Saft ohne Zucker: Vorteile, Herstellung und Gesundheitsaspekte

Saft ohne zugesetzten Zucker gewinnt zunehmend an Aufmerksamkeit - doch bietet er nicht nur Vorteile für die Gesundheit, sondern auch innovative Herstellungsprozesse, die den natürlichen Zuckergehalt der Frucht reduzieren, ohne dabei Geschmack und Nährstoffe zu beeinträchtigen. Nicht nur Abnehmwillige streichen Zucker von ihrem Speiseplan, auch Gesundheitsbewusste wollen ihn meiden. Immer mehr Menschen möchten zuckerfrei leben oder sich zumindest phasenweise in einem Zuckerverzicht üben: Ein Ziel, das viele Vorteile mit sich bringt.

Vorteile von zuckerfreien Säften

  • Es ist zweifelsfrei belegt, dass ein geringer Konsum Fettleibigkeit und somit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Karies vorbeugen kann.
  • Der Körper profitiert auch von dieser Form der Ernährung, denn das Risiko für Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt sehr deutlich.
  • Fruchtsäfte sind voller Vitamine und werden überall auf der Welt gerne getrunken. Allerdings enthalten sie auch jede Menge natürlichen Zucker, weshalb sie für Personen, die in ihrer Ernährung eingeschränkt sind, sowie für immer mehr Kunden, die ihren Zuckerkonsum senken möchten, nicht in Frage kommen.
  • Nach einigen Tagen der zuckerfreien Ernährung stabilisiert sich der Blutzuckerspiegel. Spätestens dann fühlen Sie sich energiegeladener.
  • Nach vier Wochen erfahren einige Menschen, die Hautprobleme hatten, eine deutliche Besserung. Und bei vielen, die zuckerfrei leben und sich generell gesünder ernähren, purzeln auch die Pfunde. Der Blutdruck kann sich stabilisieren, und bei einigen Menschen macht sich ein anderes Geschmacksempfinden bemerkbar.
Infografik: Vorteile zuckerfreier Ernährung

Viele verstecken diesen Zucker jedoch hinter Begriffen wie Dextrose, Saccharose, Fruktose, Glukose, Maltodextrin, Malzextrakt oder Laktose. Auch Fruchtzucker ist nicht besser als Haushaltszucker.

Empfohlene Zuckermengen und der versteckte Zucker im Saft

Die Welternährungsorganisation rät, dass man täglich maximal zehn Prozent der Gesamtenergie durch freie Zucker zuführen sollte. Das entspricht bei einer Gesamtenergiezufuhr von 2.000 Kalorien pro Tag 50 Gramm. Die meisten Menschen essen deutlich mehr. Vor allem Kinder kommen häufig auf bis zu 17 Energieprozent. In Deutschland wird viel Zucker verzehrt. Vor allem die jüngere Altersgruppen liegen bei der Zufuhr freier Zucker in ihrer Ernährung deutlich über den Empfehlungen der DGE.

Altersgruppe Zuckerkonsum (Energieprozent) Zufuhr (Gramm pro Tag)
Frauen 15-80 Jahre 14% 61g
Männer 15-80 Jahre 13% 78g
Kinder und Jugendliche bis zu 17,5% ≈70-80g

Säfte gelten als gesund, da Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien drinstecken. Die Zuckermengen sollten allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Egal, ob Orangensaft oder Limo, diese Getränke sind Zuckerbomben. Fruchtsaft kann so viel Zucker enthalten, wie es bei Cola der Fall ist.

Karte: Zuckergehalt verschiedener Getränke

Gesunde Auswahl: Saft ohne Zuckerzusatz

Als "Zuckerfrei" gelten laut EU-Verordnung Lebensmittel, die weniger als 0,5 Gramm pro 100 Gramm oder 100 Milliliter enthalten. Sie müssen also nicht völlig zuckerfrei sein. Unter "zuckerarm" fallen Lebensmittel, die maximal 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm oder bei flüssigen Lebensmitteln 2,5 Gramm pro 100 Milliliter enthalten. "Ohne Zuckerzusatz" bedeutet, dass kein süßender Stoff zugesetzt wurde - aber nicht, dass kein Zucker enthalten ist.

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Innovative Technologien zur Herstellung von zuckerfreien Säften

Ein israelisches Start-up-Unternehmen hat eine innovative Lösung gefunden, die ohne Abstriche bei Geschmack und Nährstoffen Fruchtsäften ihren natürlichen Zucker entzieht. Dank Unterstützung durch GEA kann diese bahnbrechende Lösung schon ab 2022 kommerziell genutzt werden.

Anfang 2021 kündigten GEA und Better Juice an, gemeinsam eine Technologie zur Senkung des Zuckergehalts von Fruchtsäften für den globalen Getränkemarkt entwickeln zu wollen. Die Mikrobiologen von Better Juice erarbeiteten hierzu den biologischen bzw. enzymatischen Prozess, während GEA den Pilot-Bioreaktor für diese patentierte Lösung entwarf und baute.

Das Herzstück des Systems ist der Bioreaktor mit gentechnisch nicht veränderten Mikroorganismen. Der Saft passiert kontinuierlich den Kessel, wobei die von den Mikroorganismen produzierten Enzyme die im Saft enthaltene Saccharose, Fruktose und Glukose in präbiotische, unverdauliche, für die Darmflora nützliche Moleküle umwandeln. Bei der hierbei entstehenden Flüssigkeit handelt es sich um 100-prozentigen Fruchtsaft, jedoch mit einem je nach Herstelleranforderungen zwischen 30 und 80 % geringeren Zuckergehalt. Diese drastische Reduktion des Zuckers bei gleichzeitiger Bildung von Ballaststoffen, die bekanntlich gut für die Verdauung sind, ist ein, wenn nicht der große Wurf für Fruchtsafthersteller.

Schaubild: Bioreaktor zur Zuckerreduktion

Die inzwischen in Europa patentierte Erfindung ist von der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA über deren sogenannten GRAS-Mechanismus zugelassen (GRAS bedeutet so viel wie „grundsätzlich als sicher anerkannt“). Somit kann das System in der Getränkeindustrie rund um den Globus vermarktet werden.

Prozess der enzymatischen Zuckerreduktion in Fruchtsäften

Zuckerfreie und zuckerarme natürliche Getränkelösungen

Unsere leckeren Säfte werden ohne Konzentrate, sondern ausschließlich aus hochwertigen Direktsäften hergestellt. Gesunde Getränke ohne das Süßungsmittel gehören zu einer zuckerfreien Ernährung unbedingt dazu. Empfehlenswert sind Wasser und Tee, die du mit Geschmacksgebern wie Zitrone, Ingwer oder Minze verfeinern kannst.

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  • Fruchtsaftschorlen, die aus einem Teil Saft und 3 Teilen Wasser bestehen, sind akzeptabel, weil sie gut den Durst löschen und zusätzlich wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten.
  • Mineralwasser punktet zudem mit Mineralstoffen wie Natrium, Magnesium oder Calcium.
  • Mineral- und Trinkwasser lässt sich geschmacklich gut aufpeppen: mit einem Spritzer Zitronensaft, frischem Ingwer, einigen Blättern frischer Minze, frischen Früchten oder mit einigen Gurkenscheiben.
Infografik: Gesunde Durstlöscher für die ganze Familie

Der Saft zum Wohlfühlen kann mit Zutaten wie weißen Trauben, Kirschen und Himbeeren geboten werden. Eisen, Vitamin B6 und Vitamin B12 tragen zur Erhaltung der roten Blutkörperchen bei. Während Eisen zusätzlich zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt, leistet Vitamin C einen Beitrag zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.

Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei und leistet einen Beitrag zur normalen Funktion des Nervensystems.

Unser Direktsaft Schützen mit Zink besteht aus sorgfältig ausgewählten Trauben, Äpfeln, Cranberrys, Holunder und Acerolakirschen und wird mit Echinacea abgerundet. Vitamin C und Zink tragen zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

  • Eine Essenz aus zarten Rosenblüten gibt dem Saft einen leichten, blumigen Akzent.
  • Niacin leistet einen Beitrag zum Erhalt schöner Haut, Biotin unterstützt darüber hinaus den Erhalt schöner Haare.
Nährstoffreiche Zutaten für zuckerfreie Säfte

Versteckter Zucker und Süßstoffe: Kennzeichnung und Alternativen

Wenn Sie zuckerfrei leben möchten oder zumindest mehr auf eine zuckerarme Ernährung achten wollen, sollten Sie besonders gut auf versteckte Zucker achten. Auch pikante, vermeintlich zuckerfreie Lebensmittel können sie beigemischt sein.

  • Dazu gehören Maltose, Dextrose (und alle Zutaten mit dem Ende -ose), Maltodextrin und andere Stoffe, die mit -dextrin enden, Gerstenmalzextrakt und andere Zutaten mit Malz, Invertzucker und Glukose-Fruktose-Sirup.
  • Auch Fruchtzucker, Apfeldicksaft, Ahornsirup, Maissirup, Laktose und Süßmolkepulver werden gerne zum Süßen verwendet.

Es bringt nichts, Zucker durch vermeintlich gesunde Alternativen wie Agavendicksaft, Honig oder Ahornsirup zu ersetzen. „Diese Zuckeralternativen bieten gegenüber raffiniertem Zucker keine gesundheitlichen Vorteile, da sie auf dieselbe Weise verstoffwechselt werden“, erklärt Prof. Dr. Hans Hauner, TU München.

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Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker - sie alle sind süßende Lebensmittel, die sich im Zuckeranteil und den enthaltenen Zuckerarten (Trauben-, Frucht-, Haushaltszucker) unterscheiden. Diese Zuckeralternativen werden häufig als „gesund“ beworben, wohingegen der „böse“ weiße Zucker schon fast als Gift gilt. Zucker gilt als Mitverursacher von Karies, Übergewicht und Diabetes. Insgesamt ist es wünschenswert den Zuckerkonsum zu verringern.

Zuckerfallen: Übersicht versteckter Zuckerstoffe in Lebensmitteln

Auch die Gehalte an Mineralstoffen und Vitaminen sind zu vernachlässigen. Einen Vorteil bieten die Alternativen allerdings: sie erweitern die geschmackliche Palette beim Süßen durch ihre teilweise sehr spezifischen Aromastoffe. In Maßen eingesetzt, können sie daher den Speiseplan bereichern.

Tatsächlich ohne Zucker süßen lässt sich mit Zuckeraustauschstoffen oder Süßstoffen. Diese gelten in der EU als Zusatzstoffe und benötigen eine Zulassung. Dazu zählen zum Beispiel Birkenzucker oder Stevia. Bei Stevia sind in der EU lediglich die aus den Blättern der Pflanze isolierten Steviolglykoside als Süßstoff zugelassen.

Saft und Zuckerkonsum im Alltag: Tipps zur Reduzierung

Mit Zucker gesüßte Getränke enthalten jedoch viele Kalorien und erhöhen das Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Der regelmäßige Konsum kann außerdem zu Karies führen. Der hohe Konsum von Getränken, die viel Zucker enthalten, erhöht die Fettproduktion in der Leber teilweise um das Doppelte und das Risiko für Übergewicht sowie Adipositas.

  • Trinken Sie nur selten zuckergesüßte Getränke wie Säfte und Limonaden, denn diese enthalten viele freie Zucker und machen zudem nicht satt.
  • Für eine zuckerfreie Ernährung sollten Sie eher zu Wasser (das können Sie mit etwas Zitronensaft geschmacklich aufpeppen) oder ungesüßten Tees greifen.
  • Bevorzugen Sie Obstsorten, die wenig Zucker enthalten. Dazu gehören Wassermelone, Grapefruit, Beeren, Aprikose, Orange, Pfirsich und Pflaume.
  • Ein Stück zuckerarmes Obst kann in solchen Fällen helfen.
Tipps: Zuckerreduzierte Getränke selbst herstellen

Gesunde Getränke lassen sich schnell und einfach selber machen: ohne Zucker und ohne Aromastoffe. Mineral- und Trinkwasser lässt sich geschmacklich gut aufpeppen: mit einem Spritzer Zitronensaft, frischem Ingwer, einigen Blättern frischer Minze, frischen Früchten oder mit einigen Gurkenscheiben. Alle Varianten sind nicht nur eine perfekte Erfrischung im Sommer, sondern zugleich eine kalorienarme und gesunde Alternative.

Gesundheitsaspekte, Durstlöscher und Kinder

Der Körper braucht Wasser. Gerade bei Hitze ist es wichtig, viel zu trinken. Denn durch das Schwitzen geht Flüssigkeit verloren und dieser Verlust muss ausgeglichen werden. Ansonsten gerät der Organismus schnell aus dem Gleichgewicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, im Durchschnitt täglich 35 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Kinder brauchen im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Gläser Flüssigkeit täglich.

Empfohlene Flüssigkeitszufuhr nach Altersgruppen

Bei fast jedem zweiten Kindergetränk wurde mit dem Konsum einer Flasche oder eines Trinkpäckchens bereits die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis an freiem Zucker überschritten. Gerade bei Kindern besteht die Gefahr, dass sie sich an den Geschmack gewöhnen und frische Früchte nicht mehr essen. Der hohe Konsum von Getränken, die viel Zucker enthalten, erhöht die Fettproduktion in der Leber teilweise um das Doppelte und das Risiko für Übergewicht sowie Adipositas.

Politische und gesellschaftliche Ansätze zur Zuckerreduktion im Saft

Im internationalen Vergleich gehören einige Länder zu den Spitzenreitern im Konsum zuckergesüßter Getränke. Einige europäische Länder haben eine Zuckersteuer eingeführt, zum Beispiel Großbritannien. Dort wird seit 2018 eine Steuer auf zahlreiche Getränke erhoben, die mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Die Steuer soll die Getränkehersteller und -herstellerinnen dazu bewegen, Getränke mit weniger Zucker herzustellen.

Die Zuckersteuer hat die tägliche Zuckeraufnahme in der gesamten Ernährung deutlich verringert:bei Minderjährigen von 62,4 auf 47,8 Gramm,bei Erwachsenen von 57,9 auf 47,9 Gramm. Bei Minderjährigen hat sich die tägliche Zuckeraufnahme allein aus Softdrinks fast halbiert: von 22 auf 12 Gramm, bei Erwachsenen von 15,3 auf 10 Gramm.

Ergebnisse der Zuckersteuer auf Getränkekonsum

Innovative Projekte und Zukunft des zuckerfreien Safts

Unter Verwendung der immobilisierten Mikroorganismen von Better Juice wird GEA nun den Pilot-Bioreaktor mit einer Kapazität von 200 Litern pro Stunde in die vorhandene Produktionsstätte eines US-Getränkeherstellers integrieren. Die Anlage bietet eine vollständige Parametersteuerung und CIP-Prozesse, die einen kontinuierlichen, hygienischen Durchfluss im Rahmen des enzymatischen Zuckerreduktionsprozesses sicherstellen. Die ersten Fruchtsäfte dieser Art werden Anfang 2022 in amerikanischen Supermarktregalen stehen. Diese zukunftsträchtige Technologie bietet Saftherstellern weltweit eine kosteneffiziente Option, um ihr Sortiment mit den von gesundheitsbewussten Verbrauchern gewünschten Getränkesorten zu erweitern.

Zukunftstrend: Technologie zur Zuckerreduktion in Säften

Praktische Empfehlungen für den Alltag

Wer weniger oder sogar gar keinen Zucker mehr essen möchte, sollte am besten Fertigprodukte von seiner Speisekarte streichen und stattdessen selbst mit frischen, naturbelassenen Zutaten kochen. Obst enthält zwar Fruchtzucker, der nicht gesünder ist als Haushaltszucker, wegen seiner vielen Vitamine und Ballaststoffe ist Obst aber trotzdem sehr gesund und sollte auf dem Speiseplan nicht fehlen. Besonders zuckerarm ist Beerenobst, also beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren.

Genießen Sie unsere 4 leckeren und einzigartigen Säfte mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, die Ihren Körper unterstützen. Nehmen Sie sich bewusst eine kleine Auszeit vom Alltag, um innezuhalten und sich danach wieder voll und ganz dem Leben zu widmen.

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