Mollykuchen – DDR-Blechkuchen: Rezept und Zubereitung
Das Wochenende ist schon wieder in greifbare Nähe gerückt - und das bedeutet: Es ist endlich wieder Zeit, den Ofen vorzuheizen. Denn: Vor allem am Sonnabend und Sonntag wird in vielen Haushalten in Deutschland gern mal gebacken. Es ist logisch, denn: Am Wochenende hat man endlich mal Zeit für ein gemütliches Kaffeetrinken mit der Familie. Wie wäre es diese Woche mal mit einem ganz besonderen Rezept? Wir haben im DDR-Backbuch gekramt und ein Rezept entdeckt, dass Sie so bestimmt noch nie gegessen haben: Mollykuchen!
Was ist Mollykuchen?
Haben Sie schon einmal etwas vom Mollykuchen gehört? Dieses Rezept, das in der DDR beliebt war, ist auch im berühmten Kochbuch „Das Backbuch“ aus der DDR festgehalten. Beim Mollykuchen handelt es sich um einen Kuchen, der aus einem Knetteig besteht und mit einer Creme mit Weinbrand verfeinert wird. Dabei handelt es sich um einen Knetteig-Kuchen, der mit einer sahnigen Creme verfeinert wird, die mit einem Schuss Weinbrand oder Rum veredelt ist. Das Topping besteht aus Früchten - entweder gehackte Kirschen, geriebene Äpfel oder Korinthen. Wer besonders kreativ sein möchte, kann alle drei Varianten auf einem einzigen Blech vereinen. So entstehen drei unterschiedliche Kuchensorten in einem - ideal für eine abwechslungsreiche Kaffeetafel!
Warum Mollykuchen ein Klassiker ist
Es gibt Rezepte, die wie kleine Zeitreisen sind - ein Stück Vergangenheit, das mit jedem Bissen lebendig wird. Der Mollykuchen ist genau so ein Schatz aus der DDR-Backtradition. Ein einfacher, aber unglaublich saftiger Blechkuchen, der mit gehackten Kirschen, geriebenen Äpfeln oder Korinthen verfeinert wird. In den DDR-Haushalten war Kreativität gefragt, und oft wurden Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben - handgeschrieben auf vergilbtem Papier oder eingeklebt in liebevoll gefüllte Backbücher. Der Mollykuchen gehörte zu den Geheimtipps dieser Zeit: schnell gemacht, variabel im Belag und immer köstlich.
Besonders schön ist es, wenn man dieses Rezept heute wieder hervorholt und gemeinsam mit den Liebsten backt. Der Duft von frisch gebackenem Kuchen erfüllt die Küche, während Kinder neugierig in die Schüssel schauen und die Großeltern sich an früher erinnern. Wer den Mollykuchen einmal probiert hat, wird ihn lieben: sein lockerer Teig, die fruchtige Note und die Süße machen ihn zu einem perfekten Begleiter für jede Gelegenheit.
Zutaten für ein Blech Mollykuchen
Das brauchen Sie für den Teig:
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- 500 g Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 175 g Margarine
- 125 g Zucker
- eine Prise Salz
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 2 Eier
- 2 EL Milch
Das brauchen Sie für die Creme und den Belag:
- 1 kleines Glas Marmelade
- 125 ml saure Sahne
- 2 Eier
- 1 EL Stärke
- ein Schuss Weinbrand oder Rum (optional)
- Je nach Geschmack gehackte Sauerkirschen, geriebene Äpfel oder Korinthen
Vorbereitung und Teig
Zunächst bereiten Sie den Knetteig vor. Dafür geben Sie die weiche Margarine, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine ausreichend große Rührschüssel und schlagen Sie alles mit den Schneebesen-Aufsätzen des Handrührgerätes schaumig auf. Geben Sie dann nach und nach die Eier hinzu. Das Mehl und das Backpulver mischen Sie in einer Schüssel. Diese Mischung geben Sie dann nach und nach im Wechsel mit etwas Milch in den Teig und rühren alles gut unter. Den fertigen Teig drücken Sie mit den Händen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Achten Sie darauf, an den Seiten einen kleinen Rand zu bauen, damit die Creme hält.
Creme zubereiten
Nun heizen Sie den Ofen auf 180 Grad Umluft vor. Dann geht es an die Creme: Geben Sie saure Sahne, Marmelade, Eier und Stärke in eine Schüssel und rühren Sie alles gut zusammen, bis eine geschmeidige Creme entstanden ist. Geben Sie außerdem etwas Rum oder Weinbrand dazu - wer mag, kann das aber auch gern weglassen. Die Creme verstreichen Sie auf dem fertigen Boden.
Belag: drei Varianten auf einem Blech
Bestreuen Sie den Kuchen dann mit den Zutaten für den Belag. Sie können dafür beispielsweise geriebene Äpfel, gehackte Kirschen oder Korinthen verwenden - oder Sie dritteln den Kuchen und belegen jeweils ein Drittel der Teigplatte mit einer Zutat. Dann erhalten Sie am Ende drei Kuchen in einem - ein toller Trick für Vielfalt auf der Kaffeetafel. Mit unserem Rezept für Mollykuchen backen Sie ganz einfach drei verschiedene Sorten Kuchen auf einem einzigen Blech. So ist für Auswahl auf der Kaffeetafel garantiert!
Backen und Servieren
Schieben Sie den fertigen Kuchen dann in den Ofen und backen Sie ihn für etwa 30 Minuten. Dann herausnehmen und auf Wunsch abkühlen lassen oder warm genießen. Dazu können Sie übrigens etwas frisch aufgeschlagene Sahne servieren - mischen Sie etwas Zucker und Vanillezucker unter, um ihr ein besonderes Aroma zu verpassen. Auch Vanilleeis passt hervorragend zum Mollykuchen, sollten Sie ihn warm servieren wollen.
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Tipps und Variationen
- Der simple Blechkuchen aus der DDR ist auch der perfekte Kuchen für Experimente - denn natürlich müssen es nicht immer Äpfel, Kirschen oder Korinthen sein.
- Probieren Sie aus, was Ihnen schmeckt - und kreieren Sie Ihren ganz einfachen Blechkuchen wie früher.
- Wer clever ist, kann sogar alle drei Varianten auf einem Blech unterbringen, damit drei Kuchen in einem backen - das macht die Auswahl auf der Kaffeetafel noch größer.
- Der Mollykuchen eignet sich auch wunderbar für Motivtorten und ist eine schöne Alternative zum Wunderkuchen.
- Wer den Mollykuchen warm servieren möchte, kann ihn auch mit einer Kugel Vanilleeis kombinieren.
Praktische Hinweise
Den Kuchen kann man nach dem Backen warm oder abgekühlt genießen. Der Kuchen kann gut am Vortag zubereitet werden, da er erst nach dem Durchziehen so richtig gut schmeckt. Wenn noch etwas von dem leckeren Kuchen übrig ist, kannst du die einzelnen Stücke in Frischhaltedosen verpacken oder mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank stellen. Wer ihn länger aufbewahren möchte, kann die Stücke in eine Gefrierdose packen und bis zu 3 Monate einfrieren.
Historischer und kultureller Kontext
Mollykuchen folgt einem Back-Trick aus Thüringen. Thüringen ist für seine Backtradition bekannt - und dafür, dass man bei großen Festen als schlechter Gastgeber gilt, wenn weniger als zehn Sorten Kuchen serviert werden. Bei Familienfeiern werden deshalb noch heute Familienmitglieder zu den Backverantwortlichen ernannt. Damit man nicht gleich zehn Bleche Kuchen machen muss, wird man durchaus kreativ - und backt mehrere Sorten Kuchen auf einem einzigen Blech. Ein Teig, der mit verschiedenen Zutaten belegt wird - diese Idee kommt auch beim Mollykuchen zum Einsatz.
Ein weiteres Mal: Das Rezept stammt aus einem echten DDR-Backbuch! Der Mollykuchen wurde in der DDR gerne gebacken, weil er einfach in der Zubereitung und variabel im Belag war. Ein Stück Vergangenheit, das wir heute wieder genießen können - vielleicht mit einer heißen Tasse Kaffee oder einem Glas Kakao dazu.
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