Milka Schoko-Nikolaus: Herstellung, Sorten und Kritikpunkte
Milka ist eine Marke für Schokoladenprodukte des US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Mondelez International. Die Tafelschokolade wird großteils weiterhin im Werk Lörrach (Deutschland) an der „Milkastraße“ hergestellt. Die Schokolade wird unter anderem im baden-württembergischen Lörrach, im vorarlbergischen Bludenz und im bulgarischen Swoge hergestellt.
Markengeschichte und Markenbild
Am 17. November 1825 gründete der Schweizer Zuckerbäcker Philippe Suchard eine Confiserie in Neuenburg. Im Jahr 1901 wurde der Markenname „Milka“ registriert; das Akronym bildet sich aus den ersten Silben der Wörter „Milch“ und „Kakao“. Seitdem wird die Milka-Schokolade in Lörrach hergestellt und in einem lilafarbenen Umschlag angeboten, versehen mit dem Bild einer Kuh im Alpenpanorama. Der vom Konzern gewählte lila Farbton spielt eine zentrale Rolle für die Marke Milka.
In den 1960er- und 70er-Jahren gestaltete die in Bludenz lebende Grafikerin und Kinderbuch-Illustratorin Susi Weigel für saisonale Schmuckhüllen. In den 1990er Jahren wurde durch die Milka-Fernsehwerbung der Werbeschauspieler und Musiker Peter Steiner bekannt.
Produktionsorte und -prozesse
Die Tafelschokolade wird großteils weiterhin im Werk Lörrach (Deutschland) an der „Milkastraße“ hergestellt. Die Schokolade wird unter anderem im baden-württembergischen Lörrach, im vorarlbergischen Bludenz und im bulgarischen Swoge hergestellt. 1826 erwarb Suchard im Nachbardorf Serrières eine ehemalige Wassermühle und baute dort eine maschinelle Produktion von Tafelschokolade auf.
Sortiment der Milka-Schokolade
Das Sortiment der Tafelschokolade umfasst verschiedene Geschmacksrichtungen, z. B. Alpenmilch, Erdbeer und Haselnuss. Zu diesen gehören zum Beispiel Kooperationen mit Oreo, Daim oder Tuc aber auch die Collage- oder Wave-Tafel kann sich sehen lassen. Die Tafeln gibt es in verschiedenen Größen: Standard Tafeln, Großtafeln, die Kleine und Milka Dark Milk.
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Milka Standard Tafeln (Auswahl)
- Alpenmilch
- Oreo
- Erdbeer
- Daim
- Noisette
- Ganze Haselnüsse
- Weiße Schokolade
- Caramel
- Luflée
- Triple Choco Kakao
Milka Großtafeln (Auswahl)
- Alpenmilch
- Ganze Haselnüsse
- Mandel Karamell
- Oreo
- Schoko & Keks
- Nuss-Nougat-Crème
- Luflée Caramel
Milka die Kleine / Dark Milk (Auswahl)
- Milka die Kleine - Alpenmilch (40 g)
- Milka Dark Milk - Dunkle Alpenmilch (85 g)
- Gesalzenes Karamell
- Mandel
- Himbeer
Es kann immer wieder dazu kommen, dass weitere Sorten auf den Markt kommen oder spezielle Limited Edition nur für kurze Zeit erhältlich sind. Außerdem kann es regionale Unterschiede geben und bei den verschiedenen Händlern wie Kaufland, Rewe, Edeka und Co. kann es vorkommen, dass einige Sorten vergriffen sind.
Saisonware: Schoko-Weihnachtsmänner und Nikolaus-Figuren
Zu Ostern werden große Schokohasen und kleine Schokoeier angeboten, zu Weihnachten gibt es Schoko-Weihnachtsmänner und Nikoläuse. Milka verkauft in diesem Jahr Schoko-Weihnachtsmänner, die zehn Prozent an Gewicht verloren haben, aber teurer sind als im Vorjahr. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat verschiedene Schokoladenweihnachtsmänner von Milka untersucht und stellte fest: Die Schokomänner wurden vom Hersteller auf Diät gesetzt.
Im vergangenen Jahr bestanden die Alpenmilch-Weihnachtsmänner von Milka noch aus 50 bzw. 100 Gramm Schokolade. Dieses Jahr wiegen die Schokonikoläuse dagegen nur noch 45 bzw. 90 Gramm. Der große Alpenmilch-Nikolaus hat damit zehn Prozent an Gewicht verloren. Der kleine Weihnachtsmann nimmt ebenfalls um zehn Prozent auf nur noch 45 Gramm ab.
Auch die anderen Sorten der kleinen Schoko-Männer - Nuss, Knusper Crispy und Daim - bestehen nur noch aus 45 Gramm Schokolade. Mondelez reduzierte damit laut Verbraucherzentrale Hamburg innerhalb von fünf Jahren das Gewicht der Milka-Weihnachtsmänner um bis zu 31 Prozent. Doch kleinere Schoko-Weihnachtsmänner bedeuten dabei keine niedrigeren Preise: Bei Netto und Edeka blieben die Verkaufspreise in den Stichproben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bei Rewe kosten die kleineren Milka-Männer sogar mehr als letztes Jahr: Der kleine Alpenmilch-Weihnachtsmann wird jetzt für 1,19 Euro verkauft, im letzten Jahr noch für 0,99 Euro.
Kritik: Shrinkflation, Gewichtsangaben und Verpackungstricks
Milka hat seine Schokoladen gleichzeitig leichter und teurer gemacht - und verwirrt Kunden auch mit einem neuartigen Schokoladen-Weihnachtsmann. Durch einen Trick sollen die Käufer das teurere Produkt einpacken. Diese Verwechslungsgefahr nutzt Milka ganz bewusst, sagt ein Verpackungsexperte.
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Die Ursache für den Verdacht ist die Art und Form der Gewichtsangabe. Milka hat das genaue Gewicht - 45 Gramm - nur auf den günstigeren Weihnachtsmann aufgedruckt. Bei dem teureren wurde diese Angabe dagegen auf der Unterseite versteckt, in einem aufklappbaren Etikett. "Diesen Hinweis übersieht man selbst dann leicht, wenn man gezielt danach sucht." Ein normaler Kunde könne die Angaben praktisch nicht finden.
Weglassen dürfe man die Angabe der Nettofüllmenge zwar nicht, sagt der Verpackungsexperte. Solche aufklappbaren Aufkleber seien eigentlich nur bei sehr kleinen Verpackungen erlaubt. Der Milka-Weihnachtsmann falle nicht unter diese Kategorie. Auf einem ähnlich großen Schoko-Schneemann habe Milka es schließlich auch geschafft, "die Füllmenge sichtbar unterzubringen".
Milka-Tafeln wurden ebenfalls kritisiert: Mondelez hat bei seinen Produkten in den vergangenen Jahren immer wieder drastisch an den Preisen herumgeschraubt, auch an der klassischen Milka-Schokolade. Mehrere Sorten der 100-Gramm-Tafel sind innerhalb eines Jahres deutlich teurer geworden. Gleichzeitig hat Mondelez die Füllmenge vieler Sorten auf 90 Gramm reduziert. Zusammen macht das eine versteckte Preiserhöhung - die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Milka deshalb den "Goldenen Windbeutel" verliehen.
Reaktionen von Verbraucherschützern und Märkten
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Milka im September beim Landgericht Bremen verklagt. Sie will erreichen, dass der Hersteller mindestens ein halbes Jahr lang einen Warnhinweis aufdrucken muss. Außerdem soll die Verpackung dem Inhalt angepasst werden - also in dem Fall schrumpfen. Mondelez begründet die deutlichen Veränderungen mit den gestiegenen Kakaopreisen. Auch die Kosten in der Lieferkette hätten sich in den vergangenen Jahren massiv erhöht, sagt der US-Konzern.
Im Jahresbericht für 2024 würden andere Angaben gemacht, hat ein Vertreter der Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert: "Da wird von niedrigeren Herstellungskosten und vom höheren Gewinn gesprochen. Den Aktionären wird eine höhere Dividende für 2025 versprochen. Wir meinen, dass der Verdacht, dass hier auch höhere Gewinnmitnahmen gemacht werden, auf jeden Fall vorhanden ist."
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Produktsicherheit: Schadstoffe in Schoko-Weihnachtsmännern
Öko-Test hat sich bekannte Marken und Produkte angesehen und kommt zu ernüchternden Test-Ergebnissen. Das Verbrauchermagazin untersuchte eine Auswahl von insgesamt 23 Schoko-Weihnachtsmännern aus dem Handel. Darunter waren bekannte Marken wie Milka, Lindt und Kinder, aber auch Bio-Produkte und vegane Sorten. In fünf der getesteten Schokolade wurden zu viele Schadstoffe gefunden. Konkret geht es um sogenannte aromatische Mineralölbestandteile (MOAH), die als krebserregend gelten.
Zwar liegen einige Schoko-Weihnachtsmänner im Test unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von MOAH in Lebensmitteln, dennoch sieht Öko-Test den gesundheitsgefährdenden Stoff kritisch. Daher fällt die Bestnote im Test nur „gut“ aus. Welche Schokoladen besonders stark Mineralöl-belastet ist, können Verbraucher auf der Homepage von Öko-Test nachlesen.
Wie gelangt Mineralöl in die Schokolade? Das Verbrauchermagazin sieht Produktionsprozesse mit Schmieröl als Ursache für Mineralöl-Reste in Lebensmitteln. Die Kakaobohnen können bereits nach dem Pflücken in Erntemaschinen oder beim Transport in mineralöl-belasteten Säcken Mengen von den Schadstoffen aufnehmen. Zudem könne auch von der Plastikverpackung der Schokolade Mineralöl-Reste in die Süßigkeit gelangen.
Der Schoko-Nikolaus von Milka landet unter den Test-Siegern. Die Tester finden keine nennenswerten Aluminium-Rückstände in der Schokolade. Die maximale Aufnahmemenge dieser Stoffe werde auch dann nicht erreicht, wenn eine Person gleich mehrere der getesteten Schoko-Nikoläuse auf einmal isst.
Empfehlungen beim Schokoladenkauf
Unser Rat lautet deshalb: Lieber Bio und Fairtrade! Achten Sie beim Kauf von Schokolade auf eine faire Herkunft des Kakaos. Ein Bio-Siegel auf Schokolade alleine garantiert noch keinen fairen Kakaoanbau. Beim Naturland-Siegel gehören soziale Mindeststandards jedoch dazu.
Bei saisonalen Produkten lohnt es sich, auf deutlich sichtbare Gewichtsangaben und Preis pro Kilogramm zu achten und Vergleiche zwischen Herstellern und Händlern anzustellen. Rabatte und Sonderaktionen reduzieren zwar kurzfristig den Preis, verdecken aber nicht die langfristigen Fragen zu Inhaltsmengen und Preispolitik.
Kurze Factsheet-Tabelle
| Aspekt | Wichtige Punkte |
|---|---|
| Herstellung | Werke in Lörrach, Bludenz, Swoge |
| Sortiment | Standardtafeln, Großtafeln, Seasonal, Kooperationen (Oreo, Daim, TUC) |
| Saisonware | Schoko-Weihnachtsmänner/Nikoläuse in mehreren Gewichtsklassen |
| Kritik | Shrinkflation, verdeckte Gewichtsangaben, Preiserhöhungen |
| Produktsicherheit | Öko-Test: Milka unter den Test-Siegern, aber MOAH-Problematik bei anderen Marken |
| Verbrauchertipp | Auf Bio/Fairtrade und sichtbare Gewichtsangaben achten |
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