Plätzchen aus Rührteig Rezept
Mond, Stern, Glocke oder Weihnachtsmann: Plätzchen backen gehört zur Adventszeit wie Tannengrün und Kerzenlicht. Spätestens mit einer gemeinsamen Backaktion wird auch der letzte Weihnachtsmuffel in süße Stimmung gebracht. Damit die häusliche Weihnachtsbäckerei aber nicht in Stress ausartet, ist ein einfaches Plätzchen-Rezept die beste Lösung.
Grundlagen: Warum Mürbeteig und Rührteig so beliebt sind
Mürbeteig ist ideal zum Backen von Plätzchen oder Keksen, weil er knusprig und zugleich zart ist. Beliebt und einfach in der Zubereitung ist Mürbeteig, den man für die typischen Ausstecher-Plätzchen sowie für Vanillekipferl verwendet. Grundlage der Plätzchen ist Mürbeteig. Der feine Mürbeteig eignet sich auch für Vanillekipferl. Diese leckeren Kekse bestehen aus einem Rührteig mit Nüssen. Damit dir der Plätzchenteig für Ausstechplätzchen garantiert gelingt und schön geschmeidig wird, empfehle ich, zunächst alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zu vermengen und erst danach kalte, gewürfelte Butter und Ei hinzuzugeben.
Einfaches Grundrezept für Mürbeteig (Verhältnis 1-2-3)
Für ein einfaches Grundrezept Zucker, Butter und Mehl im Verhältnis 1-2-3 verkneten, also 100 Gramm Zucker, 200 Gramm Butter und 300 Gramm Mehl. Wer keine Küchenmaschine hat, kann alle Zutaten auf der Arbeitsplatte mit einem großen Messer klein hacken und dann möglichst rasch verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, anschließend auf einer bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und Plätzchen ausstechen.
Mehl, Zucker und Butter zu einem Teig verkneten, am besten erst mit der Küchenmaschine, dann nochmal kurz mit den Händen nacharbeiten. Der Teig erscheint erstmal bröselig, wird dann aber zu einer Art Streuseln und zuletzt schön homogen. Notfalls noch 1 TL Eiswasser zugeben. Den Teig zu zwei Kugeln formen und diese ca. 30 Minuten in den Kühlschrank, gerne länger.
Backtemperatur und -zeit
Bei 200 bis 220 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 10 Minuten backen, bis die Plätzchen goldbraun werden. In einem anderen, etwas moderateren Rezept werden die Kekse im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C) 8-10 Minuten gebacken. Kekse mit etwas Abstand auf das Blech geben und ca. 10-12 Minuten backen. Bei 180 Grad 10-15 Minuten backen, bis die Enden hellbraun sind.
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Varianten mit Nüssen: Vanillekipferl, Zimtsterne, Makronen
Zu den Grundzutaten noch 50 Gramm gemahlene Nüsse und 2 Tütchen Vanillezucker hinzufügen - wer mag, gibt noch 1 Ei und 1 Prise Salz dazu. Zügig verarbeiten und ebenfalls im Kühlschrank ruhen lassen. Auf einer bemehlten Fläche den Teig zu Rollen von etwa 2 Zentimeter Durchmesser verarbeiten, in 5 cm lange Stücke schneiden und zu Halbmonden formen. Bei 180 Grad 10-15 Minuten backen, bis die Enden hellbraun sind.
Der Teig für Zimtsterne und Makronen kommt mit vielen Nüssen. Der Klassiker der Weihnachtsbäckerei in einer einfachen Variante: 1 Eiweiß steif schlagen und 100 Gramm Puderzucker nach und nach dazugeben, dabei weiter schlagen. 350 Gramm gemahlene Mandeln sowie 1 bis 2 Esslöffel Zimt unterheben und vermengen. Anschließend etwa 1 Zentimeter dick ausrollen, Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Die Form jedes Mal in Puderzucker tauchen, damit der Teig nicht festklebt. Zum Bepinseln der Sterne weißen Guss zubereiten: Dafür 1 Eiweiß steif schlagen und 100 Gramm Puderzucker portionsweise unterschlagen. Bei 100 Grad Umluft etwa 15 Minuten backen.
Makronen sind einfach gemacht, sehr dekorativ und lassen sich gut variieren. Basis ist eine Baisermasse aus Eiweiß, Zucker und Vanillezucker. 4 Eiweiß steif schlagen, 150 Gramm Zucker oder Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker portionsweise dazugeben und weiter schlagen. Abschließend 300 Gramm gemahlene Mandeln, Hasel- oder Walnüsse oder Kokosraspeln kurz unterheben.
Backen von Makronen
Mit einem Spritzbeutel mit großer Tülle auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Oder mit Hilfe von zwei kleinen Löffeln Häufchen formen. Nach Belieben mit einer Nuss verzieren. Bei 170 Grad (Ober-/Unterhitze) 10 bis 12 Minuten backen.
Lebkuchen-Teig (einfaches Honig-Rezept)
250 Gramm Honig, je 120 Gramm Butter und weißen oder braunen Zucker sowie 2 Esslöffel Lebkuchen-Gewürz unter Rühren erwärmen und den Zucker auflösen. Abkühlen lassen und 1 Ei unterrühren. 1 Teelöffel Backnatron oder Pottasche hinzufügen - sie machen den Teig schön locker. Nach Belieben mit Kardamom oder Kakaopulver verfeinern. 500 Gramm Roggen- oder Weizenmehl unter die Honigmasse geben und zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend den Teig 0,5 Zentimeter dick ausrollen, Kreise oder Figuren ausstechen und auf einem mit Backpapier belegten Blech bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 10 Minuten backen.
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Das abgekühlte Gebäck mit ein paar Apfelschnitzen in Blechdosen geben und verschließen. Der Teig für den edlen Weihnachtsklassiker ist schnell gemacht, am besten am Vortag zubereiten.
Schnelle No-Bake- und Schokovariante: Crossies & Nüsse
Schnell gemacht ohne Backen und auf dem Plätzchenteller schön anzusehen sind selbst gemachte Schoko-Crossies und ganze Nüsse oder Nusssplitter, die mit Schokolade überzogen sind. Für die Schoko-Crossies jeweils 60 Gramm Cornflakes und gehackte Mandeln miteinander vermischen. 200 Gramm Kuvertüre fein hacken oder raspeln und im Wasserbad schmelzen. Nach Geschmack mit Chili, Vanille oder Zimt verfeinern. Die flüssige Schokolade zu den Flakes und Mandeln geben und gut vermengen. Mit Hilfe von zwei Teelöffeln Häufchen auf Backpapier setzen.
Für Nüsse mit Schokoladenüberzug eignen sich naturbelassene Walnüsse, Hasel- oder Paranüsse sowie Macadamia oder Erdnüsse. Schokolade oder Kuvertüre nach Geschmack im Wasserbad schmelzen, Nüsse hineingeben und verrühren, bis sie komplett mit Schokolade bedeckt sind. Einzeln herausnehmen und auf Backpapier legen. Wer mag, setzt die Nüsse vorher auf Teller mit Kakaopulver und bestäubt sie auch von oben.
Variationen und Dekoideen
- Orangenschale verleiht ihnen ein leckeres fruchtiges Aroma.
- Streusel, Schokosplitter, bunte Zuckerperlen oder gehackte Nüsse eignen sich zum Verzieren.
- Für farbige Teige 2-4 EL Rote-Bete-Saft (rot) oder andere bunte Säfte verwenden.
- Für vegane Varianten Margarine statt Butter verwenden; bei Plätzchenteig ohne Ei einen Esslöffel Milch und etwa 50 g mehr Butter für Bindung hinzufügen.
Grundrezept für „Kekse von der Rolle“ (Rührteig-Basis)
Ein einfacher Grundteig für “Kekse von der Rolle” ist schnell zubereitet und beinhaltet nur wenige Zutaten. Er kann pur verarbeitet oder mit beliebigen Zutaten wie Nüssen, Trockenfrüchten, süßen Aufstrichen oder Gewürzen versehen werden, bevor er zu Rollen geformt wird. Die Keksrollen müssen eine Weile im Kühlschrank ruhen, weswegen es sinnvoll ist, sie bereits am Vortag zuzubereiten. Das spart am eigentlichen Backtag viel Zeit.
40-60 g gehackte Nüsse oder Kerne wie Mandeln, Walnüsse, Cashewkerne, Pistazien, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Kürbiskerne, Mohn oder Amaranth-Pops - viele dieser Zutaten eignen sich auch zum Ummanteln der Keksrolle.
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Tipps für die Vorbereitung, Lagerung und Geling
Den Teig zu einer Kugel formen und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, anschließend auf einer bemehlten Arbeitsplatte ausrollen und Plätzchen ausstechen. Das einfache Plätzchen-Rezept lässt sich mit beliebigen Zutaten abwandeln. Die Kneten geht schnell, gebacken wird der Teig nur noch maximal 10 Minuten!
Plätzchen nach dem Backen vollständig abkühlen lassen. Damit sie schön knusprig bleiben, in gut schließenden Blechdosen oder Plastikbehältern aufbewahren, bei mehreren Sorten am besten getrennt. Nur ähnliche Plätzchen, etwa aus Mürbeteig, zusammen aufbewahren. Wenn Teig übrig bleibt oder du Plätzchenteig für Weihnachten vorbereiten möchtest, kannst du ihn problemlos für 2-3 Monate einfrieren. Den fertig gekneteten Teig dafür portionsweise in Frischhaltefolie wickeln oder in einen geeigneten Gefrierbehälter geben. Für die Weiterverarbeitung gefrorenen Plätzchenteig über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und umgehend nach Rezept weiterverarbeiten.
Häufige Fragen und schnelle Lösungen
- Was kann ich tun, wenn der Plätzchenteig zu weich ist? Nachträglich etwas weiche Butter unter den Plätzchenteig kneten und ihn anschließend nochmal ruhen lassen.
- Warum bricht der Teig beim Ausrollen? Ursache kann zu wenig Fett oder zu viel Mehl beim Ausrollen sein. Den Teig Raumtemperatur annehmen lassen und nochmals mit den Händen kneten.
- Wie lange hält sich Plätzchenteig im Kühlschrank? Frisch zubereiteten Keksteig kannst du 2-4 Tage im Kühlschrank lagern; Plätzchenteig mit rohem Ei sollte nach spätestens 2 Tagen verarbeitet werden.
- Was ist besser für Plätzchen, Butter oder Margarine? Für klassische Plätzchen ist Butter die bessere Wahl wegen feinem Geschmack und knuspriger Textur; Margarine eignet sich für vegane Varianten, macht den Teig aber oft weicher.
Praktische Rezeptübersicht (schnell nachbacken)
| Rezept | Hauptzutaten | Backzeit / Temperatur |
|---|---|---|
| Grund-Mürbeteig (1-2-3) | 100 g Zucker, 200 g Butter, 300 g Mehl | 10 Min / 200-220 °C |
| Vanillekipferl | Mürbeteig + 50 g gem. Nüsse, Vanillezucker | 10-15 Min / 180 °C |
| Zimtsterne | Eiweiß, Puderzucker, 350 g gem. Mandeln, Zimt | 15 Min / 100 °C Umluft |
| Lebkuchen | 250 g Honig, 120 g Butter, Zucker, Lebkuchengewürz, 500 g Mehl | 10 Min / 180 °C |
| Makronen | 4 Eiweiß, 150 g Zucker, 300 g gem. Nüsse | 10-12 Min / 170 °C |
Viel Spaß beim Backen! Das Beste: Wer sie backen will, kann sofort loslegen - die Standardzutaten dürfte jeder zuhause haben.
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