Milango Dubai Schokolade Testbericht Erfahrungen
Dubai-Schokolade ist Schokolade, die mit einer Mischung aus gebackenen Teigfäden (Engelshaar / Kadayif) und Pistazien bzw. Pistazienmus gefüllt wird. Das originale Rezept stammt tatsächlich aus Dubai und wurde dort 2021 bereits entwickelt. Im letzten Jahr hat sich aus dieser Schokolade ein riesiger Trend entwickelt. Auf Social Media wurden nicht nur haufenweise „Taste-Tests“ geteilt, sondern auch Rezepte, um die Schokolade zuhause selbst zu machen.
Was ist Milango Dubai Schokolade und warum der Hype?
Die Dubai-Schokolade besteht aus Vollmilchschokolade, die mit einer cremigen Paste aus Kadayif, in Deutschland auch als Engelshaar bekannt, und Pistaziencreme gefüllt ist. Außerdem typisch für die Schoki: Jede Tafel ist noch einmal bunt verziert. Die gebackenen Teigfäden sorgen bei allen Tafeln für eine Gebäcknote und ein knuspriges Mundgefühl. Die Verlockung, selber mal reinzubeissen, ist groß.
Sensorik und Geschmackserlebnis
Die gebackenen Teigfäden sorgen bei allen Tafeln für eine Gebäcknote und ein knuspriges Mundgefühl. Mit Pistaziengeschmack konnte allerdings nur die Dubai-Schokolade von Le Damas (11,00 € / 100 g) überzeugen. Alle anderen Tafeln schmecken nur allgemein nussig. Die Schokolade von Muya (24,90 / 100 g) hatte sogar eine Spekulatiusnote. Wenn du also gerne Pistaziengeschmack in deiner Schokolade möchtest, dann muss es keine teure Dubai-Schokolade kaufen. Normale Pistazienschokolade schmeckt besser. Der Mix aus Pistaziencreme, Schokolade und dem knusprigen Knafeh sind einfach der Hammer! Allerdings ist so ein Stück auch sehr mächtig, sodass man danach erstmal eine Pause braucht.
Inhaltsstoffe, Kennzeichnung und gesetzliche Regeln
Was genau in einer Schokolade drinstecken darf, ist genau geregelt. Und zwar in der so genannten Kakaoverordnung. Laut dieser Kakaoverordnung müssen in einer Schokolade mindestens 35 Prozent Kakaotrockenmasse sein. Kakaotrockenmasse ist das, was entsteht, wenn Kakaobohnen gepresst werden: also Kakaopulver und Kakaobutter. Produkte, die anstatt Kakaobutter andere pflanzliche Fette enthalten - die günstiger sind - sind keine Schokolade.
Wo Dubai-Schokolade draufstehe, müsse auch echte Schokolade mit hochwertigen Zutaten ohne Verfälschungen oder Verunreinigungen drin sein, so Verbraucherminister Hauk. Bei einem stichprobenartigen Screening seien in einer Probe mit Pistazienfüllung hohe Anteile an Schimmelpilzgiften (Mykotoxine), vor allem Aflatoxine, festgestellt worden, sagte Hauk. Der Verdacht auf eine Aflatoxin-Höchstgehaltsüberschreitung habe sich bestätigt. Die Ware darf bis zur endgültigen Ergebnisermittlung nicht verkauft werden.
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Untersuchungsergebnisse: Verunreinigungen und Schadstoffe
Bei einer Stichprobe von acht Schokoladeprodukten, die als Dubai-Schokolade beworben wurden, sind bei einer Untersuchung alle durchgefallen. "Von Betrug bis Gesundheitsschädlichkeit wurde in den ersten Importproben von 'Dubai-Schokolade' alles gefunden. Das ist so nicht akzeptabel", sagte Verbraucherminister Peter Hauk (CDU). Drei Chemische und Veterinäruntersuchungsämter des Landes (CVUA) in Stuttgart, Freiburg und Sigmaringen entdeckten demnach in sämtlichen Proben Verunreinigungen, Farbstoffe, Allergene und Fremdfett in Form von Palmöl. Fast alle Proben hätten mit künstlichen Farbstoffen einen höheren Anteil an qualitativen Zutaten vorgetäuscht.
Drei Proben stammten laut Mitteilung aus der Türkei. Sie enthielten den Angaben zufolge Sesam, ohne dass dies auf der Packung gestanden habe. Für Sesam-Allergiker sei dies gesundheitsschädlich. In fünf der acht Proben sei keine Schokolade enthalten gewesen, sondern Palmöl, teilte das Ministerium mit. Sie stammten den Angaben zufolge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und waren demnach aus unterschiedlichen Chargen vom selben Hersteller. Außerdem seien sie nicht zum Verzehr geeignet gewesen. Sie enthielten dem CVUA-Bericht zufolge eine fast doppelt so hohe Menge wie der erlaubte Höchstwert für Glycidyl-Fettsäureester - eine Substanz, die als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wird.
Bei dem Produkt von Muya war das aufgrund der hauchdünnen Ummantelung nicht möglich. Wir bestimmten aus dem abgetrennten Schokoladenanteil nach Fettextraktion die Fettsäureverteilung sowie das Triglyceridspektrum in Anlehnung an Methoden der deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaften (DGF) und überprüften die Fettauthentizität. Untersucht haben wir die abgetrennte Füllung auf Fettschadstoffe wie 3-MCPD- und Glycidylester nach Fettextraktion (in Anlehnung an DGF-Methode) sowie auf Mykotoxine wie Aflatoxine und Ochratoxin A (mittels Flüssigkeitschromatographie HPLC/FLD).
Stiftung Warentest: Erkenntnisse aus einem unabhängigen Test
Die Stiftung Warentest hat sich sechs verschiedene Dubai-Schokoladen angeschaut. Zwei der getesteten Tafeln kamen aus Dubai. Ihr Fazit fällt wenig begeistert aus: "Einzigartigen Geschmack oder herausragende Qualität fanden wir nicht, dafür Schimmelpilzgifte und Fettschadstoffe." Die Dubai-Schokoladen wurden nicht nur von drei geschulten Prüfpersonen verkostet, sondern auch im Labor auf Inhalts- und Schadstoffe hin untersucht. Drei Dinge, die den Testerinnen und Testern dabei auffielen: Schadstoffbelastung bei Tafeln aus Dubai; in den zwei Tafeln in der Auswahl, die aus Dubai stammten, entdeckten die Tester Fettschadstoffe. Genauer gesagt: 3-Monochlorpropandiol- und Glycidylester, die als möglicherweise krebserregend eingestuft sind. Diese Schadstoffe kommen häufig in raffiniertem Palmöl vor, das auch in den beiden Schokoladen enthalten ist.
In einer der beiden Schokoladen aus Dubai wurden zudem Schimmelpilzgifte, sogenannte Aflatoxine, nachgewiesen. Sie treten häufig in Pistazien auf und gelten als krebserregend. Immerhin: "Mit Auswirkungen auf die Gesundheit ist durch den Verzehr der Schokoladen zwar nicht zu rechnen", schreiben die Tester. Und doch finden sie: Solche Schadstofffunde und das Versprechen höchster Qualität sind nicht miteinander vereinbar.
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Kennzeichnungsmängel
Unterschiede gibt es beim Pistazien-Gehalt der Produkte. Drei Tafeln verraten gar nicht erst, wie viel Pistazie drinsteckt. Dabei müssten sie es, da Pistazien für Dubai-Schokolade charakteristisch sind. Bei den drei anderen Tafeln steht auf der Verpackung, wie viel Pistazie enthalten ist: Der Spitzenreiter enthält 19 Prozent, in den zwei anderen steckt etwas mehr als die Hälfte davon (knapp über 10 Prozent).
Vier der sechs Schokoladen hätten der Stiftung Warentest zufolge so in Deutschland gar nicht verkauft werden dürfen. Grund: Verpflichtende Angaben zu Inhaltsstoffen fehlen, nicht nur in Sachen Pistazien. So wurden zum Teil Zusatzstoffe nicht genannt oder Hinweise für Allergiker - etwa auf Sesam - fehlten. Mit Blick auf die hohen Preise von bis zu 25 Euro pro 100 Gramm geben die Warentester noch einen Gedankenanstoß: "Vielleicht macht ja auch klassische Pistazienschokolade ohne Dubai-Füllung glücklich."
Milango im Handel: Preis und Verfügbarkeit
Seit kurzem verkaufen auch Aldi und Lidl Dubai-Schokolade. Damit steht die süsse Leckerei mittlerweile bei allen grossen Detailhändlern und Discountern im Regal. Lidl bringt den begehrten Genuss nun zum günstigen Lidl-Preis in den Handel - und lässt so mehr Menschen am bislang exklusiven Trend teilhaben. Die neue "DELUXE® Dubai-Schokolade" mit Pistazien-Kadayif-Füllung kommt in den beiden Sorten Zartbitter und Vollmilch daher und ist zudem Rainforest Alliance zertifiziert. Damit zeigt Lidl, dass trendiger Genuss nicht nur erschwinglich, sondern auch verantwortungsvoll sein kann.
Keiner kommt aktuell an ihr vorbei: Dubai-Schokolade ist zurzeit der heißbegehrteste Food-Trend Deutschlands - und der erobert nun die Discounter! Lidl bietet die günstigste Dubai-Schoggi für 3.27 Franken pro 100 Gramm. Die günstigen Varianten der Dubai-Schokolade stammen oft aus der Türkei, die Kreationen aus der Schweiz haben eine andere Qualität und sind jeweils am teuersten. Die Preise variieren stark: Preislich liegen die Produkte zwischen 7 und 25 Euro pro 100 Gramm - eine stolze Summe für eine Tafel Schokolade.
Risiken für Verbraucher und behördliche Reaktionen
Die Forschenden fanden bei der Untersuchung der acht Proben weitere Mängel. Zum Beispiel fanden sie Farbstoffe, die in der Zutatenliste nicht angegeben waren. Achtung vor Schadstoffen in der Dubai-Schokolade: Gerade die Tafeln aus Dubai waren mit Schadstoffen belastet. Darunter zum Beispiel Schimmelpilzgifte und Fettschadstoffe. Bei den vier anderen getesteten war die Schadstoffbelastung niedriger - ein weiteres Problem allerdings sind die irreführenden Kennzeichnungen zum Pistazienanteil in der Schokolade. Auch Zusatzstoffe und Informationen für Allergiker fehlen teilweise.
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Verbraucherminister Hauk hat wegen der Untersuchungsergebnisse nach eigenen Angaben ein landesweites Sonderprogramm gestartet, um angebotene Dubai-Schokolade genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu gehört auch Ware von kleinen einheimischen Firmen, Konditoreien und Confiserien sowie Proben von Pistaziencreme aus dem Großhandel.
Praktische Kaufempfehlungen
- Prüfe die Zutatenliste: Fehlt die Angabe des Pistazienanteils oder Hinweise für Allergiker (z. B. Sesam), Zurücklegen und nicht kaufen.
- Bevorzuge Hersteller mit vollständiger Kennzeichnung und transparenter Herkunft der Zutaten.
- Achte auf Kakaotrockenmasse: Schokolade sollte mindestens 35 Prozent Kakaotrockenmasse enthalten; Produkte mit anderen pflanzlichen Fetten sind keine Schokolade.
- Vermeide Produkte mit Palmöl, wenn möglich, da hier häufiger Fettschadstoffe wie 3‑MCPD- und Glycidylester vorkommen.
- Wer Pistaziengeschmack erwartet, sollte auf den ausgewiesenen Pistazienanteil achten; nur wenige Tafeln bieten eine intensive Pistazien-Note.
Kurze Tabelle: Vergleich ausgewählter Aspekte (Beispielwerte aus Tests)
| Aspekt | Gefundene Probleme |
|---|---|
| Schadstoffe | Schimmelpilzgifte (Aflatoxine), 3‑MCPD- und Glycidylester |
| Kennzeichnung | Fehlende Angaben zu Pistazienanteil, Allergenen (z. B. Sesam) |
| Fettquelle | Palmöl statt Kakaobutter in mehreren Proben |
| Sensorik | Nur vereinzelt kräftige Pistaziennote; oft nur nussig |
Abschließende Hinweise für Genießer
Die Dubai-Schokolade ist attraktiv wegen Optik, Textur und dem Trendfaktor. Jedoch zeigen Tests: Erlesener Geschmack und exklusive Qualität versprechen die Hersteller nicht immer. Statt sich allein vom Hype leiten zu lassen, lohnt es sich, auf vollständige Kennzeichnung, Herkunft der Zutaten und Laborbefunde zu achten. Vielleicht macht ja auch klassische Pistazienschokolade ohne Dubai-Füllung glücklich.
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