Plätzchen mit Zucker und Jagdwurst Rezept

Plätzchen mit Zucker und Jagdwurst klingen auf den ersten Blick ungewöhnlich, doch in unserer vielfältigen Backwelt sind kreative Kombinationen erlaubt. Im folgenden Artikel findest du ausführliche Rezeptvarianten und viele Tipps rund um Mürbeteig‑Plätzchen, vegane Alternativen, Dekoration, Lagerung und Einfrieren. Die Zutatenlisten und Arbeitsschritte stammen aus bewährten Mürbeteig‑Grundrezepten und Plätzchenideen, die sich gut kombinieren lassen.

Grundlagen: Mürbeteig für Plätzchen

Mürbeteig ist ideal zum Backen von Plätzchen oder Keksen, weil er knusprig und zugleich zart ist. Für ein einfaches Grundrezept Zucker, Butter und Mehl im Verhältnis 1-2-3 verkneten, also 100 Gramm Zucker, 200 Gramm Butter und 300 Gramm Mehl. Wer keine Küchenmaschine hat, kann alle Zutaten auf der Arbeitsplatte mit einem großen Messer klein hacken und dann möglichst rasch verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, anschließend auf einer bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und Plätzchen ausstechen. Bei 200 bis 220 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 10 Minuten backen, bis die Plätzchen goldbraun werden.

Zutatenvarianten und Tipps für den Mürbeteig

  • Helles Mehl: alternativ kannst du auch Dinkel- oder Weizenmehl verwenden.
  • Gemahlene Mandeln: hier kannst du selbst entscheiden, ob du geschälte oder ungeschälte Mandeln verwendest. Du kannst übrigens auch ganze Mandeln verwenden und sie selbst mahlen.
  • Zitronenschale: du solltest auf jeden Fall darauf achten, dass die Zitrone in Bioqualität ist.
  • Das Geheimnis von Mürbeteig ist, dass er gekühlt verarbeitet werden muss, damit das Ergebnis am Ende stimmt.
  • Mein Tipp: bevor du den Teig zum Kühlen in den Kühlschrank stellst, ist es besser, wenn du ihn vorab halbierst und nicht erst danach. Zwei oder mehrere kleine Teigbälle lassen sich deutlich leichter ausrollen, als ein großer Teig.

Vegane Variante: Spitzbuben / Linzer Kekse

Diese veganen Spitzbuben‑Plätzchen sind leckere vegane Linzer Kekse aus Mürbeteig mit Marmeladen‑Füllung, die man ganz einfach selber backen kann. Dieses Rezept für vegane Spitzbuben Plätzchen oder auch Linzer Kekse genannt, habe ich schon seit vielen Jahren auf dem Blog. Höchste Zeit für ein Rezept‑Update, oder? Es ist eines der beliebtesten Rezeptideen, daher dachte ich mir, dass eine Erneuerung dem Ganzen guttun wird.

Der Mürbeteig ist bei mir von Grund auf vegan. Warum? Nun, ich möchte am Ende ein knuspriges Gebäck haben, da sind Eier nicht nötig. Wenn es um den Teig geht, solltest du auf deinem Weg ein paar Punkte beachten, damit die veganen Linzer Kekse auch wirklich perfekt werden, im Ofen nicht zerlaufen und sich der Aufwand am Ende auch wirklich lohnt.

Zutaten (vegane Spitzbuben)

  • 250 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 200 g pflanzliche Butter (kalte Margarine/vegane Butter)
  • 100 g Zucker
  • Prise Salz
  • kaltes Wasser nach Bedarf
  • 150 g Himbeergelee oder andere Marmelade (ohne Kerne)
  • 50 g Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung (vegane Spitzbuben)

  1. Weizenmehl, gemahlene Mandeln, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermischen, die kalte vegane Butter in Flocken darübergeben und mit kalten Händen verkneten.
  2. Danach etwas Eiswasser (oder sehr kaltes Wasser) dazugeben und kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Diesen dann in Frischhaltefolie einpacken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  3. Auf einer bemehlten Unterfläche den Teig 2 Millimeter dick ausrollen und Kreise ausstechen. Bei der Hälfte der Kreise nochmals einen kleinen Kreis ausstechen, sodass ihr einen „Ring“ erhaltet.
  4. Kreise und Ringe auf ein Backblech mit Backpapier platzieren. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Umluft) 8-10 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen.
  5. In der Zeit das Himbeergelee in einem kleinen Topf aufkochen, damit es flüssiger wird und nach dem Abkühlen aushärten kann.
  6. Die Kreise mit dem Himbeergelee bestreichen und einen kleinen Rand lassen. Einen Ring auf den Kreis setzen, etwas andrücken und mit Puderzucker bestreuen.

Übrigens kannst du diese veganen Plätzchen auch wunderbar zum Valentinstag backen. Vegane Kekse mit einer roten Marmeladenfüllung sind doch immer ein Hingucker, oder? Die Kekse schmecken nicht nur am Valentinstag, sondern das ganze Jahr über.

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Vegane Spitzbuben mit Marmeladenfüllung

Weitere vegane Plätzchenideen und Varianten

Es kursieren ja immer wieder Gerüchte, dass veganes Backen super kompliziert sei und oft gar nicht funktioniert. Für viele ist eine Weihnachtsbäckerei ohne Ei und Milch daher nicht vorstellbar. Dabei ist es bei den meisten Rezepten wirklich überhaupt nicht schwer. Aus tierischer Butter wird vegane Butter, aus Kuhmilch Pflanzenmilch, und Eier tauschen wir getrost gegen Apfelmus, Leinsamen, Aquafaba und Co aus.

Geling­sichere, vegane Ausstecher

  • Zutaten: 300 g Weizenmehl, 200 g pflanzliche Butter, 100 g Zucker, Saft einer halben Zitrone, optional Vanille.
  • Zubereitung: Vermischt Weizenmehl und Zucker, kalte pflanzliche Butter in Flocken dazugeben und mit kalten Händen verkneten. Saft einer halben Zitrone dazugeben und den Teig mindestens 30 Minuten kühlen lassen. Ausrollen, ausstechen und bei 180 °C Umluft 8-10 Minuten backen.

Plätzchen ohne Ausstechen - Teigrolle

Das Prinzip ist so simpel wie genial: Du machst einen Basisteig, formst ihn zu einer Rolle, lässt ihn im Kühlschrank ruhen und schneidest ihn dann einfach in Scheiben. Fertig. Kein Ausrollen, kein Kampf mit klebrigem Teig. Aus diesem einen Basisteig können im Handumdrehen komplett verschiedene Varianten entstehen (Vanille‑Streusel, Zitrone‑Mohn, Stollen‑Version, Chai, Pumpkin Spice oder All Chocolate).

Plätzchen-Teigrolle schneiden

Backen, Dekorieren, Glasur und Puderzucker

Wie wäre es mit zusätzlichen Dekoideen: Puderzucker und eine Zuckerglasur kannst du übrigens ganz einfach selber machen. Für den Puderzucker reicht es, dass du herkömmlichen Zucker in der Mühle oder mit dem Mixer fein mahlst. Zuckerguss: Puderzucker sieben und nach und nach Wasser oder Pflanzenmilch dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

  • Die einfachste Deko sind Plätzchenstempel.
  • Für rosanen Guss kannst du ein paar Tropfen Rote‑Beete‑Saft verwenden.
  • Wer mag, kann Backaroma oder Gewürze wie Zimt, Lebkuchengewürz oder Spekulatiusgewürz zufügen.
  • Für Buntglas‑Plätzchen die Bonbons nach Farben sortieren, fein hacken und die Fenster damit füllen.

Backzeiten und Temperaturempfehlungen

  • Typische Backzeiten für dünn ausgerollte Mürbeteig‑Plätzchen: 8-12 Minuten bei 180 °C (Umluft) oder 180-200 °C Ober-/Unterhitze, bis sie leicht Farbe angenommen haben.
  • Bei dicken Teigrollen: ca. 12 Minuten bei 180 °C Umluft.
  • Kleine Kugel‑Plätzchen (z. B. Schneebälle): bei 160-170 °C ca. 12-15 Minuten.

Aufbewahrung und Einfrieren

Die Kekse halten sich problemlos verschlossen in einer Keksdose bei Zimmertemperatur etwa eine Woche und schmecken sogar am nächsten Tag noch besser. Du kannst entweder die gefüllten Spitzbuben oder nur die Plätzchen einfrieren und sie nach dem Auftauen füllen. Wickele jeden Keks zunächst fest in Frischhaltefolie ein, gib sie dann alle in einen Gefrierbeutel oder einen gefriersicheren Behälter und friere sie bis zu 3 Monate ein. Du kannst aber den Teig vorbereiten und diesen dann problemlos bis zu 3 Monate im Gefrierschrank aufbewahren. Achte dann aber darauf, dass der Teigball nicht zu groß ist. Du solltest den Teig nämlich nicht zweimal einfrieren.

Tipps zur Verarbeitung des Teiges

  • Teig kneten: Es sieht erst etwas trocken aus. Aber nur so lange wie nötig kneten, nicht zu lange. Wenn der Teig zu lange geknetet wird, wird die Margarine zu warm und verbindet sich mit dem Mehl. Der Teig wird dann „brandig“, d.h. er wird brüchig und bröckelt beim Ausrollen.
  • Der Teig lässt sich kalt am besten ausrollen. Alternative: Das Backpapier auf die Arbeitsfläche legen. Den Teig darauf ausrollen und ausstechen.
  • Die Plätzchen immer auf ein kaltes Backblech legen. Hierfür eignen sich nur kleinere Backbleche, nicht das große Ofenbackblech.
  • Wenn du die Teigreste aus den Spitzbuben‑Löchern oben drauf setzt, hast du einen schönen 3D‑Effekt.
Ausgestochene Spitzbuben vor dem Backen

Weitere beliebte vegane Plätzchen-Rezepte (Kurzüberblick)

  • Vegane Vanillekipferl: Mehl, Zucker, gemahlene Mandeln, kalte vegane Butter; nach dem Backen in Vanille‑Puderzucker wenden.
  • Vegane Husarenkrapfen: Mürbeteig mit gemahlenen Haselnüssen, Mulde formen und Marmelade einfüllen.
  • Vegane Nussmakronen: Aquafaba statt Ei, Puderzucker, Vanille, gemahlene Haselnüsse; auf Oblaten setzen.
  • Vegane Florentiner: Mandelblättchen, vegane Butter, vegane Sahne, Zartbitter‑Schokolade.
  • Vegane Chocolate Chip Cookies: Weizenmehl, Zucker, vegane Butter, Apfelmus als Ei‑Ersatz, Schokodrops.

Verpacken und Verschenken

Ich dachte mir außerdem, vielleicht benötigt noch jemand eine schnelle vorweihnachtliche Geschenkidee?! Ich finde selbstgebackene Kuchen und Kekse sind nämlich mit die schönste Art, um unsere Liebsten zu überraschen. Verpacke deine Plätzchen in einer hübschen Keksdose, in Zellophan mit Schleife oder in einer dekorativen Metalldose. Wenn du die Kekse einfrierst, beschrifte die Packung mit Inhalt und Datum.

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Selbstgebackene Plätzchen verpackt als Geschenk

Herkunft der Spitzbuben / Linzer Kekse

Apropos Original: Woher kommt eigentlich der Name Spitzbubenplätzchen oder Linzer Kekse? Ganz einfach: Spitzbuben war im 19. Jahrhundert der Begriff für Spitzel oder Spione. Durch das Loch in der Mitte der Kekse kann man eben die Marmelade bespitzeln. Daher heißen diese Leckereien Spitzbuben Plätzchen. Die Bezeichnung Linzer Kekse stammt aus Österreich. In der Großstadt Linz gibt es einen speziellen Mürbeteig, der aus Mehl, Zucker, Butter, Ei sowie Mandeln oder Nüssen besteht. Die nussigen Mürbeteig‑Plätzchen sind eine Abwandlung der Linzer Torte.

Häufige Fragen (FAQ)

  • Welches Mehl eignet sich? Weizenmehl (Typ 405) oder Dinkelmehl sind gute Alternativen.
  • Kann ich normalen Zucker statt Puderzucker nehmen? Für Glasur/Puderzucker solltest du normalen Zucker fein mahlen, sonst löst er sich nicht schnell auf.
  • Wie kann ich die Plätzchen dekorieren? Puderzucker, Zuckerguss, Zartbitter‑Schokolade, Streusel oder gefärbter Zuckerguss eignen sich gut.
  • Wie lagere ich die Plätzchen? Bei Raumtemperatur in einer Keksdose, luftdicht verschlossen; ca. 1 Woche.
  • Kann ich die Plätzchen einfrieren? Ja - fertig gebacken oder als roher Teig bis zu 3 Monate.

Backvideo und Schritt‑für‑Schritt anschauen

Wie immer solltest du dir vor dem Backen das Rezept‑Video und die Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung anschauen. *Hinweis: Schau dir das Rezept‑Video oben an!

Vegane Spitzbuben Schritt-für-Schritt Video

Wünsche, Fragen oder Feedback

Wenn du diese veganen Spitzbuben‑Plätzchen backst, hinterlass mir bitte einen Kommentar und eine Bewertung, wie dir dieses Rezept gefallen hat! Hast Du Fragen oder Ideen zum Rezept? Bitte schreib einen Kommentar. Bitte empfehle das Rezept weiter. 🙂

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