No-Name Schokolade von Aldi im Test: Qualität zum Discounter-Preis?

Steigende Lebensmittelpreise veranlassen Konsumenten, nach günstigeren Alternativen zu suchen. No-Name-Produkte, auch Eigenmarken genannt, sind eine solche Option. Doch halten sie, was sie versprechen? Dieser Artikel beleuchtet die Qualität und den Geschmack von No-Name-Schokolade, insbesondere der von Aldi, im Vergleich zu teureren Markenprodukten.

Stiftung Warentest: Vergleich von Marke und No-Name

Stiftung Warentest hat in einem großen Warenkorb-Vergleich Produkte von Marken und Eigenmarken verglichen. Dabei wurden 25 Produktgruppen bewertet und Kriterien wie Qualität, Geschmack und Preis berücksichtigt. Das Ergebnis: Eigenmarken stehen den Markenprodukten in puncto Qualität und Geschmack oft in nichts nach. Im Durchschnitt waren die Eigenmarken im Warenkorb sogar 34 Prozent günstiger als die Markenprodukte.

Preisunterschiede und Ausnahmen

Allerdings ist nicht jedes Eigenmarken-Produkt automatisch günstiger. Bei Chips, Baby-Pre-Nahrung, Mineralwasser, Bitterschokolade, Kinderdesserts, Tortelloni, Veggie-Aufstrichen, Apfelmus und Balsamico sind die Preisabstände oft besonders groß. Bei Tofu, Öl oder Bio-Fleisch ähneln sich die Preise hingegen.

ZDF-Check: Discounter-Süßigkeiten im Test

Auch das ZDF hat Süßigkeiten vom Discounter unter die Lupe genommen. Im Fokus stand die Frage, ob Billig-Schokolade schmecken kann und wie Kekse im Vergleich abschneiden. Nelson Müller testete verschiedene Süßigkeiten und kam zu dem Ergebnis, dass Markenhersteller oft hinter den Produkten von Aldi, Lidl und Co. stecken.

Blindtest: Schokolade im Geschmacksvergleich

In einem Blindtest wurden Vollmilchschokoladen von Alpia, Milka, Ritter Sport, Château (Aldi-Marke) und Lindt von Passanten getestet. Überraschenderweise fiel es den Testern schwer, ihre Lieblingsschokolade herauszuschmecken. Geschmacklich und qualitativ lagen die Markenhersteller nahe beieinander. Gewinner des Tests war Ritter Sport, gefolgt von Lindt. Alpia schnitt am schlechtesten ab.

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Schaumküsse und Doppelkekse: Gleiche Fabrik, kleinerer Preis

Auch bei Schaumküssen und Doppelkeksen zeigte sich, dass günstige No-Name-Produkte mit Markenware mithalten können. So stammen die Schaumküsse von Mister Choc (Lidl) aus derselben Fabrik wie die des Markenherstellers Grabower. Bei Doppelkeksen setzte sich die Rewe-Hausmarke Ja! gegen Prinzenrolle und Captain Rondo von Lidl durch.

MarkenDetektive: Die App für clevere Einkäufer

Die App MarkenDetektive hilft Verbrauchern, die wahren Hersteller hinter No-Name-Produkten zu entlarven. So können sie herausfinden, ob hinter einem günstigen Produkt tatsächlich ein renommierter Hersteller steckt. Die App deckt ein breites Produktspektrum ab und zeigt, dass Eigenmarken oft von denselben Herstellern produziert werden wie Markenartikel. Der Unterschied liegt meist im geringeren Marketingaufwand und den schlichteren Verpackungen.

Beispiele für No-Name-Produkte und ihre Hersteller

Einige Beispiele für No-Name-Produkte und ihre Hersteller:

  • Saftiger Baumkuchen (NoName): Georg Goess GmbH & Co.
  • Lebkuchen (NoName): Aachener Zucker- und Backwaren Paul Schaeffer GmbH & Co.
  • Spekulatius (Aldi): F.A. Crux GmbH & Co.
  • Zimtsterne (NoName): Aachener Zucker- und Backwaren Paul Schaeffer GmbH & Co.

Aldi-Schokolade im Fokus

Aldi bietet eine Vielzahl von Schokoladenprodukten unter der Eigenmarke „Choceur“ an. Recherchen zeigen, dass die meisten dieser Produkte von der Wiha GmbH hergestellt werden, einem Unternehmen der August Storck KG. Storck ist bekannt für Marken wie Merci, Dickmann's und Toffifee. Die „Choceur Alpenmilch 100 Gramm“-Schokolade stammt von der Stollwerck GmbH, die auch Marken wie Sarotti, Alpia und Schwarze Herren produziert.

Weitere Hersteller von Discounter-Schokolade

Auch andere Discounter setzen auf bekannte Hersteller für ihre Schokoladenprodukte:

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  • Penny: Die Stollwerck GmbH produziert Schokoladentafeln der Penny-Eigenmarken „Choco'la“ und „Very Fair Schokolade“ sowie „Best Moments"-Schokolade. Eine Ausnahme bildet die Sorte „Choco'la Ganze Mandeln in Vollmilchschokolade mit ganzen Mandeln“, die von Ludwig Schokolade GmbH hergestellt wird.
  • Lidl: Die Schokolade für die Lidl-Eigenmarke fin Carré wird überwiegend von zwei Unternehmen hergestellt: Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG (u.a. „fin Carré Bubble Vollmilch Luftschokolade“, „fin Carré King Size Neo“) und Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG (u.a. „fin Carré Edel-Alpensahne“, „Way to Go! Brezel Karamell Vollmilchschokolade“). Die Sorten „fin Carré Alpenmilch“, „fin Carré Trauben Nuss“ und „fin Carré Nuss Kracher Voll-Nuss“ werden von der Solent Übach-Palenberg GmbH & Co. KG produziert.

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