Nedis Eismaschine Test Erfahrungen Funktionsweise

Eis wie in Italien ohne lange Warteschlangen und hohe Preise: Wir haben zahlreiche Eismaschinen getestet und zeigen, welche Modelle wirklich cremiges Eis machen und sich lohnen. Eine Eismaschine lohnt sich vor allem für Menschen, die regelmäßig Eis essen oder eigene Sorten ausprobieren möchten. Gerade Familien und Vielesser sparen langfristig Geld und können Zutaten sowie Süße selbst bestimmen.

Was macht eine Eismaschine überhaupt?

Bevor es zu den verschiedenen Arten von Eismaschinen und somit ins Detail geht, kurz zur Theorie: Wofür soll eine Eismaschine überhaupt gut sein? Wie bereits oben erwähnt, übernimmt die Eismaschine nicht nur die Kühlung, sondern auch das Rühren. All das sorgt dafür, dass das Eis besonders schön weich und cremig wird. Zudem kommt es auf das richtige Rezept an, denn auch die Wahl der Zutaten ist ausschlaggebend für die Konsistenz der Eiscreme.

Eismaschine Rührwerk und Gefäß Schema

Arten von Eismaschinen: Mit Kompressor vs. ohne Kompressor

Im Grunde gibt es zwei unterschiedliche Arten von Eismaschinen, die sich jedoch nicht nur im Aufbau, sondern im Preis stark unterscheiden. Eine Eismaschine ohne Kompressor hat keine integrierte Kühlung, sondern lediglich eine elektrische Rührfunktion. Gekühlt wird zwar trotzdem, jedoch nicht elektrisch. Der Gefrierbehälter ist vergleichbar mit einem Kühlakku und muss vor der Zubereitung für etwa 20 - 24 Stunden im Tiefkühler vorgekühlt werden.

Eismaschinen mit Kompressor sind deutlich komfortabler, weil sie die Eismasse selbstständig kühlen. Dadurch könnt ihr direkt mit der Zubereitung starten und müsst den Behälter nicht stundenlang vorkühlen. Mit einer selbstkühlenden Eismaschine erhältst du Speiseeis, wie aus der Eisdiele. Kompressor-Eismaschinen kühlen die Eismasse selbstständig (ähnlich wie ein Kühlschrank), sodass du ohne Wartezeit Eis herstellen kannst.

Modelle ohne Kompressor wie die Rommelsbacher IM 12 benötigen deutlich mehr Vorbereitung. Der Behälter muss oft mindestens zwölf Stunden ins Gefrierfach. Bei Eismaschinen ohne Kompressor musst du daran denken, die Eisbehälter frühzeitig einzufrieren. Unsere Erfahrung zeigt, dass 12 Stunden oft nicht ausreichen. Wichtig: Das Eisfach muss vier Sterne haben, also mindestens auf -18 Grad kühlen.

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Kompressor vs Kühlbehälter Vergleich

Vor- und Nachteile im Überblick

  • Flexibilität: Mit einer Eismaschine mit Kompressor kannst du jederzeit loslegen.
  • Menge: Eismaschinen mit Kompressor gibt es in allen möglichen Größen; Geräte ohne Kompressor haben meist kleinere Gefäßvolumina.
  • Direkt wieder startklar: Bei Kompressor-Modellen kannst du nach Reinigung sofort eine neue Sorte zubereiten.
  • Konsistenz: Geräte mit Kompressor erreichen meist die bessere Konsistenz.
  • Preis und Größe: Eismaschinen mit Kompressor sind teuerer, größer und schwerer; Geräte ohne Kompressor sind leichter, leiser und günstiger.

Wie funktioniert eine Eismaschine ohne Kompressor?

Eismaschinen ohne Kompressor erzeugen Speiseeis durch die in den vorgekühlten Behältern gespeicherte Kälte. Die vorbereitete Eismasse friert am Rand ein. Ein Rührelement im Deckel des Geräts sorgt dafür, dass die Masse beim Einfrieren cremig bleibt. Sobald sich der Behälter im Betrieb zu sehr aufgewärmt hat, musst du ihn erneut einfrieren.

Wenn du also mit einer Eismaschine ohne Kompressor Eis selber machen möchtest, musst du das planen und kannst weniger Eis am Stück herstellen. Anders ist das bei Eismaschinen mit Kompressor. Die können das Eis selbst kühlen und ständig weiterarbeiten.

Worauf kommt es bei der Rezeptur an?

Damit Eis wirklich cremig wird und nicht als harter Block im Behälter endet, kommt es vor allem auf die richtige Mischung aus Zucker und Fett an. Zu wenig Zucker lässt die Masse stark gefrieren, zu viel macht das Eis dagegen zu weich und es gefriert nicht richtig. Bei Sorbet ist etwas mehr Zucker nötig, weil hier die cremige Fettbasis durch Sahne fehlt. Wichtig ist jedoch immer ein gutes Rezept.

Welche Funktionen und Kriterien haben wir getestet?

In diesen Kategorien testen wir die Eismaschinen:

  • Qualität: In dieser Kategorie prüfen wir die Verarbeitung der Eismaschinen und des Zubehörs.
  • Bedienkomfort: Bei der Funktionsweise unterscheiden sich die Eismaschinen kaum. Bei der höchstmöglichen Einfüllmenge und der Reinigung gibt es jedoch Unterschiede.
  • Ergonomie: Hier bewerten wir zum Beispiel, wie gut sich die Eismasse einfüllen lässt und wie einfach der Zusammenbau der Eismaschine gelingt.
  • Schnelligkeit: Wie schnell lässt sich das selbst gemachte Eis zubereiten?

Praxis: So haben wir getestet

Bei allen Eismaschinen ohne Kompressor im Test lassen wir zunächst die Eisbehälter gut durchfrieren. Dann stellen wir die Maschinen an. Alle Zutaten verrühren wir zu einer Eismasse und füllen diese ein. Wir stellen alle Timer auf 20 Minuten ein, da dies die häufigste Empfehlung der Hersteller ist. Wir kontrollieren laufend, ob das Eis schon verzehrfertig ist. Zum Schluss bewerten wir die Qualität des Eises und testen die Reinigung.

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Erfahrungen mit konkreten Modellen

Die getesteten Eismaschinen unterscheiden sich deutlich bei Preis, Komfort und Technik. Neben günstigen Geräten ohne Kompressor haben wir auch Premium-Modelle mit integriertem Kühlsystem getestet.

Gute Einsteiger- und Preis-Leistungs-Modelle

Wer möglichst wenig Geld ausgeben möchte, bekommt mit der Unold Snow und der Medion MD 10169 bereits gute Ergebnisse. Beide Maschinen liefern cremiges Eis und sind deutlich günstiger als Premium-Geräte. Bei der Zubereitungszeit schlägt sich die Medion MD sehr gut. Hier mussten wir bei der Zubereitung weniger als 50 Minuten warten.

Die WMF Eismaschine 3in1 aus der Reihe der „KÜCHENminis“ hat mit 300 Millilitern das kleinste Fassungsvermögen im Test. Das reicht gut für die Zubereitung von zwei Portionen. Die WMF Eismaschine hat ihr Eis am schnellsten fertiggestellt. Bereits nach 15 Minuten können wir die erste Kugel selbstgemachtes Eis genießen. Gut finden wir auch den hochwertigen Eisportionierer und den praktischen Deckel für den Eisbehälter.

WMF Küchenminis Eismaschine

Vielseitige Mittelklasse und Allrounder

Die Severin EZ 7407 ist mehr als nur eine klassische Eismaschine. Neben Milcheis und Sorbet könnt ihr mit ihr auch Frozen Yogurt und normalen Joghurt zubereiten. Damit ersetzt sie im Alltag fast zwei Küchengeräte gleichzeitig. Im Test überzeugte vor allem die Kombination aus cremigem Eis, kompakter Bauweise und einfacher Bedienung. Trotz Funktionen wie Timer, Temperaturanzeige, Kalthaltefunktion und den verschiedenen Zubereitungsprogrammen, bleibt die Maschine angenehm unkompliziert und gehört zu den vielseitigsten Geräten im gesamten Vergleich.

Die Krups Eismaschine GVS241 Perfect Mix 9000 bietet viele Vorteile: Am besten schaltest du die Eismaschine an und füllst dann die Eismasse ein, damit nichts festfriert. Das Einfüllen geht gut, da die Öffnung groß genug ist, und der transparente Deckel erlaubt, der Eiscreme beim Zubereiten zuzuschauen. Der Eisbehälter, den du in der Tiefkühltruhe vorkühlst, ist dicker und schwerer als bei den anderen Kandidaten im Eismaschinen Test. Er muss auch länger im Eisfach bleiben, nämlich 24 Stunden statt 12.

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Premium-Modelle mit Kompressor

Die Graef IM 706 ist die beste Eismaschine in unserem Test, weil sie das cremigste Eis zubereitet und gleichzeitig den größten Funktionsumfang bietet. Dafür verlangt die Premium-Maschine aber auch Platz und ein höheres Budget. Mit rund 13 Kilogramm Gewicht und einem Preis von knapp 500 Euro richtet sich die Graef vor allem an Vielnutzer und alle, die regelmäßig Eis wie aus der Eisdiele zubereiten möchten. Hier sieht man das Eis der Graef IM 706 vor der Nachkühlzeit.

Die Klarstein Snowberry & Choco konzentriert sich auf die Funktionen, die im Alltag wirklich sinnvoll sind: Timer, Pausefunktion und Kalthaltefunktion. Im Vergleich zu sehr simplen Modellen bietet die Klarstein bereits ein kleines Display, eine richtige Ein-/Aus-Taste sowie die Möglichkeit, die Zubereitung jederzeit zu pausieren. Im Langzeittest überzeugte die Maschine außerdem mit angenehm leiser Lautstärke und zuverlässigem Betrieb über mehrere Jahre hinweg.

Eine selbstkühlende Eismaschine mit Kompressor ist die Profivariante für zuhause. Durch den integrierten Kühlkompressor kann die Eismasse ganz unkompliziert, ohne langwierige Vorbereitung, direkt in die Maschine gefüllt werden. Mit der Profi-Eismaschine kannst du definitiv jeder Eisdiele Konkurrenz machen.

Graef IM706 Kompressor Eismaschine

Spezielle Techniken: Ninja Creami und alternative Systeme

Die Ninja Creami unterscheidet sich technisch von den klassischen Eismaschinen: Vielmehr musste ich die Zutaten für mein Vanilleeis wie Milch, Sahne, Zucker und Vanille vermischen und vorab einfrieren. Ein spezieller Messeraufsatz arbeitet sich dann durch die gefrorene Masse und verarbeitet diese zu Eiscreme, Sorbet und sogar zu eiskalten Drinks. Die Ninja Creami zaubert nicht nur Eis, sondern auch eiskalte Getränke. Auch drei vorbereitete Eis-Erfrischungen hintereinander waren mit der Creami kein Problem.

Die Ninja Swirl erweitert die Creami-Familie und hat zusätzlich eine Station für Softeis. Die Softeis-Funktion und die sternförmige Düse an den Bechern erlauben das direkte Ausgeben von Softeis in die Waffel oder den Becher und sorgen für Show-Effekt bei Partys oder Kindergeburtstagen.

Funktionsweise Ninja Creami: Eis aus gefrorenem Becher

Praktische Tipps für den Alltag

  • Am besten schaltest du die Eismaschine an und füllst dann die Eismasse ein, damit nichts festfriert.
  • Wenn du dich für eine Eismaschine ohne Kompressor entscheidest, musst du daran denken, die Eisbehälter frühzeitig einzufrieren.
  • Das Tiefkühlfach muss vier Sterne haben, also auf -18 Grad oder kälter kühlen.
  • Wer es gerne etwas gemütlicher hat und nicht alle paar Minuten zur Gefriertruhe hüpfen möchte, kann sich Formen für selbstgemachtes Eis am Stiel zulegen.
  • Dein selbstgemachtes Eis kommt zu hart aus dem Gefrierschrank? Kurzes Antauen im Kühlschrank ist die Lösung!

Reinigung, Ersatzteile und Langlebigkeit

Achte beim Kauf und aller spätestens nach der ersten Zubereitung darauf, welche Teile der Eismaschine in die Spülmaschine gegeben werden können. Die meisten Eisbehälter dürfen ausschließlich per Hand gereinigt werden. In der Tat sind „No-Name-Produkte“ oft genauso gut, wie die hochpreisigen Geräte von bekannten Herstellern. Doch sie haben einen großen Nachteil: Es ist zum Teil unmöglich an Ersatzteile zu kommen!

Für wen lohnt sich welche Maschine?

Eine Eismaschine lohnt sich vor allem für Menschen, die regelmäßig Eis essen oder eigene Sorten ausprobieren möchten. Wer dagegen nur gelegentlich Eis zubereitet, fährt mit günstigeren Modellen besser. Eismaschinen wie die von Unold oder Medion reichen für den Heimgebrauch vollkommen aus. Meine persönliche Empfehlung: Wenn du regelmäßig große Portionen Eis selbst machen möchtest, solltest du über eine Eismaschine mit Kompressor nachdenken.

Kurzbewertung ausgewählter Modelle

Modell Typ Stärken
Graef IM 706 Kompressor cremigstes Eis, großer Funktionsumfang
Klarstein Snowberry & Choco Kompressor Timer, Pause, Kalthaltefunktion, leise
Severin EZ 7407 Kompressor Joghurtfunktion, vielseitig, kompakt
WMF Küchenminis 3in1 ohne Kompressor schnellste Zubereitung, platzsparend
Ninja Creami Deluxe alternativ (gefrierbecher) vielseitig, schnell, Frappés & Sorbets
Nedis KAIM600CWT Kompressor kompakt, 1 l Schüssel, LCD-Display, 100 W

Fazit für die Kaufentscheidung

Die Unterschiede zwischen günstigen und teuren Eismaschinen fallen kleiner aus als erwartet - zumindest bei der reinen Eisqualität. Wer dagegen mehr Komfort und Zusatzfunktionen möchte, fährt mit höherwertigen Geräten wie der Graef IM 706, der Severin EZ 7407 oder der Gastroback Advanced Control besser. Vor allem Eismaschinen mit Kompressor sind im Alltag deutlich praktischer, da der Behälter nicht vorgekühlt werden muss und die Ergebnisse meist gleichmäßiger ausfallen.

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