Pralinen selber machen mit Kokosfett — Grundrezept und ausführliche Anleitung
Pralinen selber machen ist ganz einfach! Pralinen sind das ideale kleine Geschenk. Pralinen selber machen ist in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Ich mache gerne Pralinen für die Feiertage oder als kleines Geschenk, weil es sehr einfach ist und immer schnell geht.
Was macht eine gute Praline aus?
Unter Pralinen verstehen wir kleines, biss- bzw. schnittfestes und gefülltes Schokoladen-Konfekt. Typisch für Pralinen ist ihre mundgerechte Größe, eine zartschmelzende Schokomasse bzw. ein Überzug aus Schokolade (Ganache), sowie eine köstliche Füllung, die je nach Sorte z.B. aus Nüssen, Nougat, Fruchtgelee, Marzipan oder auch Spirituosen bestehen kann. Durch weitere geschmacksgebende Zugaben wie Gewürze, Kaffee und Fruchtextrakte lässt sich die Rezeptur nach Wunsch verfeinern.
Überblick: Pralinen-Sorten & Herstellungsverfahren
- Überzugsverfahren: Zunächst wird das Innere der Praline geformt, der „Kern“ wird im Anschluss von einer zartschmelzenden Schokoladenschicht, der Ganache, überzogen.
- Schicht- und Schneideverfahren: Pralinen entstehen aus verschiedenen, geschmacklich fein aufeinander abgestimmten Schichten, die nach dem Erkalten in mundgerechte Stücke geschnitten werden.
- Hohlkörperverfahren: Formen werden mit flüssiger Schokolade ausgegossen, gefüllt und verschlossen.
- Spritztechnik: Die Masse wird mittels Spritztülle direkt auf einen Untergrund gespritzt.
- Trüffelpralinen: Kugelartige Pralinen, meist aus Ganache (Kuvertüre, Sahne, Butter), nach dem Formen z. B. in Kakao oder Krokant gewälzt.
Welche Schokolade eignet sich am besten?
Die Antwort gibt ein Blick auf den Fettgehalt der Schokolade - sprich: der Anteil der Kakaobutter. Denn je höher der Anteil an Kakaobutter in der Schokolade, desto gleichmäßiger, glänzender und köstlicher wird die Ganache. Die Kakaoverordnung schreibt vor, dass Kuvertüre einen Kakaobutteranteil von mind. 31 % haben muss. Schokolade hingegen liegt mit mind. 18 % weit darunter. Daher eignet sich Kuvertüre am besten, wenn ihr Pralinen selber machen wollt.
Was braucht man alles, um Pralinen selber zu machen?
Pralinen selber machen ist eine schöne Alternative zu gekauften Pralinen. Für ganz einfache Pralinenrezepte brauchst du kein spezielles Equipment. Hier reichen Teelöffel, eine kleine Gabel und manchmal allein deine Hände. Hilfreich für aufwendige Pralinen sind eine Pralinentauchgabel, eine Pralinentauchspirale und ein Abtropfgitter. Wenn du kein Gitter griffbereit hast, nimm stattdessen ein sauberes Ofenrost. Es gibt außerdem praktische Pralinen-Sets, die dir bei der Pralinenherstellung unter die Arme greifen.
Zutaten: Qualität und Tipps
Einwandfreie Qualität der Rohstoffe ist bei professionellen Chocolatiers ein wesentliches Geheimnis für gelungene Pralinen. Auf den Zusatz von künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern wird bewusst verzichtet. Stattdessen werden die gewünschten Geschmacksrichtungen durch natürliche Zusätze wie Gewürze oder Fruchtextrakte erzeugt. Unser Tipp: Startet mit etwas preiswerteren Zutaten, um Übung zu bekommen. Dann ist es halb so schlimm, wenn etwas nicht gleich wie gewünscht gelingt.
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Grundrezept: Pralinen-Grundmasse mit Kokosfett (für ca. 30 Stück)
Zutaten für 30 Stück: 200 g Zartbitterkuvertüre, 100 g Vollmilchkuvertüre, 100 g Sahne, 20 g Kokosfett.
Und so geht’s:
- Zartbitter- und Vollmilchkuvertüre grob hacken.
- Sahne vorsichtig erhitzen.
- Die zerhackten Kuvertüren und das Kokosfett hinzufügen und schmelzen lassen - dabei mit dem Schneebesen etwas rühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
- Die Masse in einen hohen Rührbecher geben, mit Folie bedecken und für 2-3 Stunden kühl stellen. (An anderer Stelle wird 3-4 Stunden Kühlzeit genannt - beide Varianten ermöglichen das Festwerden der Ganache.)
- Nach der Kühlzeit die Schokoladenmasse mit einem Schneebesen kurz aufschlagen.
- Aus der Masse mit sauberen Händen ca. 30 kleine Kugeln formen.
- Die Kugeln zum Dekorieren wahlweise in Puderzucker, Kakao oder Fruchtpulver wälzen.
Varianten und Verfeinerungen der Grundmasse
Die Grundmasse kannst du mit löslichem Espressopulver, getrockneten Früchten, Spirituosen oder gerösteten Nüssen verfeinern und zwischen den Händen zu Kugeln formen. Optional: Weitere Zutaten eurer Wahl, z.B. Gewürze oder Nüsse.
- Mandel-Aprikosen-Pralinen: 2-3 EL fein gehackte Mandeln sowie 5-6 fein gewürfelte, getrocknete Aprikosen unter die Grundmasse geben.
- Salty-Peanut-Pralinen: 2-3 EL fein gehackte und gesalzene Erdnüsse unter die Masse geben. In dunklem Kakaopulver wälzen.
- Schoko-Keks-Pralinen: 2-3 Butterkekse fein hacken und zur Schokoladenmasse geben.
- Erdbeer-Kokos-Pralinen: 2-3 EL gefriergetrocknete Erdbeeren (fein gehackt) unter die Schokomasse geben.
- Kaffee-Pralinen: 1 EL Espresso-Pulver (löslich) unter die Masse geben und die Pralinen in dunklem Kakaopulver wälzen.
- Weihnachts-Pralinen: 1 EL Spekulatius- oder Lebkuchengewürz zur Schokomasse geben und die Pralinen in dunklem Kakaopulver wälzen.
Extra-Tipp: Mögt ihr Marzipan? Dieses könnt ihr ebenfalls leicht selber machen und damit z. B. eure Pralinen füllen und verfeinern.
Tipps zum Temperieren und äußerer Halt
Für schöne, glänzende Pralinen ist Temperieren sehr hilfreich, weil es die Oberfläche stabiler macht und „graue Schleier“ (Fett-/Zucker-Reif) eher verhindert. Für den Mantel funktioniert Vollmilch- oder Zartbitterschokolade. Das hängt stark von der Füllung ab. Meist ist es Fett- oder Zucker-Reif: falsche Temperaturen, Feuchtigkeit oder starkes Schwitzen (z. B. beim schnellen Temperaturwechsel) können das begünstigen.
Aufbewahrung: Wie lange halten selbstgemachte Pralinen?
Wie lange kann man selbstgemachte Pralinen aufheben? Das hängt v.a. von den verwendeten Zutaten ab. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass selbstgemachte Pralinen stets kühl, dunkel und trocken gelagert werden sollten. Als ideal gilt eine Temperatur von 15-18° C - so bleiben sie schön frisch, behalten ihre Form und können rund 2 Wochen aufbewahrt werden. Theoretisch könnt ihr Pralinen auch im Kühlschrank unterbringen - hier solltet ihr allerdings bedenken, dass sie zum einen recht fest werden, zum anderen schnell den Geschmack anderer Lebensmittel annehmen können.
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Pralinen verpacken & verschenken
Selbstgemachte Pralinen machen auch anderen eine große Freude! Pralinenmanschetten: Um eure Pralinen beim Einpacken sauber voneinander zu trennen, könnt ihr die einzelnen Pralinen in sogenannte Manschetten (auch Pralinenkapseln genannt) geben. Pralinen im Glas verschenken: Ihr benötigt ein großes (Einmach-) Glas, in das ihr die Pralinen gut hineinschichten könnt. Damit nichts anhaftet, gebt ihr die Pralinen vorher am besten in Manschetten. Pralinen in der Tasse verschenken: Die Pralinen gebt ihr zunächst in Pralinenmanschetten und dann in ein Klarsichttütchen, das ihr mit Geschenkband verschließt. Pralinen in der Schachtel verschenken: In Geschenkläden oder Bastelshops findet ihr zudem schöne, vorgefaltete Geschenkschachteln, die sich sehr gut als Verpackung für Pralinen eignen.
Ernährungshinweise
Dieses Rezept für selbstgemachte Pralinen ist eine klassische, aber kalorienreiche Variante. Zutat-Bewertungen: Schlagsahne enthält gesättigte Fettsäuren, ist kalorienreich und wenig nährstoffreich, eine pflanzliche Alternative wäre z. B. Kokos- oder Mandelmilch. Kokosfett enthält viele gesättigte Fettsäuren, die in großen Mengen das Herz-Kreislauf-System belasten. Kokosraspeln enthalten Ballaststoffe und gesunde Fette, aber auch viele Kalorien. Weiße Schokolade ist sehr zuckerhaltig und hat keinen nennenswerten Kakaoanteil.
Weitere Rezeptideen & Inspiration
Mit dem Rezept für Pralinen Grundmasse habt ihr bereits viele Möglichkeiten, eure eigenen Pralinen selber zu machen und dabei richtig kreativ zu werden. Neben selbstgemachten Pralinen findet ihr z. B. Rezepte für Energy-Balls, Eiskonfekt, Rumkugeln, Riegel & Co zum Selbst-Naschen und Verschenken! Haselnuss-Dattel-Pralinen, Matcha-Kirsch-Konfekt oder Schoko-Kokos-Pralinen nach Melissa Forti sind nur einige Ideen. Ich arbeite am liebsten mit Zartbitterschokolade. Hier findet ihr eine kleine Sammlung von Rezepten für Pralinen und Schokoladenkonfekt.
Praxis-Tipps / FAQ kurz
- Keine Zeit zum Selbermachen? Pralinen sind ein wunderbares Weihnachtsgeschenk, insbesondere wenn diese selbst hergestellt sind.
- Pralinen müssen nicht immer eine Zucker- und Kalorienbombe sein! Mit den richtigen Zutaten lassen sich köstliche Pralinen herstellen, die nicht nur lecker schmecken, sondern auch wertvolle Nährstoffe liefern.
- Probiert euch aus und habt viel Freude beim Verschenken.
| Zutat | Menge (für 30 Stück) | Funktion |
|---|---|---|
| Zartbitterkuvertüre | 200 g | Basis für Ganache, gibt Struktur & Geschmack |
| Vollmilchkuvertüre | 100 g | Verleiht Milde & Cremigkeit |
| Sahne | 100 g | Flüssiges Element für Ganache |
| Kokosfett | 20 g | Verbessert Konsistenz, sorgt für Glanz & Schnittfestigkeit |
Pralinen zu zaubern ist ein Kinderspiel und ich bereite sie immer gern mit meinem Sohn zu. Wir machen sie einfach so für uns, aber auch sehr gern zum Verschenken oder, wenn Gäste nach Hause kommen.
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