Rezept: Apfel-Pflaumen-Zimt-Marmelade
Beschert uns der Frühsommer zahlreiche verschiedene Beeren, punktet der Spätsommer bzw. der Herbst mit köstlichem Obst. So darf am Frühstückstisch zu dieser Jahreszeit auf keinen Fall die Apfel-Pflaumen-Marmelade fehlen. Die beste herbstliche Konfitüre überhaupt!
Dieses feine Fruchtgelee überzeugt durch seinen grandiosen Geschmack, da die Süße der Pflaumen auf die leichte Säure der Äpfel trifft. Pflaumen zählen nicht nur zum beliebten Steinobst vom Spätsommer bis Herbst, sondern bieten auch allerhand positive Gesundheitsaspekte. Sie sind gut bekömmlich und helfen bei Magenproblemen. Außerdem schützen sie dank der enthaltenen Flavonoiden unsere Zellen, denn die pflanzlichen Farbstoffe legen sich förmlich wie ein Schutzmantel um die Körperzellen und schützen somit vor kleinen Attacken.
Welche Früchte verwenden?
Genau genommen sind Zwetschgen eine Unterart der Pflaumen. Die beiden Früchte unterscheiden sich allerdings optisch stark voneinander. Pflaumen sind meist ein wenig größer als Zwetschgen und vornehmlich rund, während Zwetschgen eine längliche Form aufweisen. Aber auch hinsichtlich der Farbe gleichen sich die beiden Vertreter der Steinobstgewächse nicht. Können Pflaumen fast eine schwarzblaue Farbe annehmen, sind Zwetschgen überwiegend blau. Ein weiterer wesentlicher Unterschied liegt zudem darin, dass sich Zwetschgen leicht entsteinen lassen, Pflaumen aber nur schwer vom Kern zu lösen sind. Außerdem enthalten Pflaumen mehr Wasser als Zwetschgen.
Ob Du für das Rezept für eine herbstliche Apfel-Pflaumen-Marmelade allerdings lieber Pflaumen oder Zwetschgen verwendest, bleibt vollkommen Dir überlassen. Denn in Kombination mit Äpfeln schmecken sowohl Pflaumen als auch Zwetschgen köstlich. Ich persönlich finde das Mischverhältnis 1:1 bei Pflaumen und Äpfeln am besten. Für mich untermalt der Apfel so den Geschmack der Pflaumen perfekt ohne zu dominant zu werden.
Welche Apfelsorten eignen sich?
Wenn ich die Wahl habe eine Apfelsorte für Marmelade zu wählen, greife ich in erster Linie zur Sorte Pink Lady. Hierbei handelt es sich laut Wikipedia um eine Kreuzung aus Lady William und Golden Delicious. Neben dem herrlichen Geschmack überzeugt diese Apfelsorte mit der Eigenschaft nicht mehlig zu werden. Dies selbst dann nicht, wenn sie länger gelagert wird. Aber keine Sorge, auch jede andere Apfelsorte kann für die Herstellung der Apfel-Pflaumen-Marmelade verwendet werden.
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Apfelsorten wie Boskoop, Cox Orange, Idared, Jonagold oder Elstar sind für Marmelade eine gute Wahl. Sowohl Zwetschgen als auch Äpfel enthalten viel Pektin, das zum Kochen von Marmelade unverzichtbar ist. Unter den Apfelsorten sind es beispielsweise Jonagold, Boskoop, Gravensteiner sowie Elstar, deren Pektingehalt besonders hoch ist.
Zutaten (für ca. 6 Gläser à 200 ml)
- 500 g Pflaumen oder Zwetschgen (entsteint, vorbereitet gewogen) und 500 g Äpfel (geschält, entkernt, vorbereitet gewogen) - für ein 1:1 Verhältnis
- Gelierzucker 2:1 oder 3:1 je nach Wunsch (z. B. 2 x ½ Pck. Gelierzucker 2:1, alternativ Diamant Gelierzucker 3:1 für weniger Zucker)
- 1/2 bis 1 TL Zimt (je nach Geschmack)
- ein Schuss Zitronensaft oder 1 Pck. Dr. Oetker Zitronensäure bei Bedarf
- etwa 1 Tasse Wasser (bei manchen Rezepten 200-250 ml)
Grundrezept Schritt für Schritt
Früchte vorbereiten: Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und fein schneiden. Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und fein schneiden. Anschließend die 600 g Pflaumen bzw. 500-800 g je nach Variante abwiegen. Die Äpfel nach dem Schälen und Entkernen in nicht zu große Würfel schneiden.
Pflaumen und Äpfel mit einem Schuss Zitronensaft und ggf. etwas Wasser in einem großen Kochtopf weich kochen. Nun das Wasser hinzufügen und das Obst bei mittlerer Hitze in etwa 15-20 Minuten weich kochen. Die Zwetschgen sollten gut gereift, aber noch festfleischig sein. Sie sind perfekt, wenn sie auf leichten Druck etwas nachgeben.
Die Früchte mit dem Stabmixer pürieren. Die vorbereiteten abgewogenen Früchte grob zerkleinern und zusammen mit dem Gelierzucker und dem Zimt in einen großen Topf geben und 2-3 Stunden ziehen lassen (optional). Danach mit dem Pürierstab alles so weit zerkleinern, wie man es mag. Den Gelierzucker und optional den Zimt hinzugeben und erneut aufkochen. Mindestens 3-4 Minuten lang sprudelnd kochen. Anschließend die Gelierprobe machen. Diese ist bestanden, sobald die Marmelade nach kurzem Abkühlen am Kochlöffel stockt.
Heiß in Gläser füllen: Die Apfel-Pflaumen-Marmelade in zuvor sterilisierte Weck-Gläser abfüllen, verschließen und bei 100°C für 20 Minuten unter Dampf im Dampfgarer oder Einkochautomaten einkochen. Alternativ nach dem Abfüllen die Gläser für 5 Minuten auf den Deckel stellen, dann umdrehen und auskühlen lassen.
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Schichtkonfitüre (Variante)
Für eine Apfel-Pflaumen-Schichtkonfitüre: Apfelkonfitüre und Pflaumenkonfitüre getrennt kochen. Äpfel in einem kleinen Kochtopf mit Gelierzucker gut verrühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und mind. 3 Min. sprudelnd kochen. Gelierprobe durchführen. Fruchtmasse sofort bis zur Hälfte in vorbereitete Gläser füllen und etwa 15 Min. abkühlen lassen.
Pflaumen in einem kleinen Kochtopf mit Gelierzucker gut verrühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen und mind. 3 Min. sprudelnd kochen. Gelierprobe durchführen. Fruchtmasse sofort vorsichtig mit einem Esslöffel auf der Apfelkonfitüre verteilen und sofort randvoll in Gläser füllen.
Tipps für Haltbarkeit und Hygiene
- TIPP 1: Beim Einkochen von Marmelade bzw. Konfitüre ist immer auf die Küchenhygiene zu achten. Dies bedeutet in erster Linie, dass sämtliche Arbeitsutensilien als auch die Arbeitsfläche sauber sind. Zudem sollten keine Kochlöffel aus Holz oder Bambus verwendet werden, da sich diese nicht bei über 60°C reinigen lassen und daher keimbelastet sein könnten. Besser sind daher Kochlöffel aus Kunststoff.
- TIPP 2: Für die Herstellung der Apfel-Pflaumen-Marmelade kannst Du einen 2:1 Gelierzucker verwenden. Sollte Dir das noch immer zu viel Zucker sein, kannst Du natürlich auch einen 3:1 Gelierzucker nehmen. Dann reduziert sich allerdings die Haltbarkeit der herbstlichen Konfitüre von mindestens einem Jahr auf maximal ein halbes Jahr.
- TIPP 3: Die Apfel-Pflaumen-Marmelade ist fertig gekocht, wenn sie die Gelierprobe besteht. Hierfür tauchst Du den Kochlöffel in die Marmelade und lässt die heiße Konfitüre anschließend kurz abkühlen.
- TIPP 4: Die herbstliche Konfitüre hält am Besten, wenn sie nach dem Abfüllen und Verschließen noch 15-20 Minuten unter Dampf bei 100°C eingekocht wird. Dies geht am Besten mit einem Dampfgarer oder Einkochautomaten.
- Beim Befüllen der Schraubgläser gegebenenfalls einen Trichter verwenden, damit ihre Ränder sauber bleiben und dann sofort fest verschließen.
Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass sich das Vakuum löst, der Deckel lose wird oder sich Schimmel bildet. Ob Du mit dem Ergebnis zufrieden bist? Über Feedback freue ich mich sehr!
Varianten und Würzungen
Sehr lecker macht sich etwas Zimt in der Marmelade; 1/2 Teelöffel Zimt ist ein guter Richtwert. Zum Schluss habe ich noch eine Hand voll geröstete, gehackte Haselnüsse dazu gegeben - das ergibt eine interessante Textur. Manche geben zusätzlich Orangenaroma oder weihnachtliche Gewürze hinein. Selbstgemachte Pflaumenmarmelade schmeckt einfach himmlisch, zusätzlich sorgt Zimt für eine besondere Note.
Wer den Fruchtanteil höher und den Zuckeranteil geringer möchte, kann Gelierzucker im Verhältnis 3:1 verwenden. Das heißt: es wird bei der Herstellung gewichtsmässig drei mal so viel Obst wie Zucker verwendet. Der Fruchtanteil ist höher, der Zuckeranteil geringer für konzentrierteren Fruchtgeschmack. Die Marmelade lässt sich so intensiver und fruchtiger gestalten.
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Haltbarkeit, Lagerung und Serviervorschläge
Die Glasränder eventuelle säubern und die Gläser an einem dunklen, kühlen Ort lagern. Dann an einem dunklen, kühlen Ort lagern und bei Bedarf mit leckerem Brot oder Brötchen genießen. Pflaumenmus ist für mich wohl für immer mit weichem Hefezopfgenuss verbunden.
| Zutat | Menge (ca.) |
|---|---|
| Pflaumen/Zwetschgen | 500-800 g |
| Äpfel | 500-800 g |
| Wasser | 200-250 ml |
| Gelierzucker | je nach Verhältnis 2:1 oder 3:1 |
| Zimt | ½-1 TL |
Heute dreht sich bei #allyouneedis alles um Sommer im Glas. Wer will schließlich nicht den Sommer am liebsten konservieren und so noch ganz lange etwas davon haben. Gerade das ganze tolle Obst und Gemüse, dass es im Sommer so zahlreich vertreten ist, soll noch ganz lange den Sommer zurück auf den Tisch holen. Die unterschiedlichsten Möglichkeiten ermöglichen es die Lebensmittel im Glas länger haltbar zu machen. Die klassischste aller Varianten, gerade im Bereich Obst, ist wohl das Einkochen und genau dafür habe ich heute ein leckeres Rezept für euch.
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