Marmelade mit Pfiff – Rezepte und Ideen
Wer Marmelade liebt, der wird bei unseren leckeren Rezepten garantiert fündig. Ob Stachelbeere oder Erdbeere - wir wissen, wie Sie Früchte richtig einkochen, und das auch noch mit einem leckeren Twist! Außerdem haben wir Ihnen ein paar Tipps für die Zubereitung von Konfitüren, Gelee oder Marmelade mitgebracht.
Was ist Marmelade? Herkunft und Begriff
Der Begriff Marmelade stammt aus dem portugiesischen "marmelo" und bedeutet übersetzt Quitte. Marmelade besteht aus Früchten, die in einem bestimmten Verhältnis zu Zucker eingekocht werden. Die verwendeten Früchte müssen Zitrusfrüchte (z.B. Orangen, Zitronen, Grapefruits) sein. Bis 2003 wurden aber auch Fruchtaufstriche aus anderen Früchten wie Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren als Marmelade betitelt. Deshalb ist der Begriff in vielen Haushalten noch gebräuchlich.
Warum selbst kochen?
Marmelade lässt sich auch einfach selber machen und ist für die Kinder ein absolutes Highlight in der Küche. Selbstgemacht bringt Marmelade einen himmlischen fruchtig-zuckrigen Geruch in die Küche und schmeckt einfach immer noch am besten! Eine selbstgemachte Marmelade eignet sich hervorragend als kleines Mitbringsel für Freunde und Familie. Dafür die heiße Fruchtcreme einfach in schöne Einmachgläschen füllen, Schleife drum - fertig!
Grundlagen: Zucker, Pektin und Säure
Kann ich für Marmelade auch normalen Zucker verwenden? Ja, für die Herstellung von Marmelade können Sie auch normalen Zucker verwenden. In der Regel wird für hausgemachte Marmelade, eine Kombination aus Früchten und Zucker im Verhältnis 1:1 verwendet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass normaler Zucker nicht das natürliche Pektin enthält, das in speziellem Gelierzucker enthalten ist. Daher benötigen Sie möglicherweise ein zusätzliches Geliermittel wie Pektin, um sicherzustellen, dass Ihre Marmelade fest wird. Zudem hat der Gelierzucker oft auch Konservierungsstoffe, die die Haltbarkeit der Marmelade verlängern.
Zitronensaft wird in Marmelade hinzugefügt, um sowohl den Geschmack als auch die Textur zu verbessern. Er enthält Pektin, eine natürliche Substanz, die hilft, die Marmelade zu verdicken und zu gelieren. Gleichzeitig fügt er eine leichte Säure hinzu, die die Süße der Marmelade ausgleicht und ihren Geschmack intensiviert. Darüber hinaus dient Zitronensaft als natürliches Konservierungsmittel aufgrund seines hohen Gehalts an Zitronensäure, wodurch die Haltbarkeit der Marmelade verlängert wird. Zitronensaft unterstreicht den Geschmack, fördert die Gelierung und hilft auch dabei, die Farbe zu erhalten.
Lesen Sie auch: Wie viele Kalorien hat mein Marmeladenbrot?
Welche Früchte brauchen keinen Gelierzucker?
Einige Früchte enthalten von Natur aus hohe Mengen an Pektin, einem natürlichen Geliermittel, sodass sie keinen zusätzlichen Gelierzucker benötigen, um Marmelade herzustellen. Dazu gehören Äpfel, Quitten, Zitrusfrüchte (wie Orangen und Zitronen) und einige Beeren (wie Johannisbeeren und Brombeeren). Bei diesen Früchten reicht normaler Zucker aus, um eine Marmelade mit guter Konsistenz herzustellen. Unreife Früchte enthalten in der Regel mehr Pektin als reife Früchte.
Arbeitsweise, Einmachen und Haltbarkeit
Fürs Marmeladenkochen sind Gläser mit Schraubverschluss besser geeignet als solche mit Bügelverschluss. Sie müssen aber immer sauber und sterilisiert sein. Dafür Gläser und Deckel ca. 5-8 Minuten in kochendes Wasser geben. Danach auf einem sauberen Tuch abstellen. Beschädigte Deckel nicht mehr verwenden. Ich verwende Gläser mit 200-220 ml Füllmenge.
Die fertigen Marmeladengläser immer an einem kühlen und lichtgeschützten Ort lagern, so sind sie mindestens ein halbes Jahr, wenn nicht länger haltbar.
Rezepte mit besonderem Pfiff
Für Sepp Schwalber muss es nicht immer die klassische Erdbeer-, Aprikosen- oder Zwetschgenmarmelade sein. Manchmal genügen wenige weitere Zutaten, um aus der klassischen Marmelade ein ganz besonderes Geschmackserlebnis zu machen. Natürlich kannst du dein Glas dann noch nach Wunsch weiter verzieren, zum Beispiel mit Packpapier, buntem Etikett, einem selbstgemalten Bildchen von deinen Kindern oder mit dem zusammengerollten Marmeladen Rezept.
Pfirsich-Vanille mit einem Hauch Kaffee
850 g Pfirsiche (gelb- oder weißfleischige Pfirsiche, auch Weinbergpfirsiche), 425 g Gelierzucker 2:1, Saft von 1 Zitrone (ca.).
Lesen Sie auch: Weihnachtsbäckerei: Walnussplätzchen
- Die Pfirsiche kreuzweise anschneiden/ritzen und kurz in kochendes Wasser legen, bis sich die Haut leicht löst.
- Dann kalt abschrecken, schälen, entsteinen und in dünne Spalten oder Würfel schneiden.
- Kaffee in ein kleines Säckchen oder einen zugebundenen Kaffeefilter oder ein Tee-Ei füllen.
- Pfirsiche mit Zitronensaft, Gelierzucker und Vanilleschote vermischen, das Kaffeesäckchen einlegen und alles abgedeckt 12 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
- Die Gläser samt Deckel vorbereiten, heiß ausspülen und umgedreht auf ein sauberes Küchentuch stellen.
- Die Pfirsich-Masse unter ständigem Rühren 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
- Dann vom Herd nehmen. Kaffee und Vanilleschote entfernen. Die Masse in die vorbereiteten Gläser abfüllen. Diese verschließen, auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.
Johannisbeer-Vanille mit Thymian
1,3 kg Nektarinen (es sollte 1 kg Frucht übrig bleiben, geschält und entsteint), 500 g Gelierzucker 2:1, ca. Zitronensaft und Lavendel (siehe Nektarinenrezept weiter unten).
- Die Johannisbeeren mit Zucker, Zitronensaft und der gewählten Geschmacksrichtung mischen und 3-4 Stunden durchziehen lassen.
- Dann aufkochen lassen, abdecken und über Nacht kalt stellen.
- Die Gläser samt Deckel vorbereiten, heiß ausspülen und umgedreht auf ein sauberes Küchentuch stellen.
- Die Johannisbeermasse durch eine Passiergerät, wie die Flotte Lotte oder durch ein Sieb geben, um Haut und Kerne zu entfernen.
- Dann die Vanilleschote aufschneiden, das Mark auskratzen und sowohl Mark als auch Schote mit aufkochen lassen.
- Zum Schluss die Blätter der Thymianzweige abzupfen, zugeben und alles einmal gut durchrühren.
- Dann die Vanilleschote entfernen, diese nicht wegwerfen, sondern abspülen und trocknen lassen. (Man kann sie prima für Vanillezucker verwenden!)
- Die Masse in die vorbereiteten Gläser abfüllen. Diese verschließen, auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.
Nektarinen-Lavendel
1,3 kg Nektarinen (es sollte 1 kg Frucht übrig bleiben, geschält und entsteint), 500 g Gelierzucker 2:1, Zitronensaft, Lavendelzweige.
- Nektarinen kreuzweise einschneiden/ritzen und kurz in kochendes Wasser legen, bis sich die Haut leicht löst.
- Kalt abschrecken, schälen, entsteinen und in dünne Scheiben von 2-3 mm Stärke schneiden.
- Lavendelzweige in ein kleines Säckchen oder einen Kaffeefilter geben und gut zubinden.
- Nektarinenscheiben, Gelierzucker, Lavendelsäckchen und Zitronensaft mischen und 5-6 Stunden abgedeckt durchziehen lassen.
- Dann kurz aufkochen und wieder abgedeckt über Nacht kühl stellen.
- Die Gläser samt Deckel vorbereiten, heiß ausspülen und umgedreht auf ein sauberes Küchentuch stellen.
- Die Nektinen-Lavendel-Masse unter ständigem Rühren 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
- Vom Herd nehmen, Lavendelsäckchen herausnehmen und in die Gläser abfüllen. Die Gläser verschließen und auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.
Varianten, Mengen und eine praktische Formel
"Ich verwende statt Gelierzucker lieber herkömmlichen Zucker und Apfelpektin für Marmeladen. Man rechnet ca. 18-22 g Apfelpektin auf 1 kg fertige Frucht, d. h. gewaschen, geschält und ohne Kerne. An Zucker verwende ich immer die Hälfte der fertigen Frucht. Die Formel heißt also: auf 1.000 g Frucht, 500 g Zucker, 18-22 g Pektin plus Saft von ½ -1 Zitrone, je nach Süße oder Säure der verwendeten Früchte. Die Früchte müssen immer in einem reifen und sehr guten Zustand sein."
Tipps zur Süße und Alternativen
- Extra Tipp: Wer es nicht so süß mag oder möchte, kann Früchte und Zucker in einem anderen Verhältnis mischen, wie zum Beispiel 3:2 oder 3:1.
- Je nach Jahreszeit bieten sich unterschiedliche Marmeladen Rezepte und Früchte zur Verarbeitung an. Im Frühjahr geht es los mit Rhabarbermarmelade, im Sommer folgen Erdbeermarmelade, Kirsch-, Heidelbeer-, Aprikosen-, Pflaumen- und Himbeermarmelade. Im Herbst können Äpfel und Birnen zu Marmelade verarbeitet werden und im Winter schließlich Orangen und Mandarinen.
- Deiner Kreativität sind beim Kochen keine Grenzen gesetzt und du kannst auch eigene Marmeladen Rezepte kreieren. Wie wäre es mal mit einer Kombi aus Kaki, Orange und Ingwer oder einem feinen Vanille und Zimt Zusatz in der Pflaumenmarmelade?
Praktische Hinweise und Serviervorschläge
Die Gläser samt Deckel vorbereiten, heiß ausspülen und umgedreht auf ein sauberes Küchentuch stellen. Die Gläser verschließen und auf den Kopf stellen und auskühlen lassen. Die fertigen Marmeladengläser immer an einem kühlen und lichtgeschützten Ort lagern, so sind sie mindestens ein halbes Jahr, wenn nicht länger haltbar.
Ob mit Erdbeeren, Kirschen oder ohne Zucker. Ob als Füllung in Quarkbällchen und Crêpes, als Zutat in Kuchen und Torten oder pur beim Frühstück zu Brot und Croissants - die kunterbunten Fruchtaufstriche sind vielseitig einsetzbar und dürfen im Vorratsregal auf keinen Fall fehlen.
Lesen Sie auch: Inhaltsstoffe der Rewe Mini Marmelade detailliert erklärt
Historische Anekdote
Schon die Römer haben den fruchtigen Aufstrich genossen. Die erste marmeladeähnliche Substanz wurde nämlich im Jahre 1937 bei einer Ausgrabung gefunden und auf die Zeit des alten Roms zurückdatiert. Dabei sind Tongefäße zum Vorschein gekommen, die Rückstände von Zwetschgenmus und Zuckerrohr aufwiesen. Der Vorläufer der heutigen Marmelade!
Praktische Checkliste fürs Gelingen
- Früchte reif und aromatisch wählen.
- Gläser und Deckel steril halten (5-8 Minuten in kochendem Wasser).
- Bei Verwendung von normalem Zucker Pektin oder Zitronensaft hinzufügen, um Gelierung zu gewährleisten.
- Alternativen: Gelierzucker für einfache Handhabung und längere Haltbarkeit.
- Nach dem Abfüllen Gläser verschließen und auf den Kopf stellen, dann kühl lagern.
Inspiration zum Verschenken
Eine selbstgemachte Marmelade eignet sich hervorragend als kleines Mitbringsel für Freunde und Familie. Natürlich kannst du dein Glas dann noch nach Wunsch weiter verzieren, zum Beispiel mit Packpapier, buntem Etikett, einem selbstgemalten Bildchen von deinen Kindern oder mit dem zusammengerollten Marmeladen Rezept.
tags: #Marmelade #mit #Pfiff #Rezepte #und #Ideen


