Rezept: Maronen-Sahne-Torte – ausführlich, Schritt für Schritt

Maronen (Edelkastanien) sind für alle unter euch, die gerne figurbewusst knabbern, ihren Gaumen verwöhnen wollen und ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten. Den Esskastanien oder auch Edelkastanien sind auch unter dem Namen Maronen bekannt. Maronen gelten als die feinere Variante. Denn Maronen sind eine weiter gezüchtete Sorte der ursprünglichen Esskastanie. Sie sind größer und runder, haben einen intensiveren und süsslicheren Geschmack, lassen sich leichter schälen und gut lagern. Schon vor rund 2000 Jahren wuchsen Esskastanien in Zentralasien und verbreiteten sich von dort aus im gesamten Mittelmeerraum. Wegen ihres hohen Gehalts an Stärke nannte man die Esskastanie früher auch „Kartoffel für die Armen“ oder „Brot des kleinen Mannes“.

Zutaten (für Springform Ø 24-26 cm, je nach Rezeptvariante)

Die einzelnen Rezepte im Material nennen verschiedene Mengenangaben. Hier sind die typischen Komponenten, die Sie je nach gewünschter Variante zusammenstellen können:

  • Biskuitboden: Eier, Zucker, Vanillin-Zucker, Mehl, Speisestärke/Backin, Butter oder Öl
  • Streuselteig/Bodenvarianten: Weizenmehl, Butter oder Margarine, Zucker, Kakao (optional), Semmelbrösel oder zerbröselte Waffeln
  • Maronenfüllung / Maronipüree: gekochte Maronen (Esskastanien), Zucker, Milch, Rum, Orangensaft
  • Sahne-/Quark-/Oberscreme: Schlagsahne/Obers, Gelatine (Blatt oder Pulver), Quark oder Frischkäse (optional), Vanille, Zucker, Sahnesteif
  • Zum Verzieren: Zartbitterschokolade, karamellisierte Maronen, Kakao, Puderzucker, Belegkirschen, Apfelbutter (optional)

Vorbereitung und Backtemperaturen

Die Springform mit Ø 26 cm mit Butter einfetten. Backofen auf 180 °C bei Ober- und Unterhitze vorheizen. Dann in einer Schüssel die Eier trennen. Backofen auf 175 °C vorheizen. Ober- und Unterhitze: etwa 200 °C / Heißluft: etwa 180 °C - die verschiedenen Rezepte geben je nach Teigart leicht unterschiedliche Temperaturen an.

Biskuitboden (klassische Zubereitung)

Für den Biskuit Eiweiß und 1 Prise Salz steif schlagen. Zucker einrieseln lassen und 3 Minuten weiterschlagen. Eigelb kurz unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver daraufsieben und vorsichtig unterheben. Masse in eine am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform (20 cm Ø) streichen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) 15 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen.

Alternativ: Eier in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) auf höchster Stufe 1 Min. schaumig schlagen. Mit Vanillin-Zucker gemischten Zucker unter Rühren in 1 Min. einstreuen und die Masse weitere 2 Min. schlagen. Mehl mit Backin mischen und kurz auf niedrigster Stufe unterrühren. Butter unterrühren. Teig in der Springform glatt streichen. Form auf dem Rost in den Backofen schieben. Einsc h u b: Mitte. Backzeit: etwa 16 Min. Springformrand lösen und entfernen. Boden auf einen mit Backpapier belegten Kuchenrost stürzen. Springformboden entfernen und Gebäck erkalten lassen.

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Boden mit Streuseln oder Waffelboden

Mehl in eine Rührschüssel geben. Übrige Zutaten hinzufügen und alles mit einem Mixer (Rührstäbe) zu Streuseln verarbeiten. Streusel mit einem Löffel in der Springform andrücken. Form auf dem Rost in den Backofen schieben. Einsc h u b: unteres Drittel. Backzeit: etwa 12 Min. Springformrand entfernen, Gebäck nur vom Springformboden lösen, aber darauf auf einem Kuchenrost erkalten lassen. Springform säubern, Boden fetten und mit Backpapier belegen. Backofentemperatur reduzieren.

Für eine Variante mit Knusperwaffeln: Einen Tortenring (24 cm) auf eine mit Tortenunterlage belegte Tortenplatte stellen. Die Waffelhälften mit der Schnittfläche nach unten an den Tortenringrand stellen. Die Bröselmasse darin verteilen und zu einem Boden andrücken. Tortenboden kalt stellen.

Maronenfüllung / Maronenmasse

Maronen mit Zucker, Orangensaft, Rum und 200 ml Wasser aufkochen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 Minuten kochen lassen. Dann 6 Maronen herausheben, 6 EL Sud abnehmen und beides beiseite stellen. Restliche Maronen im restlichen Sud fein pürieren und abkühlen lassen.

In einer anderen Variante: Maronen klein schneiden und mit Salz, Milch und Zucker in einem kleinen Topf etwa 10 Min. unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer Hitze kochen. Dann Rum unterrühren, alles pürieren und erkalten lassen. Maronipüree mit Staubzucker und Rum glattrühren. Maronipüree mit Staubzucker und Rum verfeinern und mittels eines Dressiersacks auf die Torte dressieren.

Noch eine Methode: Maronen mit 125 g Sahne in einem Topf aufkochen. Vanillemark auskratzen und zugeben. Die Maronen bei schwacher Hitze ca. 30 Min. köcheln lassen, bis sie zerfallen. In ein hohes Gefäß geben, 150 g Sahne und 50 g Zucker zufügen und mit dem Pürierstab mixen.

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Käsesahne- / Sahnecreme (Quark- oder Gelatinebasis)

Für die Käsesahne-Masse die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Eigelb, 50 g Zucker und Orangenschale mit den Quirlen des Handrührers sehr cremig rühren. Milch, 30 g Zucker und Vanillemark aufkochen. Heiße Milch unter Rühren zum Eigelb geben, Masse zurück in den Topf geben und unter Rühren bei milder Hitze erwärmen, bis die Masse dicklicher wird. Wichtig: nicht aufkochen lassen! Masse in eine Schüssel füllen und die ausgedrückte Gelatine unter Rühren darin auflösen. Quark und Orangensaft unterrühren. Masse kalt werden lassen, dabei mehrfach umrühren. Sobald die Masse zu gelieren beginnt, Sahne steif schlagen und unterheben.

Andere Variante: Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Orangensaft erwärmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Sahne mit Zucker und Vanillin-Zucker fast steif schlagen, Orangensaft-Gelatine-Mischung langsam zugeben und Sahne vollständig steif schlagen. Sahnecreme vorsichtig auf die Maronenfüllung geben und glatt streichen.

Oder: In einer Schüssel Schlagobers mit einem Handrührgerät kurz schaumig aufschlagen. Dann den Staubzucker, Vanillezucker und Kakaopulver zufügen und einrühren. Den Rum in einen Topf geben und die aufgeweichte Gelatine hineingeben, dann langsam bei milder Temperatur und unter Rühren handwarm auflösen. Nun das Maronipüree nach und nach einrühren. Als nächstes gibt man nun nach und nach die Maroni-Rum-Masse zur Obersmasse. Die fertige und ausgekühlte Torte 2x durchschneiden. Nun den ersten Boden mäßig mit Marmelade bestreichen, es folgt die Maronicreme, dann den nächsten Tortenboden draufsetzen.

Schichten und Zusammensetzen

Boden aus der Form lösen, waagerecht durchschneiden. Böden mit dem Maronensud beträufeln. Unteren Boden wieder in die Form setzen, den Springformrand mit einem Streifen Backpapier auslegen, der 2 cm höher ist als der Rand. Maronenmasse in eine Spätzle- oder Kartoffelpresse geben, gleichmäßig auf den Boden geben. 2/3 der Quarkcreme daraufgeben. 2. Boden und übrige Creme darüberschichten. Mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Bei anderen Varianten: Backpapier vorsichtig vom Biskuitboden abziehen. Knetteigboden auf eine Tortenplatte legen, mit Gelee bestreichen und den Biskuitboden darauflegen. Die Maronenmasse kuppelförmig daraufstreichen und einen Tortenring oder den gesäuberten Springformrand darumstellen. Die Maronensahne auf den Boden geben und glatt streichen. Torte mind. 3 Std., am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen.

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Garnitur und Dekoration

Für die Garnierung den Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren lassen, die beiseite gestellten Maronen auf einem Stück Backpapier mit dem Karamell überziehen. Karamellisierte Maronen vorsichtig vom Backpapier lösen, die Torte damit garnieren und sofort servieren.

Weitere Vorschläge: Schokolade in kleine Stücke brechen, im Wasserbad bei schwacher Hitze schmelzen und 2 EL in einen kleinen Gefrierbeutel füllen. Die Maronen mit der übrigen Schokolade überziehen und auf einem Stück Backpapier fest werden lassen. Vom Gefrierbeutel eine kleine Ecke abschneiden, mit Hilfe der Schablonen Blätter auf ein Stück Backpapier spritzen und fest werden lassen. Tortenring lösen und entfernen. Torte mit Maronen und Schokoladenblättern verzieren und mit Kakao und Puderzucker dekorativ bestreuen.

Tipps, Varianten und Serviervorschläge

  • Maroni aus dem Backofen schmecken nicht nur köstlich, es duftet auch das ganze Haus danach. Die selbstgemachten Maroni aus dem Backrohr schmecken wie frisch vom Christkindlmarkt.
  • Man mag es zwar nicht glauben, aber die Esskastanie kann vielseitig in der Küche verwendet werden. Man kann sie roh oder gekocht essen. Sie eignen sich auch hervorragend als Beilage für Fleisch- und Gemüsegerichte und können auch für pikante Füllungen oder süße Cremes verwendet werden.
  • Maroni sind glutenfrei und enthalten Eiweiß, Kohlenhydrate, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Vitamin A und viel Vitamin C. Sie sind fettarm, kohlenhydrathaltig und nahrungsfaserreich.
  • Für eine fruchtige Note: Apfelbutter unter die geschlagene Sahne ziehen - das gibt der Torte eine schöne fruchtige Note und macht sie leichter.
  • Ein vollständig ausgekühlter Tortenboden lässt sich sauberer schneiden. Für saubere Schnitte kann ein Zwirnfaden oder Zahnseide verwendet werden, um den Boden gleichmäßig durchzuschneiden.
  • Maronenpüree ist in gut sortierten Supermärkten entweder im Glas oder tiefgekühlt und online erhältlich - praktisch, wenn keine frischen Maronen zur Hand sind.

Zeiten und Portionsangaben

Die Rezepte im Material geben unterschiedliche Arbeitszeiten an: Zubereitung ca. 80-85 Minuten, Stand- oder Kühlzeiten 3-4 Stunden oder über Nacht. Ergibt je nach Springform und Schnitt etwa 12-16 Stücke.

Aufgeschnittene Maronen-Sahne-Torte auf Teller, Nahaufnahme

Kurzrezept (kompakt)

  1. Biskuit oder Boden backen und auskühlen lassen.
  2. Maronen mit Milch, Zucker, Rum und Orangensaft kochen, pürieren und abkühlen.
  3. Gelatine einweichen, Cremebasis aus Eigelb/Milch/Quark oder Sahne mit Gelatine herstellen, abkühlen lassen und Sahne unterheben.
  4. Böden mit Maronensud beträufeln, Maronenmasse auftragen, Creme schichten, kühlen.
  5. Mit karamellisierten Maronen, Schokolade, Kakao und Puderzucker verzieren.
Maronenpüree im Glas und gekochte Maronen

Beliebte Varianten aus dem Material

  • Maronen-Sahne-Torte mit Quark-Orange-Creme
  • Maronen-Torte mit Streuselteig- oder Waffelboden
  • Maronentorte mit karamellisierten Maronen und Schokoladendekor
  • Maronen-Mousse bzw. Maronenkremes als Füllung oder Topping
Demonstration: Maronen kochen, pürieren und Torte schichten

Serviervorschlag

Diese Maronen-Sahne-Torte ist perfekt für einen Herbstnachmittag, ob bei Tee oder Kaffee - idealerweise nach einem langen Spaziergang im Laub. Eine köstliche Maronitorte ist den Aufwand allemal Wert.

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