wenn er richtig durchgezogen ist. Ich liebe Rotweinkuchen! Der Klassiker aus dem Kuchenregal ist einer meiner Lieblinge - bestimmt, weil Rotweinkuchen einfach immer saftig ist. Der größte Vorteil an meinem Rotweinkuchen mit Schokolade - er bleibt über Tage saftig, schmeckt sogar am nächsten Tag noch besser und es macht gar nichts, wenn ihr den Kuchen aus Versehen für 10 Minuten zu lange im Ofen lasst.
Zutaten - Basisrezept für eine kleine Gugelhupf-Form (16 cm)
- 180 g Dinkelmehl Type 630 (natürlich geht auch Weizenmehl)
- 125 g gemahlene Haselnüsse, Bio
- 1 EL Stärke
- 1 EL Ei-Ersatz (Orgran) - den Ei-Ersatz kannst Du durch 1-2 EL Apfelmus ersetzen
- 1 EL Kakao
- 1/4 TL Zimt
- 1/4 TL Vanillemark
- 1 gestr. (Angabe im Original unvollständig, siehe Zubereitung)
- Marmelade (Menge nach Rezept), Öl, Rotwein und Sprudel
- Blockschokolade zum Hacken
Alternativen und Varianten
Übrigens habe ich mich dieses Mal für ein dunkleres Dinkelmehl als Basis für den Kuchen entschieden. Das hat super geklappt und ich habe geschmacklich keinen Unterschied zu hellem Mehl gemerkt. Trotzdem könnt ihr natürlich auch ein helles Dinkel- oder Weizenmehl verwenden. Wer den Kuchen ohne Alkohol backen möchte, kann einfach etwas Fruchtepunsch oder Traubensaft verwenden.
Eine glutenfreie Variante klappt ganz hervorragend mit 105 g Buchweizenmehl, 70 g Kartoffelmehl und 5 g Pfeilwurzelstärke. Schmeckt "echt" und sehr sehr lecker.
Ich habe den Kuchen in doppelter Menge und mit Walnüssen statt Haselnüssen gebacken und fand ihn wirklich toll! Er ist schön aufgegangen und war gar nicht bröselig! Und natürlich sehr lecker 🙂
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Zubereitung - Schritt für Schritt
- Die trockenen Zutaten mischen.
- Die Marmelade zugeben und mit Öl, Rotwein und Sprudel zu einem glatten Teig rühren.
- Die Blockschokolade hacken und unterheben.
- Den Teig in die gefettete Backform geben und im vorgeheizten Backofen bei 170° Umluft ca. (Backzeitangabe im Original unterschiedlich, siehe Hinweise unten) backen.
Für eine 30 cm Kastenform gilt eine erweiterte Zubereitung: Die Eier schaumig schlagen. Zucker und Vanillezucker dazugeben und weiter schaumig schlagen. Die Margarine dazugeben und weiter zu einer glatten Masse schlagen. Die restlichen Zutaten nach und nach dazugeben und den Teig in die Kastenform füllen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen ca. 40 - 50 Minuten backen.
Für meinen Nuss-Schoko-Kirschkuchen (Gugelhupf): Schokolade raspeln und mit Nüssen, Zucker und Vanillezucker mischen. Eier, Rotwein und Öl dazugeben und verrühren. Mehl, Backpulver und Zimt unterrühren, bis der Teig homogen ist. Schattenmorellen gut abtropfen lassen. Den Teig in die Form geben und mit abgetropften Kirschen belegen. Auf der 2. Schiene von unten ca. 50 Minuten backen, 10 Minuten in der Form kühlen lassen und stürzen. Komplett auskühlen lassen und mit Kuchenglasur oder Puderzucker verzieren.
Glasuren, Ganache und Toppings
Zum Verzieren eignen sich Puderzucker, Schokoglasur oder eine Rotweinzuckerglasur. Ich habe eine Rotweinzuckerglasur gemacht. Eine cremige Schokoganache passt hervorragend: Dafür die Sahne und die Butter in einem Topf zum Kochen bringen - danach kurz abkühlen lassen. Die Schokolade klein hacken und mit der heißen Sahne übergießen. Zum Schluss die Ganache mit einem Handrührer aufschlagen, bis eine feste Creme entsteht. Das Ganze in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und den Kuchen damit verzieren.
Soll der Kuchen erst zwei bis drei Tage später gegessen werden, kann er mit geschmolzener Schokolade überzogen werden. Glasiert den Kuchen erst, wenn er abgekühlt ist. Je nachdem, wie dick ihr die Glasur auf dem Kuchen möchtet, fügt ihr etwas mehr oder weniger Rotwein zum Puderzucker hinzu.
Tipps für luftigen, saftigen Teig
- Der Sprudel sollte schon ordentlich Wums haben, sonst wird der Kuchen nicht locker, also das würde ich nochmal mit einer spritzigen Sorte versuchen.
- Apfelmus macht den Teig saftig, aber dadurch wird er nicht fluffig.
- Von Ei-Ersatz halte ich nur bedingt etwas; für die Bindung ist Johannisbrotkernmehl wirklich am besten.
- Die Margarine macht den Teig sehr mürbe, daher würde ich sie durch Öl ersetzen - 60-80 ml sollten genügen.
- Um den Kuchen saftig zu machen würde ich 2 EL Sojajoghurt in den Teig geben.
- Den Teig nicht zu lange rühren, sodass alle guten Backeigenschaften erhalten bleiben.
Häufige Anpassungen bei vergrößerter Menge
Wer für eine große Form backen möchte, kann die Zutaten einfach verdoppeln. Ich habe die Zutaten einfach für eine große Form verdoppelt und noch 2 kleine Muffins für meinen Liebsten abgezweigt, klappt also super und alle sind glücklich. Damit aber anders herum ausreichend Menge für die Backform da ist würde ich die Menge der ganzen Backzutaten etwas erhöhen: 300 g Mehl, 180-200 g Zucker, 1 Pck. Vanillinzucker, 1 Pck. Backpulver, 2 EL Sojajoghurt, 60 ml Öl, 50 g Margarine, zerlassen, 2 TL Zimt.
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Beispiele für Zutatenmengen (andere Rezepte aus dem Material)
| Variante | Zutatenbeispiel |
|---|---|
| Kastenform (30 cm) | 4 Eier, 200 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 200 g Margarine, 2 EL Kakaopulver, 1 TL Zimt, 250 g Mehl, 0.5 Pck. Backpulver, 125 ml Rotwein, 150 g Schokoladenraspel |
| Nuss-Schoko-Kirsch (Gugelhupf) | 100 g Schokolade, 200 g gemahlene Nüsse, 140 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 5 Eier, 200 g Rotwein, 200 g Öl, 250 g Dinkelmehl, 1 Pck. Backpulver, 2-3 Prisen Zimt, 1 Glas Schattenmorellen |
| Deluxe mit Ganache | 200 g Blockschokolade, 140 g gemahlene Haselnüsse, 200 ml Rotwein, 60-80 ml Rotwein für Glasur |
Fehlerquellen und Problemlösungen
- Wenn der Kuchen nicht fluffig wird: Mineralwasser mit wenig Kohlensäure und das Verwenden von Dinkelmehl statt Weizenmehl können das Ergebnis beeinflussen.
- Wenn der Kuchen zu bröselig ist: Margarine macht den Teig mürbe; Öl ist eine bessere Alternative. Johannisbrotkernmehl ist für Bindung und Saftigkeit besser als manche Ei-Ersatzprodukte.
- Wenn die Teigmenge nicht reicht: Menge erhöhen oder Formgröße anpassen; bei Verdopplung gute Backpraxis beachten.
- Wenn ein leicht chemischer Beigeschmack auftritt: Manche Ei-Ersatzmittel können das verursachen-Apfelmus als natürliche Alternative ist oft unproblematischer.
Serviervorschläge und Anlässe
Ich habe den Kuchen für meine omnivoren Kollegen gebacken und sie sind begeistert. Meine Kolleginnen haben noch nicht gemerkt, dass er vegan ist. 🙂 Eine glutenfreie Variante klappt ganz hervorragend. Normalerweise backe ich den Kuchen mit Haselnüssen aber diesmal hatte ich noch so viele Walnüsse im Vorratsschrank, so dass ich spontan noch ein paar gebrannte Walnüsse gemacht habe. Die knackigen Nüsse geben dem Ganzen nochmal einen tollen Knuspereffekt.
Backzeiten und Temperatur (Übersicht)
- Gugelhupf (ca. 16-30 cm, je nach Rezept): 50 Minuten bei 175-180 °C (Ober-/Unterhitze) oder ca. 170 °C Umluft.
- Kastenform (30 cm): ca. 40-55 Minuten bei 180 °C (Ober-/Unterhitze), Stäbchenprobe machen.
Beliebte Rezeptvarianten kurz
- Nuss-Schoko-Kirsch: mit Schattenmorellen belegt und Schokoraspeln im Teig.
- Deluxe-Version: Schokoganache plus gebrannte Walnüsse.
- Vegan/saftig: Öl statt Margarine, 2 EL Apfelmus, 2 EL Sojajoghurt, Johannisbrotkernmehl als Bindung.
- Glutenfrei: Buchweizen- und Kartoffelmehl plus Pfeilwurzelstärke.
Habt ihr das Rezept nachgemacht? Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf diesem Weg austauschen können. Nachdem alle Rezepte, die ich von Dir nachgebacken habe super geworden sind, glaube ich, dass Du mir mit folgendem Problem helfen kannst: meine Mutter backt seit Jahren immer wieder "ihren Rotweinkuchen", bei dem jedes Mal 5 Küken draufgehen. Ich habe schon versucht ihr Rezept zu veganisieren, indem ich die Eier mit No-Egg ersetzt habe, das Ergebnis war aber nicht zufriedenstellend (zu bröselig, nicht saftig). Sie ist aber auch sehr konservativ und ich wollte das Originalrezept nur so wenig wie möglich verändern, damit ich sie davon überzeugen kann es auch zu machen.
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