Gesundheitliche Auswirkungen von Zucker bei älteren Menschen: Risiken, Komplikationen und sichere Strategien im Alltag
Zucker begleitet unser Leben jeden Tag, denn er steckt in fast allen Lebensmitteln. Zucker kann uns süchtig und gleichzeitig glücklich machen. Sein Ruf ist seit den letzten zwei Jahrzehnten schlecht, doch Zucker an sich nicht „böse“, denn wie so häufig macht die Dosis das Gift. Entscheidend sind vor allem die Menge und die Häufigkeit des Konsums.
Im Alter können sich die Ziele bei der Blutzuckereinstellung verschieben. Meist sind leicht höhere Werte sinnvoll, als dies bei jüngeren Menschen empfohlen wird. Denn bei älteren Menschen ist ein wichtiges Anliegen, gefährliche Unterzuckerungen zu vermeiden.
Wie Zucker im Körper wirkt und warum Alter eine besondere Rolle spielt
Zucker gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate und dient dem Körper als schnelle Energiequelle. Glukose (Traubenzucker) ist der wichtigste Energielieferant für Körper und Gehirn. Im Verdauungstrakt wird er in seine Einzelbestandteile zerlegt, wobei Glukose anschließend ins Blut gelangt und den Zellen unmittelbar als Energiequelle zur Verfügung steht.
Weil unser Körper ständig Energie braucht, schwimmt immer Glucose in unserem Blut - die Menge messen wir als Blutzucker. Normale Werte liegen bei gesunden Menschen am Morgen, bevor sie etwas gegessen haben, zwischen 70 und 110 Milligramm pro Deziliter, nach dem Essen steigt der Blutzuckerwert auf maximal 140 Milligramm pro Deziliter an. Dass sich der Blutzuckerspiegel einpendelt, liegt am Insulin. Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist daher für uns Menschen essentiell.
Die Hauptaufgabe des Insulins ist es, Glukose aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Erst dort kann der Zucker für die Energiegewinnung genutzt werden. Gebildet wird das Insulin in den Beta‑Zellen unserer Bauchspeicheldrüse. Essen wir nun Pralinen oder andere Süssspeisen, schnellt der Blutzuckerspiegel schlagartig nach oben - und fällt genauso schnell wieder ab.
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Freie Zucker versus natürliche Quellen
Freier Zucker: Zuckerarten, die Lebensmitteln zugesetzt werden oder natürlicherweise in Honig, Sirup oder Fruchtsäften vorkommen, werden als freie Zucker bezeichnet. Ein dauerhaft hoher Konsum freier Zucker kann das Risiko für Übergewicht, Karies und Stoffwechselerkrankungen erhöhen. Natürlicher Zucker kommt beispielsweise in Obst, Gemüse oder Milch vor. Diese Lebensmittel enthalten zusätzlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und gelten deshalb insgesamt als ernährungsphysiologisch günstiger.
„Natürlicher Zucker, der in Obst, Früchten und Gemüse vorkommt, oder auch komplexer Zucker, also Kohlenhydrate in Kartoffeln, Vollkornreis und Hülsenfrüchten, sind für unseren Körper wichtige Energie- und Ballaststoffquellen und gesundheitsfördernd. Demgegenüber ist zugesetzter Zucker in Backwaren, Softdrinks, Fruchtsäften und Süßigkeiten in zu hohen Mengen schon schädlich“.
Zucker, Alter und Diabetes: Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind
Bei Menschen mit Diabetes ist der Körper nicht mehr in der Lage, den Blutzuckerspiegel ausreichend zu kontrollieren. Hohe Blutzuckerwerte lösen keine Schmerzen aus, führen aber langfristig zu verschiedenen Erkrankungen, die den Stoffwechsel betreffen. Bei älteren Patientinnen und Patienten wird eine Unterzuckerung nicht immer erkannt. Sie kann in Form eines unsicheren Gangs, Schwindel, einer verwaschenen Sprache oder Gedächtnisstörungen auftreten.
Bei älteren Menschen können Unterzuckerungen besonders gefährlich sein. Zum einen erhöhen sie das Risiko von Stürzen. Zudem gibt es Hinweise, dass häufige Unterzuckerungen (Hypoglykämien) die Entstehung einer Demenz fördern und sich negativ auf die Gedächtnisleistung und die Motorik auswirken. Außerdem steigt die Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen und einen Herzinfarkt.
Blutzucker-Zielbereiche und Messgrößen
- Von einem normalen Blutzucker sprechen Ärzte bei einem Wert im nüchternen Zustand von < 100 mg/dl (5,6 mmol/l) oder wenn der Wert zwei Stunden nach einer Mahlzeit < 140 mg/dl (7,8 mmol/l) ist.
- Von einer Hyperglykämie spricht man, wenn die Blutzuckerwerte nüchtern > 125 mg/dl (7,0 mmol/l) beträgt oder bei einem zufällig gemessenen Wert > 200 mg/dl (11,1 mmol/l).
- Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel wird in der Fachsprache auch Hypoglykämie genannt. Ein Blutzuckerwert von unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l) kann schon als zu niedrig gelten.
- Am Tag sollte der Blutzuckerwert möglichst zu keinem Zeitpunkt unter 90 mg/dl (5 mmol/l) liegen.
Langfristige Folgen erhöhter Zucker- und Blutzuckerwerte im Alter
Wenn die Erkrankung aber nicht ausreichend behandelt wird, dann können hohe Blutzuckerwerte die großen und kleinen Blutgefäße schädigen. Dadurch erhöht sich das Risiko von Folgeerkrankungen im ganzen Körper. Folgeerkrankungen des Diabetes Typ 2 können überall da auftreten, wo Blutgefäße durch den erhöhten Blutzucker geschädigt werden.
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Mikro- und Makroangiopathien: Gefäße, Nerven, Augen, Nieren
- Nerven werden von ganz kleinen Blutgefäßen mit Blut versorgt. Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können diese kleinen Blutgefäße schädigen. Als Folge davon entstehen Schäden an den Nerven. Die häufigste Nervenerkrankung bei Diabetes heißt „Polyneuropathie“. Die Erkrankung macht sich zum Beispiel durch Empfindungs-Störungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen in den Händen oder Füßen bemerkbar.
- In den Augen können durch die erhöhten Blutzuckerwerte kleine Blutgefäße in der Netzhaut Schaden nehmen. Man nennt diese Erkrankung auch „diabetische Retinopathie“. Bemerkbar macht sich diese Erkrankung oft erst, wenn sie schon fortgeschritten ist.
- In den Nieren verlaufen viele kleine Blutgefäße. Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können diese Blutgefäße schädigen, sodass die Nieren nicht mehr richtig funktionieren. Wenn dadurch Abfallstoffe nicht mehr richtig aus dem Blut entfernt werden, spricht man von Niereninsuffizienz.
- Erhöhte Blutzuckerwerte können dazu führen, dass sich Ablagerungen in den Innenwänden der Blutgefäße bilden. Diese Störung wird in der Fachsprache Arteriosklerose genannt. Die betroffenen Organe erhalten dann nicht mehr ausreichend Sauerstoff.
Durchblutungsstörungen der Beine und das diabetische Fußsyndrom
Auch die Beine sind mitunter von Durchblutungsstörungen betroffen. Werden sie nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, dann nennt man dies „Periphere arterielle Verschlusskrankheit“ (paVK). Diese Erkrankung macht sich anfangs durch Schmerzen beim Gehen bemerkbar. Geschädigte Nerven und Durchblutungs-Störungen können dazu führen, dass Patienten und Patientinnen Schmerzen schlechter spüren. Hinzu kommt, dass Menschen mit Diabetes häufig eine schlechtere Wundheilung haben. So können sich kleine Druckstellen oder Risse in den Füßen unbemerkt zu größeren Wunden entwickeln. Man spricht vom diabetischen Fußsyndrom.
Mund- und Zahngesundheit
Diabetes Typ 2 kann sich auch auf die Zahn- und Mundgesundheit auswirken. Menschen mit Diabetes Typ 2 haben ein höheres Risiko von Parodontitis. Im Verlauf der Erkrankung verlieren die Zähne zunehmend ihren Halt.
Akute Zucker-bezogene Risiken im Alter: Hypoglykämie und Hyperglykämie
Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Menschen mit Diabetes können zum Beispiel Unterzuckerungen bekommen, wenn der Blutzucker durch gespritztes Insulin oder Tabletten gegen Diabetes zu stark gesenkt wird. Das kann unter anderem passieren, wenn man längere Zeit nichts isst oder körperlich sehr aktiv war, ohne die Dosis entsprechend anzupassen. Eine Unterzuckerung kann zu verschiedenen Beschwerden führen, zum Beispiel Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, Hunger oder Angstgefühlen. Je weiter der Blutzuckerspiegel sinkt, desto stärkere Symptome können auftreten: so etwa Konzentrations- und Sehstörungen. Sinkt der Blutzucker weiter, drohen Krämpfe oder der Verlust des Bewusstseins. Im schlimmsten Fall endet eine Unterzuckerung tödlich.
Bei älteren Patientinnen und Patienten wird eine Unterzuckerung nicht immer erkannt. Es ist wichtig, dass Betroffene und im besten Falle auch deren Angehörige die Anzeichen einer drohenden Unterzuckerung kennen und in der Lage sind, entsprechend zu handeln.
- Besteht der Verdacht auf Unterzuckerung, sollte man zunächst den Blutzucker messen, um einen Zuckermangel schnell zu erkennen und auszugleichen.
- Bei leichten Unterzuckerungen helfen zunächst Kohlenhydrate, die schnell ins Blut übergehen und den Blutzuckerspiegel steigern, etwa ein Stück Traubenzucker, Fruchtsaft, Limonaden oder Gummibärchen.
- Viele Patientinnen und Patienten sind darüber hinaus für den Notfall mit einem Glukagon-Pen zum Spritzen ausgestattet. Seit 2020 ist in Deutschland auch ein Glukagonnasenspray für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab vier Jahren für den Fall einer schweren Unterzuckerung verfügbar.
- In schweren Fällen von Unterzuckerung wie bei Bewusstlosigkeit ist fremde Hilfe notwendig. Es ist wichtig, dann sofort einen Notruf unter der Nummer 112 abzusetzen.
Überzuckerung (Hyperglykämie) und diabetisches Koma
Eine Überzuckerung wird auch Hyperglykämie genannt. Eine Überzuckerung entwickelt sich oft über einen längeren Zeitraum. Frühe Anzeichen sind zum Beispiel vermehrtes Wasserlassen, ein gesteigertes Durstempfinden oder Übelkeit. Bei sehr hohen Blutzucker-Werten kann es zu Schläfrigkeit und Bewusstseinsstörungen kommen. Es ist wichtig, dass Patientinnen und Patienten ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren und sich bei einer drohenden Überzuckerung sofort Rat einholen.
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Im schlimmsten Fall können starke Überzuckerungen oder Unterzuckerungen zu einem sogenannten diabetischen Koma führen. Beim Koma durch Überzuckerung unterscheidet man zwei Arten: die Ketoazidose und das hyperosmolare Koma. Geringe Insulinmengen reichen, um die Bildung von Ketonkörpern zu verhindern. Beim sogenannten hyperosmolaren Koma übersäuert der Körper deshalb nicht. Die vorhandene Insulinmenge reicht aber nicht aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Koma durch Unterzuckerung wird in der Fachsprache hypoglykämisches Koma genannt.
Zuckerfallen, Fruktose und versteckte Risiken im Seniorenalltag
Zucker ist in viel mehr Lebensmitteln enthalten, als Sie vielleicht annehmen. Er steckt nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in Brot, Joghurt, Fertiggerichten und Saucen, häufig als sogenannter „versteckter Zucker“ auf. Zwei Drittel des durchschnittlichen Jahresverbrauchs werden industriell in Backwaren, Brotaufstrichen, Getränken und Milchprodukten verarbeitet. Besonders Süßspeisen, Gelees und Fruchtsäfte enthalten in der Regel viel Fruktose.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, die Tagesdosis von 25 bis maximal 50 Gramm Haushaltszucker pro Tag und Kopf nicht zu überschreiten. In Deutschland kommt jeder durchschnittlich auf mehr als 100 Gramm Zucker pro Tag - das entspricht bis zu einem Vierfachen der empfohlenen Menge!
Fruktose: besondere Vorsicht
Vor allem die Zuckerart Fruktose gilt als besonders bedenklich. Sie wird in der Leber teilweise zu Fett umgebaut und kann neben Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen auch Gicht fördern. „Das bedeutet aber nicht, dass Sie Früchte und Obst ab sofort meiden sollten, denn zwei Portionen am Tag sind empfehlenswert“. Verzehrt man die ganze Frucht, steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an als bei einem Obstsaft.
Versteckter Zucker erkennen
Ein großes Problem sind die sogenannten „versteckten“ Zucker. Glukose, Saccharose, Dextrose, Zuckersirup, Laktose, Traubenfruchtsüße, Süßmolkenpulver, Gerstenmalz: Die Namen, hinter denen sich Zucker versteckt, sind vielfältig - über 70 verschiedene Bezeichnungen gibt es. Die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ bedeutet lediglich, dass kein zusätzlicher Zucker zugesetzt wurde. Das Produkt kann dennoch viel Zucker enthalten.
Klinisch relevante Besonderheiten bei älteren Menschen mit Diabetes
Blutzuckerziele im Alter
- Bei älteren Menschen mit Diabetes ohne sonstige größere Einschränkungen kann ein vergleichsweise streng eingestellter HbA1c-Wert von 6,5 bis 7,5 Prozent sinnvoll sein.
- Bei sehr alten Menschen mit mehr Einschränkungen werden in der Regel HbA1c-Werte von bis zu 8,0 Prozent angestrebt.
- Bei Pflegebedürftigkeit können HbA1c-Werte bis unter 8,5 Prozent und ein Blutzuckerwert vor Mahlzeiten zwischen 110 und 180 mg/dl ratsam sein, damit keine Unterzuckerungen auftreten.
Medikamentenwahl und Multimedikation
Um bei Typ-2-Diabetes Unterzuckerungen zu vermeiden, muss das ärztliche Fachpersonal gegebenenfalls die Behandlung mit oralen Blutzuckersenkern anpassen. Blutzuckersenker aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe gelten aufgrund des damit verbundenen erhöhten Unterzuckerungsrisiko als weniger geeignet für ältere Menschen mit Diabetes. Häufig wird zur medikamentösen Behandlung von Typ-2-Diabetes im Alter Metformin verschrieben. Bei einer verminderten Nierenleistung sollte Metformin aber abgesetzt werden.
Fachleute sehen eine solche Multimedikation zunehmend kritisch. So steigt unter der Einnahme mehrerer Arzneimittel die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Benommenheit. Es hilft auch, mit der ärztlichen Unterstützung einen Medikationsplan zu erstellen.
Insulintherapie und Hilfsmittel
Welche Form der Insulintherapie passend ist, richtet sich unter anderem nach den Wünschen sowie den individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Patientin oder des Patienten. Die konventionelle Insulintherapie ist einfacher zu handhaben, bietet dafür aber weniger Freiheiten. Auch bei Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes, die jahrelang nach der intensivierten Insulintherapie gespritzt haben, kann im hohen Alter der Umstieg auf eine andere Form sinnvoll sein.
Verschiedene Hilfen können den Alltag für ältere Menschen mit Diabetes erleichtern. Dazu gehören zum Beispiel: Blutzuckermessgerät mit einer großen Anzeige oder einer Sprachfunktion, Systeme zur kontinuierlichen Gewebezucker (CGM-Systeme), einfach bedienbare Insulinpens oder Insulinpumpen und eine Uhr oder Handy-App, die an die Einnahme von Medikamenten erinnert.
Zucker, Gehirn und Psyche im Alter
Unser Gehirn liebt Zucker - er liefert schnelle Energie und aktiviert das Belohnungssystem. Der Verzehr von Süssem führt zu einer Dopamin-Ausschüttung, dem „Glückshormon“. Bei einem hohen Zuckerkonsum schwankt der Blutzuckerspiegel sehr stark. Diese Schwankung wirkt sich natürlich auch auf die Versorgung des Gehirns aus, worunter die geistige Leistungsfähigkeit leidet.
Ein hoher Zuckerkonsum geht häufig mit Stimmungsschwankungen einher und kann auch Depressionen und Angststörungen auslösen. Eine chronische Erkrankung wie Diabetes kann die betroffenen Personen seelisch stark belasten. Sie haben ein erhöhtes Risiko, eine Depression zu entwickeln.
Praktische Prävention: Ernährung, Bewegung und Schulungen
Durch einen bewussten Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung können Sie Ihren Körper dabei unterstützen, den Blutzuckerspiegel dauerhaft in den Normbereich zurückzubringen. Eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht kann ebenfalls dazu beitragen, die Blutzuckerwerte zu verbessern.
- Schon seit längerer Zeit gibt es keine speziellen Diät-Lebensmittel für Menschen mit Diabetes mehr. Es hat sich gezeigt, dass eine ausgewogene vollwertige Ernährung mit vielen Ballaststoffen geeignet ist.
- Ein hoher Ballaststoffgehalt in kohlenhydratreichen Lebensmitteln sorgt dafür, dass der Zucker nur langsam ins Blut freigesetzt wird.
- Um Unterzuckerungen oder auch Überzuckerungen zu vermeiden, gibt es spezielle Patientenschulungen. In diesen Schulungen lernen Teilnehmende auch, Unterzuckerungen oder Überzuckerungen rechtzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzusteuern.
Empfohlene Alltagsmaßnahmen zur Zuckerreduktion
- Trinken Sie anstatt Softdrinks lieber Wasser oder ungesüßten Tee.
- Häufiger selbst kochen und versteckten Zucker auf Zutatenlisten prüfen.
- Reduzieren Sie schrittweise Zucker in Kaffee, Tee und Rezepten.
- Nutzen Sie Gewürze wie Zimt oder Vanille für mehr Geschmack.
- Verarbeiten Sie ganze Früchte statt Säfte; Smoothies nur in Maßen.
Pflege, Sicherheit und Alltagsrisiken bei älteren Menschen mit Diabetes
Der Schwerpunkt liegt meist auf der Vermeidung von Unterzuckerungen und diabetischen Langzeitfolgen wie dem Diabetischen Fußsyndrom. Wichtig ist zudem, dass die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt und die an der Pflege Beteiligten miteinander im Austausch stehen.
- Ernährung: Besonders bei Diabetes kann es im fortgeschrittenen Alter zu Mangelernährung kommen, wenn die Betroffenen zu wenig essen.
- Haut- und Fußpflege: Eine gute Hautpflege ist wesentlich; Füße täglich auf Hautveränderungen prüfen.
- Mundgesundheit: Der Mundgesundheit sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
- Sturzgefahr: Das Vorbeugen von Stürzen ist besonders wichtig, insbesondere bei Hypoglykämien.
Symptome einer Zuckerüberlastung erkennen
Die Anzeichen für zu viel Zucker sind vielfältig und eine Zuckerüberforderung kann sich bei jedem anders äußern. Die Symptome für zu viel Zuckerkonsum reichen von Hautunreinheiten und Müdigkeit bis hin zu Kopfschmerzen und Heißhungerattacken. Wer die Anzeichen für zu viel Zucker kennt, kann die Warnzeichen richtig deuten und entsprechend gegensteuern.
- Heißhunger auf Süßes gehört für viele Leute zum Alltag und macht es besonders während einer Diät schwierig durchzuhalten.
- Du bist ständig müde und antriebslos? Auch das kann eines der Symptome für zu viel Zucker in deiner Ernährung sein.
- Ein angemessen hoher Blutzuckerspiegel ist wichtig, um sich gut konzentrieren zu können.
- Häufige Infekte wie Erkältungen können auch ein Anzeichen dafür sein, dass man zu viel Zucker isst.
- Ein hoher Zuckerkonsum kann nicht nur das Immunsystem schwächen, sondern auch die Darmflora stören.
- Wer viel Zucker isst, hat daher auch häufiger Probleme mit Pilzinfektionen.
- Zu viel Zucker im Körper kann sich auch durch Symptome auf der Haut äußern.
- Ein hoher Zuckerkonsum geht häufig mit Stimmungsschwankungen einher.
- „Zucker ist schlecht für die Zähne“ - diese Warnung ist berechtigt.
Vergleich: Empfehlungen vs. tatsächlicher Konsum
| Richtwert | Empfohlen | Alltag (Durchschnitt) |
|---|---|---|
| WHO freie Zucker | 25-50 g/Tag | 90-100 g/Tag |
| Limo (250-330 ml) | < 10 g/Portion ideal | 20-35 g/Portion |
| Fruchtjoghurt (150 g) | < 10 g/Becher | 15-20 g/Becher |
Die Gesamtmenge ist entscheidend: Wer sich insgesamt ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, muss Zucker nicht vollständig vermeiden. Bei angepasster (gesunder) Lebensführung und konsequenter Behandlung erhöhter Blutzuckerwerte, erhöhter Blutdruckwerte und ungünstiger Blutfette können Menschen mit Typ-2-Diabetes heutzutage eine fast normale Lebenserwartung haben.
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