Anleitung: Marmelade für Kekse aufkochen und richtig verwenden
Die Marmeladen-Kekse gehören zu den beliebtesten und ältesten Rezepten, die es gibt. Einfache Marmeladen-Kekse nach einem Rezept aus dem handgeschriebenen Kochbuch meiner Mutter sind so unkompliziert, dass sie sich besonders gut auch mit Kindern zubereiten lassen. Viele kennen die klassischen Mürbeteig-Kekse mit Marmelade noch aus ihrer Kindheit - sie sind schnell gemacht und schmecken zu jeder Jahreszeit. Doch die Frage, die viele beschäftigt: Wann und wie kommt die Marmelade auf oder in die Kekse? Und warum sollte man Marmelade für Kekse aufkochen? Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt die Variante mit aufgekochter Marmelade - und gibt Tipps zu den verschiedenen Techniken.
Das Grundrezept für Marmeladen-Kekse
Der Teig ist im Prinzip ein klassischer Mürbeteig, der mit den Händen geknetet wird und besonders kinderfreundlich ist. Am besten gibt man zunächst das Mehl in eine große Schüssel und vermischt es mit dem Backpulver und einer Prise Salz. Dann formt eine Mulde in die Mitte und gibt zunächst die kalte Butter in kleinen Stückchen dazu. Dann die Eigelbe obendrauf und zuletzt den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker.
- 250 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630)
- 1 TL Backpulver
- 100 g Rohrzucker
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eigelb
- 150 g kalte Butter
- Marmelade nach Geschmack
Ärmel hochkrempeln und alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten. Anschließend zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Der Teig sollte vor der Weiterverarbeitung wirklich kalt und fest sein!
Kekse formen - Mulden oder Lochmuster
Sobald der Teig richtig schön kalt und fest ist, kann man den Backofen vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Man bricht sich ein bisschen von dem Teig ab und rollt ihn zwischen den Händen zu einer Kugel mit ca. 2 cm Durchmesser. Anschließend drückt man mit dem Daumen eine Mulde in die Teigkugel. Wer es besonders gleichmäßig haben möchte, kann dazu auch die Rückseite eines Kochlöffels nehmen. Wichtig: Die Mulde sollte tief genug und der Rand drumherum nicht zu dünn sein, damit beim anschließenden Backen die Marmelade nicht aus dem Keks herausläuft.
Jetzt stecht ihr so viele Kreise aus, wie auf den Teig passen und bei jedem zweiten könnt ihr in der Mitte nochmal eine kleinere Form ausstechen z.B. Herz oder Stern.Klappt nun die obere Hälfte mit dem Loch darüber und drückt die Ränder mit einer Gabel fest.
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Marmelade aufkochen: Wann und warum?
Die Marmelade sollte man nicht nur erwärmen, sondern einmal aufkochen lassen, wenn man damit Linzer Kekserl oder andere Kekserl mit Lochmuster, Eisenbahner usw. füllt. Durch das Abkühlen der Marmelade geliert diese noch einmal und das ergibt einen schönen Glanz. Nach dem Aufkochen etwas abkühlen lassen und warm auf die Kekse streichen und den zweiten darauf geben.
Mein Geheimtipp für gebackene Marmeladenplätzchen ist schon mal: lieber Gelee verwenden als Marmelade. Meine Kinder mögen nur fein passierte Marmelade ohne Kerne und ohne Stückchen. Marmelade etwas erwärmen, damit sie flüssiger wird (das klappt sehr gut in der Mikrowelle) und dann mit einem kleinen Löffel reinfüllen. Trocknen lassen.
Marmelade aufkochen funktioniert wie folgt: Die gewünschte Marmelade in einen kleinen Topf geben, kurz unter Rühren aufkochen und abkühlen lassen. Anschließend auf die Kekse geben. Durch das Aufkochen wird die Marmelade haltbarer, die Konsistenz verbessert sich und der Glanz wird intensiviert.
Wann kommt die Marmelade auf die Kekse?
Ich geb sie vor dem Backen dazu. Bei solchen "Muldenplätzchen" backe ich die Plätzchen fast fertig, gebe auf die noch heißen Plätzchen die Marmelade und gönn ihnen dann noch mal so 2-3 Minuten im Ofen, bis sie komplett fertig sind. Dadurch kocht die Marmelade nicht richtig, läuft somit nicht heraus und wird auch nicht so eklig zäh, zieht aber dennoch noch mal ein wenig in ihrer Konsistenz an, wodurch oben drauf so eine leichte Haut entsteht, die die Plätzchen wesentlich besser stapelbar in den Dosen machen.
I ch bevorzuge es auch, die Marmelade erst nach dem Backen zu verwenden, insbesondere bei Spitzbuben, Schichtplätzchen etc. Man kann Marmelade, Konfitüre oder Gelee verwenden. Manche geben die Marmelade nachher rein, weil sie ihnen sonst rauskocht.
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Das Backen: Temperatur und Tipps
Die Backzeit kann etwas variieren, beträgt aber in der Regel etwa 12-15 Minuten. Den Ofen auf 175-180 Grad Umluft vorheizen und die Kekse in der Mitte des Ofens backen. Sobald der Rand der Kekse goldgelb ist und anfängt leicht zu bräunen, sind die Kekse fertig.
Ich setze die Kekse direkt nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter. Lässt man die Kekse auf dem warmen Backblech abkühlen, werden sie oft weich. Für mich dürfen sie jedoch gerne ein bisschen knuspern. Die Marmeladen-Kekse sind nicht nur zur Adventszeit ein Highlight, sondern schmecken zu jedem Anlass.
Aufbewahrung und Variationen
Die Kekse halten sich in einer luftdicht verschlossenen Dose ca. 1 Woche. Sofern sie nicht vorher aufgegessen werden. Versucht sie gerne einmal mit unterschiedlichen Marmeladensorten und passt sie den Jahreszeiten an. Holt Euch für die Zubereitung Unterstützung von kleinen Helfern und macht es so zu einem kleinen Event. Meine Kinder waren immer stolz wie Oskar, wenn ich ihnen eine kleine Schürze umgebunden habe und sie beim Teig kneten helfen durften. Die Marmeladen-Kekse schmecken hinterher gleich noch mal so gut.
Marmeladenplätzchen haben viele Namen und unterscheiden sich außerdem in der Zubereitung. Bei Husarenkrapfen u. ä. gibt es unterschiedliche Rezepte - traditionell kommt die Marmelade vor dem Backen in die Mulde. Bei Spitzbuben oder Schichtplätzchen dagegen wird sie nach dem Backen aufgetragen.
| Plätzchentyp | Marmelade-Auftrag | Besonderheit |
|---|---|---|
| Husarenkrapfen | vor dem Backen | Mulde mit Marmelade füllen |
| Spitzbuben | nach dem Backen | Lochmuster, zwei Plätzchen werden zusammengefügt |
| Schichtplätzchen | nach dem Backen | Sandwich-Prinzip - Marmelade zwischen zwei Plätzchen |
| Marzipan-Zuckeraugen | nach dem Backen | Auffüllen/Bestreichen nach dem Backvorgang |
Tipp und Fehlervermeidung: Marmelade-Aufkochen für bessere Ergebnisse
Mir kochte auch schon die Marmelade aus den Plätzchen raus. Heute habe ich Plätzchen nach deiner Methode gebacken - perfektes Ergebnis, Marmelade nicht zu weich, nicht zu hart, nicht übergekocht, Plätzchen gut stapelbar. So habe ich schon viele Marmeladenexperimente durch: Mal quoll irgendwas raus, lief über, schlug Blasen oder trocknete zu einer gummiartigen Masse zusammen. Aber dieses Mal war es anders!
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Das mit dem Aufkochen ist eine gute Idee! Koch sie auch immer auf. Ich habe die Marmelade auch immer nur erwärmt, nie aufgekocht. Schade, dass ich diesen Tipp erst heute lese. Das Aufkochen der Marmelade sorgt für bessere Bindung und verhindert, dass sie während des Backens ausläuft.
Zusammenfassung der Aufkoch-Anleitung:
- Marmelade in einen kleinen Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen.
- Etwas abkühlen lassen (die Marmelade sollte noch warm und flüssig sein).
- Marmelade mit einem kleinen Löffel auf die Kekse oder in die Mulde füllen.
- Plätzchen ggf. noch 2-3 Minuten im Ofen fertigbacken.
- Abkühlen lassen - fertig!
Probiert die verschiedenen Methoden aus, kombiniert eure Lieblingsmarmelade und entwickelt eure eigenen Marmeladen-Keks-Kreationen!
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